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Diese 5 Schmerzmittel für Hunde solltest du kennen

Keiner von uns Hundebesitzern sieht es gern, wenn sein Hund Schmerzen erleidet. Mögliche Ursachen für Schmerzen finden sich allerdings überall. Wenn sie auftreten, dann möchten wir ihm diese so gut es geht lindern. Zu Schmerzmitteln zu greifen ist dann oft die erste Wahl.

Doch welche Schmerzmittel gibt es für Vierbeiner? Wann sollte ich diese einsetzen und was sollte ich dabei beachten? Gibt es vielleicht Alternativen? Das und noch viel mehr findest du in diesem Artikel!

Außerdem haben wir uns für diesen Artikel Beratung vom Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic eingeholt. 

 

Wann sind Schmerzmittel sinnvoll?

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Schmerzmittel können deinen Hund für eine gewisse Zeit das Leben erleichtern...

Nach einer eingerissenen Kralle, einer Verstauchung oder einem Muskelkater kann es durchaus vorkommen, dass dein Schützling Schmerzen erleidet.

Dabei gilt es zu beachten, dass Schmerzmittel für Menschen nicht unbedingt für deinen Schützling geeignet sind. Sie sind für ihn entweder zu hoch dosiert oder giftig. Wer das nicht beachtet, kann seinen treuen Freund damit sogar töten!

Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Manche Schmerzmittel sind für Mensch und Hund zugelassen, dennoch solltest du sehr vorsichtig damit umgehen!

Versuche es im Idealfall gar nicht erst so weit kommen zu lassen, dass deine Fellnase Schmerzen erleiden muss. Sobald du etwas Ungewöhnliches an ihm entdeckst, kann dies oftmals schon das erste Symptom für eine Krankheit oder Schmerzen bedeuten.

Die meisten Vierbeiner verbergen ihre Schmerzen, weil in der freien Wildbahn kranke Tiere immer zuerst gefressen werden. So versuchen sie den Anschein von bester Gesundheit zu erwecken.

Welche Andeutungen dein Schützling dennoch macht, ist von seiner Persönlichkeit abhängig.

Aggressivität, Ruhelosigkeit, Apathie oder Antriebslosigkeit können Anzeichen sein. Nur wer seinen Vierbeiner genau kennt, entdeckt Unstimmigkeiten sofort.

Bei kleineren Blessuren ist es kein Problem, seinem Liebling ein Schmerzmittel zu verabreichen. Allerdings sollte dabei stets die Wahl auf einen leicht verträglichen Wirkstoff fallen.

Deswegen sollte vor der Verabreichung von Medikamenten immer mit dem Tierarzt Rücksprache gehalten werden.

Dosierung wichtig

Die richtige Dosierung muss unbedingt eingehalten werden. Sie sollte wie vorgeschrieben dem Gewicht deines Vierbeiners entsprechend dosiert werden. Wer dies nicht macht, läuft Gefahr die Organe zu schädigen.

Neben der Art des Medikaments und der Schmerzen sowie der richtigen Dosierung ist noch eine andere Komponente zu berücksichtigen: Der Zeitraum. Auch leichte Schmerzmittel können über einen längeren Zeitraum starke Nebenwirkungen verursachen.

Aus diesem Grund sollten diese Medikamente nicht inflationär verabreicht werden, sondern immer mit offenen Augen. 

Sollte dein Liebling über längere Zeit nur durch Schmerzmittel schmerzfrei bleiben, muss unbedingt die Ursache für die Schmerzen gefunden werden.

Untersuche deinen haarigen Begleiter in diesem Fall einmal selbst auf Gebrechen. Finde heraus an welchen Körperteilen oder -stellen er Schmerzen hat. Informiere dann deinen Tierarzt und erfrage, wie nun weiter vorgegangen werden sollte.

Nebenwirkungen von Schmerzmitteln?

1. Pharmazeutische Schmerzmittel

Ob nun für Mensch oder Tier – Arzneimittel haben auch Nebenwirkungen. Da machen auch Schmerzmittel keine Ausnahme. 

Aus diesem Grund sollte keines der in diesem Artikel genannten Schmerzmittel ohne den Segen deines Tierarztes verabreicht werden! 

Konkrete Nebenwirkungen von schmerzlindernden Medikamenten können unter anderen folgende sein:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Magen-Darm-Blutungen
  • Leber- und Nierenschäden
  • Tod

Aus diesem Grund solltest du sehr vorsichtig mit Arzneimitteln umgehen.

2. Pflanzliche Schmerzmittel

Neben den chemischen Schmerzmitteln gibt es auch pflanzliche Varianten.

Allerdings solltest du auch mit diesen vorsichtig sein. Es gibt auch Pflanzen, die für deinen Vierbeiner sehr giftig sind. 

Viele Pflanzliche Mittel enthalten beispielsweise Brennnessel, Hagebutten sowie Auszüge aus der Anika, Ringelblume, Bockshornklee oder Beinwell.  Pfefferminzöl und Johanniskraut-Öl werden auch häufig verwendet. 

Diese Öle sind im Normalfall leicht verträglich. Bitte beachte, dass die ätherischen Öle einiger Pflanzen trotzdem eine reizende Wirkung haben können. 

Welche dieser natürlichen Heilmittel für deinen Liebling das Beste ist, kannst du mit deinem Tierarzt oder Heilpraktiker bestimmen.

Welches Schmerzmittel ist für was geeignet?

 

Es gibt unterschiedliche Medikamente für verschiedene Schmerzbereiche. Auch ist die Herstellung und Wirkung jeweils eine andere. Hier findest du die wichtigsten und geläufigsten Schmerzmittel:

1. TRAUMEEL

Traumeel Tabletten
Homöopathisches Schmerzmittel, welches nicht verschreibungspflichtig ist.

Die Wirkstoffe von Traumeel stammen aus einer Mischung von Korbblütlern. Es ist also ein homöopathisches Schmerzmittel. 

Angewandt wird dieses nicht verschreibungspflichtige Medikament für Schmerzen aufgrund Verstauchungen und Prellungen. Erhältlich ist es in Tabletten, Salben oder Tropfenform und wird auch gegen Arthritis-Beschwerden verwendet. 

Zwar bekommt man Traumeel ganz einfach in der Apotheke, da es aus der Humanmedizin stammt. Trotzdem lohnt sich eine Rücksprache mit dem Tierarzt auch bei diesem Mittel.

2. ARNICA D6 GLOBULI

Arnica D6 Globuli
Es ist nicht verschreibungspflichtig und viele Hundebesitzer schwören auf diese Globuli. Gerade, wenn es sich um einen traumatisierten Vierbeiner handelt.

Dieses Produkt ist pflanzlichen Ursprungs und enthält Wirkstoffe aus dem Arnica Wurzelstock. 

Es wird hauptsächlich zur Linderung von Schmerzen nach einer Operation eingesetzt. Aber es kann auch bei psychischen Leiden wahre Wunder vollbringen. 

3. BUSCOPAN

BUSCOPAN Dragees
Beliebtes Hilfsmittel gegen Bauchschmerzen und Krämpfe. Für Mensch und Hund.

In Buscopan ist der Wirkstoff Butylscopolaminiumbromid enthalten. Es wird angewendet für Bauchschmerzen und Krämpfe

Dieses Medikament ist nicht verschreibungspflichtig und somit überall frei erhältlich. Solltest du vorher aber nicht wissen, was die Ursache für die Schmerzen treuen Gefährten sind, solltest du ihm dies nicht geben. 

Buscopan wird zwar recht gerne von Tierärzten gegen Bauchschmerzen und Krämpfe verschrieben, allerdings weiß nur der Fachmann hiermit umzugehen. Der Grund ist, dass diese Art von Schmerzen Symptom einer harmlosen Magenverstimmung sein können.

Aber sie können auch auf eine schwerwiegende Vergiftung hinweisen. Gerade bei solchen Schmerzen sollte der Gang zum Tierarzt des Vertrauens nicht gescheut werden.

4. NOVALGIN

Das Schmerzmittel Novalgin verfügt über den Wirkstoff Metamizol.

Geeignet ist dies für Koliken sowie Harnwegserkrankungen. Neben der schmerzlindernden Wirkung ist es krampflösend und senkt Fieber.

Es ist verschreibungspflichtig und deshalb nicht frei verfügbar. Der Grund dafür ist die relativ starke Wirkung. Deswegen darf Novalgin nur von einem Tierarzt verabreicht werden darf. 

Grundsätzlich solltest du deinen deinem Liebling nach der Verabreichung dieses Schmerzmittels nicht unbeaufsichtigt lassen. Zwar ist es im Allgemeinen verträglich, trotzdem können immer Nebenwirkungen auftreten.

5. METACAM, MELOXICAM, ROBENACOXIB UND CARPOFREN

Diese Medikamente sind zwar nicht steroidale Schmerzmittel, allerdings verschreibungspflichtig

Verwendet werden diese für Arthritis und Entzündungsschmerzen

Hier muss äußerst penibel auf die Dosierung geachtet werden. Aus diesem Grund sollte für die Verabreichung dieser Schmerzmittel unbedingt ein Tierarzt konsultiert werden. 

Die Schmerzmittel dieser Wirkstoffgruppen werden zwar gerne verschrieben, doch können sie bei falscher Anwendung sehr schädlich für den Magen sein.

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Diese Schmerzmittel solltest du nicht auf Eigeninitiative verabreichen!

Neben den oben erwähnten Schmerzmitteln gibt es auch Medikamente, die du ohne die ausdrückliche Genehmigung deines Tierarztes  niemals verabreichen solltest. Zu diesen zählt unter anderem:

  • Ibuprofen
  • Paracetamol
  • Diclofenac
  • Acetylsalicylsäure (Aspirin) 
Diese Wirkstoffe können zwar für uns Menschen eine echte Wohltat vollbringen, allerdings können geringe Dosen für deinen Hund schon giftig sein!
 
Das in Aspirin enthaltene Salicylat kann bei deinem Hund zu Magen-Darm-Blutungen führen. Das gilt auch für Diclofenac, wobei dieser Wirkstoff wie Ibuprofen den Magen und die Nieren belastet. Außerdem schlägt es wie Paracetamol auf die Leber deines Hundes. 
 
Eine halbe Ibuprofen 400 Tablette kann für einen ca. 20 Kg schweren Hund schon sehr giftig sein. Dies gilt ebenso für die anderen Medikamente. Schwere Organschäden und sogar tödliche Vergiftungen sind die Folge. 
 

Sichtbar wird eine Ibuprofen-Vergiftung durch Apathie, Erbrechen, erhöhter Harndrang und unsichere Bewegungen. Auch Blutungen und stärkerer Durst sind Symptome. 

Eine Vergiftung durch Paracetamol zeigt sich in gelblichen Haut- und Schleimhautfärbungen. Das sind ganz klare Symptome für eine Schädigung der Leber.

Was tun, wenn mein Hund giftige Medikamente genommen hat?

Es kann passieren, dass deine Fellnase giftige Medikamente aus Versehen zu sich nimmt. 

Doch was solltest du in so einem Fall unternehmen?

Sobald du dir bewusst bist, dass deine Fellnase Arzneimittel gefressen hat oder sich die vorher genannten Symptome zeigen, gilt Alarmstufe Rot! Ab dann solltest du umgehend deinen Tierarzt kontaktieren und dich auf dem Weg zu ihm machen. 

Durch gezieltes Erbrechen oder medizinische Kohle und Glaubersalze kann eine rechtzeitige Entgiftung erfolgen. Dabei benötigt dein Schützling dringend Infusionen, um die Verluste von Nährstoffen und Flüssigkeit ausgleichen zu können.

WICHTIG: Alles Giftige für den Hund unbedingt wegsperren! 

Um deinem Liebling diese zusätzlichen Schmerzen und Krankheiten gar nicht erst zu bescheren, musst du wissen, was schädlich für ihn ist. Aber allein das reicht nicht aus. Gehe auf Nummer sicher und sperre alle Medikamente unzugänglich weg. 

Gerade Welpen können auf der Jagd nach einem kleinen Snack auch mal in eine Schublade schauen. Des Weiteren solltest du Medikamentenschachteln niemals offen liegen lassen. 

Das gilt nicht nur für pharmazeutische, sondern auch für pflanzliche oder homöopathische Mittel.

Akupunktur gegen Schmerzen

Hund Diagnose und Vorbeugung

Manche Tierärzte oder Heilpraktiker schwören bei chronischen Schmerzen auf Akupunktur.

Das Verfahren kommt aus der chinesischen Medizin. Dabei werden, wie Menschen, feine Nadeln an den sogenannten Meridianen am Körper deines Lieblings angesetzt.

Die Schmerztherapie dauert in der Regel etwa vier Wochen mit zwei Besuchen pro Woche. Eine Sitzung dauert etwa 30 Minuten.

Dauer der Therapie und Anzahl der Besuche kann je nach Zustand deines Schützlings variieren. Solange die Akupunktur korrekt durchgeführt wird, ist er in der Regel schmerzfrei.

Solltest du Akkupunktur in Erwägung ziehen, dann achte darauf, dass der ausübende Tierarzt oder Heilpraktiker ein seriöses Zertifikat nachweisen kann.

Häufig gestellte Fragen

Ja, wenn du die Ursache für die Schmerzen deines Hundes kennst und das richtige Schmerzmittel zur Verfügung hast. Trotzdem solltest du bei Unsicherheiten deinen Tierarzt aufsuchen.

Zu den rezeptfreien Schmerzmitteln für deinen Hund gehören Traumeel, Arnica D6 Globuli, Buscopan. Verschreibungspflichtige Schmerzmittel sind Novalgin oder Metacam. Diese solltest du immer nach Absprache mit deinem Tierarzt verabreichen.

Du darfst deinem Hund niemals Schmerztabletten für Menschen verabreichen. Sie sind entweder giftig für Hunde oder zu hoch dosiert. In beiden Fällen können die Nebenwirkungen tödlich enden.

Hunde verbergen aus Instinkt oft, dass sie unter Schmerzen leiden. Achte auf ungewöhnliches Verhalten. Kleine Abweichungen vom Normalzustand könnten schon ein Hinweis auf Schmerzen sein.

Gib deinem Hund nur bei leichten Prellungen, kleinen Schnitten oder anderen eher harmlosen Ursachen Schmerztabletten. Kontaktiere deinen Tierarzt, wenn dein Hund schwer Erkrankt, Verletzt oder die Ursache der Schmerzen unklar ist.

Empfehlung vom Tierarzt

Sei deinem Hund beim Kampf gegen die Schmerzen eine Stütze.

Damit dein Liebling wieder schmerzfrei wird, solltest du ihm nach besten Gewissen helfen. Chronische Schmerzen können oft selbst zur Krankheitsursache werden. Das ist mittlerweile sogar wissenschaftlich erwiesen.

Tierärzten stehen heute eine Reihe an guten Schmerzmitteln zur Verfügung, die deinem Vierbeiner das Leben erleichtern können. Deine Aufgabe ist es darauf zu achten, dass er diese Medikamente wirklich zu sich nimmt. 

Wenn er sich geborgen fühlt, dann vertraut er darauf, dass du stets nur das Beste für ihn möchtest. Bleib deswegen auch immer ruhig und ohne Stress, wenn es um dieses Thema geht. Dies wirkt sich positiv auf deinen Schützling aus.

Bestimmte Schmerzen können zusätzlich auch mithilfe von Wärme- oder Kältepackungen gelindert werden. Welche weiteren Möglichkeiten es in deinem Fall noch geben könnte, kann dir dein Tierarzt beantworten.

Geprüft vom Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic
Geprüft vom Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic

Ich bin Tierarzt und Autor für Tiergesundheitsthemen. Tiere sind meine Leidenschaft und es ist mir ein persönliches Anliegen, medizinisch akkurate Artikel und Videos zu erstellen, um Tierbesitzer so gut es geht zu informieren.

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