Es ist nicht immer einfach, deinen Hund zu verstehen. Wenn du seine Körpersprache nicht deuten kannst, kann das zu Problemen und Missverständnissen zwischen euch führen. Mit diesem Artikel kannst du lernen, deinen Hund zu verstehen, was sich positiv auf eure Beziehung auswirken wird. Wie schön wäre es, wenn du mit deinem Hund sprechen könntest. Dein Hund würde dir sagen, wie es ihm geht. Was er heute erlebt hat oder warum er gerade Angst hat. Aber leider verstehst du sein „Wuff“ nicht.

Das Wichtigste in Kürze
Zum Glück gibt es eine andere Möglichkeit, den Gemütszustand deines Hundes zu erkennen: die Körpersprache. Wenn du die Signale der Körpersprache verstehst, ist es fast so, als könnte dein Liebling mit dir sprechen. Du kannst an der Körperhaltung, der Stellung der Ohren und der Rute sowie an der Mimik deines Hundes erkennen, wie es ihm geht und wie du am besten auf ihn reagieren solltest.
Die Bedeutung der Hundesprache für die Beziehung zwischen Mensch und Hund ist von unschätzbarem Wert. Sie bildet die Grundlage für eine tiefe, harmonische und vertrauensvolle Beziehung.
Dein Hund benutzt seinen Körper, um Freude, Angst, Aufregung, Unsicherheit und vieles mehr auszudrücken. Jede Bewegung, jedes Zucken der Ohren, jeder Schwanzschlag hat eine Bedeutung. Aber warum ist es so wichtig, diese Sprache zu verstehen? Ganz einfach: Weil sie die Brücke zwischen deiner Welt und der Welt deines Hundes ist. Wenn du diese Sprache verstehst, öffnet sich dir die Tür zu einem tieferen Einblick in die Gedanken und Gefühle deines treuen Vierbeiners.
Die Körpersprache deines Hundes zu verstehen bedeutet mehr, als nur zu wissen, ob er gerade glücklich oder traurig ist. Es geht darum, die Nuancen zu erkennen – die feinen Unterschiede, die dir verraten, ob er sich sicher fühlt, aufgeregt oder vielleicht sogar ängstlich ist.
Es geht darum, eine tiefere Ebene der Empathie und des Verständnisses zu erreichen, die eure Beziehung auf eine ganz neue Ebene hebt.
Hunde können nicht einfach miteinander reden wie wir Menschen. Bellen, Knurren und Winseln können dem Gegenüber zwar schon viel mitteilen. Für eine gute Verständigung reicht das aber nicht aus. Deshalb ist die Körpersprache für Hunde das wichtigste Verständigungsmittel. Während Artgenossen die kleinen Signale sofort verstehen, achten wir Menschen meist gar nicht darauf. Und wenn unsere Lieblinge uns etwas mitteilen wollen, erkennen wir es nicht. Wenn du aber die Körpersprache deines Hundes verstehst, kommt es seltener zu Missverständnissen. Du erkennst genau, wenn es ihm nicht gut geht.
Nach einer Weile kennen Hundebesitzer die Gewohnheiten ihrer Fellnasen und wissen, wann sie genervt sind oder einfach nur spielen wollen. Bei fremden Hunden ist das schwieriger. Gefährliche Situationen kann man schneller erkennen, wenn man auf die Signale der Körpersprache achtet. Oft wissen wir schon, was bestimmte Körpersignale bedeuten. Wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt, ist er aufgeregt. Legt er die Ohren an, ist er aufmerksam. Das eigentliche Problem ist, dass wir nicht darauf achten und deshalb diese Signale nicht erkennen.
Je öfter wir unseren Vierbeiner beobachten, desto eher erkennen wir auch die Feinheiten seiner Körpersprache. Genau wie bei uns Menschen kommuniziert auch jede Fellnase anders. Achte also auf die individuellen Unterschiede. Beobachte andere Hunde, um ihre Körpersprache zu verstehen.
Das Verstehen der Hundesprache ist ein wesentlicher Aspekt in der Beziehung zwischen Mensch und Hund.
Zunächst ist es wichtig, den Körper als Ganzes zu betrachten. Achte darauf, wie dein Schützling insgesamt auf dich wirkt. Macht er sich groß? Ist er angespannt? Oder scheint er kleiner zu werden?
Jede Bewegung und Haltung deines Hundes ist wie ein Kapitel in einem Buch, das von seinen Gedanken und Gefühlen erzählt. Von der Art und Weise, wie er steht, bis zu der Position, in der er liegt, hat jede Haltung ihre eigene Bedeutung. Plötzlich wirkt deine Fellnase viel größer als vorher. Er verlagert sein Körpergewicht nach vorne und streckt seine Schnauze leicht nach oben. Dieses Verhalten zeigen Hunde, wenn sie anderen Hunden gegenüberstehen. Sie wollen damit ihre Dominanz ausdrücken und den anderen durch ihre Größe verunsichern.
Dieses Verhalten kann aber auch in anderen Situationen auftreten. Dein Hund zeigt damit Selbstvertrauen und signalisiert dir, dass er keine Angst hat. Es kann aber auch Kampfbereitschaft ausdrücken. Um dies richtig zu deuten, musst du auch die Stellung der Ohren und der Rute sowie die Mimik beobachten. Er geht in die Hocke und winkelt die Hinterbeine an. Vielleicht legt er sich sogar flach auf den Boden. Der Kopf ist leicht nach unten geneigt, wodurch der Rücken rund erscheint. Diese Haltung ist oft mit einem angespannten Körper verbunden.
Wenn dein Liebling durch diese Körperhaltung optisch kleiner wirkt, hat er wahrscheinlich Angst und fühlt sich verunsichert. Dieses Verhalten ist oft zu beobachten, wenn sich Hunde ihren Artgenossen „unterwerfen“. Sie wollen einen Kampf vermeiden, weil der andere stärker erscheint. Aber auch in anderen beängstigenden Situationen, wie z.B. bei Gewitter, kann dieses Verhalten auftreten. Je nachdem, was der Auslöser für die Unsicherheit ist, solltest du deinen Liebling beruhigen. Zeige ihm, dass er keine Angst haben muss.
▶ Sei aber vorsichtig, wenn sich seine Nackenhaare sträuben. Dann geh lieber ein paar Schritte zurück und warte, bis sich deine Fellnase wieder beruhigt hat. Auch ängstliche Hunde beißen, wenn sie sich bedroht fühlen. Diese Haltung kann je nach Kontext verschiedene Bedeutungen haben. Oft ist es ein Zeichen von Unterwürfigkeit oder Vertrauen, besonders wenn dein Hund in deiner Nähe entspannt auf dem Rücken liegt. Er kann auch um Aufmerksamkeit oder Streicheleinheiten bitten.
In Spielsituationen ist es oft ein Zeichen dafür, dass dein Hund sich sicher fühlt und Spaß hat. Wenn sich dein Hund jedoch in einer Konfrontationssituation auf den Rücken rollt, kann dies ein Zeichen von Angst oder Beruhigung sein. Wenn dein Hund entspannt liegt, vielleicht mit ausgestreckten Beinen oder in einer „Sphinx-Position", fühlt er sich in seiner Umgebung wohl. Diese Haltung zeigt, dass er sich sicher und geborgen fühlt. Eine starre, angespannte Körperhaltung, insbesondere ein starrer Blick, kann ein Zeichen von Unsicherheit oder Verteidigungsbereitschaft sein. Dein Hund kann wachsam und reaktionsbereit sein, wenn er sich bedroht fühlt. Ein Hund, der sich duckt oder klein macht, zeigt oft Unterwürfigkeit oder Angst. Er versucht vielleicht, sich unauffällig zu machen oder zeigt, dass er keine Bedrohung darstellt. Diese Haltung, bei der das Vorderteil nach unten und das Hinterteil nach oben zeigt, ist eine klare Einladung zum Spiel. Sie ist ein Ausdruck der Freude und des Wunsches nach Interaktion und Spaß.
Wenn du mit deinem Hund kommunizierst, tust du das nicht nur mit Worten, sondern auch mit Gesten und Blicken. So ist es auch mit deinem vierbeinigen Freund. Seine Rute, seine Ohren und seine Körperhaltung sind wie Wörter in einer Sprache, die auf Gefühlen und Intuition basiert. Entschlüsseln wir gemeinsam diese faszinierende Sprache.
Wenn wir die Sprache der Rute, der Ohren und der Körperhaltung verstehen, öffnen wir ein Fenster in die Gefühlswelt unserer Hunde. Diese nonverbale Kommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Beziehung zu ihnen. Sie ermöglicht es uns, auf einer tieferen, einfühlsameren Ebene zu interagieren und unsere Bindung zu stärken. Indem du lernst, diese stillen Signale zu deuten, wirst du nicht nur ein besserer Freund und Begleiter für deinen Hund, sondern auch ein aufmerksamer Beobachter, der seine Bedürfnisse und Emotionen wirklich versteht. Halte also deine Augen offen und lerne, die leise, aber ausdrucksstarke Sprache deines Hundes zu verstehen. Es ist eine Reise, die jede Minute wert ist.
Zum einen sagt die Stellung der Ohren natürlich etwas über die Aufmerksamkeit aus. Hunde haben ein ausgezeichnetes Gehör. Wenn sie ein interessantes Geräusch wahrnehmen, stellen sie die Ohren auf und drehen sie in diese Richtung. Die Stellung der Ohren verrät aber auch etwas über den Gemütszustand deines Lieblings. Das ist allerdings je nach Hunderasse unterschiedlich. Manche Hunde haben von Natur aus aufgestellte Ohren. Andere Rassen sind für ihre Schlappohren bekannt.
Die Ohren deines Hundes sind mehr als nur Hörorgane. Sie sind ein wesentlicher Teil seiner Körpersprache und geben uns Einblick in seine Gefühlswelt. Lass uns die Geheimnisse entschlüsseln, die in den verschiedenen Stellungen der Hundeohren verborgen sind.
Wenn dein Hund die Ohren anlegt, ist er sehr aufmerksam und interessiert. Vielleicht hat er etwas Interessantes gesehen oder gehört und möchte mehr darüber erfahren. Diese Haltung zeigt Neugier und Engagement.
Sind die Ohren gespitzt, ist das natürlich zunächst ein Zeichen von Aufmerksamkeit. Dein Hund konzentriert sich auf ein bestimmtes Geräusch und hört aufmerksam zu. Aufgestellte Ohren können aber auch Überlegenheit ausdrücken. Für die richtige Interpretation musst du daher auch auf die übrige Körpersprache und die Umgebung achten. Geht die Ohrenstellung mit einer leicht angehobenen Schnauze einher? Dann möchte dein Schützling durch die aufgestellten Ohren größer wirken. Die optische Vergrößerung ist ein Zeichen von Selbstsicherheit und Dominanz.
Nach hinten gelegte Ohren können verschiedene Bedeutungen haben. In entspannten Situationen können sie Zufriedenheit und Ruhe signalisieren. Wenn der Hund jedoch angespannt ist, können die nach hinten gelegten Ohren auch Angst, Unterwerfung oder Beschwichtigung bedeuten.
Häufig geht diese Ohrenstellung damit einher, dass sich der Hund klein macht und vielleicht sogar auf den Boden legt. Diese Signale zeigen Unterwerfung und Angst. Versuche herauszufinden, was deinen Liebling verunsichert und wie du ihn beruhigen kannst.
Seitlich abgespreizte Ohren sind oft ein Zeichen von Unsicherheit oder Zwiespalt. Dein Hund befindet sich vielleicht in einer Situation, die er nicht ganz versteht oder in der er sich unwohl fühlt.
Wenn die Ohren deines haarigen Begleiters eng am Kopf anliegen, kann das ein Zeichen für Angst, Unterwerfung oder manchmal auch Aggression sein. Besonders in Kombination mit anderen Körpersprachen, wie zurückgezogenen Lippen oder Knurren, solltest du diese Haltung ernst nehmen.
Eine natürliche, entspannte Ohrenstellung, bei der die Ohren weder gespannt noch auffällig positioniert sind, zeigt, dass dein Hund sich wohl und entspannt fühlt. Es gibt nichts Besonderes, das seine Aufmerksamkeit erregt oder beunruhigt.
Die meisten Hundebesitzer wissen gar nicht, wie viel die Mimik unserer Fellnasen verrät. Zugegeben, die Gesichtsausdrücke sind nicht so vielfältig wie bei uns Menschen.
Das ist wohl auch der Grund, warum viele sie gar nicht beachten. Aber auch Hunde verengen ihre Augen oder spannen ihre Gesichtsmuskeln an. Wenn wir die Mimik unserer Vierbeiner genau beobachten, erfahren wir viel über ihren Gemütszustand.
*Wenn dich ein Hund so ansieht, solltest du vorsichtig sein. *
Eine unbewegliche Mimik deutet auf Ärger hin. In diesem Fall wendet der Hund den Blick nicht von seinem Gegenüber ab und scheint ihn eindringlich zu beobachten. Auf keinen Fall sollte man auf diese Mimik mit Zurückstarren reagieren. Vierbeiner fühlen sich schnell bedroht, wenn man ihnen zu lange in die Augen schaut. Versuche stattdessen, dich vorsichtig ein paar Schritte zu entfernen. Warte, bis sich der Vierbeiner wieder beruhigt hat und provoziere ihn auf keinen Fall weiter. Dein Liebling zeigt dir, dass es ihm gut geht. Am besten kannst du das an seinem Gesichtsausdruck erkennen. Die Pupillen sind normal groß, die Gesichtsmuskeln entspannt und er schaut freundlich.
Manchmal schenken uns unsere Lieblinge sogar ein Lächeln. Durch das jahrelange Zusammenleben mit dem Menschen haben Haushunde gelernt, uns nachzuahmen. An den hochgezogenen Mundwinkeln erkennst du also, dass sich deine Fellnase freut. Hochgezogene Augenbrauen und große Augen sehen so süß und unschuldig aus. Wir müssen unseren Lieblingen einfach Aufmerksamkeit schenken. Was Hundeliebhaber schon lange wussten, haben nun auch Forscher bestätigt:
Hunde setzen diesen Blick gezielt ein, wenn sie Aufmerksamkeit wollen. Sie haben gelernt, dass Betteln funktioniert. Und mal ehrlich: Wer kann diesem süßen Blick schon widerstehen?
Die Schwanzhaltung verrät uns Hundebesitzern viel über die Stimmung unserer Fellnasen.
Schon als Kinder lernen wir, dass ein Hund mit dem Schwanz wedelt, wenn er sich freut. Es kann aber auch Aufregung oder Unruhe bedeuten.
Grundsätzlich ist Schwanzwedeln ein Zeichen von Erregung. Meistens bedeutet es Freude. Manchmal ist es aber auch ein Zeichen von Aufregung, Unruhe oder Unsicherheit. Ist dir schon mal aufgefallen, dass dein Liebling auch mit dem Schwanz wedelt, wenn er etwas Unbekanntes anbellt? Vielleicht freut er sich wirklich darüber. Wahrscheinlich ist er aber auch einfach nur aufgeregt.
Diese Rutenhaltung entspricht der Körperhaltung, in der sich dein Schützling vergrößert. Sie deutet auf Selbstsicherheit und Aufmerksamkeit hin. In der Konfrontation mit einem Gegner wirkt sie einschüchternd und symbolisiert Kampfbereitschaft und Wut.
Eine hoch und steif getragene Rute ist ein starkes Signal. Sie kann Dominanz, Selbstsicherheit oder auch Aggressivität bedeuten. Hier ist es wichtig, die gesamte Körpersprache des Hundes zu beobachten, um die Situation richtig einschätzen zu können.
Ist der Schwanz gesenkt oder gar zwischen den Hinterbeinen eingeklemmt? Dies deutet auf Unsicherheit und Angst hin. Diese Rutenhaltung zeigt, dass sich deine Fellnase bedrängt fühlt oder von etwas erschreckt wurde.
Je nach Situation solltest du deinen Liebling entweder beruhigen oder dich ein paar Schritte entfernen. So verschaffst du ihm Freiraum. Vermeide hektische Bewegungen. Bei fremden Hunden sind wir uns manchmal nicht sicher, ob das Knurren und Hin- und Herspringen Spielbereitschaft oder eher Aggression bedeutet. Auf den ersten Blick ist die Körpersprache bei beiden Verhaltensweisen gleich. Der Vierbeiner springt ruckartig hin und her, ist aufgeregt, reißt das Maul auf und knurrt leise. Das deutet eigentlich auf Kampfbereitschaft hin.
Sind aber gleichzeitig die Hinterbeine aufgestellt, während die Vorderpfoten auf dem Boden liegen? Dann gibt es Entwarnung. Der Hund will nur spielerisch kämpfen. In dieser Spielhaltung ist der Brustkorb gesenkt. Im Gegensatz zur Aggression ist der Hund nicht angespannt, wedelt mit der Rute und hat die Augen weit geöffnet. Aber warum sehen sich diese Körperhaltungen so ähnlich? Wenn Welpen mit ihren Artgenossen spielen, ahmen sie die erwachsenen Tiere nach. Sie imitieren einen richtigen Kampf mit Knurren und leichten Bissen.
Aber das Raufen ist für sie nur ein Spiel. So wie sie mit ihren Geschwistern und Eltern spielen, wollen sie auch mit uns spielen: indem sie kämpfen.
Körpersprache kann nur richtig gedeutet werden, wenn Körperhaltung, Ohren- und Rutenstellung sowie Mimik berücksichtigt werden. Deshalb haben wir hier eine Übersicht zusammengestellt, die dir alles auf einen Blick zeigt.
Ein glücklicher Hund zeigt sich oft durch eine entspannte Körperhaltung. Seine Muskeln sind entspannt und seine Bewegungen sind geschmeidig und fließend. Nichts deutet auf Anspannung oder Unwohlsein hin.
Eine locker und rhythmisch wedelnde Rute ist ein klassisches Zeichen von Freude. Manchmal wedelt der ganze Körper mit – ein untrügliches Zeichen dafür, dass dein Hund glücklich ist. Achte auf den Gesichtsausdruck deines Hundes. Entspannte Augen und ein leicht geöffnetes Maul, manchmal sogar mit einer „Lächelgeste", zeigen, dass er sich wohl und glücklich fühlt. Ein glücklicher Hund ist oft neugierig und interessiert an seiner Umgebung. Er scheint die Welt um sich herum genießen zu wollen, sei es durch Schnüffeln, Erkunden oder Spielen. Ein glücklicher Hund lädt oft zum Spielen ein, indem er den typischen Spielbogen macht oder Spielzeug bringt. Das zeigt, dass er sich in deiner Nähe sicher und glücklich fühlt.
Wenn dein Hund ruhig schläft und mit Appetit frisst, sind das gute Zeichen dafür, dass er sich in deiner Gegenwart sicher und wohl fühlt. Viele glückliche Hunde suchen den Körperkontakt zu ihren Menschen. Ob sanftes Anlehnen oder Streicheleinheiten – diese Gesten drücken Vertrauen und Zufriedenheit aus.
Hunde sind Meister darin, ihre Gefühle zu verbergen. Doch ihre Körpersprache verrät oft mehr, als ihnen lieb ist. Stress und Überforderung können sich auf unterschiedliche Weise äußern. Hier sind einige Signale, die dir helfen zu erkennen, wann es deinem Hund nicht gut geht.
Vergiss nicht, dass jeder Hund anders ist. Was den einen stresst, kann den anderen nicht stören. Achte auf die individuellen Signale deines Hundes und reagiere einfühlsam auf seine Bedürfnisse. Dein Verständnis und deine Fürsorge können einen großen Unterschied machen, wenn es darum geht, deinem Hund zu helfen, sich sicher und verstanden zu fühlen.
Spiegelbild der Seele: Wie deine Körpersprache mit deinem Hund spricht. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass du, ohne es zu merken, ständig mit deinem Hund sprichst? Nicht mit Worten, sondern mit deiner Körpersprache. Deine Gesten, deine Haltung, ja sogar die Art, wie du dich bewegst, senden ständig Botschaften an deinen vierbeinigen Freund. Lass uns herausfinden, wie du diese stumme Sprache nutzen kannst, um eine noch tiefere Beziehung zu deinem Hund aufzubauen.
Entspannte Haltung Hunde sind Meister im Lesen unserer Körpersprache. Eine entspannte und offene Körperhaltung vermittelt Vertrauen und Sicherheit. Wenn du entspannt und ruhig bist, spürt dein Hund, dass alles in Ordnung ist und wird wahrscheinlich auch entspannter.
Direkter Blickkontakt Während direkter Blickkontakt bei Menschen oft als Zeichen von Ehrlichkeit angesehen wird, kann er auf Hunde bedrohlich wirken. Versuche deinen Blick weicher zu machen oder schau kurz weg, um deinem Hund zu zeigen, dass du keine Bedrohung darstellst.
Körpersprache in der Erziehung Beim Training kann deine Körpersprache Wunder wirken. Klare, einheitliche Gesten helfen deinem Hund zu verstehen, was du von ihm willst. Eine aufrechte Haltung mit ruhigen, bestimmten Bewegungen vermittelt Autorität, ohne einzuschüchtern.
Respektvolle Annäherung Wenn du dich deinem Hund näherst, besonders wenn er sich ängstlich oder unsicher fühlt, ist es wichtig, dass du dies auf eine nicht bedrohliche Art und Weise tust. Vermeide es, direkt von oben auf den Hund zuzugehen, sondern biete ihm deine Hand seitlich an, damit er dich beschnuppern kann.
Spiegeln der Emotionen Dein Hund kann deine Gefühle spiegeln. Wenn du nervös oder unruhig bist, kann dein Hund diese Gefühle aufnehmen und ebenfalls nervös oder unruhig werden. Umgekehrt kann deine Ruhe und Gelassenheit deinem Hund helfen, sich zu entspannen.
Denke daran, dass jede Geste, jeder Blick und jede Bewegung eine Botschaft an deinen Hund sendet. Nutze diese stille Sprache weise, um Liebe, Vertrauen und Respekt zu vermitteln.
Die Kommunikation mit deinem Hund ist ein Tanz, eine stille Konversation, die weit über Worte hinausgeht. Die Art, wie du dich bewegst, wie du stehst, wie du deinen Hund anschaust, all das erzählt ihm eine Geschichte.
Hier sind einige Tipps, wie du Körpersprache einsetzen kannst, um effektiver mit deinem Hund zu kommunizieren, und warum der Kontext so wichtig ist, um Signale zu interpretieren.
Die Sprache der Hunde zu verstehen, ist eine Kunst und eine Wissenschaft zugleich. Es gibt einige wichtige Do's and Don'ts, die dir helfen, diese Sprache effektiv zu nutzen und Missverständnisse zu vermeiden. Hier sind einige grundlegende Empfehlungen und Warnungen für die Kommunikation mit deinem Hund.
Hunde können bis zu einem gewissen Grad durch Körpersprache und Laute mit Artgenossen und Menschen kommunizieren. Dabei geht es vor allem um die Kommunikation von Emotionen.
Nach hinten gezogene Mundwinkel bedeuten beim Hund Unterwürfigkeit. Zeigt er dagegen seine Zähne, will er damit drohen. Sind die Lefzen nach vorne gestreckt, ist der Hund entspannt.
Angespannte Gesichtsmuskeln, verengte Pupillen und ein starrer Blick: Wenn dich ein Hund so ansieht, solltest du vorsichtig sein. Eine unbewegliche Mimik deutet auf Ärger hin. In diesem Fall wendet der Hund den Blick nicht von seinem Gegenüber ab und scheint ihn eindringlich zu beobachten.
Hochgezogene Augenbrauen und große Augen sehen so süß und unschuldig aus. Wir müssen unseren Lieblingen einfach Aufmerksamkeit schenken. Was Hundeliebhaber schon lange wussten, haben nun auch Forscher bestätigt: Hunde setzen diesen Blick gezielt ein, wenn sie Aufmerksamkeit wollen. Sie haben gelernt, dass Betteln funktioniert.
Plötzlich wirkt deine Fellnase viel größer als vorher. Er verlagert sein Körpergewicht nach vorne und streckt seine Schnauze leicht nach oben. Dieses Verhalten zeigen Hunde, wenn sie anderen Hunden gegenüberstehen. Sie wollen damit ihre Dominanz ausdrücken und das Gegenüber durch ihre Größe verunsichern.
Ein entspannter Hund hat eine weiche Körpersprache, wohingegen ein gestresster Hund angespannte Muskeln und evtl. hechelnd sein kann.
Die Körpersprache ist das wichtigste Kommunikationsmittel für Hunde. Wenn du sie verstehst, kommunizierst du richtig mit deinem Liebling. Es gibt weniger Missverständnisse. Du erkennst schneller, wie er sich fühlt oder ob ihm etwas fehlt.
Es reicht, wenn du deinen und andere Hunde beobachtest und auf ihre Körpersprache achtest. Mit der Zeit wirst du immer mehr Feinheiten erkennen und wissen, wie sie sich verhalten werden. Achte auf den ganzen Körper des Hundes und nicht nur auf einzelne Teile wie Ohren oder Rute. Auch die Umgebung und äußere Einflüsse sind wichtig. Nur wenn alles zusammenpasst, wirst du die Hundesprache deines Hundes richtig verstehen. Dann steht eurer Verständigung nichts mehr im Wege 👍.