knurren

Dein Hund knurrt? (4 Tipps was du tun kannst)

In manchen Situationen verstehen wir unsere Vierbeiner einfach nicht: Wir wollten unseren Liebling nur etwas streicheln oder mit ihm spielen und plötzlich knurrt er uns an. 

Natürlich verunsichert das: Habe ich etwas Falsches gemacht? Hat mein Hund etwa kein Vertrauen mehr in mich?

Doch egal warum dein Hund dich anknurrt, ihr müsst beide lernen mit diesen Situationen umzugehen. Es gibt bestimmte Dinge, die du dann auf keinen Fall tun solltest. 

Mit einigen anderen Methoden kannst du die Anspannung schnell wieder lösen. Und sollte es trotzdem öfter vorkommen, dass dich dein Hund anknurrt, könnt ihr zusammen einige Trainingsübungen machen.

Warum knurrt mein Hund?

Terrier knurrt

Knurren ist für Hunde ein ganz normales Mittel zur Kommunikation. Weil sie nicht mit uns sprechen können, nutzen sie Signale wie Bellen, Winseln oder eben Knurren. Mit ihnen zeigen sie uns, was sie wollen und vor allem, was nicht. 

Wenn Hunde mit einer Situation überfordert sind oder Angst haben, zeigen sie das durch Knurren. Es ist sogar gut, dass sie das tun: Knurren ist eine Warnung, dass sich etwas an der Situation ändern muss. 

Wenn der Hund weiter bedrängt wird, kann es eskalieren und er beißt zu. Deswegen müssen wir lernen, richtig auf unseren Hund zu reagieren.

Viele verschiedene Dinge können das Knurren bei deinem Liebling auslösen. Besonders wenn dein Hund neu in der Familie ist, kann das schnell passieren. 

Vertrauen aufbauen…

Schließlich ist noch alles ungewohnt für ihn und er konnte noch kein Vertrauen aufbauen. Vielleicht hat er vorher auch schon schlechte Erfahrungen gemacht und reagiert in einigen Situationen sehr angespannt.

Im Allgemeinen knurren Hunde, wenn sie sich unwohl fühlen oder bedrängt werden. Schon eine falsche Bewegung oder ein zu starrer Blick können ausreichen. Auch wenn dein Hund beim Fressen gestört wird oder Angst hat, dass ihm etwas weggenommen wird, kann das für ihn unangenehm sein. 

Denke immer daran, dass dein Hund dir etwas mit dem Knurren sagen möchte. In den meisten Fällen bedeutet es „Stopp! Ich fühle mich bedrängt!“ oder „Die Lage muss sich ändern“. 

Es bringt also nichts, es ihm abzugewöhnen. Viel mehr solltet ihr lernen, richtig miteinander umzugehen und diesen Situationen aus dem Weg zu gehen.

Auch kann hinter dem Knurren eine Krankheit oder Schmerzen stecken. Manche Hunde lassen nicht gerne jemanden an sie ran, wenn sie Schmerzen haben oder krank sind. Hier ist es gut, wenn du sein Allgemeinbefinden durchcheckst und ihn gut beobachtest.

Sollten die Tipps, die du in den nächsten Abschnitten nicht wirklich weiterhelfen, ist es gut, wenn du einen Tierarzt einschaltest, der auch verhaltenstherapeutisch tätig ist.

Das solltest du vermeiden

unverträglichkeit beim hund

Wenn dich dein Hund anknurrt, ist euer Verhältnis in diesem Moment natürlich sehr angespannt. Er hat Angst und du weißt wahrscheinlich nicht einmal, was du falsch gemacht hast. In dieser Situation ist es besonders wichtig, nichts Unüberlegtes zu tun. Denn Vieles kann die Lage ganz schnell verschlimmern.

Dazu gehören unter anderem:

1. Hektik

Es ist ganz normal, dass es dich beunruhigt, wenn dein Hund dich anknurrt. Doch wenn du nun unüberlegt handelst und hektische Bewegungen machst, verunsichert das deinen Hund nur noch mehr. Wenn er sich erschreckt, kann es schnell eskalieren. Im schlimmsten Fall beißt er dann zu, weil er mit der Situation überfordert ist. Bleibe also unbedingt ruhig und überlege, was du als Nächstes tust.
 

2. Näher ran gehen

Viele Hundehalter gehen intuitiv näher an ihren Hund heran. Sie möchten ihn streicheln und zeigen, dass er keine Angst haben muss. Leider versteht der Hund das ganz anders. Gehst du auf ihn zu oder hältst ihm die Hand hin, fühlt er sich nur noch stärker bedrängt. Das verunsichert ihn noch weiter. Besonders ein starrer Blick wird von Hunden schnell fehlgedeutet. Gehe stattdessen lieber einen Schritt zurück und entspanne deinen Körper. Dann könnt ihr euch beide beruhigen.
 

3. Bestrafung

Auf keinen Fall solltest du mit deinem Hund schimpfen oder ihn bestrafen, weil er dich anknurrt. Mit diesem Signal zeigt er dir nur, dass ihm etwas nicht gefällt. Wenn du ihm das verbietest, lässt er beim nächsten Mal die Warnung weg und schnappt vielleicht gleich zu.

Außerdem löst Schimpfen nicht das Problem, das er in diesem Moment hat. Wenn du lauter wirst, wird er nur noch verängstigter. Versuche lieber herauszufinden, was deinen Hund stört und wie ihr es das nächste Mal besser macht.

 

4. Knurren ignorieren

Es wäre nicht sinnvoll, das Knurren deines Hundes einfach zu ignorieren. Es kann zu einem ernsthaften Problem werden, wenn es öfters vorkommt und du nichts gegen die Ursache unternimmst. Dein Hund muss mit der Situation umgehen können und lernt das nicht von allein.

Besonders das Knurren kleinerer Hunde wird oftmals nicht ernst genommen, da es nicht so bedrohlich wirkt. Doch sie zeigen genau wie andere Hunde auch, dass ihnen etwas nicht gefällt. Ignorieren verbessert die Situation auf keinen Fall. Überlege lieber, was die Ursache sein könnte und wir ihr das Problem löst.

Wie du reagieren solltest

Hund Reaktion

Wie du siehst, musst du auf viele Dinge achten, die du nicht tun solltest. Mindestens genauso wichtig ist es aber, richtig zu reagieren und die Situation somit wieder zu entspannen. 

Auf jeden Fall solltest du ruhig bleiben und nicht in Hektik verfallen. Langsame Bewegungen sind dabei viel hilfreicher. Atme ein paar Mal tief durch und überlege dabei in Ruhe, was du als Nächstes tust. Du musst unbedingt freundlich zu deinem Hund sein und nicht mit ihm schimpfen.

Gehe am besten ein paar Schritte zurück. Wahrscheinlich fühlt sich dein Liebling einfach nur bedrängt und benötigt mehr Freiraum. Wenn du deinen Körper ein wenig wegdrehst, merkt er, dass du ihn nicht angreifen willst. Zeige ihm nicht, dass du dominant bist. Das verunsichert ihn nur noch weiter. Eine entspannte Körperhaltung kann in diesem Fall Wunder bewirken.

Vielleicht hilft es deinem Hund, wenn du ihm gewohnte Signale gibst. Das funktioniert natürlich nur, wenn ihr vorher schon ein wenig trainiert habt. Einfache Kommandos wie Sitz und Platz lenken ihn ab. Sie sind gewohnt für ihn und dadurch fühlt er sich gleich viel wohler. Auch wenn du ganz ruhig seinen Namen sagst, könnte ihn das beruhigen. Achte aber darauf, dass es nicht zu streng klingt.

Falls du dir nicht sicher bist, wie du reagieren sollst: Gehe einfach weg und löse die Konfliktsituation dadurch auf. So könnt ihr euch beide beruhigen und du kannst dir überlegen, was du beim nächsten Mal besser machen kannst.

Wenn es häufiger vorkommt, dass dich dein Hund anknurrt, solltest du über ein Training nachdenken. Manchmal lassen sich die Situationen einfach vermeiden. Knurrt dein Hund aber sehr schnell, könnten ein paar Übungen helfen.

Training: So knurrt dich dein Hund nicht mehr so oft an

Hundetraining

Denke immer daran, dass du deinem Hund nicht das Knurren allgemein abgewöhnen solltest. Es ist ein Mittel zur Kommunikation und ein sehr wichtiges Warnsignal. Es könnte viel drastischere Folgen haben, wenn er es nicht mehr tut.

Trotzdem sollte dein Hund in einigen Situationen nicht knurren. Wenn er zum Beispiel kleine Kinder anknurrt oder ihn Kleinigkeiten schon stören, solltet ihr etwas dagegen unternehmen. 

Dafür ist beidseitiges Training erforderlich: Du kannst einige für deinen Hund unangenehme Situationen vermeiden und im Gegenzug muss er mit bestimmten Situationen einfach klarkommen.

Wenn dein Hund andere Hunde anknurrt, lässt du ihn einfach nicht mehr unbeaufsichtigt mit anderen Hunden allein. Sollten ihm fremde Menschen Angst machen, dürfen Fremde ihn eben nicht mehr streicheln oder umarmen. Das gilt vor allem für kleinere Kinder. 

In bestimmten Situationen….

Auch bestimmte Situationen, in denen er dich anknurrt, kannst du unterlassen. Dann beugst du dich zum Beispiel nicht mehr über ihn oder kommst ihm beim Fressen nicht zu nahe. 

Mit der Zeit wirst du herausfinden, was dein Hund mag und was nicht. So kannst du vieles vermeiden.

Es ist wichtig, dass du deinen Hund besonders in unangenehmen Situationen beobachtest. Denn schon bevor er knurrt, sendet er Körpersignale aus. Die sind von Hund zu Hund unterschiedlich. Wenn du aber deinen Hund gut kennst und schnell merkst, dass ihm etwas zu viel wird, kannst du schnell etwas an der Situation ändern.

Manchmal muss sich dein Liebling aber auch einfach an bestimmte Umstände gewöhnen. Knurrt er dich zum Beispiel beim Bürsten an, übst du das vorsichtig mit ihm. Du streichelst ihn vor und während des Bürstens. Nicht zu viel auf einmal. So zeigst du ihm, dass es gar nicht weh tut und ihm vielleicht sogar Spaß macht.

Mein Fazit

Knurren ist ein ganz normales Verhalten von Hunden. Sie zeigen damit einfach nur, dass ihnen etwas zu viel ist oder sie sich bedrängt fühlen. Trotzdem solltest du das nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern darüber nachdenken, wie du es beim nächsten Mal vermeiden kannst. 

Falls dich dein Hund anknurrt, solltest du unbedingt ruhig bleiben und auf keinen Fall mit ihm schimpfen. Gehe am besten ein paar Schritte zurück und beruhige dich. Nach einer Weile wird es deinem Liebling dann auch schon wieder besser gehen.

Wenn du nach und nach sein Vertrauen gewinnst, wird er dich auch viel seltener anknurren. Findet zusammen einen Weg, mit diesen Situationen zurechtzukommen.

Sollte das alles nicht helfen, ist es gut, wenn du einen Tierarzt einschaltest, der auch verhaltenstherapeutisch tätig ist. Somit kann überprüft werden, ob hinter dem Knurren eine organische Ursache wie Schmerzen steckt oder eine Verhaltenstherapie angewendet werden sollte.

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