Warum frisst mein Hund Gras? (4 Gründe und Tipps)

Als Hundebesitzer kennst du bestimmt folgende Situation: Ihr macht vergnügt den morgendlichen Sparziergang. 

Im Park angekommen, läuft dein Liebling zu Grasbüscheln, um daran zu knabbern oder sie zu fressen. Daraufhin folgt nach kurzer Zeit das Erbrechen des Grases.

„Ist das denn gefährlich“? – Das ist die Frage, die dir als Erstes in den Kopf kommt.

Hier gilt immer Folgendes: Die Menge und die Ursache sind entscheidend. 

Frisst deine Fellnase „wie verrückt“ große Mengen bei jedem Spaziergang und nimmt das Erbrechen Überhand, dann solltest du der Ursache auf den Grund gehen.

Dieser Artikel wird dich darüber informieren, was es mit dem Grasfressen deines Vierbeiners auf sich hat.

Außerdem haben wir uns für diesen Artikel Beratung vom Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic eingeholt.

 

Interessante Studien zum Gras Konsum

Hund frisst Gras
  • Es gibt kaum einen Hund, der kein Gras frisst (Quelle: tierärztliche Hochschule; 1982). Das Gras wirkt sich in der Regel positiv auf den Magen und den Darm aus. Rund 90 % aller Hunde nehmen immer mal wieder Gras auf.
  • Durchschnittlich fressen Hunde ca. ein bis zweimal die Woche Gras (Studie von der Universität in Kalifornien, Benjamin Hart and Kelly Cliff)
  • Rund ein Drittel der Hunde, die vorher Gras gefressen haben, erbrechen sich anschließend (Studie von der Universität in Kalifornien, Benjamin Hart and Kelly Cliff)

Warum frisst mein Hund Gras?

Warum machen unsere Vierbeiner das immer wieder? Diese Frage stellen sich nicht nur die Hundehalter, sondern auch viel Forscher immer wieder. 

Die Tatsache ist nämlich, dass 90 % aller Hunde gelegentlich Gras fressen.

Eine weitere interessante Studie ergab folgendes:

Laut Studie von S. J. Bjone der Universität Neu England in Australien konnten bei insgesamt 1399 geprüften Gras-Fressaktionen lediglich sechs sich übergebende Hunde verzeichnet werden. Dies belegen auch zahlreiche weitere Studien, in denen sich Forscher und Tierärzte diesem Thema gewidmet haben.

Daher kann die Theorie, dass Hunde Gras fressen, um zu erbrechen und den Magen und Darm zu reinigen, in diversen Studien nicht belegt werden.

Es wurde auch schon untersucht, ob irgendwelche Mangelerscheinungen bei Hunden vorliegen, die Gras fressen, welches jedoch auch nicht nachgewiesen werden konnte.

Des Weiteren wurde in umfangreichen Beobachtungen und Tests die Erkenntnis gewonnen, dass das Gras fressen sowohl bei Wölfen als auch bei Hunden vorkomme und man davon ausgehen kann, dass dieses Verhalten trotz Domestikation aus dem Wolfserbe erhalten geblieben ist. Es ist somit angeboren, wobei die Fressgewohnheiten der Mutterhündin sich verstärkend auf das Fressverhalten eines Welpen auswirken.

Auf die Frage, warum Hunde Gras fressen gibt es somit keine eindeutige Antwort. Und du solltest dir keine zu großen Sorgen machen, soweit das Gras fressen nicht bedenklich zunimmt und keine weiteren Begleiterscheinungen entstehen. Viele Tierärzte betrachten dies als ein normales Verhalten von Hunden.

Jedoch gibt es neben diesen wissenschaftlichen Erkenntnisen noch einige interessante Theorien, warum Hunde Gras fressen:

Als häufigste Theorie wird die Magenverstimmung als Ursache für Gras fressen genannt und einige Hundebesitzer kennen folgendes von ihren Vierbeinern, vielleicht auch du: Als Erstes frisst dein Schützling ziemlich viel Gras. Danach folgt meist ein lautes Magengrummeln, worauf er zu würgen beginnt und sich schließlich übergibt, meist mit gelbem Schleim.

Meistens ist eine solche Magenverstimmung für deinen Fellträger harmlos und er braucht einfach seine Zeit, bis sich sein  Magen wieder erholt hat.

Doch leider treten immer wieder ernstere Ursachen auf. Damit du bestens darüber informiert bist, haben wir an dieser Stelle die möglichen Gründe zusammengestellt.

In der Regel gibt es körperliche oder psychische Ursachen. Eine falsche Ernährung könnte deine Fellnase ebenfalls dazu bewegen, Gras zu fressen. 

Eine weitere Theorie behauptet, dass Hunde durch den Verzehr von Gras ihre Ernährung ausgleichen. Fehlt es ihm beispielsweise an Folsäure oder Ballaststoffen, reagiert dein Vierbeiner darauf, indem er Gras frisst.

 

1. Die falsche Ernährung

  • Vitaminmangel
  • Mangel an Folsäure oder Ballaststoffen
  • Deckung des Wasserbedarfs
  • Mangel von diversen Mineralstoffen
  • unzureichende Ernährung
  • verdorbene Lebensmittel
  • vergiftete Köder 

Das Gras enthält verschiedene Vitamine, Folsäure, Ballaststoffe und Mineralstoffe. Dass dein haariger Begleiter Gras frisst, entpuppt sich als Instinkt. Überprüfe in diesem Fall die Ernährung deines Vierbeiners und passe sie an. Vermindert sich die Grasaufnahme, kannst du sicher gehen, dass es an der falschen Ernährung lag. 

Die richtige Ernährung – beziehungsweise die richtige Futtermenge – richtet sich nach dem Alter, dem Gewicht und der Aktivität deines Vierbeiners. Aus diesem Grund empfehlen wir, dass du die richtige Nährstoffmenge für deinen Liebling berechnen lässt. 

Es ist ebenfalls wichtig, dass du Rücksprache darüber hältst, ob dein Schützling qualitativ hochwertiges Hundefutter bekommt oder nicht. Einige Marken beinhalten nicht die ausreichende Menge an Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralien.

In den folgenden Punkten erfährst du welche weiteren Theorien in Verbindung mit Gras fressen gebracht werden kann:

2. Körperliche Ursachen

  • Reinigung des Magen-Darm-Trakt
  • Würmer- oder Parasitenbefall
  • Magenschmerzen
  • schlechte Verdauung und Völlegefühl
  • Magen-Schleimhaut-Entzündung
  • zu viel Magensäure oder schlechte Verdauung
  • Leberprobleme oder Nierenerkrankungen
  • Fremdkörper im Magen (Steinchen, Haaransammlungen oder Knochenstücke)
  • Probleme mit der Speiseröhre

Viele Vierbeiner reagieren instinktiv, wenn sie Gras fressen. Im Gras ist zum Beispiel ausreichend Magnesium enthalten. Dieses Magnesium wirkt sich positiv auf den Magen aus – und somit ebenfalls auf den Darm. Es dämpft die Produktion der Magensäure und sorgt dafür, dass die Säure im Magen abnimmt. 

Leidet dein Schützling also unter einer Magen-Schleimhaut-Entzündung, ist die Grasaufnahme eine gute Therapie.

3. Psychische Ursachen:

  • Langeweile
  • alte Charakterzüge
  • Stress oder belastende Situationen
  • Verstärkung des Markierverhaltens

Achte darauf, ob sich dein pelziger Freund vor der Grasaufnahme in einer stressigen oder belasteten Situation befunden hat. Vielleicht fällt dir etwas auf, das du mit der Grasaufnahme in Verbindung bringen kannst. Reagiert dein Vierbeiner auf Stress mit vermehrter Grasaufnahme, wirkst du dem entgegen, indem du diese Stresssituationen vermeidest. 

Grasfressen als Reaktion auf Stress ist nicht vom Instinkt gesteuert. Es wirkt sich aus diesem Grund kontraproduktiv auf die Gesundheit deines Vierbeiners aus.

4. Verschluckte Fremdkörper

Ein verschluckter Fremdkörper bei deinem Vierbeiner ist ein akuter Notfall, es droht Erstickung und Lebensgefahr. Es kann sein, dass dein Schützling durch das Fressen von Gras diesen Fremdkörper herauswürgen möchte.

Die Symptome dafür sind folgende:

  • ständiges Würgen
  • vermehrte Grasaufnahme
  • Probleme beim Schlucken
  • ungewöhnliche Atemgeräusche (rascheln, pfeifen etc.) 
  • Erbrechen
  • Verweigerung von Futter und Wasser
  • ausbleibender Stuhlgang

Wenn er auch Kot frisst...

Die beliebten Grasbüschel sind oft in der Nähe von Exkrementen anderer Tiere aufzufinden. 

Aus diesem Grund ist es nicht unwahrscheinlich, dass deine Fellnase – neben dem Gras – den Kot anderer Tiere aufnimmt. Hier ist besondere Vorsicht geboten.

Die Exkremente beinhalten in der Regel gefährliche und ungesunde Bakterien. Diese Bakterien schränken die Gesundheit deines Lieblings erheblich ein. 

Achte deshalb bitte immer darauf, was dein Kleiner beim Spaziergang aufnimmt. Nicht nur die Exkremente von anderen Tieren sind gefährlich. Allein wegen der Verbreitung von Giftködern musst du genau darauf achten, was dein Schützling draußen frisst. 

Oftmals passiert es, dass dein Liebling mit dem Gras etwas Erde aufnimmt. In der Regel mögen die Vierbeiner vor Allem die Spitzen des Grases. Sie sind besonders weich, leichter verdaulich und schmecken besser. 

Manche Fellnasen – vielleicht auch deiner – fressen ganze Büschel an Gras gesamt mit der Wurzel. Durch so ein Fressverhalten gelangt Erde in den Magen-Darm-Trakt.

Normalerweise brauchst du nicht in Panik zu geraten, wenn dein Vierbeiner neben dem Gras auch etwas Erde frisst. In der Regel versucht er mit dieser Handlung seinen Nährstoffgehalt auszugleichen.

Die Gründe für das Verspeisen von Kot und Erde sind folgende:

  • falsche Erziehung durch den Hundehalter
  • schlechte Angewohnheit
  • Rudelverhalten
  • Erlernt im Welpen-Alter durch die Mutter
Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber zu Mein Hund frisst Kot.
 

Gefahren des Grasfressens

In vielen Fällen ist es ungefährlich, wenn dein Liebling Gras frisst. Aber leider treten immer wieder Situationen auf, in denen es die Gesundheit deines Vierbeiners einschränkt. Wir haben dir an dieser Stelle die möglichen Risiken und Gefahren aufgelistet.

1. Verletzungsgefahr

An verschiedenen Plätzen sind immer wieder gefährliche Gegenstände, an denen sich dein Vierbeiner verletzen kann. Bestimmt ist dir es schon mal passiert, dass dein Liebling beispielsweise in Glas getreten ist. 

Beim Fressen vom Gras existieren ähnliche Risiken. Manchmal befinden sich Glassplitter oder anderweitige scharfe Gegenstände in der Nähe der Grasbüschel. Die Aufnahme dieser Gegenstände ist möglich. 

Achte aus diesem Grund genau darauf, wo dein Liebling schnüffelt und an welcher Stelle er Gras frisst. Scharfe Gegenstände sind bei einer Aufnahme lebensbedrohlich, indem sie den Magen, Darm oder die Speiseröhre verletzen.

2. Giftige Pflanzen

Giftige Gräser und Pflanzen sind ebenfalls lebensbedrohlich für deinen Schützling. In der Regel wachsen sie nicht an Plätzen, an denen die Hundehalter mit ihrem Vierbeiner einen Spaziergang unternehmen.

Trotzdem gibt es jährlich Fälle, in denen ein Hund durch das Fressen von giftigen Gräsern oder Pflanzen gesundheitlichen Schaden erleidet.

Grannen, Osterglöckchen, Maiglöckchen oder der Bärenklau sind Pflanzen, die giftig und lebensgefährlich für deinen Vierbeiner sind. Weitere giftige Pflanzenarten findest du nachfolgend:

  • Efeu
  • Buchsbaum
  • Kirchlorbeer
  • Narzisse
  • Eibe
  • Tulpen

Auch gewisse Zimmerpflanzen sind hierbei vertreten. Aus diesem Grund empfehlen wir dir, die Pflanzenart mit dem Tierarzt zu besprechen, bevor du sie kaufst.

Lese dir dazu unbedingt unseren kompletten Ratgeber zu giftigen Zimmerpflanzen durch.

3. Spritzmittel, Pestizide und Unkraut-Vernichtungsmittel

Diese Mittelchen finden in der Natur immer wieder Anwendung. Besonders im Frühling werden sie vermehrt eingesetzt. Bist du dir unsicher, suche zu dieser Jahreszeit besser nur Plätze und Parks auf, die sich speziell für Hunde eignen. Beachte hier ebenfalls das Verhalten deines Fellträgers. Hundeplätze oder Hundeparks sind eine beliebte Anlaufstelle für Giftköder.

4. Giftköder & Co.

Leider kommt es heutzutage immer wieder zu Situationen, in denen Giftköder verschluckt werden. Diese Giftköder werden in der Regel mutmaßlich in beliebten Hundeparks verteilt.

Hundehasser versehen attraktive Leckerlis mit Giftmitteln oder gefährlichen Gegenständen. Die am häufigsten verteilten Gegenstände sind Rasierklingen oder scharfe Plastik- sowie Metallstücke.

Die Zahl der betroffenen Hunde scheint in den letzten Jahren nicht abzunehmen. Im Jahr 2015 gab es bis August des Jahres ca. 1.800 gemeldete Situationen (gitfköder-radar.com). Die Dunkelziffer ist weitaus höher, da viele Hundebesitzer den wahren Grund für die Verletzung oder Vergiftung erkennen und melden.

Bei folgenden Symptomen kann es sich um eine Vergiftung deines Hundes handeln:

  • Erbrechen und Durchfall
  • vermehrter Speichel
  • Unruhezustände und Zittern
  • Kreislaufprobleme (schwanken, taumeln deines Vierbeiners)
  • Krampfanfälle
  • Ohnmachtszustände
  • erweiterte Pupillen und gerötete Augen
  • Blutungen in den Schleimhäuten, im Erbrochenen oder Stuhlgang
  • Atembeschwerden; bis hin zur Atemnot

Hier mehr zum Thema Giftköder.

5. Verstopfung und Magen-Darm-Probleme

Bei einem übermäßigen Grasverzehr deines Vierbeiners, kommt es zu Magen-Darm-Problemen. Insbesondere die Verstopfung ist hierbei stark vertreten. 

Bei übermäßigem Verzehr verdaut der Magen das Gras und die anderweitige Nahrung nicht mehr richtig. Somit gelangt das Gras zum größten Teil unverdaut in den Darm; eine Verstopfung ist das Resultat.

Diese Plätze meidest du am besten!

Dein Schützling frisst Gras? Das ist in erster Linie nicht bedenkenswert. Jedoch solltest du auf die Plätze achten, an denen ihr spazieren geht. Es existieren immer wieder Stellen, die sich nicht für den Grasverzehr deines Vierbeiners eignen.

Waldränder können beispielsweise eine Gefahr darstellen. Natürlich darfst du weiterhin an diesen Stellen langlaufen, achte nur darauf, dass dein Liebling dort kein Gras frisst. Giftköder werden nämlich auch oft an Waldrändern gefunden. 

Stark befahrene Straßen – beziehungsweise Straßenränder – eigenen nicht ebenfalls nicht zum Schnüffeln. Hier ist das Gras von den Abgasen verschmutzt. Diese schädlichen Rückstände gelangen beim Grasverzehr in den Magen-Darm-Trakt.

Plätze in der Nähe von Schrebergärten oder anderen privaten Gärten sollten ebenfalls beobachtet werden. Die Besitzer dieser Gärten verteilen regelmäßig Pestizide, die sich durch den Wind auf die Umgebung verteilen können.

Bei diesen Anzeichen den Tierarzt aufsuchen

Bei übertriebenem Grasverzehr empfehlen wir, dass du den Tierarzt aufsuchst. Möglicherweise steckt eine Erkrankung dahinter, die sich lebensbedrohlich auf deinen Liebling auswirkt. 

Nimmt dein Vierbeiner nur noch Gras zu sich und beachtet er nicht mehr das Futter, empfiehlt es sich ebenfalls den Tierarzt aufzusuchen. Dein Schützling hat eventuell einen Fremdkörper in der Speise- oder Luftröhre. 

Bei mehrmaligen Erbrechen nach dem Grasverzehr suchst du bitte ebenfalls den Tierarzt auf. Vor allem, wenn das Erbrechen jedes Mal nach dem Verzehr stattfindet. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass sich das Gras negativ auf den Magen-Darm-Trakt und die Verdauung auswirkt. 

Weitere gefährliche Symptome sind:

  • blutiger Stuhlgang
  • Blut im Erbrochenen
  • schleimige Rückstände in den Exkrementen
  • Ausbleiben des Stuhlgangs
  • Durchfall
  • Fieber
  • Unruhe und Abgeschlagenheit
  • anderweitige Symptome einer Erkrankung

Ergreife diese Maßnahmen

Achte darauf, dass dein Vierbeiner kein Gras aufnimmt, welches sich an bedenklichen Stellen befindet. Lenke ihn in dieser Zeit mit einem Leckerli ab oder nimm ihn an die Leine. Somit vermeidest du die Aufnahme von schmutzigen Pflanzen oder Pestiziden. 

Habe immer ein wachsames Auge. Dies gilt bei jedem Spaziergang. Verfolge deine Fellnase und achte darauf, dass er nicht zu oft Gras frisst – oder sich Kot sowie giftige Gräser beim Gras befinden. 

Oftmals ist der Stress eine Ursache für den Verzehr von Gras. Versuche zu erfahren, auf welche Situationen dieses Verhalten zurückzuführen ist. Ein Tagebuch, in dem du alle wichtigen Bedenken aufschreibst, eignet sich am besten für die Ermittlung. Hast du den Grund für den Grasverzehr deines Lieblings herausgefunden? Dann versuche die Stresssituation aufzuheben oder zu mindern. 

Wenn du unsicher bist ob der Grasverzehr deines Lieblings bedenklich ist, solltest du im Zweifelsfall einfach deinen Tierarzt um Rat bitten.

Häufig gestellte Fragen

Prinzipiell ist es ungefährlich, wenn dein Hund Gras zu sich nimmt. Viele Hunde legen dieses Verhalten zu Tage. Meistens gibt es einen harmlosen Grund dafür, doch dieses Verhalten kann auch beispielsweise auf eine Fehlernährung hindeuten.

Durch das Fressen von Gras kann dein Hund versuchen, eine schlechte Ernährung auszugleichen. Oder er will damit Magen-Darm-Beschwerden entgegenwirken. Mit Gras kann er auch Fremdkörper aus der Speiseröhre entfernen.

Das Gras an sich ist ungefährlich für deinen Hund. Es kann aber passieren, dass er mit dem Gras Fremdkörper wie Glasscherben, Pestizide oder Rattengift aufnimmt. Es droht also Verletzungs-, Erstickungs- oder Vergiftungsgefahr.

Es gibt für deinen Hund giftige Pflanzen wie Grannen, Maiglöckchen Bärenklau oder Osterglöckchen. Diese giftigen Pflanzen wachsen meistens nicht dort, wo du mit deinem Hund spazieren gehst. Vor dem Erwerb von Zimmerpflanzen solltest du dich informieren, ob diese giftig für deinen Hund sein können.

Einer der möglichen Gründe dafür ist, weil Hunde durch das Fressen von Gras leichter Fremdkörper herauswürgen können. Außerdem Fressen Hunde Gras, um Magen-Darm-Beschwerden entgegenzuwirken. Auch hier können sie unbekömmliche Kost durch das Gras leichter erbrechen.

Empfehlung vom Tierarzt

Dein Vierbeiner frisst Gras? In der Regel ist das unbedenklich. Natürlich gibt es immer wieder Situationen, in denen der Grasverzehr gefährlich werden kann. 

Achte immer auf mögliche Überreaktionen oder Verhaltensänderungen und auf den allgemeinen Gesundheitszustand deines Lieblings. 

Nimmt die Grasaufnahme bedenklich zu und kommen noch andere Symptome dazu, suche bitte einen Tierarzt auf. Bei Unsicherheit kontaktierst du auch deinen Tierarzt, der dich in der jeweiligen Situation berät. Gehe lieber einmal mehr zum Tierarzt, als zu wenig.

 Die Sicherheit deines Schützlings steht immer an erster Stelle.

Geprüft vom Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic
Geprüft vom Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic

Ich bin Tierarzt und Autor für Tiergesundheitsthemen. Tiere sind meine Leidenschaft und es ist mir ein persönliches Anliegen, medizinisch akkurate Artikel und Videos zu erstellen, um Tierbesitzer so gut es geht zu informieren.

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