Afghanischer Windhund

Steckbrief:

Würdevoll, Stolz, Zurückhaltend, Mutig, Treu
Größe: Klein
Höhe: Rüde 68 – 74 / Hündin 63 – 69 cm
Gewicht: Rüde 20 – 34 / Hündin 15 – 30 kg
Lebenserwartung: 10 – 13 Jahre
Felltyp: Langhaar
Farben: Schwarz, Creme, Rot
FCI Gruppe: Windhunde
Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on email
Share on whatsapp

Afghanische Windhunde faszinieren mit ihrer Anmut und Schönheit. Seit vielen Jahrtausenden gelten sie in ihrer Heimat Afghanistan als wahre Kostbarkeit. Sie gelten als sehr anspruchsvolle Hunde, die viel Auslauf und eine korrekte Erziehung benötigen. Daher sind diese Hunde nichts für bequeme Menschen.

Charakter & Merkmale

Der Afghanische Windhund, auch Afghane genannt, zählt zu einer vom FCI anerkannten Hundeart. Ihr Bestand wird größtenteils in Großbritannien entwickelt.

Sie sind bekannt für ihr unabhängiges und selbstständiges Wesen sowie ihrem ausgeprägtem Jagdtrieb. Meist wurden sie in ihrer Heimat als Einzelgänger eingesetzt, um Beute aufzustöbern. Dieses Verhalten äußert sich selbst heute noch und kann für den Besitzer oft sehr anstrengend sein.

Auf der anderen Seite können sie aber auch so richtig faul und anschmiegsam sein – ein sehr interessanter Widerspruch. Wenn du daher nur einen tierischen Begleiter suchst, der dir auf Schritt und Tritt folgt, dann bist du beim Afghanen definitiv falsch.

Die Tiere sind sehr stolz. Sie mögen es nicht, unterdrückt zu werden und behalten trotz enger Bindung stets ihren eigenen Dickkopf. In ihrem Heim sind sie meist ruhig und zurückhaltend, geht es jedoch nach draußen, verfallen sie in eine Art Jagdfieber. Aus diesem Grund ist es sehr schwer, den Hund frei laufen zu lassen, da er meist nicht auf Pfeifen oder Rufe hört. Erst wenn er es für richtig hält, kehrt er zu seinem Besitzer zurück.

Meist sind die schönen Tiere fremden Menschen und Tieren skeptisch und reagieren im schlimmsten Fall sogar abweisend. Sie sind zudem bekannt für ihr ausgezeichnetes Gedächtnis. Bereits nach Jahren wissen sie noch, wem sie vertrauen können und wem nicht.

Afghanen benötigen sehr viel Auslauf – egal ob Radfahren, Joggen oder Hunderennen. Daher ist es von Vorteil, regelmäßig Windhunderennplätze aufzusuchen. Auf diesen kann sich der Hund so richtig verausgaben. Die faszinierende Hundeart ist daher nur etwas für Menschen, die bereits die nötige Erfahrung mit Windhunden gesammelt haben. Darüber hinaus sollten zukünftige Besitzer genügend Einfühlungsvermögen besitzen.

Je nach Erziehung eignet sich der Hund auch hervorragend als Familienhund. In diesem Fall sollten die Familienmitglieder jedoch die Merkmale des Hundes kennen und auch damit umgehen können. Darüber hinaus ist er sehr wachsam und kläfft nicht.

Fellpflege:

Wenig
Mittel
Intensiv

Haaren:

Wenig
Mittel
Intensiv

Energielevel:

Wenig
Mittel
Viel

Trainierbarkeit:

Wenig
Mittel
Gut

Kinder geeignet:

Weniger
Mit Aufsicht
Perfekt

Afghanischer Windhund Video

Die richtige Ernährung

Afghanen legen sehr viel Wert auf eine hochwertige Ernährung. Wie alle Hunde sind sie Fleischfresser, daher solltest du darauf achten, dass dieses stets im Futter enthalten ist. Zudem ist es wichtig, dem Futter genügend Nährstoffe und Vitamine beizufügen, damit der Hund auch gesund bleibt.

Welpen benötigen bis zu vier Mahlzeiten pro Tag. Ausgewachsene Tiere kommen mit zwei Mahlzeiten aus. Nach jeder Mahlzeit solltest du deinem Hund eine Verdauungspause gönnen, damit du ihn nicht überfütterst.

Da die Tiere sehr viel Bewegung brauchen, ist der Nahrungsbedarf stets von der Aktivität abhängig. Die empfohlenen Rationen von Tiernahrungshersteller sind im Regelfall ausreichend. Nichtsdestotrotz können ihm auch großzügigere Rationen verabreicht werden. Je nach Auslauf und Aktivität sollte daher die Menge stets an den Schützling angepasst werden, damit dieser weder zu- noch abnimmt.

Wenn du das Futter umstellen willst, solltest du dir und dem Hund hierfür genügend Zeit geben. Dafür fügst du einfach etwas vom neuen Futter dem alten hinzu. So kann sich der Hund langsam daran gewöhnen und sich auf das neue Futter einstellen. Auf diese Weise minimierst du das Risiko, den Magen deines Hundes zu belasten, was wiederum in Durchfall oder Erbrechen münden könnte.

Dasselbe gilt auch für neue Mitbewohner. Am besten fütterst du ihn noch eine Zeitlang mit dem ihm bekannten Futter, damit keine zusätzliche Belastung für den Hund entsteht.

Afghanischer Windhund Pflege

Die langen Haare des Afghanen benötigen vor allem eines – eine anspruchsvolle Pflege. Dies mag vielleicht am Anfang relativ mühselig sein, da das Haar in mehrere Lagen gebürstet werden muss, ist aber unumgänglich. Nur so können Verfilzungen jeglicher Art vorgebeugt werden.

Wichtig ist jedoch, dass du stets vorsichtig bürstest, damit du deinem Hund keine Haare ausreißt. Bereits Welpen sollten relativ früh an das tägliche Bürsten gewöhnt werden. Zudem solltest du stets nach jedem Spaziergang verhedderte Äste und Blätter aus dem Fell deines Hundes entfernen. So kannst du bereits im Vorhinein Verfilzungen vorbeugen.

Das Haarkleid eines Afghanischen Windhundes benötigt alle paar Wochen eine gründliche Reinigung. Diese führst du am besten mit einem milden Hundeshampoo durch. Zusätzlich kannst du noch eine Spülung verwenden, welche wiederum das Bürsten um einiges erleichtert.

Damit Hautveränderungen frühzeitig bemerkt und behandelt werden können, solltest du ihn täglich auf Parasiten untersuchen. Nur so kannst du auch wirklich sicher sein, dass mit deinem Hund alles in Ordnung ist und es zu keinen Entzündungen gekommen ist.

Da sich das Fell des Afghanischen Windhundes natürlich entwickeln sollte, dürfen die Haare nicht mit einer Schere in Kontakt kommen.

Für die Zähne sind Zahnpflegesnacks ideal. Auch eine spezielle Zahnpasta für Hunde kann die Zähen des Vierbeiners reinigen.

Auch solltest du Ohren und Augen regelmäßig kontrollieren und reinigen.

Passendes Zubehör

Die Leidenschaft der afghanischen Windhunde ist die Bewegung. Daher sind vor allem Windhunderennen ideal, bei denen die Tiere falsche Hasen oder einem flatternden Band nachjagen. Die Tiere sind für ihre Schnelligkeit bekannt und können bis zu 60km/h erreichen. Auch erfreuen sich die Vierbeiner als Partner fürs Joggen oder Radfahren.

Des Weiteren sind Hundesportarten wie Coursing ideal. Beim Coursing wird auf einem freien Gelände eine Jagd nachgestellt. Hierbei jagen die Tiere einer Hasenschleppe aus Plastik nach. Laufen hierbei mehrere Hunde mit, müssen alle einen Maulkorb tragen, da die Verletzungsgefahr relativ hoch ist.

Afghanischer Windhund Herkunft

Herkunft & Geschichte

Ursprünglich aus dem Hochland des Hidukusch züchteten die frühen Nomaden bereits um 4000. v. Chr. die ersten Hunde, welche heute als die Vorfahren des Afghanischen Windhunde bekannt sind. Damals wie heute galten sie als Kostbarkeit in diesem Gebiet und wurden über einen langen Zeitraum hinweg als Schutz- und Wachhunde eingesetzt.

Die Hunde leisteten stets hervorragende Dienste und waren vor allem auf der Jagd beliebte Begleiter. Gejagt wurde alles, von der Raubkatze bis hin zum kleinsten Säugetier – keine Beute war von ihm sicher. Auf diese Weise konnte er das Überleben der Nomaden und für sich selbst sichern. Zusätzlich half ihm das raue Bergklima dabei, sich zu einem robusten und zähen Hund zu entwickeln.

Die Tiere galten als so kostbar, dass jeder Schmuggler sofort mit einer Todesstrafe rechnen musste. Britische Soldaten wurden jedoch nicht gefasst und brachten die ersten Exemplare nach Großbritannien. Daraufhin züchteten Liebhaber Anfang des 20. Jahrhundert unterschiedliche Schläge mit den Afghanen. Hierzu zählten beispielsweise der Wüsten- sowie der Gebirgshund.

In vielen anderen Ländern wurde der Afghane erst viel später bekannt, in Deutschland beispielsweise erst ab 1930. Von da an gewann der Vierbeiner als Ausstellungshund immer mehr an Popularität. Durch zahlreiche Züchtungen veränderten sich auch die typischen Standards des Hundes.

Heutzutage gibt es zahlreiche Zuchtlinien, egal ob Ausstellungs-, Begleit- oder Sporthund. Jede dieser Arten weicht in gewisser Weise von den Standards ab.

Wie gut gefällt dir dieses Rasse Portrait?