🍪 Wir verwenden Cookies. Wenn Sie dem zustimmen, surfen Sie einfach weiter. Produktlinks sind Affiliate-Links, mit denen ggf. Werbeeinnahmen erzielt werden.

Brandlbracke

Wesen:

Scharfsinnig, Elegant, Angenehm
Größe: Mittel
Höhe: 48-56 cm
Gewicht: 16-27 kg
Lebenserwartung: 12-14 Jahre
Felltyp: Kurzhaar
Farben: Schwarz mit Brand
FCI Gruppe: Laufhunde – Schweisshunde – verwandte Rassen
Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on email
Share on whatsapp

Eine sehr seltene Hunderasse ist die Brandlbracke. Doch sie wird immer beliebter. Die Züchter können kaum der Nachfrage entsprechen. Allerdings gibt es eine große Einschränkung für den Kaufinteressenten. In Deutschland wird die Zucht vom Deutschen Brackenverein e. V. gesteuert. Da die Brandlbracke ein reiner Jagdhund ist, werden die süßen Welpen nur an Jäger vermittelt.

Charakter & Merkmale

Dieser vielseitige, intelligente Jagdhund ist mittelgroß. Er erreicht eine Schulterhöhe von 48 bis 56 cm. Sein herrlich glänzendes Fell ist kurz und glatt. Sein Körper ist der eines Langstreckenläufers. Eine breite, muskulöse Brust ziert den langen, schlanken Leib. Er wirkt biegsam und elastisch. Die lange schlanke Rute schafft ein elegantes Gesamtbild.

Das Fell ist hauptsächlich schwarz. Charakteristisch ist der hellbraune bis dunkelbraune Brand. Von ihm hat der Hund seinen Namen. Der klar abgegrenzte Farbwechsel befindet sich an den unteren Läufen und manchmal an der Brust. Außerdem kennzeichnet er den Fang unten und an den Seiten. Einige Brandlbracken besitzen den Brackenstern. Dabei handelt es sich um ein weißes Abzeichen an der Brust. Manchmal findet sich auch ein Brackenstern an der Kehle des Hundes.

Dieser Jagdhund ist auch unter dem Spitznamen „Vieräugl“ bekannt. Woher kommt der witzige Name? Zwei rote Marken über den beiden Augen lassen ihn wie ein Fabelwesen wirken. Das ist sein Markenzeichen. Mit diesem mystischen Aussehen passt er perfekt in seine natürliche Umgebung, den Wald.

Der Vieräugl ist als Lauf- und Schweißhund bei der FCI registriert. Allerdings handelt es sich um einen sehr begabten Jagdhund mit vielen Fähigkeiten. Seine Spezialität sind Fährten- und Spurenjagd von Schwarzwild. Für die Nachsuche ist er natürlich als Schweißhund prädestiniert.

Dieser selbstbewusste Hund ist auf seine Hauptaufgabe angewiesen. Er braucht viel Beschäftigung und Bewegung. Ist er ausgelastet, hat er einen äußerst angenehmen Charakter. Er ist freundlich und sanft. Dieser Hund vereinigt einen aufgeweckten mit einem ruhigen Wesen. Typische Krankheiten sind bei der Brandlbracke nicht bekannt. Sie ist auch nicht besonders anfällig.

Reine Zwingerhaltung außerhalb der Jagd ist für die Brandlbracke nicht empfehlenswert. Sie ist kinderlieb und ausgeglichen. Aus diesem Grund eignet sie sich nicht nur für den Anschluss an die Familie. Sie ist sogar ein problemloser Familienhund neben ihrer Hauptarbeit, der Jagd. Anspruchslos und pflegeleicht fügt sie sich in das eigene Zuhause ein.

Bei der Jagd zeichnet sich der Vieräugl durch seine gute Kondition aus. Endlose Kilometer verbringt er stundenlang bei der Nachsuche. Sein Orientierungssinn ist legendär. Er wird kaum je seinen Weg verfehlen. Er bewegt sich sicher durch schwierigstes Gelände. Sein Arbeitswille begeistert seinen Besitzer. Durch seinen hervorragenden Geruchssinn kann er auch noch nach Stunden und im Regen eine Fährte verfolgen. Wie ernährt man so einen Jagdhund richtig?

Fellpflege:

Wenig
Mittel
Intensiv

Haaren:

Wenig
Mittel
Intensiv

Energielevel:

Wenig
Mittel
Viel

Trainierbarkeit:

Wenig
Mittel
Gut

Kinder geeignet:

Weniger
Mit Aufsicht
Perfekt

Brandlbracke Video

Die richtige Ernährung

Ein Jagdhund legt bei der anstrengenden Arbeit täglich unglaubliche Strecken zurück. Es können bis zu 150 Kilometer zusammenkommen. All seine Sinne sind angespannt. Dazu kommt das unwegsame Gelände, das er überwindet. Sein Training benötigt ebenfalls viel Energie.

Ausreichende Versorgung mit Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen kommt enorme Bedeutung zu. Sie halten ihn fit und gesund. Sein Skelett, die Gelenke und Muskeln bleiben stark und geschmeidig. Welche Besonderheiten musst du für seine Bedürfnisse beachten? Du möchtest das Essen für deinen Vieräugl selbst zusammenstellen? Dann musst du dich mit Inhaltsstoffen auseinandersetzen. Die richtige Zusammenstellung von Proteinen, Fett und Kohlenhydraten ist enorm wichtig.

Hast du auch an Vitamine und Mineralstoffe gedacht? Dein bewegungsfreudiger Jagdhund benötigt jeden Tag Vitamin E und Selen. Das richtige Zusammenspiel von Kalzium und Phosphor ist wichtig für Knochen und Skelett. Damit du den Geruchssinn förderst, müssen im Futter auch Natrium und Zink vorhanden sein.

Nutzt du Fertigmischungen? Durch den hohen Energiebedarf solltest du deinem Hund fetthaltiges Fertigfuttergeben. Der hohe Fettgehalt versorgt ihn mit der nötigen Kraft. Ein weiterer Vorteil ist, dass weniger Futter für eine gute Versorgung nötig ist. Das entlastet den Magen.

Der Eiweißanteil der Nahrung muss auf den Fettanteil angepasst sein. Das Protein im Futter versorgt die Muskeln. Deine Brandlbracke hat durch die Bewegung keinen erweiterten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Deshalb müssen dem ausgewogenen Alleinfuttermittel keine zusätzlichen Dosen beigegeben werden.

Mit vollem Magen bewegt es sich schlecht. Wann solltest du den Vieräugl füttern? Direkt vor der Jagd ist zu viel Nahrung schlecht. Am besten du fütterst ihm seine große Hauptmahlzeit am Abend zuvor. Er kann diese Energie für den nächsten Tag speichern.

Drei Stunden, bevor es losgeht, gibt es noch eine kleine Portion. Während der Jagd bekommt er in der Regel kein Futter. Außer dein Hund gehört zu den Tieren, die bei anstrengender Arbeit einen Blutzuckerabfall bekommen. Dann muss er zwischendurch eine Kleinigkeit fressen.

Während der Jagd muss die Brandlbracke aber auf jeden Fall Wasser zu sich nehmen. Alle ein bis zwei Stunden darf sie ihren Wasserhaushalt auffrischen. Versorge deinen Jagdhelfer im Wald lieber mit frischem Wasser. So kannst du ihn und dich selbst vor Krankheiten schützen.

Die Hauptration an Futter gibst du deinem Vieräugl am Abend. Zwei Stunden nach getaner Arbeit ist die richtige Zeit dafür. Dann hatte sein Körper die Gelegenheit, herunterzufahren. Er kann die Energie jetzt optimal aufnehmen.

Brandlbracke Pflege

An sich ist keine besondere Pflege notwendig. Das Fell der Brandlbracke ist unempfindlich. Sie selbst stellt keine außergewöhnlichen Anforderungen an ihren Besitzer. Ein Hundefrisör wird durch das kurze Fell ebenfalls nicht notwendig.

Durch den langen Aufenthalt im Freien sind Schmutz und Feuchtigkeit eure ständigen Begleiter. Kommst du nach Hause, trocknest du deinen tierischen Freund erst einmal gründlich ab. Sein Fell nimmt nicht so viel Dreck auf. Trotzdem ist ab und an ein Bad angebracht. Ein passendes Hundeshampoo hilft beim Säubern. Tote Haare und Staub bürstest du einfach aus. Besorge dir dafür eine hochwertige Fellbürste. Sie muss für kurzes Haar geeignet sein.

Nach jedem Walderlebnis solltest du den ganzen Körper deines Vieräugl durchsuchen. Hat er sich Zecken geholt? Wie sieht es mit Kletten, Grannen und Dornen aus? Schau dir dabei genau die Pfoten an. Zwischen den Ballen tritt sich schnell etwas ein und kann sich entzünden. Aber auch Augen, Ohren und Barthaare sind Stellen, an denen sich leicht Fremdkörper ansammeln.

Ein Jagdhund kommt regelmäßig mit Wild in Kontakt. Blut, Kot und Urin können Parasiten und Krankheiten übertragen. Zur Pflege deiner Brandlbracke gehören regelmäßige Besuche beim Tierarzt zum Programm. Er wird auf Milben und Flöhe kontrollieren. Außerdem entwurmt und impft er deinen Hund. So haben gängige Krankheiten keine Chance.

Passendes Zubehör

Zu Hause braucht der Vieräugl ein Plätzchen, an dem er Ruhe und Frieden findet. Dafür bekommt er ein Hundebett. Vielleicht entscheidest du, im Garten einen Zwinger aufzubauen. Dort kann er sich auch einige Zeit aufhalten. Neben Zubehör für sein Futter ist er auch für Spielzeug sehr dankbar.

Bei der Arbeit findest du es eventuell vorteilhaft, eine Signalweste zu haben. Bei schlechten Wetterverhältnisse ist dein Jagdhelfer so leichter zu erkennen. Für die Nachsuche verwenden manche Jäger ein Schweißhundegeschirr. Auch eine Nachsuchleine kann von Nutzen sein.

Damit dein Hund zum ausgebildeten Schweißhund wird, ist viel Training nötig. Vom Welpenalter an muss er ausgebildet werden. Es gibt Bücher und DVDs, die Arbeitsschritte erläutern. Nach und nach sind Verbandsprüfungen abzulegen. Der Deutsche Brackenverein e. V. ist bei der Aus- und Fortbildung der Hunde und ihrer Halter behilflich.

Brandlbracke Geschichtsbild

Herkunft & Geschichte

Die Geschichte der Brandlbracke reicht tausende von Jahren zurück. Einer ihrer Vorfahren, die Keltenbracke, könnte bereits so alt sein. Der Grund ist, dass für unsere Ahnen Schweißhunde unglaublich wichtig waren. Die Menschen brauchten ausreichend Nahrung. Fleisch war wertvolle, proteinreiche Kost. Aus diesem Grund waren sie über Jahrhunderte auf die Jagd angewiesen. Solche Hunde waren zu dieser Zeit teuer. Sie rangierten im Wert oft über den Pferden. Dazu mussten sie lediglich einen guten Geruchssinn und Spurwillen haben.

Im 19. Jahrhundert wurde damit begonnen, die weit verbreiteten Bracken strukturiert zu züchten. Unterschiedliche Brackenrassen entstanden. 1883 wurde die Brandlbracke mit ihren Rassekennzeichen in Österreich festgelegt. Sie ist ursprünglich eine österreichische Hunderasse. Zwei Namen werden in Verbindung mit ihrer Zucht genannt. Einer der Verantwortlichen ist Karl Barbolani aus der Steiermark. Der andere ist der Herzog Ludwig Wilhelm von Bayern.

Erst 1996 erkannte die FCI die Brandlbracke als Rasse an. Sie wurde unter der Nummer 63 als Standard erfasst und gehört dort zu den Lauf- und Schweißhunden. Heute werden jährlich etwa 220 Welpen in Deutschland und Österreich geworfen. Das Vieräugl ist also noch immer selten, erfreut sich aber immer größerer Beliebtheit.