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Kann ich meinem Hund Kamillentee geben?

Wenn es uns Menschen nicht so gut geht, hilft häufig eine Tasse Kamillentee. Die Kamille besitzt eine Reihe von medizinisch wertvollen Eigenschaften, welche gegen eine Vielzahl von Beschwerden helfen und Linderung verschaffen. Doch auch bei Tieren lässt sich diese natürliche Arznei anwenden. 

Die Frage, ob Du Deinem Hund Kamillentee geben darfst, kann mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet werden. 

Es kommt jedoch im Einzelfall auf die Methode der Verabreichung an. Im Folgenden erfährst Du mehr über die Wirkung der Kamille und darüber, wie und wann Du Deinem Hund Kamillentee verabreichen kannst.

Wirkung der Kamille

Schätzungsweise werden täglich etwa eine Millionen Tassen an Kamillentee getrunken. Und das zu Recht! 

Die Kamille ist ein bewährtes Antioxidationsmittel. Entzündungen, Magenschmerzen, Durchfall, Muskelverspannungen und Hautirritationen können mit dieser Pflanze behandelt werden. Die Inhaltsstoffe wirken im Allgemeinen entzündungshemmend und krampflösend. 

Auch als Beruhigungstee findet die Kamille Verwendung. Etwa bei Angst, Unruhezuständen oder als Hilfe beim Einschlafen wird eine Tasse Kamillentee empfohlen. 

Dieses Allheilmittel kann selbstverständlich auch in der Veterinär-Medizin angewendet werden. In einigen Fällen empfiehlt es sich, den Hund mit den Wirkstoffen der Kamille zu behandeln.

Innere Anwendung

Innere Anwendung bedeutet, dass der Hund den Kamillentee oral aufnehmen, also trinken muss. 

Dies wird empfohlen, wenn Dein Hund beispielsweise an Bauchschmerzen leidet. Kamillentee beruhigt das Verdauungssystem und löst Magenkrämpfe. Auch Durchfall kann mit Kamillentee behandelt werden. 

Ursachen für eine Magenverstimmung können falsches Futter oder auch ein Infekt sein. Bei allgemeiner Immunschwäche wirkt die Kamille stärkend. 

Manchmal sind Hunde aber auch übermäßig nervös oder verängstigt. Der Tee wirkt in dieser Hinsicht beruhigend und ausgleichend. Aus Aufregung oder aufgrund besagter Magenverstimmung kann es vorkommen, dass Hunde sogar erbrechen.

Die Zubereitung von Kamillentee ist simpel. Brühe einen Teebeutel Kamille mit 250 Millilitern kochendem Wasser auf. Lasse ihn danach etwa 15 Minuten zugedeckt ziehen. Zugedeckt, etwa mit einer Untertasse, entfaltet der Tee seine volle Wirkung. Sollte der Tee zu stark geworden sein, kannst Du ihn ganz einfach ein wenig mit Wasser verdünnen.

Bei der oralen Verabreichung kommt es darauf an, wozu der Hund bereit ist. Achte auf jeden Fall darauf, dass der Tee abgekühlt ist, wenn Du ihn Deinem Hund verabreichst. 

Bei manchen Vierbeinern reicht es aus, den Tee in eine Wasserschale zu geben. Es gibt Hunde, die auf den Geschmack gekommen sind und gerne ein bisschen Kamillentee schlecken. 

Andere Hunde wiederum sind von diesem Getränk nicht sehr angetan. In diesem Fall kannst Du den Tee in einer Futterspritze aufziehen und Deinem Hund ins Maul geben. Wenn auch das nicht funktioniert, mische den Tee einfach unter das Futter.

Äußere Anwendung

Äußere Anwendung bedeutet, dass Kamillentee mit verschiedenen Methoden auf den Körper des Hundes aufgetragen wird. 

Hier gibt es unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten:

1. Spray

Spraydose

Bei juckenden oder gereizten Hautstellen empfiehlt sich die Verwendung von Kamillentee-Spray. Dafür wird der abgekühlte Kamillentee in eine Sprühflasche umgefüllt. 

In diesem Fall tötet der Kamillentee Bakterien ab. Zudem wird die betroffene Stelle angenehm gekühlt. Die Sprühflasche mit Kamillentee sollte stets im Kühlschrank aufbewahrt werden. 

Wiederhole die Anwendung mehrmals am Tag. 

Das Spray kann auch für das Hundefell verwendet werden. Besprühe hierfür das Fell Deines Hundes und massiere die Feuchtigkeit gut ein. Kamille hat eine positive Wirkung auf die Fellqualität des Tieres. Viele Hundeshampoos arbeiten deshalb mit Kamille als Zusatz.

2. Kompressen

Kompressen sind eine Alternative für das bereits beschriebene Kamillentee-Spray. 

Es gibt die Möglichkeit warme und kalte Kompressen zu verwenden:

Bei Wunden wird eine warme (keine heiße!) Kompresse empfohlen. Weiche hierfür den Teebeutel in kochendem Wasser auf und lege ihn auf die betroffenen Körperstellen Deines Hundes. Auch für die Augen eignet sich diese Methode. 

Wenn es sich jedoch um Flohbisse oder Allergien handelt, wird dazu geraten, die Kompresse vorher abkühlen zu lassen.

Wann kein Kamillentee geben?

Nein

Die äußerliche Behandlung mit Kamillentee eignet sich hervorragend für kleinere Verletzungen, Abschürfungen, Entzündungen, Flohbisse und ähnliche Situationen. 

Schwere und nicht heilende Wunden sollten jedoch nicht damit behandelt werden. Wende Dich in solchen Fällen sofort an Deinen Tierarzt!

ACHTUNG: Nicht für die Augen verwenden!

Achtung

Manche Seiten empfehlen eine Kamillenlösung oder -tee zur Reinigung des Augenausflusses bei entzündeten Augen oder gar als Augentropfen. Insbesondere Morgens sammelt sich dieser eitrige Ausfluss an den Augenrändern an. 

Natürlich wird es Deinen lieben Vierbeiner sehr gut tun, wenn Du den schon angetrockneten Ausfluss wegwischst. 

Allerdings wird hier kein Kamillentee empfohlen: Kamillentee reizt die Bindehaut und trocknet sie zu sehr aus. 

Solltest Du bei Deinem Hund Veränderungen wie Rötungen etc. an den Augen bemerken, dann ist es ratsamer, wenn Du Deinen Tierarzt benachrichtigst.

Zum Wegwischen und Reinigen der Augenpartie kannst Du handelsübliche Kochsalzlösung verwenden oder einfach abgekochtes lauwarmes Wasser.

Meine Empfehlung

Bio Kamillentee
4 Bewertungen
Bio Kamillentee
Am besten du gibst deinen Hund nur Kamilentee in Bio Qualität. Ich selbst benutze für mich und meinen Hund am liebsten diese Sorte

Auch wenn die Kamille für Tier und Mensch als Allheilmittel gilt und wir immer welches zu Vorrat haben sollten, ist es wichtig zu wissen, dass sie bei ernsthaften Erkrankungen keine Wunder bewirken kann.

Ernste Verletzungen oder Krankheiten solltest Du in keinem Fall selbst behandeln. Riskiere die Gesundheit Deines Hundes auch bei Unsicherheit in Bezug auf kleinere Verletzungen lieber nicht. Im Zweifelsfall kann Dein Tierarzt immer Hilfe leisten und ungeklärte Fragen beantworten.

 

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