Langhaarcollie

Wesen:

Intelligent, Freundlich, Beschützend
Größe: Mittel
Höhe: 51-61 cm
Gewicht: 18-30 kg
Lebenserwartung: 12-15 Jahre
Felltyp: Langhaar
Farben: Blue Merle, Trikolor, Zobel
FCI Gruppe: Hütehunde – Treibhunde
Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on email
Share on whatsapp

Spätestens seit den 40er Jahren und der Fernsehserie ‚Lassie‘ ist der Langhaarcollie als Hunderasse jedem bekannt. Vertreter der Rasse gelten als intelligent und freundlich. Sie haben einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und suchen ‚Rudelanschluss‘. Sie sind als Familien- und Begleithunde für aktive Haushalte geeignet.

Charakter & Merkmale

Der Collie verfügt über einen freundlichen und anhänglichen Charakter. Er ist intelligent und aufmerksam, sehr lernfähig und leicht zu motivieren. Er ist aktiv und liebt lange Spaziergänge, braucht Bewegung, Spiel und regelmäßige Ansprache. Die Hunde sind sehr auf ihre Besitzer fixiert und haben einen starken Beschützerinstinkt. Daher können sie Fremden gegenüber manchmal misstrauisch sein.

Generell passt sich der Langhaarcollie neuen Umständen gut an. Er eignet sich daher prima als Familien- oder Begleithund. Er gilt als ruhig und wesensfest. Anderen Hunden tritt er normalerweise freundlich und aufgeschlossen gegenüber. Auch Haushalte mit Kindern stellen kein Problem dar. Stellst du ihm ein Plätzchen zur Verfügung, das als Rückzugsort dienen kann, steckt der Collie auch turbulente Zeiten gut weg. Die Hunde schlagen an, wenn Gefahr droht.

Collies wollen gefordert werden. Nasenarbeit, Agility oder Obedience sind Beschäftigungen, die du für deinen Collie in Erwägung ziehen solltest. Die Hunde tun alles für ihren Besitzer, jedoch darf man nicht immer auf Höchstleistungen oder eine unermüdliche Ausdauer hoffen. Der ursprüngliche Arbeitstrieb der Hütehunde ist lange aus der Rasse verschwunden. Einen ausgeprägten Jagdtrieb besitzen die Collies nicht. Der Langhaarcollie ist besonders als Blindenführhund oder als Schutzhund geeignet.

Da Langhaarcollies sensibel sind, ist bei der Erziehung Konsequenz und Feingefühl gefragt. Optimal ist es, wenn du schon Erfahrung mit Hunden gesammelt hast. Eine zu harte Hand ist hier nicht gefragt, da der Collie schnell resignieren und seine Motivation verlieren könnte. Eine klare Erziehung ist nötig, da der Hund so lernt, Vertrauen in seinen Besitzer zu legen und ihn als Rudelführer anerkennt. Insgesamt gilt der Langhaarcollie als gelehrig und leichtführig.

Der Langhaarcollie stammt aus Großbritannien. Die Rasse ist FCI anerkannt und wird der Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde) zugeordnet. Die Hunde sind mittelgroß, der Körper ist lang, mit deutlich abgesetzten Rippen und einer gewölbten Lendenpartie. Die Rute sollte bis zu den Sprunggelenken reichen. Der Langhaarcollie wirkt elegant und kraftvoll.

Er besitzt ein langes, sehr dichtes Fell mit viel weicher Unterwolle. Farben, die auftreten können, sind Blue Merle, Trikolor und Zobel. Die typischen Abzeichen der Langhaarcollies sollten vorhanden und weiß sein. Die Schnauze ist lang und schmal, der Nasenspiegel immer schwarz. Die braunen, ovalen Augen wirken intelligent und aufmerksam.

Fellpflege:

Wenig
Mittel
Intensiv

Haaren:

Wenig
Mittel
Intensiv

Energielevel:

Wenig
Mittel
Viel

Trainierbarkeit:

Wenig
Mittel
Gut

Kinder geeignet:

Weniger
Mit Aufsicht
Perfekt

Langhaarcollie Video

Die richtige Ernährung

Die Ernährung deines Collies sollte auf seinen individuellen Bedarf abgestimmt sein. Hier ist zunächst das Alter ausschlaggebend. Ist der Hund noch ein Welpe, sollte ein Welpenfutter gewählt werden. Wachsende Hunde haben einen anderen Nährstoffbedarf als ausgewachsene Hunde. Gute, kommerziell erhältliche Welpenfutter sind auf diese Bedürfnisse abgestimmt. Ist dein Collie ein Jahr alt, kannst du auf ein Futter für erwachsene Hunde umsteigen. Hier ist es nun wichtig, die individuelle Situation deines Hundes bei der Auswahl zu berücksichtigen.

Allgemein sollte ein Futter einen hohen Fleischanteil haben. Besonders bei Trockenfutter existieren große Unterschiede. Der Fleischanteil ist in Prozent auf der Packung angegeben. Weiterhin sollte der Getreideanteil gering sein.

Viele Hunde können im Laufe ihres Lebens Getreideallergien entwickeln. Industrieller Zucker und Zusatzstoffe sollten vermieden werden. Bei der Fütterung solltest du außerdem die Aktivität deines Hundes berücksichtigen. Ein Sporthund braucht mehr Energie als ein reiner Familienhund. Bei einem Langhaarcollie ist es zudem sinnvoll, ein Futter zu wählen, das auch das Fell und die Gelenke optimal versorgt.

Sowohl während des Wachstums, wie auch später, solltest du das Gewicht deines Hundes regelmäßig kontrollieren. Setzt dein Collie Fett an, ist das unter dem üppigen Fell nicht immer gleich zu sehen. Bei Fragen zu der Ernährung oder zum richtigen Futter, helfen Tierärzte gerne weiter. Einige bieten auch individuelle Rationsberechnungen an. Wichtig ist, dass der Hund genau die berechnete Menge erhält.

Sollen Leckereien gegeben werden, müssen diese von der Ration abgezogen werden. Als Hunde-Snack für zwischendurch oder zum Training, eignen sich Trockenfutter Pellets, getrocknetes Hühnchen oder auch Möhrenstückchen. Bitte gib deinem Hund keine Reste vom Tisch. Diese sind oft zu fetthaltig und können einerseits zu Erkrankungen führen und andererseits dazu, dass dein Hund sein eigenes Futter verweigert.

Langhaarcollie Pflege

Die Pflege eines Langhaarcollies ist aufgrund des langen und üppigen Fells ein wenig aufwendiger als bei vielen anderen Hunderassen. Regelmäßiges Bürsten, etwa alle zwei Wochen, ist Pflicht, da das Fell sonst verfilzt oder Schmutz vom Spaziergang im Fell verbleibt. Sind Verfilzungen vorhanden, können diese mit der Schere oder mit Entfilzungssprays entfernt werden. Während des Fellwechsels wird dein Collie jede Menge Haare verlieren. Ein tägliches Ausbürsten der Unterwolle kann helfen, die Fellbüschel in der Wohnung zu reduzieren.

Beim Bürsten sollte auch die Haut angeschaut werden. Diese sollte glatt sein, ohne Auflagerungen oder Rötungen. Denke auch daran, deinen Collie nach jedem Spaziergang auf Zecken zu kontrollieren und diese, wenn nötig, abzusammeln. Eine regelmäßige Parasitenprophylaxe ist wichtig, ebenso wie ein kompletter Impfschutz. Von klein auf sollte der Hund daran gewöhnt werden, eine Untersuchung über sich ergehen zu lassen. Übe immer wieder mit ihm und schaue ins Maul, in die Ohren oder kontrolliere die Pfoten.

Durch die Fellmassen verträgt der Langhaarcollie hohe Temperaturen und Hitze nur schlecht. Achte darauf, dass er in solchen Situationen Zugang zu einem kühlen Plätzchen hat und stelle immer genügend Wasser zur Verfügung. Auch eine ‚Wet and Wild‘-Planscherei im Garten gilt als beliebte Erfrischung.

Passendes Zubehör

Bei der Erstanschaffung eines Hundes muss an einiges gedacht werden. Näpfe, Leinen, Geschirr, Halsband, Bettchen, Decken, Spielzeug und Futter sind essenziell, tragen zu den Anschaffungskosten bei und müssen immer wieder ersetzt werden. Bei Collies gibst du vielleicht noch etwas mehr für die Fellpflegeutensilien aus als bei anderen Hunden.

Soll der Hund im Auto mitfahren, ist eventuell eine Box oder zumindest ein Gurt-Set sinnvoll. Eine Mitgliedschaft in einer Hundeschule sowie Versicherungen für deinen Collie gehören auch zum Zubehör. Die Hundehalter-Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten, wenn dein Hund die Schuhe einer verhassten Kollegin frisst. Zudem gibt es Krankenversicherungen für Hunde. Hier ist zumindest die OP-Versicherung immer eine gute Wahl.

Langhaarcollie Geschichte

Herkunft & Geschichte

Die Vorfahren der Langhaarcollies sind Schotten. Die Rasse hat sich aus einer britischen Hütehundrasse entwickelt. Hunde, die die Römer im 5. Jahrhundert vor Christus nach Großbritannien brachten, haben sich mit ihnen verpaart. Die ersten Beschreibungen der Collies stammen aus dem 13. Jahrhundert.

Diese ursprünglichen Collies waren kleiner, stämmiger und hatten einen breiteren Kopf. Sie wurden in den schottischen Highlands zum Hüten eingesetzt. Die Schafe, die von den Hunden gehütet wurden, hatten schwarze Köpfe und wurden ‚Colleys‘ genannt. Die Hunde selbst hießen ‚Colley Dogs‘, woraus später der Name ‚Collie‘ entstand.

Im 19. Jahrhundert wurde der Barsoi in den Collie eingekreuzt. Dadurch wurde der Körperbau größer und schlanker und die Fellstruktur feiner. Anerkannt wurde der Collie als Rassehund um 1850 herum und einige Jahre darauf wurden die ersten Standards festgelegt.

Mit Handelsschiffen gelangten die Hunde dann in die USA, wo die amerikanische Variante des Langhaarcollies entstand. Seit dem 19. Jahrhundert war der Collie hauptsächlich Ausstellungs- und Begleithund und wurde kaum noch zum Hüten eingesetzt, wodurch er nun den Status eines Familienhundes erlangt hat.