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Was ist Teilbarfen? (So geht es richtig bei Hunden)

Du möchtest wissen, was Teilbarfen genau ist und wie es funktioniert? Mit der Rohfleischfütterung machst du dich unabhängig von der Futtermittelindustrie. Zum Barfen brauchst du vor allem zwei Dinge: Wissen und Zeit. Teilbarfen reduziert den Aufwand. Ob sich das für deinen Hund trotzdem lohnt? Das erfährst du in diesem Beitrag.

Auszug Dafür steht Barfen
Artikel Übersicht

Was bedeutet Barf?

Keine Frage: Es ist bequem, zweimal täglich Trockenfutter in den Napf zu schütten oder eine Dose aufzureißen. Aber die meisten Hundehalter spüren dabei ein gewisses Unbehagen. Was füttere ich da eigentlich? Geht es dir auch so?

Viele Futtersorten aus dem Supermarkt – und leider auch aus dem Fachhandel – arbeiten mit billigen Füllstoffen, Getreide und Zucker. Oder sie tricksen beim Trockenfutter mit dem Fleischanteil. Die Deklarationen sollten zwar Aufschluss über den Inhalt geben. Aber die wenigsten Hersteller schlüsseln die Zutaten zu 100 Prozent auf.

Die Alternative heißt Barf.

Barfen

Ursprünglich stand das Akronym BARF für „Born-Again Raw Feeders“. Auf Deutsch bedeutet das „wiedergeborene Rohfütterer“. Inzwischen hat sich „Bones And Raw Foods“ – „Knochen und rohes Futter“ durchgesetzt. Das klingt weniger Ideologie-beladen. 

Im Deutschen verwenden die meisten Hundehalter „Biologisch-artgerechte Rohfütterung“ für diese Abkürzung.

Barf – aufwendig und zeitintensiv?

Die Zubereitung einer Rohkost-Mahlzeit dauert etwas länger als das Öffnen der Trockenfuttertonne oder das Aufreißen einer Dose. Vor allem als Barf-Einsteiger brauchst du vermutlich ein bisschen mehr Zeit

Doch je vertrauter du mit der Materie wirst, desto leichter geht dir das Abwiegen, Schneiden und Portionieren von der Hand. Profis brauchen zum Zubereiten einer Tagesration weniger als 10 Minuten.

Fleisch aus dem Supermarkt ist bereits geschnitten. Gemüse bekommst du geputzt als Tiefkühlware. Zum Einstieg kannst du dich an bewährten Barf-Rezepten orientieren und die Mengen der jeweiligen Zutaten an das Gewicht deines Vierbeiners anpassen. Dabei hilft dir unser Barf-Rechner.

Fertig-Barf als Lösung?

Vielleicht befürchtest du, bei der Rohfütterung Fehler zu machen. Was, wenn der Hund unter einem Nährstoffmangel leidet? Diese Sorge teilen viele Hundeliebhaber. 

Keine Angst: Wenn du dir ein bisschen Zeit nimmst, wirst du schnell verstehen, was dein Vierbeiner braucht.

Bis du dich sicher fühlst, kannst du auf sogenanntes Fertig-Barf zurückgreifen. Das kommt fix und fertig zu dir nach Hause. Meistens sind die Menüs eingefroren. Du brauchst sie nur auftauen, portionieren und füttern. In den Komplett-Menüs sind alle wichtigen Nährstoffe enthalten. 

Am liebsten frisst dein Hund Trockenfutter? Dann ist Trockenbarf einen Versuch wert.

Was ist Teilbarfen?

Dein Hund bekommt vermutlich zwei Mahlzeiten pro Tag. Wenn du nicht komplett auf Rohfütterung umsteigen möchtest, gibt es einen Mittelweg: Ersetze einfach eine Mahlzeit durch Barf. Bei der anderen gibst du deinem Vierbeiner wie gewohnt Nass- oder Trockenfutter.

Du möchtest deinen Hund gern so gesund wie möglich ernähren? Dann achte beim Fertigfutter auf einen hohen Fleischanteil. Wähle am besten getreidefreie Sorten. Auch Reis, Mais und Soja, künstliche Farb- und Aromastoffe sowie Geschmacksverstärker sollten möglichst nicht enthalten sein. 

Du weißt nicht, welches Futter für deinen Hund in Frage kommt? Schau dir unsere Hundefutter-Tests an! Wir helfen dir dabei, dich im Dschungel der Fertigfutter zurechtzufinden.

Vorteile beim Teilbarfen

Das Teilbarfen bringt für deinen Hund und dich zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Du findest heraus, ob dein Hund Rohfutter mag und verträgt. Manche Vierbeiner reagieren mit Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen. Das kann daran liegen, dass sie Rohfleisch generell nicht vertragen. 
  • Falls dein Vierbeiner auf eine bestimmte Fleischart allergisch reagiert, ist es leicht, diese zu vermeiden.
  • Das Teilbarfen kann ein Übergang zum Barfen sein.
  • Du hast Angst, bei der Zusammenstellung der Nahrung etwas falsch zu machen? Teilbarfen gibt dir Sicherheit: Dein Hund bekommt dank der Fertignahrung alle notwendigen Nährstoffe. (Vorausgesetzt, du wählst ein hochwertiges, getreidefreies Futter mit mindestens 70 Prozent Fleisch aus dem Fachhandel.)
  • Der Speiseplan deines Hundes wird einmal täglich um hochwertiges tierisches Protein bereichert. Für deinen Liebling ist dies ein besonderer Leckerbissen!
  • Die Mahlzeiten stellst du bedarfsgerecht zusammen. Dabei kannst du auf das Alter, eventuelle Unverträglichkeiten, Krankheiten und Fleisch-Vorlieben deines Vierbeiners Rücksicht nehmen.

Nachteile beim Teilbarfen

Für deinen Hund gibt es keine Nachteile, wenn er das Teilbarfen verträgt. Für dich eventuell schon:

  • Du brauchst Zeit, um dich mit der Materie vertraut zu machen. (Lies dich gern auf unserer Seite ein!)
  • In deiner Gefriertruhe, deinem Gefrierschrank oder deinem Tiefkühlfach benötigst du Platz. Falls du Fertig-Barf in frischer Form kaufst, kommt das in der Regel gefroren bei dir an. Entscheidest du dich dazu, die Mahlzeiten von Anfang an komplett selbst zuzubereiten, brauchst du ebenfalls die Möglichkeit, das Fleisch beziehungsweise die portionierten Mahlzeiten einzufrieren.
  • Vegetarier und Veganer kommen meistens ungern mit (rohem) Fleisch in Berührung. Das bleibt dir beim (Teil)Barfen allerdings nicht erspart. 

Ist Barfen teurer als Fertigfutter?

Das kommt darauf an. Wenn du Supermarkt-Futter kaufst, ist Barfen tatsächlich etwas teurer. (Allerdings tust du deinem Hund mit minderwertigem Futter keinen Gefallen.) 

Falls du deinen Vierbeiner hochwertig ernährst und zu getreidefreiem Futter mit einem Fleischanteil von über 70% greifst, nehmen sich die Kosten nichts. Falls du keine Bio-Qualität kaufst, ist das Barfen möglicherweise sogar günstiger.

In den Napf kommen bei der Rohfütterung Zutaten wie Muskelfleisch, Pansen, Herz und Leber, nicht etwa Filet-Steak. Beim Metzger deines Vertrauens, bei einem Jäger oder einem guten Barf-Shop bekommst du hochwertiges Fleisch zu einem vernünftigen Preis. Dazu kommen Gemüse, Obst und hochwertige Öle.

 

Beispielrechnung Barf-Rezept

Rechnen wir das einmal mit einem einfachen Beispiel durch: Angenommen, du hast einen erwachsenen, normalaktiven Hund von 30 Kilogramm. Bei einem adulten Vierbeiner liegt die benötigte Futtermenge bei zwei Prozent seines Körpergewichtes. Dementsprechend braucht dein Hund 600 Gramm Futter pro Tag.

Davon sollten 480 Gramm tierischen Ursprungs sein.

Zutaten

  • Muskelfleisch: 240g
  • Pansen/Blättermagen: 96g
  • Innereien (Herz, Leber, Magen): 72g
  • Rohe fleischige Knochen (RFK): 72g

Die übrigen 120 Gramm stellst du aus 90 Gramm Gemüse und 30 Gramm Obst zusammen. Ein bis zwei Teelöffel Lachsöl dazu, fertig ist dein Teilbarf für zwei Tage. 

Kosten für eine Tagesration bei Vollbarfen

Teilbarfen Tagesration 1

Die Hauptzutaten würden dich insgesamt 2,18€ kosten. Dazu kommen noch ca. 5 – 10 ml Lachsöl. Das ist allerdings mit rund 25 Euro pro Liter etwas teurer. Bei 5 – 10 ml würde das zusätzlich ca. 0,13€ – 0,25€ pro Tagesration ausmachen. Dafür hast du allerdings eine hochwertige Komponente im Futter.  

Insgesamt würden sich die Kosten für eine volle Tagesration auf ca. 2,31€ – 2,46€ belaufen.

So günstig gelingt dir die Hundeernährung mit einem hochwertigem Fertigfutter vermutlich nicht.

Unser Fazit

Das Teilbarfen ist eine gute Möglichkeit, den Einstieg ins Barfen zu wagen. Gesünder als mit einer Rohfleischfütterung kannst du deinen Vierbeiner nicht ernähren. 

Für deinen Hund hat es keine Nachteile, einmal pro Tag Fertigfutter und einmal hochwertiges Rohfutter zu bekommen – vorausgesetzt, er verträgt diese Kost. 

Genau das findest du beim Teilbarfen unkompliziert heraus. Zum Einstieg kannst du auf Fertig-Barf oder vorgegebene Rezepte zurückgreifen.

Zudem empfehlen wir dir zum Barfen auch unseren Artikel Barfen für Anfänger.

Verfasst von Enrico Bachmann
Verfasst von Enrico Bachmann

Ich bin zertifizierter Ernährungsberater für Hunde und Gründer von Hundeo. Meine Mission ist es, mit einfachen und klaren Empfehlungen dich im Dschungel der Informationen zu führen.

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