Hund Pfötchen beibringen (5 Schritte Anleitung)

Aktualisiert: 13. Februar 2019
Enrico
Enrico

Sitz!“, „Aus!“ und „Platz!“ sind die häufigsten Befehle, die du bei deinem Hund anwendest. Fast kein anderes Haustier eignet sich so gut für das Beibringen von Tricks und anderweitigen Kunststücken. Verschiedene Ratgeber bieten eine enorme Liste solcher Befehle an, die dein Hund erlernen kann. 

Neben „Sitz!“, „Aus!“, „Platz!“ & Co. ist der Befehl „Gib Pfote!“ ebenfalls sehr beliebt. 

Durch den Befehl bringst du deinen Hund dazu, dir die linke oder rechte Vorderpfote zu geben. Daraufhin folgt eine Belohnung. „Gib Pfote!“ gehört zu den leichteren Tätigkeiten und Befehlen, die ein Hund erlernt. Trotzdem stößt ein Hundebesitzer – oder vielleicht auch du – beim Beibringen an seine Grenzen. Dabei geht es mit ein paar Tipps und Tricks ganz einfach. 

Wir haben uns zusammengesetzt und eine einfache und produktive Anleitung für dich zusammengestellt. Zusätzlich liefern wir dir zusätzlich ein paar wertvolle Tipps, die deinem Hund beim Erlernen unterstützen.

Sitz, Aus, Platz & Co.

Zuallererst wollen wir uns aber den gängigen Befehlen und Kommandos widmen. Das sollte sich in der Grunderziehung eines Hundes widerspiegeln. „Gib Pfote!“ ist ein netter und toller Befehl. Er sollte jedoch auch die Grundkenntnisse einer guten Beziehung beherrschen. 

Aus diesem Grund gehen wir an dieser Stelle auf die wichtigen Kommandos und Befehle ein:

1. „Sitz!“

Bei diesem Kommando handelt es sich um den Klassiker der Hundeerziehung. Durch diesen Befehl gelingt es dir, dass dein Hund die sitzende Position einnimmt. Viele Hundebesitzer wenden diesen Befehl vor der Leckerli-Gabe an. 

2. „Stopp!“ oder „Halt!“

Manche Personen sehen den Hund als besten Freund an. Andere wiederum sehen ihn sogar als Familienmitglied. Sie haben recht damit: Denn ab und zu ist der Hund mit einem Kind zu vergleichen. Das bedeutet, du musst oft nach deinem Liebling schauen. Zum Beispiel, dass er hinter keinem Ball hinterherrennt oder unachtsam über die Straße läuft. Befehle wie „Halt!“ oder auch „Stopp!“ kann Beihilfe schaffen. Denn mit diesem Befehl erreichst du idealerweise, dass sich dein Hund keinen Gefahren aussetzt.

3. „Nein!“

Dieses Kommando gehört ebenfalls zu den Klassikern. Für dich als Hundebesitzer ist es auch sehr wichtig, den Befehl bei deinem Hund anzuwenden. Denn wer mag es schon, wenn er die Grenze überschreitet und beispielsweise das leckere Steak vom Tisch stehlen möchte?

4. „Aus!“

Wenn Hunde auf Entdeckungstour gehen, spielt nicht nur die Nase eine wichtige Rolle dabei. Auch das Maul wird dazu benutzt. Diverse Gegenstände werden begutachtet und zu entdeckt. Das fällt besonders bei einem Welpen auf. Ohne zu Zögern nimmt er verschiedene Sachen in den Mund. Der Befehl „Aus“ eignet sich hierfür perfekt. Viele Hundebesitzer wenden ihn an, um den Hund diese Angewohnheit anzugewöhnen. 

5. „Platz!“

Auch dieser Befehl eignet sich für die Erleichterung für das Leben zwischen Hund und Mensch. Durch diesen Befehl wird dein Hund dazu animiert, sich hinzulegen. Besonders wenn du im Stress bist, ist dieses Kommando also eine große Hilfe.

6. „Beifuß!“

Fast nichts stört einen Hundebesitzer mehr, als ein ziehender Hund an der Leine. Viele Besitzer träumen auch davon, mit dem Hund ohne kontrollierte Leine einen Spaziergang zu unternehmen. Das Kommando „Beifuß!“ eignet sich für dieses Vorhaben.

5 Schritte Anleitung

Schritt # 1
Die sitzende Position

Um den Befehl „Gib Pfote!“ bei deinem Hund auszuführen, sollte er idealerweise bereits den Befehl „Sitz!“ kennen. Darauf baut dieser Befehl auf. Hat dein Hund die sitzende Position erlernt ? Befindet er sich in einer sitzenden Position? Dann kannst du weiter zum zweiten Schritt gehen.

Schritt # 2
Das Wunder „Leckerli“

Im zweiten Schritt kommt das Leckerli ins Spiel. Mit welcher Pfote ist dein Hund aktiver? Das musst du als erstes herausfinden. Dazu kannst du deinen Hund einige Zeit lang genau beobachten. Dir fällt dann auf, welche Pfote mehr eingesetzt wird. 

Konntest du es nicht herausfinden? Das ist kein Problem. In diesem Fall suche dir die rechte oder linke Pfote aus. Wichtig nur: Es sollte bei der Übung dann auch immer bei dieser Pfote bleiben. 

Nehme das Leckerli in die Hand und lenke die Aufmerksamkeit deines Hundes auf das Leckerli. Beachte bitte: Er soll das Leckerli nicht sehen, sondern nur riechen.

Halte deine Hand vor das Gesicht deines Hundes und gehe langsam etwas nach rechts oder links. Je nachdem auf welcher Seite die Pfote trainiert werden sollte. 

Soll die linke Pfote trainiert werden? Gehe etwas nach rechts. Wird die rechte Pfote trainiert? Bewege deine Hand etwas in die linke Richtung. Dadurch wird das Gewicht auf die jeweilig andere Seite verlagert und dem Hund fällt es leichter, die „zu trainierende“ Pfote einzusetzen.

Schritt # 3
Gebe deinem Hund das Leckerli

Hast du den zweiten Schritt richtig ausgeführt, versucht dein Hund das Leckerli zu bekommen. Er kratzt mit der gewünschten Pfote an deine Hand. Hat er das gemacht, kannst du deine Hand öffnen und ihm das Leckerli geben.

Schritt # 4
„Gib Pfote!“ kommt zum Einsatz

Nach dem dritten Schritt ist es empfehlenswert, den Befehl „Gib Pfote“ einzusetzen. 

Schiebe den Befehl einfach vor der Gabe des Leckerlis hinein. Das bedeutet, dass du in dem Zeitpunkt, indem dein Vierbeiner deine Hand mit seiner Pfote berührt, den Befehl „Gib Pfote!“ oder „Gib Pfötchen!“ mitteilst. Erst nach erfolgreicher Anwendung bekommt dein Hund dann das Leckerli. 

Schritt # 5
Beide Pfoten kommen zum Einsatz

Möchtest du, dass dein Hund den Befehl an beiden Pfoten anwendet, ist es jetzt an der Zeit, ihm das anzutrainieren, indem du das Leckerli in verschiedene Hände nimmst und es vor der jeweiligen Pfote hältst.

Mein Fazit

Deinem Vierbeiner diesen Befehl beizubringen, ist also gar nicht so schwierig. Befolge einfach unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung. 

Dein Hund wird Besucher und Freunde bei der Begrüßung schon bald nicht mehr abschlecken, sondern sie mit der Hand – Entschuldigung, ich meine natürlich die Pfote – begrüßen.

Zu guter Letzt haben wir dir noch ein paar Tipps und Tricks notiert, mit denen dir das Training bei deinem Vierbeiner leichter fällt:

  • Sei konsequent! – Die Konsequenz wird sich auszahlen
  • Wiederhole die Übungen kontinuierlich!
  • Vermeide Druck, Aggressionen und Ermahnungen!
  • Habe Geduld und investiere – wenn nötig – lieber zu viel Zeit als zu wenig!
  • Belohnungen werden durch Streichel- und Kuscheleinheiten verstärkt!

Weiterführende Quellen:

focus.de
akc.org
wagwalking.com

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