Chesapeake Bay Retriever

Wesen:

Gehorsam, Energisch, Loyal, Agil, Intelligent
Größe: Mittel
Höhe: Rüde 58 – 66 / Hündin 53 – 61 cm
Gewicht: Rüde 29,5 – 36,5 / Hündin 25 – 32 kg
Lebenserwartung: 10 – 12 Jahre
Felltyp: Kurzhaar
Farben: Hellbraun, Dunkelbraun, Loh, Braun
FCI Gruppe: Hütehunde – Treibhunde
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Der Chesapeake Bay Retriever ist eine stattliche Jagdhundrasse für ambitionierte Hundehalter. Er gehört zu den größten Retrieverrassen mit einer Schulterhöhe von bis zu 66 cm. Besonders beliebt ist er in den USA. Der Staat Maryland hat ihn im Jahr 1964 als ersten Hund überhaupt zum State Dog gemacht. Liebevoll abgekürzt kennt ihn der Hundefreund auch als „Chesapeake“ oder „Chessie“.

Charakter & Merkmale

Der Chessie war als Apportierhund für die Jagd auf Enten und Gänse gedacht. Sein Revier sind die Sümpfe und Gewässer im kalten Norden Amerikas. Außerdem sollte er Haus und Hof verteidigen und die Familie beschützen. Sein Charakter wird daher als mutig und ausdauernd beschrieben.

Mit bis zu 36 kg gehört er zu den kräftigen, muskulösen Hunden. Die Fellfarben des Retrievers wurden zur Tarnung im Unterholz gezüchtet. Sie reichen daher von dunkelbraun bis strohfarbig. Auch hellrote Töne (sedge) und graubraune (tan) sind dabei. Er zählt zu den einfarbigen Hunden, wobei kleine Farbnuancen vorkommen.

Auffällig ist sein gewelltes, kurzes Fell. Vom Nacken bis zur Rute zieht sich diese besondere Fellstruktur. Es ist nicht länger als zweieinhalb Zentimeter. An Bauch und Beinen ist die Behaarung glatt. Der Chesapeake trotzt Schnee und Eisregen durch seine dichte, ölige Unterwolle. Sie schützt die Haut vor dem Nass und macht ihn wetterhart. Es ist in der Lage stundenlang durch eisiges Wasser zu waten.

Der Chesapeake Bay Retriever ist lernbegierig und hat eine schnelle Auffassungsgabe. Sein Arbeitswille ist legendär. Aus diesem Grund eignet er sich nicht zum reinen Familienhund. Er möchte körperlich und geistig gefordert werden.

Die richtige Haltung und Erziehung sind notwendig. Dann ist er trotzdem der ideale, gutmütige Spielgefährte für Kinder. Er steht treu zur Familie und schließt eine enge Beziehung zu seinem Rudelführer. Fremden begegnet er zurückhaltend.

Ohne interessante Aufgaben entwickelt der Chessie übertriebene Schutzreaktionen. Er reagiert mit überhöhter Wachsamkeit. Auch wird er schnell dominant.

Überlegst du dir einen Chesapeake zu halten? Dann musst du in Betracht ziehen, dass er eine konsequente Erziehung benötigt. Er ist von Natur aus selbständig und eigenwillig. Darum muss die Frage der Rangordnung deutlich geklärt werden. Außerdem braucht er für seine Ausdauer und seinen Jagd- und Wachtrieb einen Ausgleich.

Du kannst ihn natürlich auf die Jagd mitnehmen. Auch als Rettungshund kann er eingesetzt werden. Kommt für dich beides nicht infrage, dann ist vielleicht Agility das Richtige. Du forderst den Chesapeake auch mit Apportieren von Dummys. Lange Spaziergänge sind zusätzlich eine gute Idee.

Wie bei vielen großen Hunden ist auch der Chesapeake Bay Retriever anfällig für Gelenkprobleme. Hüftgelenksdysplasie und Ellbogengelenkdysplasie gehören dazu. Beide Erkrankungen werden durch die Erbanlagen und durch die Ernährung beeinflusst.

Fellpflege:

Wenig
Mittel
Intensiv

Haaren:

Wenig
Mittel
Intensiv

Energielevel:

Wenig
Mittel
Viel

Trainierbarkeit:

Wenig
Mittel
Gut

Kinder geeignet:

Weniger
Mit Aufsicht
Perfekt

Chesapeake Bay Retriever Video

Die richtige Ernährung

Im Welpenalter achtest du darauf, dass das Futter zur Entwicklung passt. Energiereiche Nahrung führt zu Wachstumsproblemen. Unter zu schnellem Wachstum leiden das Skelett und die Gelenke. Mit hochwertigem Futter liegst du richtig. Es muss auf das Alter und die Aktivitäten des Welpen abgestimmt ist sein.

Bei Welpen ist es besonders wichtig, auf die optimale Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen zu achten. Viele Proteine geben dem lebhaften, kleinen Kerl die nötige Energie. So wächst er gesund und ausgewogen auf.

Auch bei ausgewachsenen Chesapeake Bay Retrievern ziehst du Alter, Größe und Bewegung in Betracht. Das entscheidet über die Menge an Futter. Diese Hunderasse hat einen höheren Energiebedarf als ein gängiger Familienhund. Der Chessie ist ausdauernd und aktiv. Er neigt nicht so schnell zu Übergewicht, wenn er viel unterwegs ist. Kleine Belohnungen mit Leckerli sind aber ausdrücklich erlaubt. Den Energiegehalt kannst du bei den Hauptmahlzeiten anrechnen.

Der Chesapeake braucht gutes, hochwertiges Futtermittel. Es versorgt seinen Körper mit allem, was er braucht. Das ist im Hinblick auf die Anfälligkeit für Gelenkerkrankungen unerlässlich. Für Knochen und Skelett ist es auch erforderlich, auf das Calcium-Phosphor-Verhältnis im Futter zu achten. Kalzium findet sich in Knochen und Milchprodukten. In Fleisch und Innereien ist mehr Phosphor enthalten.

Wertvolles Futter beeinflusst den Zustand deines Chesapeake Bay Retrievers positiv. Sein Fell glänzt und er hat einen festen Stuhl. Du wirst feststellen, dass er aktiv ist und sich rundum wohlfühlt.

Chesapeake Bay Retriever Pflege

Das Fell des Chesapeake Bay Retrievers weist durch die ölige Unterwolle Wasser sehr gut ab. Dadurch haftet auch Schmutz nicht an. Du kannst ihn bei Bedarf mit einem Hundeshampoo waschen. Wähle dazu ein mildes Shampoo, damit die fettende Wolle erhalten bleibt. Das wird jedoch nicht oft nötig sein.

Einen Hundefriseur braucht der Chessie nicht. Sein Fell solltest du regelmäßig mit einer Bürste pflegen. Damit entfernst du lose Haare. Das ölige Unterfell wird dadurch gelüftet.

Augen und Ohren sind empfindliche Stellen. Sie müssen in gleichmäßigen Abständen gereinigt werden. Achte auch darauf, dass sich keine Infektionen entwickeln. Am besten kontrollierst du den Zustand von Augen und Ohren, wenn du das Fell bürstest. So wird daraus ein Ritual und ihr beide gewöhnt euch daran.

Nach einem Spaziergang sollten die Pfoten gereinigt werden. Dabei erkennst du eventuelle Verletzungen und kannst dich darum kümmern.

Wachsen die Krallen zu lange, hört man sie auf dem Boden klackern. Das kann zu Problemen an den Pfoten führen. Wenn du Übung dabei hast, kannst du sie selber kürzen. Ansonsten solltest du das lieber einem Spezialisten überlassen, damit du die Nervenenden versehentlich nicht verletzt. Er sorgt auf jeden Fall schmerzfrei für kurze Krallen.

Gesunde Zähne sind auch bei Hunden wichtig. Hat er Mundgeruch? Das ist ein Hinweis darauf, dass dein Chesapeake eine schlechte Mundhygiene hat. Auch eine Zahnfleischentzündung ist möglich. Mit speziellen Kauartikeln und Hundezahnbürsten kannst du seine Zähne pflegen und vor Zahnstein und Co. vorsorgen.

Der Chesapeake Bay Retriever benötigt, wie du siehst, wenig Körperpflege. Das gleicht die Zeit aus, die du in seine Beschäftigung investierst.

Passendes Zubehör

Welche Hundeartikel gehören beim Chesapeake Bay Retriever zur Grundausstattung? Typisch sind Halsband bzw. Geschirr und Leine. Ein Hundebett, in dem er es gemütlich hat, ist ebenfalls sinnvoll. Außerdem gehören noch Futter- und Trinknapf auf die erste Einkaufsliste. Jeder Hund braucht unterschiedliches Spielzeug. Da der Chesapeake ein großer Hund ist, ist er im Auto in einer Transportbox gut aufgehoben.

Für die Fellpflege benötigst du eine Bürste. Am besten du wählst eine, die bis in die Unterwolle vordringt. Eine Zupfbürste ist gut geeignet. Sie entfernt die abgestorbenen Haare und entfernt Schmutz.

Damit du viel Freude an deinem Chessie hast, brauchst du Arbeitsmittel. Sie müssen seiner Intelligenz und seiner Tüchtigkeit angemessen sein. Dummys für Jagdhunde sind für das Apportiertraining gemacht. Sie dienen zu unterschiedlichen Trainingszwecken. So gibt es zum Beispiel Wasserdummys für das Apportieren in Gewässern. Ein Trainingstagebuch hilft dir, den Überblick über die Arbeit mit deinem Chessie zu behalten.

Agility ist eher dein Ding? Du kannst dir für die tägliche Übung zu Hause Elemente aus dem Parcours besorgen. Mit verschiedenen Sets baust du dir eine eigene Strecke auf, die euch beiden Spaß macht. Der Chesapeake Bay Retriever lernt unglaublich schnell und ist ehrgeizig. Keine Herausforderung ist ihm zu schwer.

Chesapeake Bay Retriever Herkunft

Herkunft & Geschichte

Das erste Mal, dass ein Chessie registriert wurde, war 1978 im American Kennel Club. Der Rassestandard wurde 1885 festgelegt. Doch woher stammt der Jagdhund?

1807, so erzählt man sich, strandete ein Schiff in der Chesapeake Bay. An Bord befanden sich zwei Welpen, beides Neufundländer. Die Sage berichtet, dass sie in letzter Minute gerettet wurden. Die zwei wurden an der Bay heimisch und zu Jagdhunden ausgebildet. Ihre Aufgabe war das Enten apportieren.

Zwar wurden diese beiden Neufundländer nie miteinander gekreuzt, doch sollen sie die Vorfahren der heutigen Chesapeake Bay Retriever sein. Mit der Zeit gehörten zum Stammbaum verschiedene Rassen. Aus diesen entwickelte sich rund um die Bay der heutige Retriever. Seine Eigenschaften wurden immer besser den rauen Bedingungen des Wetters angepasst.

Man nimmt an, dass zu den Vorfahren Flat-Coated Retriever, Curly-Coated Retriever und Irish Water Spaniel gehören. Außerdem waren wohl verschiedene Setter und Coonhounds beteiligt.

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