So lernt dein Hund garantiert „Bei Fuß!” in 4 Schritten

Dass dein Hund bei Fuß laufen kann, gehört zur grundlegenden Erziehung jeder Fellnase. Sieht es nicht auch einfach nur toll aus, wenn man einen Vierbeiner ganz aufmerksam neben Herrchen bzw. Frauchen laufen sieht? Und nicht nur das: Dieses Kommando ist sehr hilfreich in allen möglichen Situationen.

Fuss Kommando
Inhaltsverzeichnis

Bedeutung von "Bei Fuß"

“Bei Fuß” bedeutet, dass dein Hund direkt neben dir läuft, mit der Schulter etwa auf Kniehöhe. Er sollte dabei entspannt sein, aber aufmerksam auf deine Bewegungen und Signale achten. Im Modus “bei Fuß” bleibt dein Hund dicht bei dir, ohne zu ziehen oder zu zögern. Er achtet auf dich und reagiert auf deine Richtungs- und Tempowechsel.

Warum ist das Fuß-Kommando so wichtig?

Jeder Hund sollte früh lernen, bei Fuß zu gehen. Aber wozu ist das gut? Diese Frage ist leicht zu beantworten: Es wird immer wieder Situationen geben, in denen dein Liebling unbedingt an deiner Seite sein sollte.

Sei es in der Fußgängerzone der Innenstadt, auf einem schmalen Gehweg an der Straße oder auf einem Feldweg, auf dem einem ein anderer Mensch mit Hund entgegenkommt.

Dieses Kommando ist in solchen Momenten die entscheidende Brücke zur Sicherheit. Dein Hund läuft dicht bei dir und konzentriert sich auf dich. So behindert er andere Menschen nicht, die an euch vorbeigehen wollen, und ist selbst besser geschützt, wenn ihn zum Beispiel jemand anrempelt.

Die alleinige Konzentration auf dich hilft auch, dass dein Hund nicht unerlaubt einen Menschen oder Hund begrüßen will. Ihr werdet mit diesem Kommando viel entspannter durch den Alltag gehen, wenn es erst einmal fest in den Köpfen der Hunde verankert ist.

  • Sicherheit: Das Kommando “Bei Fuß” ist entscheidend für die Sicherheit deines Hundes und deiner Umgebung. Es verhindert, dass dein Hund in gefährliche Situationen gerät, zum Beispiel auf die Straße oder auf fremde Tiere.
  • Kontrolle und Führung: “Bei Fuß” ermöglicht dir eine kontrollierte Führung deines Hundes, was besonders in belebter oder unbekannter Umgebung wichtig ist.
  • Vertrauensbildung: Ein Hund, der gelernt hat, bei Fuß zu gehen, zeigt seinem Halter gegenüber Vertrauen und Respekt. Das stärkt die Bindung und das gegenseitige Verständnis.
  • Entspannte Spaziergänge: Mit einem zuverlässigen “Bei Fuß gehen” werden Spaziergänge für dich und deinen Hund entspannter und angenehmer. Ihr könnt euch auf eure Umgebung und die gemeinsame Zeit konzentrieren, anstatt ständig in Konflikte zu geraten.
  • Dichtes Gedränge: In belebten Straßen oder bei Veranstaltungen sorgt “Bei Fuß” dafür, dass dein Hund niemanden stört oder sich selbst in Gefahr bringt.
  • Straßenverkehr: An Straßenrändern oder Überwegen ist ein zuverlässiges “Bei Fuß” unerlässlich, damit dein Hund nicht plötzlich auf die Straße läuft.
  • Tierarztbesuche und öffentliche Verkehrsmittel: Orte, an denen Ruhe und Disziplin gefragt sind, erfordern oft ein “Bei Fuß”, um Stress und Chaos zu vermeiden.
  • Begegnungen mit anderen Tieren: Bei der Begegnung mit anderen Hunden oder Tieren hilft “Bei Fuß”, Konflikte und unerwünschte Interaktionen zu vermeiden.

Vorbereitungen für das Training

Bevor du mit dem Training des Kommandos “Bei Fuß” beginnst, ist eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend für den Erfolg. Die richtige Ausrüstung und eine positive Trainingsumgebung sind der Schlüssel, um deinem Hund dieses wichtige Kommando beizubringen.

Die richtige Ausrüstung auswählen

Wähle eine geeignete Leine, die lang genug ist, um deinem Hund etwas Bewegungsfreiheit zu lassen, aber kurz genug, um ihn unter Kontrolle zu halten. Eine Standardleine von etwa 1,5 bis 2 Metern ist oft ideal. Ein gut sitzendes Geschirr ist besonders für Hunde, die zum Ziehen neigen, eine sanfte und sichere Lösung. Es verteilt den Druck gleichmäßig und vermeidet Druck auf den Hals. Wenn du ein Halsband bevorzugst, achte darauf, dass es bequem sitzt und deinem Hund genügend Bewegungsfreiheit lässt, ohne zu rutschen oder zu drücken.

Schaffe eine positive Trainingsumgebung

Beginne in einer ruhigen Umgebung ohne Ablenkungen, z. B. in deinem Garten oder in einem ruhigen Park. So kann sich dein Hund auf das Training konzentrieren. Erstelle einen Trainingsplan mit regelmäßigen Trainingszeiten, um eine Routine zu entwickeln. Kurze, aber häufige Trainingseinheiten sind effektiver als lange, anstrengende Einheiten. Deine Einstellung während des Trainings ist sehr wichtig. Sei geduldig, ermutigend und positiv, um eine lernfördernde Atmosphäre zu schaffen. Halte motivierende Belohnungen wie Lieblingsleckerli oder Spielzeug bereit. Belohne deinen Hund für jeden kleinen Erfolg, um ihn für weitere Lernschritte zu motivieren.

Vorbereitung deines Hundes

Achte darauf, dass dein Hund gesund und fit für das Training ist. Ein ausgeruhter, aber nicht übermüdeter Hund ist ideal. Achte auf die Stimmung deines Hundes. Er sollte aufmerksam und interessiert, aber nicht überreizt oder ängstlich sein.

4 Schritte zu einem sicheren „Bei Fuß“

Hund läuft Bei Fuss

Es ist wichtig, dass du am Anfang in einer reizarmen Umgebung trainierst. So gibt es wenig Ablenkung für deinen Hund und er kann sich besser auf dich und euer Training konzentrieren. Am besten eignet sich dafür euer Zuhause. Achte auch darauf, dass du in kurzen Einheiten trainierst. Bei zu langen Trainingseinheiten verliert deine Fellnase die Konzentration und der Erfolg bleibt aus.

Schritt Nr. 1

Entscheide dich zuerst, ob dein Hund bei diesem Kommando rechts oder links von dir laufen soll. Nimm ein Leckerli in die Hand auf der Seite, auf der dein Hund laufen soll. Wenn ihr zuerst im Haus übt, braucht ihr keine Leine. Draußen ist es jedoch ratsam, eine Leine zu benutzen. Gewinne die Aufmerksamkeit deines Hundes, indem du ihn ansprichst und ihm das Leckerli zeigst.

Belohne deinen Hund, wenn er dich anschaut. Vor allem, wenn er das tut, ohne dass du ihn angesprochen hast. Die Belohnung kann eine Mischung aus Leckerli, verbalem Lob und Streicheln sein. Sei dabei aber nicht zu hektisch und aufgeregt – wir wollen ja nicht, dass er vor Aufregung an dir hochspringt!

Schritt Nr. 2

Wenn dein Hund auf der gewünschten Seite sitzt oder steht, gibst du ihm das Zeichen „Bei Fuß“ und gehst 2 bis 3 Schritte vorwärts. Das Signal kann ein Klopfen auf die Seite deines Oberschenkels oder ein Signalwort wie „Fuß“ oder „Bei mir“ sein. Für den Anfang reichen ein paar Schritte.

Dein Hund wird dir folgen, da er sich auf das Leckerli in deiner Hand konzentriert. Dadurch hält er automatisch den richtigen Abstand. Bleib wieder stehen und gib deinem Hund das Leckerli, wenn er es richtig gemacht hat. Lob ihn zusätzlich verbal.

Achte darauf, dass dein Hund dich nicht anspringt, um an das Leckerli zu kommen. Wenn das passiert, bleibst du stehen und wartest, bis dein Hund wieder ruhig neben dir steht. Dann wiederholst du die Übung. Führe diesen kurzen Schritt mehrmals erfolgreich durch – am besten sogar in mehreren Trainingseinheiten – bevor du zum nächsten Schritt übergehst.

Achte auch darauf, dass du das Kommando immer mit einem Auflösungssignal wie „Fertig“ oder „Okay“ beendest. So weiß dein Hund, wann er mit der Übung fertig ist und entscheidet nicht irgendwann selbst, wann Schluss ist.

Schritt Nr. 3

Steigere die Anforderungen langsam. Verlängere zunächst einfach die Strecke, die dein Liebling zu Fuß zurücklegen soll. Hebe die Hand mit dem Leckerli etwas höher. Mache dies unbedingt in kleinen Abständen und wiederhole jede Übung mehrmals mit Erfolg, bevor du die Strecke weiter vergrößerst.

Hier bietet es sich auch an, das Laufen um Kurven und Hindernisse gezielt in das Training einzubauen. So hast du es später in Alltagssituationen leichter, denn auf freier Strecke wirst du wahrscheinlich nicht nur geradeaus laufen. Außerdem solltest du dein Tempo variieren: Mal schleichst du langsam, mal gehst du normal und mal joggst du.

Auch das Leckerli kannst du jetzt weniger auffällig in der Hand halten, damit dein Hund lernt, sich wirklich auf dich zu konzentrieren und nicht nur auf seine begehrte Belohnung. Du bist der Schlüssel zum Hauptgewinn! In dieser Phase kannst du auch mit den ersten Ablenkungen beginnen. Lass einen Bekannten an euch vorbeigehen oder lege das Lieblingsspielzeug deines Vierbeiners gut sichtbar in eure Nähe.

Dein Hund sollte weiterhin neben dir gehen und sich auf dich konzentrieren, anstatt auf die Attraktion zu achten und vielleicht sogar darauf zuzulaufen. Auch diese Situationen solltest du mehrmals hintereinander erfolgreich üben, bevor du das Training wieder schwieriger gestaltest. Regelmäßige Pausen sind für den Erfolg ebenso wichtig, wie gelungene Wiederholungen.

Schritt Nr. 4

Wenn die vorhergehenden Schritte gut funktionieren, kannst du das Training aktiv nach draußen verlegen und nach und nach Momente einbauen, die euch im Alltag begegnen können. Du kannst etwa deinen Hund bei Fuß laufen lassen, während ein anderer Hund an euch vorbeiläuft. Oder ihr lauft an einem Spielplatz mit vielen spielenden Kindern vorbei.

Du kannst am besten einschätzen, wie gut dein Hund dieses Kommando bereits beherrscht. Wenn du es ihm zutraust, kannst du mit ihm auch im Fußkommando über den Marktplatz laufen. Das ist allerdings sehr schwierig für deinen Liebling, weil es überall spannende Ablenkungen gibt.

Es braucht also viel Training und Geduld, bis deine Fellnase das kann. Sei nicht böse, wenn etwas schief geht. Übe dann einfach noch einmal in einer weniger aufregenden Situation. Mit der Zeit kannst du immer weniger mit Leckerchen belohnen. Wenn dein Hund das Kommando verinnerlicht hat, reicht verbales Lob.

Ist dir das zu theoretisch? Wenn du einen visuellen Ansatz bevorzugst, bietet dir unsere App Schritt-für-Schritt Videoanleitungen, mit denen du deinem Hund das „Bei Fuß“ beibringen kannst. Hier erfährst du mehr über unsere App.

Denke daran:

Tipps Trainingserfolg

6 Häufige Herausforderungen & ihre Lösungen

Bei Fuss

Das Training “Bei Fuß” kann manchmal frustrierend sein, sowohl für deinen Hund als auch für dich als Hundehalter. Hier sind einige der häufigsten Probleme, die während des Trainings auftreten können, und praktische Lösungen, um sie effektiv zu überwinden.

1. Dein Hund zieht ständig an der Leine

  • Problem: Dein Hund zieht vorwärts und hört nicht auf das Kommando “Bei Fuß”.
  • Lösung: Bleib stehen, wenn dein Hund anfängt zu ziehen. Bewege dich erst wieder vorwärts, wenn die Leine locker ist. So lernt er, dass Ziehen nicht zum Ziel führt.

2. Dein Hund ist leicht ablenkbar

  • Problem: Dein Hund wird durch Gerüche, Geräusche oder andere Tiere abgelenkt und kann sich nicht auf “bei Fuß” konzentrieren.
  • Lösung: Beginne das Training in einer ruhigen Umgebung mit wenig Ablenkung. Führe nach und nach mehr Ablenkungen ein, sobald der Hund zuverlässiger bei Fuß geht.

3. Dein Hund versteht den Befehl nicht

  • Problem: Dein Hund wirkt verwirrt und versteht nicht, was von ihm erwartet wird.
  • Lösung: Geh zu den Grundlagen zurück. Verkürze die Trainingseinheiten und konzentriere dich auf die ersten Schritte. Verwende klare und einheitliche Signale.

4. Dein Hund wird schnell müde oder frustriert

  • Problem: Dein Hund zeigt Anzeichen von Müdigkeit oder Frustration und verliert das Interesse am Training.
  • Lösung: Halte die Trainingseinheiten kurz und positiv. Mache Pausen, bevor dein Hund überfordert ist und beende das Training mit einer positiven Note.

5. Dein Hund reagiert nur, wenn eine Belohnung sichtbar ist.

  • Problem: Dein Hund geht nur bei Fuß, wenn er weiß, dass es eine Belohnung gibt.
  • Lösung: Mache die Belohnung unvorhersehbar. Belohne nicht jede richtige Ausführung, sondern variiere, wann und wie du belohnst.

6. Dein Hund verliert mit der Zeit das Interesse

  • Problem: Dein Hund kann “Bei Fuß” für kurze Zeit halten, verliert aber bei längeren Strecken das Interesse.
  • Lösung: Baue das Training langsam auf. Erhöhe die Dauer, die dein Hund “Bei Fuß” gehen muss, allmählich und belohne ihn besonders, wenn er länger durchhält.

Wenn du diese Herausforderungen verstehst und proaktiv angehst, kannst du die Effektivität deines Trainings bei Fuß steigern. Jeder Hund ist einzigartig, und einige benötigen möglicherweise speziellere Anpassungen oder mehr Geduld. Denke daran, dass das Ziel eine harmonische und sichere Beziehung zu deinem Hund ist, die auf Verständnis und Respekt basiert.

Welpen "Bei Fuß" beibringen

Welpe mit Leine

Das Kommando “Bei Fuß” ist ein wertvolles Hilfsmittel, um deinem Welpen beizubringen, ruhig und aufmerksam an deiner Seite zu gehen. Es ist mehr als nur eine Gehorsamkeitsübung; es ist eine Möglichkeit, die Bindung zu deinem Welpen zu stärken und die Grundlage für sichere und angenehme Spaziergänge zu legen. Hier ist, wie du anfangen kannst:

1. Grundlagen schaffen

Beginne mit kurzen Einheiten: Welpen haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne, daher sollten Trainingseinheiten kurz (5-10 Minuten) und unterhaltsam sein. Positive Umgebung: Beginne in einer ruhigen Umgebung ohne Ablenkungen, damit sich dein Welpe auf dich konzentrieren kann.

2. Einführung der Kommandos

Leine und Geschirr: Gewöhne deinen Welpen an Leine und Geschirr. Lass ihn die Ausrüstung beschnuppern und sich damit vertraut machen. Kommando einführen: Stehe oder sitze zunächst neben deinem Welpen und sage das Kommando "Bei Fuß", gefolgt von seinem Namen. Du kannst dabei auf deine Seite klopfen, um seine Aufmerksamkeit zu lenken.

3. Erste Schritte

Ermutige ihn, dir zu folgen: Gehe ein paar Schritte und locke deinen Welpen mit einem Leckerli oder Spielzeug neben dich. Wenn er dir folgt, lob ihn begeistert und gib ihm die Belohnung. Kurze Distanzen: Beginne mit wenigen Schritten und erhöhe die Distanz allmählich, während der Welpe das Konzept lernt.

4. Beständigkeit und Geduld

Wiederholung und Routine: Übe täglich, aber überfordere deinen Welpen nicht. Kurze, regelmäßige Trainingseinheiten sind effektiver als lange, ermüdende Trainingseinheiten. Sei geduldig: Nicht jeder Tag ist perfekt. Zeige Geduld und Verständnis - Lernen ist ein Prozess.

5. Positive Verstärkung

Benutze Belohnungen: Belohne deinen Welpen sofort, wenn er korrekt an deiner Seite geht. Verwende Lob, Leckerchen oder sein Lieblingsspielzeug als Belohnung. Baue eine starke Bindung auf: Nutze das Training, um eine positive Beziehung zu deinem Welpen aufzubauen. Lachen und Spaß sind wichtig.

6. Herausforderungen meistern

Schaffe Ablenkung: Sobald dein Welpe in einer ruhigen Umgebung "bei Fuß" gehen kann, führe leichte Ablenkungen ein, z. B. Haushaltsgeräusche oder einen ruhigen Park. Kontinuierliche Anpassung: Passe das Training den Fortschritten und der Persönlichkeit deines Welpen an. Jeder Welpe ist einzigartig und lernt in seinem eigenen Tempo.

Wenn du deinem Welpen früh beibringst, bei Fuß zu gehen, legst du den Grundstein für ein Leben voller sicherer und angenehmer Spaziergänge. Vergiss nicht, dass es nicht nur darum geht, Gehorsam zu lernen, sondern auch darum, gemeinsam die Welt sicher und mit Freude zu erkunden.

Achte auf deinen Hund

Achte darauf, dass Leinen und Geschirre gut sitzen und keine Abnutzungserscheinungen aufweisen, um Unfälle zu vermeiden. Wenn du ein Halsband verwendest, achte darauf, dass es nicht zu eng ist und deinem Hund ausreichend Komfort bietet.

Achte auf körperliche Einschränkungen und berücksichtige das Alter, den Gesundheitszustand und die körperliche Verfassung deines Hundes. Ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Hunde benötigen möglicherweise kürzere und sanftere Trainingseinheiten. Achte auf Anzeichen von Müdigkeit oder Überanstrengung und beende das Training, bevor dein Hund erschöpft oder gestresst ist.

Wähle sichere und ruhige Orte für das Training, um Ablenkungen und Gefahren zu minimieren. Achte immer auf die Umgebung und vermeide Situationen, die deinen Hund oder andere gefährden könnten.

Nutze positive Verstärkung, um Stress zu vermeiden und positive Lernerfahrungen zu fördern. Zeige Geduld und Verständnis. Jeder Hund lernt in seinem eigenen Tempo und Druck oder Strafen können kontraproduktiv sein.

Baue regelmäßige Pausen in das Training ein, damit dein Hund sich erholen kann. 

Stelle immer frisches Wasser zur Verfügung, besonders an heißen Tagen. Überprüfe nach jedem Training die Pfoten, das Fell und den allgemeinen Zustand deines Hundes, um sicherzustellen, dass er keine Verletzungen oder Beschwerden erlitten hat. Gib deinem Hund nach dem Training ausreichend Zeit, um sich auszuruhen und zu erholen.

Positive Verstärkung richtig einsetzen

Positive Verstärkung ist eine effektive und tierfreundliche Methode, um deinem Hund das Kommando “Bei Fuß” beizubringen. Sie basiert auf dem Prinzip, erwünschtes Verhalten zu belohnen, um es zu fördern. Hier erfährst du, wie und warum du positive Verstärkung einsetzen solltest und bekommst Tipps für eine effektive Belohnung.

Positive Verstärkung macht das Training für deinen Hund interessanter und lohnender. Ein motivierter Hund ist lern- und kooperationsbereiter. Diese Methode fördert eine vertrauensvolle und respektvolle Beziehung zwischen dir und deinem Hund, die für das Training “Bei Fuß” unerlässlich ist.

Belohne deinen Hund sofort, wenn er korrekt “bei Fuß” geht. Das hilft ihm zu verstehen, dass sein Verhalten die Belohnung auslöst. Verwende einheitliche Kommandos und Belohnungen. Dein Hund sollte genau wissen, was von ihm erwartet wird und wann er eine Belohnung erhält.

Wähle Belohnungen, die dein Hund wirklich mag. Das können Lieblingsleckerlis, Lob oder Spielzeiten sein. Die Belohnung sollte dem Verhalten angemessen sein. Wechsle die Belohnungsarten ab, um das Interesse deines Hundes aufrechtzuerhalten und eine Abhängigkeit von einer bestimmten Belohnungsart zu vermeiden.

Beginne damit, die Häufigkeit der Belohnungen langsam zu reduzieren, sobald dein Hund zuverlässig “bei Fuß” geht. Ersetze sie durch verbales Lob oder Streicheleinheiten, um eine dauerhafte Verhaltensänderung zu erreichen.

Tipps für effektives Belohnen

  • Timing ist entscheidend: Belohne deinen Hund unmittelbar nach dem gewünschten Verhalten, um die beste Verbindung herzustellen.
  • Sei vorhersehbar: Dein Hund sollte wissen, dass gutes Verhalten immer belohnt wird. Unberechenbarkeit kann zu Verwirrung und Frustration führen.
  • Bleibe positiv: Auch wenn die Fortschritte langsam sind, bleibe positiv und geduldig. Deine Einstellung beeinflusst das Lernklima und den Lernerfolg.

Wenn du positive Verstärkung richtig einsetzt, kannst du deinem Hund das Kommando “Bei Fuß” auf eine Art und Weise beibringen, die sowohl für ihn als auch für dich angenehm und belohnend ist. Denke daran, dass jedes Tier einzigartig ist und sein eigenes Lern- und Anpassungstempo hat. Feiere kleine Erfolge und genieße die gemeinsame Trainingszeit!

Häufig gestellte Fragen

Dieses Kommando dient dazu, deinen Hund auf Kommando neben dir laufen zu lassen. Das ist in vielen Alltagssituationen nützlich, z.B. wenn ihr durch eine Menschenmenge gehen müsst oder wenn er neben euch gehen soll, während ihr an einem anderen Hund vorbeigeht.

Dein Hund macht nie etwas absichtlich falsch! Er versteht höchstens noch nicht, was genau von ihm erwartet wird, oder kann interessanten Ablenkungen noch nicht so gut widerstehen. Das ist aber nicht seine Schuld – es liegt in seiner Natur, schnüffeln und entdecken zu wollen! Deshalb sind Geduld, viele Wiederholungen, kleine Steigerungen und natürlich Lob und Belohnung die Zutaten für einen nachhaltigen Trainingserfolg.

Es ist wichtig, in kleinen Schritten zu üben. Beginne in einer Umgebung, in der es wenig aufregende Ablenkungen gibt. Mit der Zeit kannst du den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Eine ausführliche Anleitung findest du in unserem Artikel.

Du kannst damit beginnen, deinem Welpen das Kommando “Bei Fuß” beizubringen, sobald er grundlegende Kommandos wie “Sitz” versteht und eine gewisse Aufmerksamkeitsspanne entwickelt hat, was normalerweise im Alter von 8 bis 10 Wochen der Fall ist. Es ist wichtig, das Training kurz, positiv und spielerisch zu gestalten, um die Konzentration und das Interesse deines Welpen aufrechtzuerhalten.

Fazit

Das Kommando “Bei Fuß” ist eine wertvolle Fähigkeit, die euch beiden im täglichen Leben zugute kommen wird. Es bietet die Möglichkeit, gemeinsam die Welt zu erkunden, ohne Stress und mit der Gewissheit, dass dein Hund sicher und aufmerksam an deiner Seite ist.

Mit jedem Schritt, den ihr gemeinsam macht, stärkt ihr eure Bindung und euer gegenseitiges Verständnis. Es ist ein langer, aber lohnender Weg, der eine tiefere und vertrauensvollere Beziehung zwischen dir und deinem Hund fördert.

Mit diesen Tipps klappt’s garantiert:

  • Übe in kleinen Schritten!
  • Belohne immer direkt nach einer gelungenen Übung – nur so verknüpft dein Hund das Lob mit dem Laufen neben dir!
  • Habe Geduld! Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – auch nicht unter den Fellnasen.

Jetzt teilen:

Bild von Verfasst von Anja Boecker
Verfasst von Anja Boecker

Servus, Hallo, Moin! Mein Name ist Anja Boecker und ich bin Hundetrainerin und Verhaltensberaterin (Zertifikat IHK). Mit diesen Artikeln möchte ich dir helfen, deinen Hund besser zu verstehen und eine unzertrennliche Bindung aufzubauen.

Mehr erfahren