Hundepsychologie (5 Tipps zur Verständigung)

Es ist nicht einfach angehörige einer anderen Spezies zu verstehen. Deshalb kann es dir sehr schwerfallen dem Verhalten deines Hundes einen Sinn zu geben. Dieses Unverständnis zwischen euch kann zu einigen Problemen führen. Durch diesen Artikel wirst du lernen, die Psychologie deines Schützlings deuten zu können.

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Es ist wichtig eine nahe Beziehung zu deinem Vierbeiner zu haben und sein Verhalten besser zu verstehen.

Ein Hund verfügt über eine bemerkenswerte Intelligenz. Sie ist natürlich nicht mit der von den Menschen zu vergleichen. Wir Menschen verlieren diese Tatsache oft aus den Augen. 

Wir „vermenschlichen“ unseren Liebling zu sehr. Das kann fatale Folgen haben. Dein Liebling kommuniziert nämlich mit dir als Besitzer genauso, wie er das mit anderen Hunden macht.

Diese missverstandene Kommunikation kann diverse Konsequenzen haben. 

Zum Beispiel eine schlechte Mensch-Hund-Beziehung. Die Stimmung deiner Fellnase leidet auch darunter. Das Resultat: Aggressives Verhalten und Standhaftigkeit.

Du möchtest die Hundepsychologie besser verstehen? Eure Beziehung zusammen stärken? 

Dieser Artikel hilft dir dabei! Wir haben interessante Fakten der Hundepsychologie. Fünf Grundsätze und Tipps, mit denen du dich mit deinem lieben Hund besser verstehst.

Hundepsychologie bei Problemen anwenden

Hunde Information

Die Hundepsychologie zu verstehen, kann dir eine Menge Probleme ersparen. Außerdem wird dein Hund spüren, dass du ihn verstehst. Das kommt eurer Beziehung zugute.

Grundsätzlich kann man sagen, dass Kenntnisse in der Hundepsychologie bei folgenden Problemen helfen können:

  • Dein Hund bellt und knurrt seine Mitmenschen an
  • Er zeigt regelmäßige – in deinen Augen völlig grundlose – Aggressivität
  • Dein Hund „vergreift sich“ an der Einrichtung deiner/eurer Wohnung 
  • Dein Hund zeigt ein ängstliches und schreckhaftes Verhalten
  • Er hat schlechte Angewohnheiten (das Urinieren in der Wohnung, andere Unsauberkeiten oder ein zu starkes Ziehen an der Leine)

8 interessante Fakten

Wir haben uns für dich auf die Suche nach interessanten Fakten gemacht. Durch sie verstehst du die Hundepsychologie besser und kannst sie erlernen.

Es hilft dir dabei, die Reaktionen deines Hundes besser deuten zu können. Zusätzlich bekommst du einen Überblick seiner Psyche:

1. Auch Hunde können träumen

Deine Fellnase macht im Schlaf komische Bewegungen und gibt Geräusche von sich? Kein Grund zur Sorge! Dein Hund träumt 😊

Man vermutet, dass Träumen bei Hunden dieselbe Funktion wie auch bei uns Menschen haben: Deine Fellnase verarbeitet das über den Tag erlebte. Er festigt möglicherweise erlernte Übungen oder Tätigkeiten.

2. Hunde verfügen über eine beeindruckende Intelligenz

Hunde sind intelligente Wesen – das ist fast jedem bekannt. Nicht ohne Grund finden sie bei der Polizei oder als Therapie- und Blindenführhunde Einsatz. 

Die hohe Intelligenz spielt auch in der Hundepsychologie eine sehr wichtige Rolle. 

Die Vierbeiner können uns durch ihren Scharfsinn besser verstehen als andere Haustiere. Sie empfinden auch mehr Empathie und Mitgefühl gegenüber dem Menschen.

Laut Wissenschaftlern der Hundepsychologie haben unsere Fellnasen die Intelligenz eines 2-jährigen Kleinkindes. Aus diesem Grund sind sie in der Lage zwischen 150 und 250 Wörter wiederzuerkennen.

3. Die Stimmlage gibt den Ton an

Der Scharfsinn deines Lieblings ist in der Lage, die Tonarten deiner Stimme wiederzuerkennen. Er versteht sie. Dein Hund weiß ganz genau, wenn er etwas falsch gemacht hat und du ihn dafür tadelst. Vielleicht kennst du seinen reuevollen Blick, nachdem er etwas angestellt hat.

4. Hunde gähnen nicht nur aus Müdigkeit

Gähnen beim Hund

Das Gähnen ist überall als ein Ausdruck der Müdigkeit bekannt. Hunde gähnen aber nicht nur aus Müdigkeit. Durch das Gähnen gelingt es ihm auch sich zu entspannen und Stress abzubauen. 

Hatte er also beispielsweise einen anstrengenden Tag hinter sich? Oder war er stärkeren Ängsten ausgesetzt? So kommt es dazu, dass dein Vierbeiner vermehrt gähnt.

5. Hunde brauchen soziale Kontakte

Fast jeder Hundebesitzer weiß: Hunde brauchen soziale Kontakte um psychisch ausgeglichen zu sein. 

Dennoch heben wir es an dieser Stelle noch einmal hervor. Auch wenn dein Liebling dich über alles liebt, du ihm alles gibst, was er braucht, wird das seinen Rudelinstinkt nicht bremsen. 

Gehe aus diesen Grund, ein- bis zweimal die Woche in den Park. Mache einen Spaziergang mit anderen Hundebesitzern. Dein Liebling wird es dir danken!

6. Das Bellen gilt nicht nur als Warnung

Hunde bellen nicht nur, wenn sie sauer sind oder eine aggressive Haltung haben.

Das Bellen dient als größtes Kommunikationsmittel der Vierbeiner und kann aus diesem Grund mehrere Bedeutungen haben:

  • Erregung von Aufmerksamkeit
  • Ausdruck von Freude und Dankbarkeit
  • Begrüßung

Du siehst also, das Bellen ist nicht nur eine Warnung. Oftmals hat das Bellen auch viele positive Hintergründe. Die körperliche Haltung deines Lieblings ist ein wichtiges Zeichen, um das Bellen richtig zu deuten.

7. Körperhaltung sagt mehr aus, als du denkst

Zur Körpersprache gehören: das Wedeln mit dem Schwanz, ein eingekniffener Schwanz oder eine geduckte Haltung. Diese Signale sagen viel über das Wohlergehen und die Stimmung aus.

Aus diesem Grund haben wir die wichtigsten Körperstellungen und deren Bedeutung zusammengefasst:

Dein Hund wedelt mit dem Schwanz

Wedeln mit dem Schwanz hat in den meisten Fällen eine positive Bedeutung. Es drückt nämlich Freude aus. Womöglich befindet sich dein Liebling im „Spielmodus“. 

Aufrechte Kopfhaltung

Eine aufrechte Kopfhaltung bedeutet meistens, dein Hund möchte spielen. Die Person, an die er diese Haltung richtet, soll mit ihm gemeinsam eine Runde Spielaktivitäten starten.

Geduckte Haltung

Eine geduckte Haltung spiegelt eher das Gegenteil von Freude aus. Nimmt dein Schützling die geduckte Haltung ein? Das kann bedeuten, dass er etwas ungern macht oder vor etwas Angst entwickelt. 

Eingezogener Schwanz

Auch diese Haltung drückt eine angespannte Situation für deinen Vierbeiner aus. Durch den eingezogenen Schwanz zeigt er, dass er vor einer Sache Angst hat. Diese Körperhaltung kann aber auch auftreten, nachdem er wegen einer Sache getadelt wurde. 

Dein Vierbeiner zeigt eine liegende, ausgestreckte Haltung

Diese Körperhaltung zeigt, dass dein Liebling entspannt und ausgeglichen ist. Vor allem nach einem spaßigen und aktiven Tag wird dein Hund womöglich diese Haltung einnehmen.

8. Jaulen ist ein Warnsignal

Jault dein Hund? Dann kannst du davon ausgehen, dass er derzeit sehr unzufrieden ist oder sogar Schmerzen hat. Das Jaulen bedeutet in keinem Fall etwas Positives. 

In folgenden Situationen kann dein Schützling das Jaulen als Kommunikationsmittel einsetzen: 

  • Dein Hund vermisst einen Freund (Mensch oder Tier)
  • Er ist sehr traurig
  • Dein Hund hat Schmerzen
  • Er fühlt sich nicht wohl

Das Jaulen ist in jedem Fall ein Warnsignal. Es stimmt also etwas nicht mit deiner Fellnase. Ist ein Hunde-Freund verstorben oder eine Bezugsperson weggezogen? 

Sieht dein Liebling sie nicht mehr? Dann ist das Jaulen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Vermissen und die damit verbundene Trauer zurückzuführen. 

Fängt dein treuer Gefährte völlig grundlos zu jaulen an? Dann kannst du davon ausgehen, dass er sich unwohl fühlt oder gar Schmerzen hat. In diesem Fall solltest du unmittelbar einen Tierarzt aufsuchen.

5 Tipps zur besseren Verständigung

Hund Freund Natur

Hier hast du noch 5 wertvolle Tipps und Tricks. So verstehst du die Hundepsychologie noch besser:

1. Dein Hund sollte niemals aus Angst gehorchen

Angst ist nicht nur beim Menschen kontraproduktiv. Auch bei deinem Vierbeiner ist die Angst nachteilig. Die Beziehung zwischen dir und deinem Hund sollte aus diesem Grund niemals auf Angst aufgebaut sein. 

2. Die Rangordnung muss gegeben sein

Da Hunde zu den Rudeltieren gehören, sollte bei euch immer eine Rangordnung herrschen. 

Diese Ordnung ist idealerweise durch dich als Anführer gegeben. Aus diesem Grund ist es auch immer wichtig, eine gewisse Konsequenz an den Tag zu legen. 

3. Klare und eindeutige Regeln führen zum Erfolg

In der Hundepsychologie und -erziehung ist es ebenfalls wichtig, ein gewisses Maß an Regeln anzuwenden. Natürlich sollten Regeln nicht überall präsent sein. Zu wenige Regeln sind aber auch nachteilig. 

Deswegen solltest du dir vorab überlegen, welche Prinzipien für deinen Hund und für dich am wichtigsten sind. Diese Regeln sollten eindeutig sein und konsequent angewendet werden. 

4. Belohnungen und Lob als positive Erkenntnis für deinen Vierbeiner

Belohnungen und Lob kannst du in Form von Leckerlis und Streichel- sowie Kuscheleinheiten darbieten. Das sollte an der Tagesordnung stehen und im alltäglichen Leben zwischen Hund und Mensch eingebaut werden. 

Natürlich sollten die Belohnungen und das Lob nur erfolgen, wenn dein Hund etwas gut gemacht hat.  

5. Es braucht viel Geduld und Zeit

Eine Hund-Mensch-Beziehung sollte keinesfalls mit Stress einhergehen. Wichtig ist, dass Geduld die höchste Priorität hat. 

Bringst du deinem Hund beispielsweise neue Methoden oder Übungen bei, bedenke idealerweise immer, dass es eine gewisse Zeit erfordert. 

Stress, Druck oder gar eine aggressive Erziehungsart sind fehl am Platz und ein absolutes No-Go.

Häufig gestellte Fragen

Hunde können sich bis zu einem gewissen Grad durch ihre Körpersprache und Laute mit ihren Artgenossen und Menschen verständigen. Dabei geht es vor allem dabei Emotionen mitzuteilen. 

Nach hinten gezogene Mundwinkel bedeuten bei einem Hund Unterwürfigkeit. Zeigt er dabei jedoch seine Zähne, dann will er damit drohen. Wenn die Lippen nach vorne gerichtet sind, bedeutet es, dass dein Hund entspannt ist.

Zuckt dein Hund im Schlaf, dann träumt er wahrscheinlich. Man vermutet, dass Träumen bei Hunden die selbe Funktion wie auch bei uns Menschen haben: Sie verarbeiten das über den Tag erlebte. Er festigt möglicherweise erlernte Übungen oder Tätigkeiten.

Mein Fazit

Hundepsychologie zu verstehen ist ein wichtiger Bestandteil für eine großartige Beziehung zwischen dir und deinem Vierbeiner. 

Beherzigst du die genannten Tipps und Tricks, kann einer ausgeglichenen Beziehung nichts mehr im Wege stehen.

Auch an dieser Stelle möchten wir nochmals mitteilen, dass eine Hundeerziehung und die daraus entstehende Beziehung immer ohne Gewalt, Aggressionen, Ungeduld und Stress erfolgen soll. 

Verfasst von Claudia Weise
Verfasst von Claudia Weise

Ich bin die Chefredakteurin von Hundeo. Meine Mission ist es, die besten Hunde Ratgeber im Netz zu veröffentlichen. Hast du Feedback oder Anregungen zum Artikel, dann freue ich mich von dir zu hören.

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1 Kommentar zu „Hundepsychologie (5 Tipps zur Verständigung)“

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