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Impulskontrolle beim Hund (4 wichtige Regeln)

Wenn ein Hund seine Impulse nicht beherrscht, wird das schnell sehr anstrengend für dich als Halter. Die Nerven liegen blank, weil dein Hund jederzeit auf die Straße, vor Fahrräder und zu Fremden Menschen laufen könnte. Dieser Artikel wird dir helfen deine Fellnase unter Kontrolle zu bringen.

Impulskontrolle hund
Artikel Übersicht

Fehlende Gehorsamkeit kann in solchen riskanten Situationen böse Folgen haben. Beispielsweise rennt dein Hund über die Straße oder springt fremde Menschen an.

Impulskontrolle ist ein Synonym für die Kontrollierbarkeit und Steuerung deines Hundes. Dadurch lernt er, sich selbst zu beherrschen. Es benötigt etwas Arbeit, Geduld und auch Mühe. See wird sich aber auf jeden Fall auszahlen. 

Du möchtest wissen, was genau eine Impulskontrolle ist und was die Vorteile sind? Du brauchst wertvolle Tipps und Tricks um es schnell zu erlernen? Dann bist du bei uns genau richtig!

Viel Spaß beim Lesen! 😃

Die Vorteile

hundetreppe

Die Vorteile bei der Impulskontrolle liegen eigentlich klar auf der Hand. Du lehrst deinen Schützling, seine Beherrschung unter Kontrolle zu halten. Das alleine ist schon ein sehr großer Vorteil. Es gibt noch weitere positive Aspekte, die dir sehr zum Nutzen sein werden. 

Deine Fellnase ist in schwierigen oder gar gefährlichen Situationen unkontrollierbar? Dank der Impulskontrolle kannst du dafür sorgen, dass dein Hund keine unerwünschten Charakterzüge mehr an den Tag legt. 

Ein weiterer Vorteil: Du kannst sein Verhalten an der Leine positiv beeinflussen. Dein Vierbeiner wird nicht mehr unkontrolliert an der Leine zerren und eure Spaziergänge werden entspannter. 

Durch das Erlernen der Impulskontrolle kannst du das Verhalten deines Pelzträgers maßregeln. Er reagiert in Zukunft nicht mehr aggressiv auf andere Hunde. Das bedeutet, dass auch Hundebegegnungen in der Zukunft entspannter ausfallen.

Das Training

Die Impulskontrolle setzt bei deinem Hund an Regeln an, die er bereits kennt. 

Als Beispiel nehmen wir uns den Befehl „Sitz!. Das ist das beste Einstiegstraining für dich und deinen Liebling.

Kennt dein treuer Begleiter diesen Befehl noch nicht? Dann sollte dein Hund dieses Kommando so schnell wie möglich lernen. Erst danach könnt ihr mit der Impulskontrolle fortfahren. 

Hier haben wir eine kurze und vielversprechende Anleitung für dich:

„Sitz!“ erlernen:

Impulskontrolle beim Hund (4 wichtige Regeln) 1

Step # 1: Hund in einer stehenden Position

Als erstes soll dein Hund bei diesem Befehl eine stehende Position einnehmen. Das ist wichtig, um zu zeigen, welche Veränderung bei dieser Übung stattfinden soll.

Step # 2: Belohnung in der Hand bereithalten

Nachdem dein Hund die stehende Position einnimmt, nimmst du ein Leckerli in die Hand. Das sollte möglichst unbemerkt passieren. Dann kannst du die Aufmerksamkeit deiner Fellnase auf deine Hand und auf das Leckerli lenken. 

Hat dein Liebling das Leckerli entdeckt? Halte es weiterhin in der geschlossenen Hand. Dann bewege es langsam über den Kopf deines Lieblings. Du wirst merken, dass er daraufhin die sitzende Position einnimmt. 

Step # 3: Das Leckerli wird gegeben

Nimmt dein Schützling die sitzende Position ein, kannst du ihm das Leckerli geben. Zeige ihm auch andere Belohnungen auf. Streichel ihn und belohne ihn mit den Worten, wie „Gut gemacht“ oder „Brav(er) (Name des Hundes)“

Step # 4: Der Befehl „Sitz“ wird eingebaut

Nachdem du Step # 3 ein paar Mal angewendet hast, kannst du mit dem vierten Schritt fortfahren. 

Beim vierten Schritt musst du deinen Vierbeiner genau beobachten. Bevor du die Hand mit dem Leckerli über den Kopf deines Hundes bewegst, greifst du ein und sagst das Wort „Sitz“. Dein Hund wird diesen Befehl mit deinem Verhalten in Verbindung bringen.

Step # 5: Wiederholungen bringen die Routine

Wiederhole diesen Schritt ein paar Tage lang und das auch mehrmals am Tag. So festigt sich der Befehl.

… und weiter geht’s!

Super! Du hast es geschafft, deiner Fellnase den Befehl „Sitz“ beizubringen. Jetzt kannst du dich wieder dem Thema „Impulskontrolle“ widmen. 

Denn auf den Befehl „Sitz“ kannst du die Impulskontrolle am besten aufbauen. 

Bisher kann sich dein Schützling womöglich nicht so lange kontrollieren, um in der sitzenden Position zu bleiben.

Bestimmt hält er es vielleicht ein paar Sekunden aus, ehe er unruhig wird. Genau da setzt nun die Impulskontrolle ein.

Dank der Impulskontrolle gelingt es dir, deinen Vierbeiner beispielsweise länger am Sitzen zu halten. 

Nun hat er es hinsichtlich des Sitzens verinnerlicht und kann diese Kontrolle auch bei anderen Verhaltensweisen anzuwenden.

Hierbei geht es darum, dass du Schritt für Schritt die Geduld deines Hundes verbesserst. 

Am Anfang reicht es schon, dich etwas hin und herzubewegen. Dann gib ihm das Leckerli. Danach fängst du an, mehr und mehr Reize in das Training mit deinem Hund einzubauen.

Das Ziel ist, dass du letztendlich dazukommst, den Raum für ein paar Sekunden zu verlassen. Wenn du wieder reinkommst, kannst du deinem Hund das Leckerli geben und ihm ein paar Streicheleinheiten gönnen. 

Natürlich verlässt du erst nach intensiver Übung den Raum. Setzt du diesen Reiz zu früh ein, ist dein Schützling wahrscheinlich überfordert. 

Das Training wirkt sich kontraproduktiv auf sein Verhalten aus. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du genug Zwischenschritte einbaust.

Diese Zwischenschritte können sein: 

  • Du setzt dich kurz hin und stehst unmittelbar wieder auf
  • Du läufst zum Schrank oder zu der Kommode und suchst „etwas“
  • Du nimmst das Leckerli von der einen zur anderen Hand
  • Du ignorierst deinen Hund für ein paar Sekunden lang und schaust dich im Raum um

Es gibt noch weitere Zwischenschritte, um die Impulskontrolle zu verbessern. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Achte jedoch idealerweise darauf, dass die Zwischenschritte im Schwierigkeitsgrad nicht zu weit voneinander entfernt sind.

Die wichtigsten Regeln

Impulskontrolle

Hast du die Impulskontrolle bei deinem Hund verinnerlicht und konntest sie immer mehr verbessern? Dann bist du fast am Ende des Themas angelangt. 

Hier haben wir dir ein paar relevante Tipps und Tricks zusammengefasst. Diese unterstützen dich beim aktiven Training. 

1. Belohne bereits die Kleinigkeiten am Anfang

Mit den Belohnungen solltest du nicht zu lange warten.  Bereits bei kleinen Erfolgserlebnissen sollten sie eingesetzt werden.

Folgendes Beispiel soll dir den Tipp veranschaulichen: 

Vor dem eigentlichen Training der Impulskontrolle und den ersten Versuchen des Trainings solltest du du jedes kleine Erfolgserlebnis belohnen. Die Belohnungen können zum Beispiel in Form von Leckerlis oder Streicheleinheiten stattfinden. 

2. Binde die Impulskontrolle in das tägliche Leben mit ein

Das Training der Impulskontrolle sollte bei täglichen Gewohnheiten Anwendung finden. Das ist wichtig, damit dein Hund lernt in allen Situationen ruhig zu bleiben. 

Ideale „Alltagsgewohnheiten“ können sein: 

  • Fütterung 
  • Umgang mit der Leine (von der Leine lassen, an die Leine nehmen)
  • Öffnen der Haustür
  • Antreffen von anderen Hunden oder Freunden von dir
  • vor einer Belohnung
  • beim Öffnen der Balkon-, Auto- oder Terrassentür

3. Kein Stress!

Es ist unbedingt zu empfehlen, dass das Training und die Übungen komplett ohne Stress stattfinden. 

Halte dir aus diesem Grund vorab vor Augen, dass das Training einiges an Geduld und Zeit erfordert. Stress oder Ungeduld können sich kontraproduktiv auf euren Erfolg auswirken.

4. Keine Bestrafungen und aggressives Verhalten deinerseits

Auch Bestrafungen und aggressives Verhalten sind kontraproduktiv für den Erfolg des Trainings. Bitte verzichte unbedingt auf solche Maßnahmen. 

Aggressives Verhalten oder Bestrafungen in Form von verbaler, emotionaler und körperlicher Gewalt sollten niemals Anwendung in der Hundeerziehung finden.

Häufig gestellte Fragen

Bei der Impulskontrolle soll der Hund lernen sich selbst besser zu beherrschen und nicht unkontrolliert herumzurennen oder fremde Menschen anzuspringen. Die Impulskontrolle erstreckt sich über alle Situationen des Hundealltags. 

Mit genügend Geduld und Training kann jeder Hund lernen seine Impulse zu kontrollieren. Je früher man damit anfängt, desto schneller wird dein Hund ein erfolgreiches Impulskontrolle Training abschließen.

Am einfachsten startet man damit, den Hund sitzen zu lassen und ihn dann in der sitzenden Position ausharren zu lassen. Wenn der Hund lernt trotz anderer Reize sitzenzubleiben, kannst du diese Impulskontrolle auf andere Situationen übertragen. Lies unseren ganzen Artikel für genauere Ausführungen.

Gerade bei sehr aufgedrehten Hunden kommt es im Alltag ständig zu stressigen Situationen: das Anleinen, Hunde- oder Menschenbegegnungen, der Verkehr. Durch die Impulskontrolle wird dein Hund nicht mehr unkontrolliert herumtollen und die Situationen werden entspannt ablaufen.

Versuche immer eine Stressfreie Atmosphäre zu schaffen und deinen Hund bei allen kleinen Erfolgen zu loben. Sei sehr geduldig und mache immer nur kleine Schritte beim Training, um deinen Hund nicht zu überfordern.

Mein Fazit

hunde gesicht icon

Die Impulskontrolle kann das Zusammenleben zwischen deiner Fellnase und dir um vielfaches vereinfachen. Viele Hundebesitzer wenden die Impulskontrolle an und haben bereits große Erfolge erzielt. 

Durch die Impulskontrolle kannst du deinen Hund besser steuern. Davon profitiert er und auch eure Umgebung.

Beherzige unsere Anleitungen, unsere Tipps und Tricks. So erzielt ihr schnellstmöglich Erfolge. 

Verfasst von Claudia Weise
Verfasst von Claudia Weise

Ich bin die Chefredakteurin von Hundeo. Meine Mission ist es, die besten Hunde Ratgeber im Netz zu veröffentlichen. Hast du Feedback oder Anregungen zum Artikel, dann freue ich mich von dir zu hören.

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2 Kommentare zu „Impulskontrolle beim Hund (4 wichtige Regeln)“

  1. Das klingt wirklich super, aber wie genau übe ich die Impulskontrolle, dass der Hund auch sitzen bleibt (auch für ein paar Sekunden)? Mein Welpe ist nämlich gern aktiv, das Sitz klappt bestens aber das „Bleib“, also sitzen bleiben, an Ort und Stelle bleiben, funktioniert nicht, er läuft mir immer hinterher (was ja nicht unbedingt schlecht ist) und erlernt somit den Befehl nicht. Hast du einen Tipp für mich? Danke!

    1. HUNDEO Redaktion

      Liebe Annemarie, eine genaue Anleitung, die bei jedem Hund sofort wirkt, gibt es leider nicht. Am besten ist es, wenn du verinnerlichst, dass das Training mit viel Geduld aufgebaut werden sollte. Gehe die Sache am besten Schritt für Schritt an. Wenn er die Übung „Sitz“ schon meistert, dann kannst du die Zeit verlängern, die er in dieser Position bleiben soll, ohne dich selbst zu bewegen. Baue danach ganz leichte Bewegungen ein, z.B. einen wagen Schritt nach links oder nach rechts bzw. rückwärts. Übe das so lange weiter, bis du bemerkst, dass deine Bewegungen ihn nicht dazu bringen, aus der „Sitz“-Position herauszukommen. Belohne ihn mit einem Leckerli. Nach und nach kannst du mit dem Versuch beginnen, den Raum zu verlassen. Toi, toi, toi 🙂

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