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Hund bellen abgewöhnen in 5 einfachen Schritten

Nichts entspannt mehr als ein ausgiebiger Spaziergang mit deinem Vierbeiner. Diese Ruhe und Entspannung können jedoch schnell getrübt werden, wenn dein Liebling zu jeder Zeit bellt. Noch unangenehmer wird es, wenn dein Hund dies zuhause macht. 

Dieser Artikel soll dir bei der Lösung des Problems helfen, denn er klärt dich über die diversen Ursachen auf und gibt dir wertvolle Tipps und Ratschläge, wie du das Problem mit deinem Vierbeiner in den Griff bekommen kannst.

Warum bellen Hunde ständig?

In der Regel ist das Bellen ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation zwischen Hunden. Somit übermitteln sie Informationen. Dabei sind die Gründe sehr verschieden. 

Manchmal kann dein Hund auf das Bellen zurückgreifen, weil er sein Gegenüber vor Gefahren und Risiken warnen möchte. Ein anderes Mal bellt er nur aus einer Belanglosigkeit. 

Das Bellen der Hunde ist sozusagen ihre Sprache und ihre Möglichkeit miteinander zu kommunizieren. 

Übrigens: Hunde versuchen mithilfe des Bellens sich auch mit uns Menschen zu verständigen. 

Hast du bereits einiges an Erfahrungen im Umgang mit Hunden sammeln können, wird es dir leichter fallen, dem Bellen auf den Grund zu gehen. Hast du allerdings erst seit Kurzem das Vergnügen, dein Leben mit einem Vierbeiner zu teilen, merkst du schnell, dass es dir an Hintergrundwissen fehlt. 

Aber keine Sorge, das wird sich legen. In wenigen Monaten wirst du deinen Hund blind verstehen.

5 Ursachen für das Bellen

Hund beim Bellen

Du konntest bereits erfahren, dass dein Vierbeiner das Bellen als Kommunikationsmittel einsetzt. Bellt dein Hund also ab und zu mal – insbesondere bei Gefahren – ist dies ein natürlicher Instinkt, der eine Verständigung (in diesem Fall in Form einer Warnung) ermöglicht. 

Zahlreiche Ursachen führen dazu, dass dein Hund im Freien sowie in der Wohnung bellt. Leider kann es auch dazu kommen, dass dein Liebling zu oft oder ständig bellt. Das kann von dir, von den Nachbarn oder den anderen Spaziergängern als störend empfunden werden. 

Normalerweise steckt eine Ursache dahinter, die du leicht beheben kannst. Aus diesem Grund haben wir dir hier die häufigsten Ursachen und Gründe zusammengestellt:

  • Schlechte Angewohnheit
  • Aufregung
  • Angst
  • Langeweile
  • Plötzliche Unruhe

Die vier genannten Punkte sind die hauptsächlichsten Gründe, die bei deinem Hund zu einem übertriebenen Bellen führen können. Diese Gründe kannst du jedoch mit Geduld und Zeitinvestition beheben.

1. Schlechte Angewohnheit

Eine unbewusste Erziehung kann Grund für häufiges Bellen sein. Dabei entwickelt dein Hund ein aufdringliches Bellen, um seinen Willen durchzusetzen. 

Die häufigsten Gründe für diese Art des Bellens sind das Fordern eines Leckerlis oder der Aufruf zum Spaziergang. Dein Vierbeiner versucht durch dieses Verhalten die Dominanz in eurer Beziehung zu gewinnen und aufrecht zu erhalten.

Mit etwas Geduld beseitigst du diese schlechte Angewohnheit. Zu Beginn ergründest du, warum dein Vierbeiner bellt. Dazu beobachtest du ihn genau. Steht er beispielsweise vor der Tür und bellt ununterbrochen, kannst du davon ausgehen, dass er in die frische Luft möchte. Gibt es feste Gassi-Zeiten und bellt dein Hund außerhalb dieser Zeiten, ist eine schlechte Angewohnheit entstanden. 

2. Aufregung & Stress

Vielleicht fällt dir auf, dass dein Vierbeiner übertrieben bellt, wenn zuvor Besuch angekündigt war oder er allgemein eine stressige Zeit durchlebt. 

Diese Art des Bellens ist etwas schwieriger zu beheben, da es sich um einen natürlichen Instinkt und nicht um eine schlechte Angewohnheit handelt. 

Ist dein Hund zu aufgeregt, kannst du dagegen vorgehen, in dem du sein Adrenalin abbaust. Steht also eine stressige Zeit an (zum Beispiel der Tierarzt-Besuch) oder erwartest du am Wochenende zahlreiche Gäste, planst du bestenfalls verschiedene Aktivitäten, die deinen Vierbeiner besonders auslasten und somit das Adrenalin senken. 

3. Angst

Hast du einen ängstlichen Hund, ist das Risiko hoch, dass er zu übertriebenem Bellen neigt. Das ist meistens auf ein Trauma zurückzuführen, mit dem du vielleicht nicht mal was zu tun hast. 

Bellt dein Hund häufig aus Angst, musst du als Erstes die Ursache finden und beheben. Stehen Situationen an, in denen dein Vierbeiner ängstlich reagiert, kannst du bestenfalls auch auf ein natürliches Beruhigungsmittel zurückgreifen. 

In der Regel gilt aber: Das ist keine Dauerlösung. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, die Ursache für die Ängstlichkeit deines Vierbeiners schnell zu finden und zu beheben.

4. Langeweile

Ist dein Vierbeiner im Alltag nicht genug ausgelastet, kann er aus purer Langeweile das Bellen entwickeln. Dabei handelt es sich auch um ein instinktives Verhalten. 

Dessen Ursache kannst du aber schnell beheben, indem du dafür sorgst, dass dein Hund genügend Beschäftigung hat. 

Du solltest deinen Hund so wenig wie möglich allein lassen. Natürlich musst du weiterhin deiner Arbeit und deinem Alltag nachgehen, achte jedoch darauf, dass dein Vierbeiner in dieser Zeit genug beschäftigt ist. 

Ist es dir finanziell und räumlich möglich, einen Gesellen für deinen Vierbeiner zu besorgen, solltest du diese Option eventuell in Betracht ziehen. Hunde sind keine Einzelgänger und leben normalerweise im Rudel. Ist dein Vierbeiner also mehrere Stunden am Tag allein in der Wohnung, kann sich das in einem übertriebenen Bellen auswirken. Ein Geselle schafft schnelle Abhilfe. 

Sind dir die räumlichen und finanziellen Möglichkeiten für einen zweiten Hund nicht gegeben, solltest du auf Folgendes achten: Gestalte die Zeit mit deinem Vierbeiner (idealerweise unmittelbar vor und nach deiner Arbeit) besonders aktiv. 

5. Plötzliche Unruhe

Bei plötzlicher Unruhe ist Vorsicht geboten. Die Ausgangslage hierfür: Du hast bereits Erfahrung mit deinem Vierbeiner. Das ständige Bellen war bisher nie Thema für euch. Der Charakter deines Hundes hat sich plötzlich von heute auf morgen geändert. 

Kommt dir diese Situation bekannt vor, solltest du deinen Tierarzt aufsuchen. Möglicherweise gibt es Beschwerden – wie körperliche Ursachen – die vor Kurzem auftraten und deinen Hund zum Bellen animieren. Der Tierarzt kann durch eine schnelle Untersuchung die Ursache herausfinden und eine angepasste Therapie verordnen.

6 Hilfreiche Tipps gegen Bellen

  • Sorge für ausreichend Aktivitäten und powere deinen Vierbeiner richtig aus!
  • Sorge für Gesellschaft und fördere soziale Kontakte!
  • Lege immer ein ruhiges und geduldiges Verhalten an den Tag!
  • Ignoriere das Bellen für mehrere Sekunden!
  • Besorge dir eventuell einen Hundesitter!
  • Wende ein Bell-Training an!

Hund bellen abgewöhnen in 5 Schritten

hunde bell training

Das Anti-Belltraining ist eine Möglichkeit, mit der du das ständige Bellen bei deinem Vierbeiner kontrollieren kannst. In der Regel benötigt dies nur einige Zeit an Übung. Dazu kommt, dass dein Vierbeiner dieses Training mit einer spielerischen Aktivität verknüpft. 

Hierfür findest du nun eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Wähle ein Befehlswort:

Als Erstes wählst du ein Wort aus, dass den Befehl zum Stoppen des Bellens signalisiert. Der Auswahl sind keine Grenzen gesetzt. Das Befehlswort sollte aber einmalig vorkommen und nicht bereits für eine andere Übung oder einen anderen Befehl Anwendung finden.

2. Rufe die Bell-Reaktion hervor

Nachdem du den Grund für das Bellen deines Hundes ermittelt hast, rufst du diese Reaktion hervor. Bellt dein Vierbeiner, kombinierst du das mit dem Befehl. In dem Moment, indem dein Hund bellt, sagst du das Befehlswort. Mit etwas Übung gelingt es dir, deinen Hund so gut einzuschätzen, dass du das Befehlswort vor der Reaktion anwendest. Das ist auch das Ziel des zweiten Schritts.

3. Belohnung

Gelingt es dir das Befehlswort vor dem Bellen anzuwenden, lobst du deinen Hund, indem du Wörter wie „Gut gemacht!“ oder „Brav!“ verwendest. Du kannst die Belohnung auch durch ein Leckerli bestärken. 

4. Wiederhole die Übungen

Durch eine kontinuierliche Übung gelingt es dir, deinem Hund das Bellen abzugewöhnen. Versuche mit jeder Übung die Zeit – zwischen dem Kommando (Befehlswort) und der Reaktion zu steigern.

5. Suche dir Hilfe

Solltest du dennoch keinen Erfolg haben, ist es gut, wenn du einen Hundetrainer zu Rate ziehst, der dir auch dabei helfen kann, die Ursache für das Bellen zu identifizieren.

Fazit & Empfehlung

hunde training icon

Das ständige Bellen ist eine lästige Angewohnheit, die die Ausgeglichenheit in der Beziehung zwischen dir und deinem Hund belasten kann. Dennoch sind die Ursachen in der Regel leicht zu beheben. 

Beherzigst du unsere genannten Tipps und Tricks? Dann kannst du davon ausgehen, dass ständiges und lästiges Bellen deines Hundes bald der Vergangenheit angehört.

Achte bitte darauf, dass du die verschiedenen Tipps und Maßnahmen geduldig und ruhig anwendest. Ein aggressives Verhalten deinerseits ist nicht nur kontraproduktiv, sondern führt ebenfalls zu einer emotionalen Entfernung zwischen euch beiden. 

Diese erschwert den Zugang zu deinem Vierbeiner und die Tipps können nicht mehr richtig angewendet werden. 

Tritt bei deinem Hund das ständige Bellen plötzlich auf, solltest du unmittelbar einen Tierarzt aufsuchen.

Weiterführende Quellen:

agila.de
pets.webmd.com
akc.org

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