Wäller

Wesen:

Sportlich, Verspielt, Aufgeweckt
Größe: Mittel
Höhe: 50-65 cm
Gewicht: 26-30 kg
Lebenserwartung: 11-14 Jahre
Felltyp: Langhaar
Farben: Alle Farben
Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on email
Share on whatsapp

Der Wäller ist eine relativ junge Hunderasse, die in Deutschland entstanden ist. Der Hund ist ein freundlicher und sportlicher Familienbegleiter, der eher leichtführig ist. Bisher ist der Wäller durch die großen Verbände noch nicht anerkannt. Die Zucht des Wällers wird durch den 1. Deutschen Wällerverein kontrolliert.

Charakter & Merkmale

Der Wäller ist ein mittelgroßer Hund. Er stammt aus einer Kreuzung des Briards und des Australian Shepards. Die Rüden haben eine Höhe von etwa 55-65 cm, während die Hündinnen mit 50 cm – 60 cm etwas kleiner sind. Die agilen Hunde wiegen in der Regel zwischen 26 kg und 30 kg.

Die Hunde der jungen Hunderasse unterscheiden sich in ihrem Aussehen noch stark. Die meisten Wäller besitzen ein langes und glattes Fell. Derzeit gibt es aber auch viele Wäller, die ein mittellanges oder zotteliges Fell haben. Manche Wäller besitzen einen leichten Schnauzbart. Durch die verschiedenen Ahnen haben sich zwei Wäller-Typen entwickelt, die sich durch ihren Schnauzbart unterscheiden. Wie bei der Felllänge sind auch die Fellfarben sehr unterschiedlich. Es gibt Wäller in fast jeder Farbe und mit unterschiedlichen Abzeichen. Bei der Wällerzucht steht das Wesen des Hundes im Vordergrund. Deswegen ist das Aussehen bei der Zucht zweitens.

Der Wäller ist ein Hund mit einem ausgeglichenen, harmonischen Körperbau. Er ist agil, robust und bewegungsfreudig. Durch seine Hütehund-Vorfahren ist der Wäller meist sehr menschenbezogen und besitzt einen hohen Will-to-please. Dein Wäller arbeitet bei liebevoller und fairer Behandlung gerne mit dir zusammen. Er lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen und eignet sich deswegen hervorragend als Begleithund.

Wäller sind intelligente Hunde, die gerne Aufgaben erledigen. Die meisten Wäller sind leicht zu motivieren und arbeiten gerne körperlich und geistig. Sie brauchen regelmäßige Beschäftigung, damit sie ausgelastet und zufrieden sind. Mit viel Bewegung und Denkaufgaben wird dein Wäller ein ausgeglichener und anhänglicher Begleiter. Diese Hunderasse ist sehr gut geeignet für aktive Familien, die gerne draußen unterwegs sind.

Die junge Hunderasse kann gut für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt werden. Er eignet sich für Aufgaben, bei denen er mit seinem wachen Wesen punkten kann. Dazu zählen zum Beispiel Tätigkeiten als Rettungshund, aber auch für die Therapie. Darüber hinaus ist der Wäller ein guter Sportbegleiter, sowohl zum Wandern, als auch beim Radfahren und Reiten. Er ist ein wachsamer Hund mit einem leichten Wachtrieb. Fremden gegenüber ist er misstrauisch und anfangs eher zurückhaltend.

Ein weiterer Bereich, in dem Wäller sich gut zurechtfinden, ist der Hundesport. Die Rasse ist perfekt für Sportarten wie Agility oder Fly-Ball geeignet, bei denen der Hund durch Wendigkeit und Aufmerksamkeit punktet. Für den Hundesport ist der Wäller ein guter Partner. Im Gegensatz zu vielen Arbeitsrassen ist der menschenbezogene Wäller ausgeglichen und ruhig. Selbstverständlich sollte aber auch ein Wäller die Grundkommandos kennenlernen.

Fellpflege:

Wenig
Mittel
Intensiv

Haaren:

Wenig
Mittel
Intensiv

Energielevel:

Wenig
Mittel
Viel

Trainierbarkeit:

Wenig
Mittel
Gut

Kinder geeignet:

Weniger
Mit Aufsicht
Perfekt

Wäller Video

Die richtige Ernährung

Bei der Ernährung des robusten Wällers ist nur wenig zu beachten. Generell stellt der gesunde Wäller nicht sehr viele Ansprüche an seine Ernährung. Trotzdem solltest du für deinen Wäller natürlich ein gutes Futter kaufen, das ihm alle notwendigen Nährstoffe liefert.

Übt ihr einen Hundesport aus, solltest du ihm dementsprechend mehr Energie zur Verfügung stellen. Welche Futtersorte du ihm grundsätzlich gibst, ist erst einmal deine Entscheidung. Gerade bei den Fertigfuttersorte gibt es allerdings große Unterschiede, zu denen du dich im Vorfeld informieren solltest.

Ein normalgewichtiger Hund kann ein oder zweimal pro Tag gefüttert werden. Wie oft ein Hund gefüttert wird, hängt vom Individuum ab. Viele Hunde kommen gut damit aus, einmal pro Tag ihre Hauptration zu fressen, was aber mit der Körpergröße und dem Gesundheitszustand variiert.

Zwischen den Mahlzeiten kannst du deinem Wäller beim Training Lecklis geben, die ihn zusätzlich motivieren. Die Leckerchen solltest du immer von der Hauptration abziehen, so dass dein Wäller über den Tag nicht zu viel Futter bekommt. Eine gesunde Art der Belohnung sind selbergemachte Hundekekse oder klein geschnittenes Gemüse. Solche Snacks nehmen die meisten Hunde gerne.

Über das Hundefutter hinaus freuen sich viele Hunde über zusätzliche Leckerchen zum Kauen. Die bekannten Knochen sind nur eingeschränkt für die Fütterung geeignet, da viele Hunde sie nur schwer verdauen können, wenn sie es nicht gewohnt sind. Im Fachhandel gibt es getrocknete Rinderhaut und vergleichbare Kausnacks in unterschiedlichen Größen. Die meisten Hunde nehmen sie gerne an. Das Kauen ist eine Beschäftigung, die dem natürlichen Verhalten der Hunde entspricht.

Wäller Pflege

Der Wäller braucht Ansprache und körperliche Auslastung, um zufrieden zu sein. Ein Wäller ist ein toller Begleithund, wenn er entsprechend seiner Fähigkeiten gefordert wird. Da er bewegungsfreudig ist, ist ein täglicher Spaziergang Pflicht.

Insgesamt ist der Wäller ein pflegeleichter Hund, was jedoch von seiner Fellbeschaffenheit abhängt. Exemplare mit längerem Fell sollten regelmäßig gekämmt werden, um Verfilzungen vorzubeugen. Welche Körperpartien besonders gepflegt werden müssen, kann nicht generell beantwortet werden. Je dichter einzelne Körperteile, wie beispielsweise die Rute, behaart sind, desto häufiger sollte sie durchgekämmt werden. Dadurch werden lose Haare entfernt und können sich nicht verheddern. Regelmäßiges Auskämmen minimiert auch das Haaren im Fellwechsel.

Bei jedem Hund sollten zudem regelmäßig die Länge der Krallen und das Gebiss kontrolliert werden. Hat dein Hund sehr lange Krallen, solltest du sie vorsichtig einkürzen. Dadurch kannst du verhindern, dass die Kralle abbricht. Das ist sehr schmerzhaft und blutet oft stark.

Passendes Zubehör

Für die Haltung deines Wällers brauchst du im Alltag nicht viel. Wichtig ist ein gut sitzendes Halsband oder Geschirr für den täglichen Spaziergang. In der ersten Zeit kannst du die Leinenführigkeit mit einem Geschirr üben. Für den ausgewachsenen Hund genügt ein Halsband. Eine 2 Meter lange Leine, die du verstellen kannst, eignet sich für den täglichen Spaziergang. Zusätzlich kannst du eine Schleppleine anschaffen. Auf diese Weise könnt ihr die Grundkommandos üben. Flexible Leinen sind für unerzogene Hunde noch nicht geeignet, da hier ständiger Zug auf der Leine ist. Erst wenn dein Hund zuverlässig hört, solltest du dir die Anschaffung einer solchen Leine überlegen.

Viele Wäller sind verspielt und freuen sich über artgerechte Beschäftigung. Sie nehmen unterschiedliches Spielzeug gerne an, so dass du hier viel ausprobieren kannst. Die gelehrigen Hunde mögen auch Intelligenzspiele. Solche Spiele gibt es im Fachhandel in verschiedenen Ausführungen. Neugierige Hunde lieben es, dabei gemeinsam mit ihrem Herrchen die Funktionsweise herauszufinden.

Viele Wäller sind bewegungsfreudig und aufgeweckt. Hast du einen Garten, kannst du einige Agility-Stationen aufbauen. Kleine Hürden und ein Slalomparkour können leicht improvisiert werden. So benötigst du nicht viel Zubehör, um deinem Hund einen spannenden Spielplatz zu bauen.

Herkunft & Geschichte

Der Wäller ist eine neue Rasse, die ihre Herkunft im Westerwald hat. Auch der Name des Hundes bezieht sich auf diese geographische Herkunft. Die ersten Wäller entstanden durch eine Kreuzung des französischen Briards und des amerikanischen Australien Shepards. Die ersten Hunde dieser Rasse wurden 1994 geboren. Seitdem hat sich auch der Deutsche Wäller Verein gegründet. Er kontrolliert die Zucht. Alle Züchter gehören dem Verein an.

Das Ziel der Zucht ist ein leichtführiger und robuster Begleithund. Bei der Wällerzucht werden immer wieder Briards und Australian Shepards eingekreuzt. So soll er Genpool stetig erweitert werden. Auch wird verhindert, dass verwandte Tiere miteinander verpaart werden.

Der Deutsche Wäller Verein hat eigene Standards für die Zuchtzulassung festgelegt. Dazu gehört zum Beispiel ein Wesenstest. Darüber hinaus werden Erbkrankheiten, wie HD, durch eine medizinische Untersuchung ausgeschlossen. Alle Wällerzüchter sind Hobbyzüchter, die nur wenige Würfe aufziehen.