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5 Fakten zu OCD beim Hund

Wenn ein Hund ins Haus kommt ist die Freude gro√ü. So lange die Vorbereitungen f√ľr den neuen Ank√∂mmling auch sind, so kurz dauert es bis der neue Liebling ein eingesessenes Mitglied in der Familie ist.¬†

Sicherlich hat auch schon dein Hund einen Platz mitten in deinem Herzen und du hast unz√§hlige Gl√ľcksmomente mit ihm durchlebt und gesammelt. Das Wichtigste ist, dass es ihm gut geht und daf√ľr geben die meisten Hundebesitzer alles.

Umso schlimmer ist es, wenn der vierbeinige Gefährte krank wird. Oft ist es nur eine harmlose Erkrankung, die mit etwas extra Zuneigung und Pflege schnell durchgestanden ist. 

Manchmal kommt es aber zu Krankheiten, die komplizierter sind. Deshalb ist es wichtig ihn immer ganz genau zu beobachten und jeder kleinen √Ąnderung des Verhaltens auf den Grund zu gehen.

Vorsicht ist geboten, wenn dein junger Hund in der Wachstumsphase träge ist und auf Spielaufforderungen kaum reagiert. Vielleicht sogar lahmt oder ungewöhnlich läuft. Dann solltest Du womöglich deinen Tierarzt auf die Knochenerkrankung OCD ansprechen.

Dieser kann eine Diagnose stellen und deinem geliebten Freund weiterhelfen. Den eigenen Hund leiden zu sehen ist schlimm. Versuche aber, deine Unsicherheit und Sorge vor ihm zu verstecken und besonders bei Tierarztbesuchen Ruhe und Gelassenheit auszustrahlen.

OCD - Was ist das?

Kranker Hund

OCD steht f√ľr Osteochondrosis dissecans. Diese Entwicklungsst√∂rung des Skeletts kann bei Menschen, aber auch bei Hunden auftreten. Es kommt dabei zu einer St√∂rung der Knorpelbildung.¬†

Geh√∂rt dein Hund zu einer schweren und gr√∂√üeren Rasse, ist das Risiko f√ľr OCD h√∂her. Zu den Rassen die h√§ufig betroffen sind geh√∂ren unter anderem die Deutsche Dogge, der Deutsche Sch√§ferhund und der Labrador. Aber auch Golden Retriever und der Berner Sennenhund sind f√ľr diese Krankheit anf√§llig.¬†

Im Grunde k√∂nnen aber alle Hunde, also auch Mischlingshunde, an OCD erkranken. In den meisten F√§llen betrifft die Krankheit die Sprung- und Kniegelenke, die Ellenbogen und die Schultergelenke. Letztere haben eine besonders hohe Anf√§lligkeit f√ľr OCD.¬†

Fortgeschrittene Sch√§den an den betroffenen Gelenken k√∂nnen nicht mehr geheilt werden. Falls die Krankheit aber fr√ľh entdeckt wird, k√∂nnen spezielle Therapien verhindern, dass sich der Zustand noch weiter verschlechtert. Ist das Gelenk schon zu weit zerst√∂rt, kann nur noch eine Operation helfen.

Welche Ursachen gibt es f√ľr OCD?

Bis heute sind sich √Ąrzte und Wissenschaftler noch nicht ganz im Klaren dar√ľber, warum Hunde an OCD erkranken. Fest steht jedoch, dass die Krankheit auf verschiedene Ursachen zur√ľckzuf√ľhren ist.

Einer der gr√∂√üten Faktoren ist die Rasse. Da die Krankheit besonders bei gro√üen Rassen √ľberdurchschnittlich oft auftritt wird angenommen, dass OCD vererbbar ist.

Hast du die Bef√ľrchtung, dass dein Hund von OCD betroffen ist? Dann ist es ratsam zu fragen, ob Eltern oder √§ltere Geschwister an der Krankheit leiden.¬†

Eine weitere Ursache kann √ľberm√§√üige Belastung der Gelenke sein. Ist dein Hund sehr aktiv und du hast das Gef√ľhl, dass er sich verausgabt und trotz M√ľdigkeit einfach immer mithalten will? Dann beansprucht er seine Gelenke vermutlich viel zu stark. Gerade im Wachstum trifft OCD besonders bei √ľberbelasteten Gelenken auf.¬†

Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von OCD. 

Bei zu viel Energie w√§chst das Skelett schnell an. Vor allem die Gelenke leiden dadurch. Achte bitte darauf, dass du ihm eine ausgeglichene Ern√§hrung bietest und ihn nicht √ľberf√ľtterst.¬†

Au√üerdem gehen √Ąrzte davon aus, dass Hormon- und Durchblutungsst√∂rungen einen Grund f√ľr OCD sein k√∂nnen. Da sie sich negativ auf die Knorpelbildung- und Verkn√∂cherung auswirken k√∂nnen.

Achte auf diese Symptome

OCD trifft meist bei jungen Hunden auf. Schon im 4. ‚Äď 7. Lebensmonat kann sich die Krankheit entwickeln. Meistens wird sie jedoch erst etwas sp√§ter entdeckt.

Da es wichtig ist keine Zeit zu verlieren, solltest du deshalb bei dem kleinsten Verdacht mit deinem Hund zum Tierarzt gehen und OCD direkt erwähnen.

Da ein oder mehrere Gelenke geschädigt sind, ist das erste Symptom die Lahmheit. Versuche ihn zum Spielen zu bewegen und warte seine Reaktion ab. Falls er träge und lustlos ist, solltest du ihn nicht weiter animieren.

Am besten tastest du dann seine Gelenke ab. Fällt dir eine Schwellung auf oder sind sie warm? Dann gehe auf alle Fälle sofort zum Tierarzt. Dieser wird die Gelenke genau untersuchen und beobachten, ob dein Hund Schmerzen hat.

Falls sich der Verdacht verh√§rtet, wird er das betroffene Gelenk r√∂ntgen oder eine Magnetresonanztomographie, kurz MRT, durchf√ľhren. So kann sich der Tierarzt ein Bild vom Gelenk deines Hundes machen. Eventuell entscheidet er sich auch daf√ľr, eine Gelenkspiegelung vorzunehmen. Dabei untersucht er das Gelenk mit einem Endoskop durch einen kleinen Schnitt in der Haut.

Das h√∂rt sich schlimmer an als es ist. Solange du f√ľr deinen Hund da bist und Gelassenheit ausstrahlst, wird er den kleinen Eingriff gut √ľberstehen.

So kannst du vorbeugen

Du solltest dir nun √ľber m√∂gliche Ursachen f√ľr OCD bewusst sein und kannst daher das Risiko daf√ľr bei deinem Hund verringern.

Wenn sich dein Hund in der Wachstumsphase befindet ist es besonders wichtig, dass du ihn nicht zur √ľberm√§√üigen Belastung dr√§ngst. Nat√ľrlich macht es Spa√ü mit ihm herumzutollen und sicherlich hat auch der aufgeweckte Vierbeiner viel Spa√ü an Bewegung.¬†

Bewegung ist gesund und gut. Stelle aber sicher, dass dein junger Hund nicht zu hoch und wild springt oder im Garten Haken schl√§gt. Sogar √ľberm√§√üiges und schnelles Treppensteigen kann das Risiko f√ľr OCD erh√∂hen.¬†

Oft ist es gut gemeint. Doch bitte √ľberf√ľttere ihn nicht. Das Wachstum ist bei einer zu hohen Energiezufuhr beschleunigt und im schlimmsten Fall wird schon ein junger Hund dick. Die √ľberfl√ľssigen Pfunde m√ľssen dann mit herumgetragen werden und belasten den Knorpel der Gelenke unn√∂tig.¬†

Ist er aktiv und oft draußen, verbraucht er mehr Energie. Wenn du dir bei der Futterauswahl und der Ration unsicher bist, wird dir dein Tierarzt sicher weiterhelfen. Er kann dir zusätzlich Futter empfehlen, das die perfekte Zusammensetzung von Vitamin D, Phosphor und Calcium hat, um die Gelenke deines Hundes ausreichend zu versorgen.

Behandlungsmethoden

Im besten Fall wird eine OCD Erkrankung gar nicht bemerkt, weil sie von alleine abheilen kann. Der Abheilungsprozess im fr√ľhen Stadium wird ma√ügeblich durch die vorbeugenden Ma√ünahmen unterst√ľtzt. Sichtbare Symptome treten erst auf, wenn die Krankheit schon fortgeschritten ist.¬†

Wenn du Gl√ľck hast, ist bei der Entdeckung der OCD noch nicht zu gro√üer Schaden an den Gelenken angerichtet. Zu diesem Zeitpunkt kann ein weiterer Fortschritt der Krankheit durch striktes Ruhigstellen und einer idealen Di√§t entgegengewirkt werden.¬†

Beschr√§nke den Auslauf deines Hundes und f√ľhre ihn immer an der Leine. Wenn es sein muss, solltest du ihn l√§ngere Strecken tragen oder eine Art Bollerwagen f√ľr ihn organisieren. Du kannst getrost ignorieren, wenn dich andere Menschen daf√ľr bel√§cheln. Es geht schlie√ülich um die Gesundheit deines Hundes.¬†

Medikamente

Die Gabe von Medikamenten, die gegen Entz√ľndungen eingesetzt werden, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. So lange es m√∂glich ist, ist ein Verzicht auf solche Medikamente anzuraten. Aber auch hier hat der Tierarzt das letzte Wort.¬†

Bei einer vorangeschrittenen OCD und vor allem, wenn er schon starke Schmerzen und Beeinträchtigungen hat, kann nur noch eine Operation helfen. Bei dem Eingriff werden zerstörte Fragmente entfernt und gegebenenfalls der Knorpel geglättet. 

Viele Hunde benötigen nach so einer Operation Rehabilitationsmaßnahmen. Keine leichte Aufgabe.

Mein Fazit

OCD ist eine Krankheit, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Je fr√ľher die Krankheit entdeckt wird, desto gr√∂√üer sind die Heilungschancen.

Hier ist insbesondere deine Feinf√ľhligkeit und dein Beobachtungsverm√∂gen angesagt. Sobald du Ver√§nderungen bei deinem liebsten Freund bemerken solltest, z√∂gere nicht und vereinbare einen Termin mit eurem Tierarzt.

Ich dr√ľck‚Äė euch die Daumen ūüėä

Verfasst von Sandra Maier
Verfasst von Sandra Maier

Ich bin Medizin Journalistin und spezialisiert auf das Thema Hunde Gesundheit. Ich bilde mich in diesem Themen laufend fort und aktualisiere regelmäßig die Artikel mit neuen Erkenntnissen und Tipps.

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Weiterf√ľhrende Quellen:

kleintiermedizin.ch
t-klinik.de
petmd.com

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