Dogo Argentino

Wesen:

Dominant, Loyal, Fröhlich
Größe: Groß
Höhe: 60-70 cm
Gewicht: 40-50 kg
Lebenserwartung: 10-13 Jahre
Felltyp: Kurzhaar
Farben: Weiß (Eventuell mit schwarzem Fleck um das Auge)
FCI Gruppe: Pinscher – Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde
Share on facebook
Share on pinterest
Share on email
Share on whatsapp

Sie sind weiße Muskelprotze mit großem Herz und exzellente Hunde. Aber trotzdem sind Dogo Argentinos in Deutschland noch ziemlich unbekannt. Nicht so in anderen Ländern. In seinem Heimatland Argentinien wurde ein Dogo Argentino durch den Film El Perro sogar zu einer Filmlegende.

Charakter & Merkmale

Die weißen Athleten sind für einen Haushund, mit einer Schulterhöhe von etwa 60 bis 70 Zentimetern, relativ groß. Eine ausgewachsene argentinische Dogge wiegt zwischen 40 und 50 Kilogramm. Sie zählt zu den Molosserhunden.

In der Regel ist die argentinische Dogge ein rein weißer Hund. Allerdings lässt sich schon an der schwarzen Nase und den dunklen Augen erkennen, dass er kein Albino ist. Die weiße Fellfarbe und ein kurzes Deckhaar sind ein wichtiges Zuchtmerkmal.

Dennoch tragen manche Exemplare dunkle Flecken auf dem Fell am Kopf. Allerdings muss gemäß dem Zuchtstandart der Kopf zu mindestens 90 % reinweiß sein. Charakteristisch für den athletischen Hund ist außerdem eine dunkel gefleckte Hautpigmentierung. Diese darf durch das Fell nicht zu sehen sein.
Aufgrund der streng festgelegten Regeln bezüglich der Fellfarbe, kommt es oft zu Erbkrankheiten.

Der Kopf wirkt ziemlich groß und massig. Der Ohrenansatz befindet sich seitlich am Kopf und ist relativ hoch. Die Ohrenform zählt zu den Kippohren. Bei dieser Hunderasse wird oft das Kupieren der Ohren praktiziert. Diese Modifikation ist nicht artgerecht und in vielen europäischen Ländern verboten. Durch das Kupieren der Ohren wird ein gefährlicheres Aussehen bezweckt.

Die Argentinische Dogge trägt eine lange Säbelrute. Sie hat einen offenen Charakter. Er ist freundlich und verspielt. Da er sehr gut mit Kindern klarkommt, ist dieser Hund durchaus auch für Familien zu empfehlen.

Eigentlich wurde diese Hunderasse als Jagdhund gezüchtet. Eine Tatsache, die sich nicht verstecken lässt. Der Jäger steckt ihm tief in den Knochen. Auch durch konsequente Erziehung kann dem Sauhund der Jagdinstinkt nicht abtrainiert werden. Weiterhin geht dieser Instinkt mit einer ausgeprägten Tötungsabsicht einher. Auf der Jagd verhält sich der Dogo Argentino äußerst geschickt und pirscht sich geräuschlos an seine Beute heran.

Aufgrund der Charakterstärke fällt es schwer, eine argentinische Dogge zu erziehen. Sie ordnet sich nicht gerne unter. Eine inkonsequente Erziehung kann zu schweren Problemen führen. Ein aggressiver Hund ist nur schwer wieder unter Kontrolle zu bekommen. Im Allgemeinen zählt er als Kampfhund. Aber auch anderen Hunden gegenüber zeigt der Dogo Argentino meist ein sehr dominantes Verhalten.

Aus diesen Gründen steht die Rasse manchen Ländern auf der Rasseliste. So ist in manchen Ländern die Haltung verboten oder nur unter besonderen Auflagen möglich.

Die Hunderasse will ihre Fitness zeigen und muss ausgepowert werden. Bei ausreichender Bewegung und guter Haltung wird ein Dogo Argentino zwischen 10 und 12 Jahre alt.

Fellpflege:

Wenig
Mittel
Intensiv

Haaren:

Wenig
Mittel
Intensiv

Energielevel:

Wenig
Mittel
Viel

Trainierbarkeit:

Wenig
Mittel
Gut

Kinder geeignet:

Weniger
Mit Aufsicht
Perfekt

Dogo Argentino Video

Die richtige Ernährung

Der Hunger dieser muskulösen Kerle ist nicht zu unterschätzen. Der Nahrungsweg in der argentinischen Dogge ist, im Verhältnis zu anderen Hunderassen, ziemlich kurz. Deshalb neigt diese Rasse zu Blähungen.

Es ist auf qualitativ hochwertige Nahrung zu achten, ansonsten kann es zu Unverträglichkeiten kommen. Diese äußern sich meist durch Hautallergien. Daher solltest du deinen Dogo Argentino mit gut verdaulichem Fleisch füttern. Nassfutter ist gegenüber Trockenfutter immer zu bevorzugen.

Bei diesem Hundetyp solltest du auch Barfen, also die Fütterung mit rohem Fleisch, in Erwägung ziehen. Gib der Argentinischen Dogge sein Futter am besten in groben Stücken. So muss er länger kauen und ist schneller gesättigt.

Zusätzlich musst Du darauf achten, ihm ausreichend Ballaststoffe zu geben. Unverdauliche Produkte, wie Leinsamen oder ein Flockenmix sind gut für den Hundedarm. Auch kannst du durchaus Obst und Gemüse füttern, denn diese Hunderasse ist ein Allesfresser. Obst ist gesund und stärkt die Gesundheit.

Starke Knochen und Muskeln sind ebenfalls wichtig. Es ist deshalb empfehlenswert, auf Nahrungsergänzungsmittel, wie Calcium oder Fischöl zuzugreifen. Damit unterstützt du den Knochen- und Muskelaufbau.

Die Fütterung sollte auf zwei Mahlzeiten pro Tag verteilt werden. Diese solltest du immer zur selben Zeit geben. Nur dann kann sich der Hundekörper auf die Regelmäßigkeit der Futtergabe einstellen. Ist dein Hund noch im Welpenalter, solltest du öfter als zweimal pro Tag füttern. Außerdem ist es bei Welpen wichtig, auf ein spezielles Futter für große Hundewelpen zurückzugreifen. Normales Welpenfutter enthält meist nicht genug Nährstoffe für die schnell wachsenden Hunde.

Es ist wichtig, auf das richtige Gewicht zu achten. Übergewicht wirkt sich besonders bei Molosserhunden fatal aus. Davon betroffen sind meistens die Gelenke und der gesamte Bewegungsapparat.
Bei großen Hunden besteht auch die erhöhte Gefahr einer Magendrehung. Dies ist eine lebensgefährliche Erkrankung. Regelmäßige Ruhezeiten nach der Nahrung können das verhindern.

Dogo Argentino Pflege

Der Dogo Argentino ist nur für erfahrene Hundehalter zu empfehlen. Der intelligente Hund braucht viel Bewegung. Deshalb solltest du mit ihm viel spazieren gehen und ihn auch geistig auslasten. Er hat einen ausgezeichneten Geruchssinn, deshalb kannst du mit ihm Suchspiele spielen. Wenn du willst, kannst du ihn sogar zum Suchhund ausbilden lassen. Ebenso sind Agility oder Turniersport zu empfehlen.

Argentinische Doggen sind Familienhunde. Deshalb solltest du sie nicht im Zwinger halten. Bei Hunden, die oft alleingelassen werden, drohen schwere Verhaltensauffälligkeiten. Dadurch können dann Hunde entstehen, die nicht mehr unter Kontrolle zu bringen sind.

Wenn es um Fellpflege geht, ist die argentinische Dogge nicht aufwendig. Der Outdoor-Hund wurde mit seinen kurzen Haaren als robuster Jagdbegleiter gezüchtet. Das ist geblieben: Er ist pflegeleicht, bis heute.
Mehrmals wöchentlich solltest Du das Fell bürsten und dadurch Schmutz entfernen. Auch ist es zu empfehlen, abgestorbene Haare zu entfernen. Dies kannst Du auch mit einem Hundestriegel machen.

Die Ohren solltest Du etwa zweimal im Monat vorsichtig reinigen. Außerdem kann es vorkommen, dass sich die Krallen nicht genug abnutzen. Dann müssen diese mit einer Krallenzange gekürzt werden. Hundekrallen sind fast bis ganz vorne durchblutet. Falls Du mit Krallenschneiden nicht erfahren bist, solltest Du besser zum Tierarzt gehen.

Regelmäßiges Baden ist schädlich für diesen Hund. Es zerstört den natürlichen Wetterschutz des Felles und sollte nur in Ausnahmefällen gemacht werden. Dabei ist spezielle Hundeshampoo zu verwenden.
Gegen ein sommerliches Bad in einem Bach oder Planschbecken ist nichts einzuwenden.

Bei Welpen sollte nach sechs Wochen ein Hörtest gemacht werden. Bei dieser Hunderasse kommt es oft zu angeborener Taubheit.

Passendes Zubehör

Bei dem Dogo Argentino handelt es sich um einen unglaublich starken Hund. Deshalb ist auf eine robuste Leine zu achten. Diese sollte eine ausreichende Länge haben. Oft ist es nicht möglich, eine argentinische Dogge ohne Leine laufen zu lassen. Deshalb ist gegebenenfalls eine Schleppleine zu empfehlen.

Ob ein Geschirr oder ein Halsband erwünscht ist, musst du selbst entscheiden. Für den Hund ist ein Geschirr angenehmer, es drückt nicht auf den Kehlkopf. Allerdings ist ein ziehender Hund mit Geschirr schwerer zu halten. Bei Erziehungsschwierigkeiten ist ein Halti in Erwägung zu ziehen.

Die argentinische Dogge zählt zur Klasse der Kampfhunde. Deshalb besteht an manchen Orten unter Umständen Maulkorbpflicht. Deshalb solltest du dir auch den Kauf eines Maulkorbs überlegen.
Spielzeuge, die den Verstand des Hundes fordern, sind zu empfehlen.

dogo-argentino_herkunft

Herkunft & Geschichte

Der weiße Kampfhund stammt aus der Provinz Cordoba in Argentinien. Er wurde ursprünglich als Kampfhund und für die Wildschwein- und Raubkatzenjagd gezüchtet. Mittlerweile ist diese Hunderasse in Südamerika zum Gebrauchshund geworden.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts änderten sich dann die Anforderungen, die man an diesen Hund stellte. Damals wollte man noch einen Hund mit Stärke und niedriger Reizschwelle. Trotzdem sollten keine Menschen angegriffen werden. Es war der Versuch von Antonio Nores Martinez, einen neuen Jagdhund zu züchten. Dieser sollte zur Jagd von Pumas oder Panthern eingesetzt werden können. Gängige europäische Hunde waren dafür zu schwach.

Durch eine Kreuzung von lokalen Kampfhunden, Mastiffs und Pointern, entstand schließlich der Dogo Argentino. Der Kampfhund sollte hierbei langsam verloren werden. Bestehen bleiben sollte nur noch ein fähiger Jagdhund. Die weiße Farbe des Hundefells sollte gewährleisten, dass der Hund bei der Jagd gut gesehen wird. Die Idee dahinter war, ein versehentliches Erschießen des Hundes zu vermeiden.

Im Jahr 1928 wurde dann durch den Sohn des Züchters der erste einheitliche Rassestandard aufgestellt. 1973 wurde diese Rasse durch den FCI, den größten Dachverband für Hunderassen, anerkannt. Sie wurde in den Bereich Sektion 2 Molossoide eingereiht.

Erst 1968 kam der erste Dogo Argentino nach Europa. Diese Rasse ist außerhalb des südamerikanischen Kontinents nach wie vor ziemlich selten und unbekannt.