Magyar Agár

Wesen:

Leichtführig, Treu, Aufgeweckt
Größe: Groß
Höhe: 62-70 cm
Gewicht: 20–30 kg
Lebenserwartung: 12–14 Jahre
Felltyp: Kurzhaar
Farben: Braun, Weiß, Grau, Beige
FCI Gruppe: Windhunde
Share on facebook
Share on pinterest
Share on email
Share on whatsapp

Diese für einen Windhund recht leicht erziehbare Rasse ist sowohl für Familien, als auch für sportbegeisterte Einzelhalter geeignet. Der Magyar Agár lebt seinen Jagdtrieb gern aus. Er zeigt sich sowohl gegenüber anderen Vertretern seiner Rasse, als auch anderen Artgenossen sehr sozial. Daher eignet er sich gut zur gemeinsamen Haltung mit anderen Hunden.

Charakter & Merkmale

Der Magyar Agár besitzt kurzes, dichtes Fell, das eng anliegt. Auffallend an seinem Haar ist, dass es etwas rauer ist als das anderer Windhunde. Er hat ein mittelgroßes, recht dickes Rosenohr, welches seinen Hals berührt.

Für einen Windhund ist der Magyar Agár kräftig gebaut mit breitem Kopf und Fang. Der Stop ist deutlich ausgeprägt. Seine Pfoten sind groß und kräftig und sein Rücken gerade. Die Augen wirken lebhaft und intelligent.

Diese intelligente und lebhafte Rasse zeigt sich zu Hause eher ruhig. Auf Spaziergängen kann er jedoch aufdrehen und läuft auch gern weitere Strecken. Der Magyar Agár ist sehr kinderlieb und verträgt sich sehr gut mit anderen Hunden, was ihn zu einem tollen Familienhund macht. Allerdings möchte er auch körperlich ausgelastet werden, wodurch eine sportlich aktiver Besitzer von Vorteil wäre.

Als Jagdhund ist er es gewohnt, eigenständig Entscheidungen zu treffen. Daher ist es wichtig, dass eine konsequente Erziehung erfolgt. Auffallend beim Magyar Agár ist, dass Hündinnen etwas einfacher erziehbar sind, als Rüden. Beide haben jedoch gemein, dass sie sich eng an ihren Besitzer binden.

Dank seines kräftigen Körperbaus ist er nicht nur ein schneller Läufer, sondern auch ausdauernd und zäh. Mit seinen großen Pfoten findet er auch in schwierigerem Gelände gut Halt.

Fellpflege:

Wenig
Mittel
Intensiv

Haaren:

Wenig
Mittel
Intensiv

Energielevel:

Wenig
Mittel
Viel

Trainierbarkeit:

Wenig
Mittel
Gut

Kinder geeignet:

Weniger
Mit Aufsicht
Perfekt

Magyar Agár Video

Die richtige Ernährung

Das Fell des Ungarischen Windhunde braucht nicht besonders viel Pflege. Einfaches Ausbürsten reicht völlig aus. Da die Tiere jedoch ein sehr dichtes Winterfell haben, solltest du während des Fellwechsels öfter zur Bürste greifen, damit sich die dicke Unterwolle leichter löst.

Wie bei allen Hunden sollten auch beim Magyar Agár regelmäßig Augen und Ohren kontrolliert werden. Diese Rasse ist anfällig für eine Augenkrankheit, bei der die Netzhaut nach und nach abstirbt, was schließlich zum Erblinden führt. Progressive Retinaatrophie heißt diese Krankheit und ist nicht heilbar. Grauer Star kommt bei den Ungarischen Windhunden ebenfalls häufig vor.

Auch auf ausreichende Zahnpflege solltest du achten. Neben einer Hundezahnbürste und spezieller Zahnpasta vom Tierarzt, helfen auch schon Kauknochen dabei, Zahnstein und anderen Zahnproblemen durch Verunreinigungen vorzubeugen.

Ein gelegentlicher Blick auf die Pfoten und Krallen des Tieres ist auch hilfreich. Bei den aktiven Läufern kann schon mal eine Kralle einreißen oder es kommt zu Schnittverletzungen an den Ballen.

Magyar Agár Pflege

Je nachdem wie der Magyar Agár geführt wird, ob als Jagdhund, Hund für Hunderennen oder als Begleithund mit normaler körperlicher Belastung, muss er unterschiedlich gefüttert werden. Egal ob du mit ihm viel arbeitest oder er sich nur auf einer Wiese austobt, auf die Hochwertigkeit des Futters solltest du immer achten. Viel Fleisch und wenig Getreide ist am besten. Ob du Nass- oder Trockenfutter fütterst, bleibt dir überlassen.

Passendes Zubehör

Für Besitzer, die mit dem Magyar Agár nicht jagen oder ihn auf Rennen schicken wollen, bietet sich an, ihn am Fahrrad zu führen. So kann das lauffreudige Tier ausreichend ausgelastet werden. Dabei darf natürlich auch eine reißfeste Leine und ein sicheres Geschirr nicht fehlen. Der eigenständige Jäger könnte dir sonst abhauen, wenn er einen Hasen oder andere Jagdbeute erblickt. Am besten ist es, diese Rasse irgendwie körperlich zu fordern, sei es nun mit Fahrrad fahren, der Jagd, Rennen oder anderem Hundesport wie Agility.

Um den Magyar Agár freilaufen lassen zu können, bieten sich umzäunte Wiesen an, damit er nicht Gefahr läuft, seinem Jagdtrieb zu verfallen. Du kannst dich auch mit anderen Hundehaltern zum gemeinsamen Spielen treffen. Die sozialen Tiere werden es dir danken.

Magyar Agár Geschichte

Herkunft & Geschichte

Die Geschichte des Magyar Agár beginnt im 9. Jahrhundert. Man vermutet, dass sie von den Magyaren zum Karpatenbecken gebracht wurden. Die Rasse hat ihren Ursprung somit in Ungarn. Die Magyaren waren ein nomadisch lebendes Reitervolk. Deswegen wurde der Magyar Agár viel als Reitbegleiter oder bei der Jagd zu Pferd eingesetzt. Noch heute wird er als Jagdhund bei Treibjagden eingesetzt. Dabei eignet er sich nicht nur zur Jagd von Hasen und Füchsen, sondern auch Rehen oder Hirschen. Außerdem sieht man ihn bei Hunderennen, aber auch als einfacher Begleithund ist der Magyar Agár beliebt.

1966 wurde die Rasse von der FCI anerkannt. Zuvor wurden immer wieder andere Rassen eingekreuzt, hauptsächlich um seine Geschwindigkeit zu erhöhen.