Warum hecheln Hunde stark? (Ursachen & Tipps)

Wenn wir an Hunde denken, denken wir vielleicht auch an das berühmte Hecheln unserer Lieblinge. Jeder von uns hat dies mit Sicherheit schon beobachtet. 

Manchmal wirkt dieses Hecheln fast bedrohlich für den Hund. Wenn noch ein lautes Atmen dazu kommt, bekommen es viele Hundebesitzer mit der Angst zu tun. 

Im Grunde gehört das Hecheln zur normalen Hundeatmung dazu. So wie wir ab und zu einmal aus der Puste geraten, so kann dies unserem Liebling auf vier Pfoten auch passieren. 

Wann kann dieses Hecheln ein Anzeichen für Schmerzen sein? Was kannst Du als Hundebesitzer dagegen tun? 

In jedem Fall solltest Du auf deinen Hund achten. Vor allem dann, wenn es scheinbar keinen erkennbaren Grund für das Hecheln gibt, solltest Du die Sache genauer unter die Lupe nehmen.

Bedeutung und Symptome

Bei Hunden findet die Regulierung der Körpertemperatur zu einem großen Teil über die Zunge statt. 

Hunde besitzen, anders als wir Menschen, keine Schweißdrüsen. Durch das Hecheln bekommt das Tier frische Luft in seinen Körper und kühlt sich somit von innen heraus ab. 

Im Grunde gleicht diese Methode unserem Schwitzen. Sie ist jedoch nicht so wirksam wie bei uns Menschen. 

Du solltest in jedem Fall darauf achten, dass dein Hund frisches Wasser und einen Ort im Schatten hat. Somit kann er sich nach anstrengenden Aktivitäten schneller erholen. 

Im Hochsommer solltest Du nicht zur Mittagszeit Spaziergänge und wilde Spielabenteuer durchführen, sondern lieber bis zum kühleren Abend warten. 

Hunde wissen zwar selbst ganz gut, wann sie nun genug vom Spielen haben, dennoch tut dem Tier die pralle Sonne nicht gut. 

Solltest Du dennoch in der prallen Sonne einen Spaziergang unternehmen wollen, musst Du darauf achten, dass sich das Tier nicht überanstrengt. 

Nach dem Spazieren muss reichlich Wasser und Schatten zur Verfügung stehen. Zudem solltest Du oftmals kurze Pausen einlegen, damit sich der Hund (und Du) nicht überanstrengt!

Starkes Atmen und Hecheln erklärt

Der Mechanismus beim Hecheln ist schnell erklärt: 

Das Tier hängt seine Zunge aus dem Maul, um sich somit eine Abkühlung zu verschaffen. Zur gleichen Zeit atmet der Hund durch die Nase ein. Durch das Maul wird ausgeatmet. 

Im „Totraum“, der sich zwischen der Mundschleimhaut und der Luftröhre befindet, zirkuliert durch diesen Mechanismus viel mehr Luft. Diese Luft erreicht jedoch nicht die Lunge des Hundes. 

Es geht bei diesem Vorgang somit nicht darum, dem Hund kalte Luft zuzuführen, sondern, dass Flüssigkeit durch diesen andauernden Luftzug verdunstet. 

Verdunstungswärme wird bei diesem Vorgang wie bei unserem menschlichen Schwitzen entzogen. Die Körpertemperatur des Tieres sinkt dadurch. 

Wenn sich die Temperatur des Tieres in einem normalen Bereich befindet, kommt der Hund auf bis zu 30 oder sogar 40 Atemzüge pro Minute. Strengt sich das Tier an oder ist es großer Hitze ausgesetzt, erreicht der Hund 300 oder 400 Atemzüge. Dies bedeutet, dass der Hund seine Atemfrequenz also verzehnfacht. 

Die Evolution hat mit diesem Vorgang ein besonders wirkungsvolles System geschaffen! 

Was macht diese Frequenz nun möglich? 

Hierfür gibt es zwei Gründe: Die Speichelproduktion des Tieres ist auf das sogenannte „Sabbern“ ausgelegt, das wir zu gut von Hunden kennen. Die Zunge des Hundes wird nicht ausgetrocknet, anders als es bei uns Menschen der Fall ist. Zudem atmet ein Hund viel flacher, als Menschen es tun. 

Bei Hunden kommt es somit zu keiner Hyperventilation während des Hechelns. Ein Mensch wäre zu dieser Anzahl an Luftzügen in der Minute nicht in der Lage.

hecheln große oder kleine Hunde stärker?

Interessant ist, dass sich das Hecheln von Hund zu Hund und vor allem von Rasse zu Rasse unterscheidet. 

Kleine Hunde hecheln weniger stark, sie besitzen ein geringeres Körpervolumen. Die Temperatur kann also früher unter Kontrolle gebracht werden. 

Große Hunde müssen viel mehr hecheln, damit sie am Ende nicht überhitzen. Das Sabbern und das Hecheln sind somit viel stärker, als bei ihren kleinen Kollegen. 

Das Hecheln kann problematisch werden, wenn es sich um kurznasige Hunderassen handelt. Hierzu zählen zum Beispiel die Möpse. Die Zucht hat eine Verkürzung der Atemwege erzeugt, weshalb das Tier nicht mehr gut hecheln kann. 

Bei großer Hitze oder beim intensiven Spielen musst Du bei dieser Hunderasse besonders auf das Hecheln achten. Bei langen Spaziergängen solltest Du deinen Hund bei dieser Rasse ebenfalls genauer beobachten.

Angst und Schmerzen die Ursache

Hunde können nicht nur zwecks Abkühlung hecheln, sondern auch aus Angst und Nervosität. 

Manche Hunde haben unfassbar große Angst vor Gewitter oder kommen mit dem Lärm von Feuerwerkskörpern nicht zurecht. 

Die Tiere können eine richtige Panik bekommen, was an ihren aufgerissenen Augen gut erkennbar ist. Kurzatmiges Hecheln kommt dann meist ebenfalls dazu. 

Das Hecheln selbst ist meist kein Grund für Sorge, trotzdem solltest Du darauf achten, warum dein Liebling nun hechelt. Wenn es sich um Angst handelt, solltest Du ihn sanft beruhigen, um ihm die Angst somit etwas nehmen zu können. 

Nicht nur Ängste, sondern auch Schmerzen können vor allem bei älteren Tieren ein Grund für das Hecheln sein. 

Rastloses Hecheln ohne erkennbaren Grund kann somit ein Anzeichen von Schmerzen sein. Die Körpersprache des Tieres ist entscheidend, um zu erkennen, ob es sich um wirkliche Schmerzen, Angst oder etwas Anderes handelt. 

Kommt es zu einem exzessivem Hechel-Anfall solltest Du in jedem Fall den Tierarzt aufsuchen und die Sache abklären!

Mein Tipp

Du kennst das Hecheln der Hunde sicherlich, das meist mit einem intensiven Sabbern auftritt. 

Hecheln ist bei den Vierbeinern vollkommen normal und kein Grund für Beunruhigung. Das Tier schafft es durch diesen Vorgang seine Körpertemperatur herunter zu kühlen. 

Nach langen Spaziergängen, anstrengenden Aktivitäten, wildem Spielen oder bei großer Hitze ist es also vollkommen normal, wenn dein Hund zu hecheln beginnt. 

Wichtig ist, dass Du das Tier im Auge behältst und für ausreichend Schatten und Flüssigkeitszufuhr sorgst. 

Aus Angst und Nervosität kann ein Hund ebenfalls heftig zu hecheln beginnen. Dies können wir bei einigen Hunden beispielsweise an Silvester oder bei einem Gewitter erleben. Das Tier zu beruhigen ist in diesen Momenten entscheidend. 

Gefährlich kann das Hecheln bei kleinen Hunderassen werden oder dann, wenn es ohne scheinbaren Grund auftritt. 

In diesem Fall kann es ein Anzeichen für Schmerzen des Tieres sein und Du solltest in jedem Fall einen Tierarzt aufsuchen!

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