Joggen mit Hund: Diese 8 Tipps solltest du kennen

Du willst mit deinem Hund joggen gehen? Eine gute Entscheidung: So hast du bei Wind und Wetter einen hoch motivierten Laufpartner an deiner Seite. Doch die Bedürfnisse deines Begleiters haben Vorrang vor deinen Laufzielen! Mit unseren leicht umsetzbaren Profi-Tipps wird das Joggen für euch beide zum Vergnügen.

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Wenn du richtig vorbereitet bist, dann steht dem Joggen mit deinen Hund nichts mehr im Wege...
Inhaltsverzeichnis

Warum Hunde die perfekten Trainingspartner sind

Laufen macht nicht immer Spaß. Manchmal siegt der innere Schweinehund. Meistens sind wir um Ausreden nicht verlegen: schlechtes Wetter, schlecht geschlafen, schlechtes Timing…

Mit einem Hund an deiner Seite ist das anders. Kaum hast du die Laufschuhe geschnürt, rennt dein vierbeiniger Laufpartner aufgeregt zur Tür. Er kann es kaum erwarten, mit dir durch Wald und Feld zu joggen.

Das ist Motivation pur!

Vorteile für Hunde

  • Verbesserte körperliche Fitness: Regelmäßiges Joggen stärkt das Herz-Kreislauf-System, baut Muskeln auf und hilft, das Gewicht zu kontrollieren.
  • Geistige Stimulation: Die Erkundung neuer Umgebungen während des Laufens bietet geistige Stimulation durch neue Gerüche, Geräusche und Anblicke.
  • Ausgeglichenheit: Ausgelastete Hunde sind oft ausgeglichener und zeigen weniger Verhaltensprobleme wie übermäßiges Bellen oder Zerstörungswut.

Hunde lieben Bewegung. Sie verbringen gerne Zeit mit dir und lieben es, an der frischen Luft zu sein. Die meisten Fellnasen begleiten dich nach einer gewissen Trainingszeit problemlos über längere Strecken. Das macht den Tieren nicht nur Spaß, sondern hält sie auch fit.

Ein weiterer Vorteil: Wer regelmäßig mit seinem Hund spazieren geht, stärkt seine Bindung zu ihm. Allerdings eignen sich nicht alle Hunderassen für den Ausdauersport.

Diese Hunderassen eignen sich nicht fürs Laufen

  • Einen Mops, Pekinesen, Bulldogge oder Boxer solltest du nicht mit zum Joggen nehmen. Ihre verkürzte Nase erschwert die Atmung: Sie bekommen beim Laufen nicht genug Luft. Selbst Spaziergänge in normaler Geschwindigkeit sind für diese Hunde oft eine Belastung.
  • Auch für die kurzbeinigen Dackel ist das Laufen keine optimale Beschäftigung. Ihr langer Körper macht sie anfällig für Rückenprobleme. Kurze (!) Strecken in gemächlichem Tempo sind bei guter Gesundheit möglich.
  • Die großen, gemütlichen Bernhardiner sind von Natur aus träge. Aufgrund ihrer Körperfülle fühlen sie sich bei einem gemütlichen Spaziergang wohler als beim Joggen.

Ideale Hunde für Läufer

Joggen mit deinen Hund

Große, aktive Hunde mit langen Beinen eignen sich am besten als Laufpartner. Wichtig ist, dass dein Vierbeiner gesund ist. Er sollte keine körperlichen Einschränkungen haben.

Hier gilt: Vor dem Lauftraining am besten einen umfassenden Gesundheitscheck beim Tierarzt machen lassen!

Folgende Hunde sind für Ausdauersportler als Begleitung geeignet:

  • Australian Sheperds (Australische Schäferhunde)
  • Border Collies
  • Dalmantiner
  • Golden Retriever
  • Huskys
  • Labradore
  • Pudel
  • Terrier
  • Weimaraner
  • Windhunde etc.

Welche Voraussetzungen sollte mein Hund erfüllen?

Die wichtigste Frage ist, ob dein Hund als Laufpartner geeignet ist. Das hängt zum einen von der Hunderasse ab. Zum anderen spielen das Alter deines Vierbeiners und seine körperliche Verfassung eine wichtige Rolle.

Ein Hund im mittleren Alter eignet sich am besten als Begleiter. Ist dein Hund übergewichtig? Dann solltest du es mit dem Training besonders langsam angehen lassen.

Hundesenioren sind zwar oft noch sehr bewegungsfreudig. Aber mit zunehmendem Alter lässt die Leistungsfähigkeit deines Hundes nach. Achte darauf, dass du ihn mit der Länge der Strecken nicht überforderst.

Wichtig ist auch: Dein Hund sollte die grundlegenden Kommandos beherrschen, gut an der Leine geführt werden und bei Fuß an der Leine laufen können. Das hilft, Unfälle zu vermeiden und macht das Joggen für beide Seiten angenehmer.

Jeder Hund ist individuell, und während einige Hunde natürliche Läufer sind, bevorzugen andere kürzere oder langsamere Spaziergänge. Achte auf Anzeichen von Ermüdung oder Desinteresse und passe das Tempo und die Distanz entsprechend an.

Bevor du mit dem Joggen beginnst, ist es ratsam, einen Tierarzt zu aufzusuchen. Der Tierarzt kann überprüfen, ob dein Hund gesundheitlich fit für diese Art von Aktivität ist und dir spezifische Empfehlungen geben, basierend auf Rasse, Alter und Gesundheitszustand deines Hundes.

Ab wann darf mein Hund joggen?

Für Welpen ist das Laufen noch zu anstrengend. Das gilt für alle Rassen. Warte mit dem gemeinsamen Joggen, bis die Muskulatur voll entwickelt und das Knochenwachstum abgeschlossen ist. Deine Fellnase sollte also mindestens ein Jahr alt sein.

Die meisten Hunde erreichen das Ende ihrer Wachstumsphase im Alter von 12 bis 18 Monaten. Bei großen und sehr großen Rassen kann dieser Zeitpunkt auch später liegen, oft erst zwischen 18 und 24 Monaten.

Es ist wichtig, dass die Wachstumsfugen vollständig geschlossen sind, bevor mit dem regelmäßigen Joggen begonnen wird, um das Risiko von Gelenk- und Knochenschäden zu minimieren.

Auch wenn dein Hund das richtige Alter erreicht hat, solltest du mit kurzen Strecken beginnen und diese langsam steigern. Das hilft deinem Hund, sich an die neue Aktivität zu gewöhnen, ohne ihn zu überfordern.

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Die Dauer

Wie lange du mit deinem Hund joggen kannst, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem vom Alter, der Rasse, der Kondition und dem Gesundheitszustand deines Hundes. Es gibt keine allgemeingültige Antwort, da jeder Hund anders ist. Du kannst jedoch die folgenden Richtlinien befolgen, um sicherzustellen, dass das Joggen für deinen Hund angenehm und sicher bleibt:

Beginne langsam

Beginne mit kurzen Strecken: Wenn du gerade erst mit dem Joggen anfängst, ist es wichtig, mit kurzen Strecken zu beginnen und diese langsam zu steigern. Ein guter Anfang könnte ein Lauf von 5 bis 10 Minuten sein, je nach Fitness deines Hundes.

Beobachte deinen Hund

Achte auf Anzeichen von Müdigkeit: Übermäßiges Hecheln, Langsamkeit, Anhalten oder Desinteresse am Weiterlaufen sind Anzeichen dafür, dass dein Hund eine Pause braucht oder für den Tag genug hat.

Respektiere sein Ruhebedürfnis

Jüngere und lebhaftere Hunde erholen sich schneller und können längere Strecken laufen, während ältere Hunde oder Hunde mit gesundheitlichen Problemen kürzere und gemäßigtere Läufe benötigen.

Dauer steigern

Wenn der Hund an das Joggen gewöhnt ist, kann die Dauer langsam gesteigert werden, solange er sich wohl fühlt und keine negativen Reaktionen zeigt. Einige gesunde, aktive Hunde können schließlich 30 Minuten bis zu einer Stunde joggen, aber dies sollte schrittweise geschehen.

Regelung und Anpassung

Lege regelmäßig Pausen ein: Achte darauf, während des Laufens regelmäßige Pausen zum Trinken und Ausruhen einzulegen, insbesondere bei längeren Strecken.

Wann du das Laufen unterbrechen oder sogar abbrechen solltest

Beobachte deinen Hund beim Laufen. Hechelt er gleichmäßig? Ist er begeistert? Dann ist alles in Ordnung. Seine Schleimhäute und seine Zunge sollten rosa sein.

Wenn du jedoch feststellst, dass seine Zunge und sein Zahnfleisch blass aussehen oder sich vielleicht sogar bläulich verfärben, ist eine Pause angesagt. Das gilt auch, wenn dein Hund hustet, müde wird oder Anzeichen von Erschöpfung zeigt. Brich den Lauf im Zweifelsfall ab und sprich mit deinem Tierarzt.

Vorbereitung: Diese 7 Vorkehrungen solltest du treffen

Ideal ist das gemeinsame Laufen auf weichem Untergrund wie Wald- und Feldwegen. Das schont auch die Gelenke! Wenn ihr Glück habt, seid ihr relativ allein. Ihr tankt Sauerstoff, bewegt euch und genießt das Zusammensein. Das macht Spaß!

Meide extreme Wetterbedingungen. Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen können für deinen Hund gefährlich sein. Milde Temperaturen sind ideal. Im Sommer sind die frühen Morgen- oder späten Abendstunden ideal für sportliche Aktivitäten, um Hitze zu vermeiden.

Hohe Luftfeuchtigkeit kann es deinem Hund erschweren, sich abzukühlen, da die Verdunstung von Schweiß (Hunde hecheln, um Wärme abzugeben) weniger effektiv ist. Heiße Asphaltstraßen können die Pfoten deines Hundes verbrennen, während eisige oder sehr kalte Böden zu Erfrierungen führen können. Wähle weiche, pfotenfreundliche Wege wie Waldwege oder Parks.

Ein bequemes Geschirr ist für deinen Hund sicherer und angenehmer als ein Halsband. Eine nicht zu lange Leine gibt dir die Kontrolle, ohne dich oder deinen Hund zu sehr einzuschränken. Ein kurzes Aufwärmen, z. B. ein schneller Spaziergang oder ein leichtes Spiel, kann helfen, die Muskeln deines Hundes auf die bevorstehende Aktivität vorzubereiten.

Achte auf andere Menschen und Tiere in deiner Umgebung. Nicht alle Menschen fühlen sich in der Nähe von Hunden wohl, und nicht alle Hunde vertragen sich mit anderen. Halte dich an die örtliche Leinenpflicht und sorge für eine saubere Umgebung, indem du die Hinterlassenschaften deines Hundes entfernst.

Es ist eine gute Idee, deinen Hund sein “Geschäft” verrichten zu lassen, bevor du mit dem Joggen beginnst. Ein Hund, der vor dem Joggen seine Notdurft verrichten kann, fühlt sich beim Joggen wahrscheinlich wohler. Auf diese Weise wird vermieden, dass er sich während des Joggens unwohl fühlt oder anhalten muss, um sein Geschäft zu verrichten. Das kann den Fluss und den Rhythmus der Aktivität stören.

Dennoch gibt es einige Vorbereitungen, die du für deinen Hund treffen solltest, bevor du losläufst.

1. Schutz vor Zecken

Büsche und Waldränder sind Zecken-Hotspots. Denk daran, deinen Vierbeiner rechtzeitig vor den Parasiten zu schützen. So sorgst du dafür, dass er keine ungebetenen Gäste mit nach Hause bringt.

2. Sonnenschutz

Dein Hund hat ein weißes Fell? Sonnencreme schützt ungeschützte Hautpartien wie die Ohren vor Sonnenbrand. Trage etwa 20 Minuten vor dem Spaziergang eine dünne Schicht auf.

3. Wasser

Bewegung macht durstig. Nimm am besten eine Wasserflasche zum Umschnallen mit. Im Handel gibt es Varianten mit einem integrierten Silikonnapf. Daraus kann dein Vierbeiner während einer Laufpause schlabbern. Auf diese Weise könnt ihr euch unterwegs immer mal wieder erfrischen.

4. Sicherheit

In der Dämmerung besteht die Gefahr, beim Laufen übersehen zu werden. Rüste dich und deinen Vierbeiner mit Reflektoren aus. Dafür gibt es nachtleuchtende Brustgeschirre und Leinen. Sie haben Reflektoren, die sich in der Sonne aufladen und in der Dunkelheit leuchten.

5. Licht

Eine Stirnlampe sorgt dafür, dass du siehst, was sich vor euch befindet. 

6. Für den Notfall

Um bei einem Unfall schnell reagieren zu können, solltest du ein Erste-Hilfe-Set und dein Handy mitführen. Speichere unbedingt die Nummer deines Haus-Tierarztes und die der Tierklinik ab.

7. Kotbeutel

Beseitige die Hinterlassenschaften deines Vierbeiners. Entsorge die Beutel ordnungsgemäß und wirf sie nicht in die Natur (sie verrotten nicht).

Jogging-Ausstattung: Warum ein Brustgeschirr besser ist

Joggen mit Hund

Beim Joggen sind ein gepolstertes Brustgeschirr und eine spezielle Joggingleine für deinen Hund besser geeignet als ein Halsband mit „normaler“ Leine. Der Grund dafür ist einfach: Ruckartiges Ziehen, zum Beispiel beim Richtungswechsel, kann zu Stauchungen der Halswirbelsäule führen. Eine Jogging-Leine ist lang und elastisch. Sie lässt dem Hund mehr Bewegungsfreiheit. Das beugt Verletzungen vor.

Ein weiterer Vorteil: Du kannst die Leine bequem an deinem Hüftgurt befestigen. So hast du beim Laufen die Hände frei. Außerdem kannst du in diesem Gurt auch deine Trinkflasche, Taschentücher und andere Kleinigkeiten verstauen oder befestigen.

Dein Hund folgt dir auf Schritt und Tritt? Vielleicht kannst du ihn ab und zu ohne Leine laufen lassen. Beachte dazu unbedingt die Bestimmungen in deinem Bundesland!

8 Tipps für dich und deinen Hund

So geht es los mit dem gemeinsamen Training:

1. Nicht direkt nach dem Essen starten

Nach der Fütterung solltest du wenigstens zwei Stunden warten, bevor ihr zum Laufen aufbricht. Dein Hund braucht diese Zeit, um das Futter zu verdauen. So verringerst du das Risiko einer Magendrehung, die lebensgefährlich sein kann. Deshalb solltest du auch unterwegs sparsam mit Leckerlis umgehen.

2. Aufwärmen

Bevor ihr mit dem Training beginnt, solltet ihr euch aufwärmen. Das beugt Verletzungen vor. Nicht nur deine Muskeln, auch die deines Vierbeiners brauchen Zeit, um sich auf die kommende Anstrengung einzustellen. Mit deinem Hund kannst du etwa die Kommandos „Sitz“, „Platz“ und „Gib Pfötchen“ wiederholen.

3. Brustgeschirr und Leine prüfen

Kontrolliere noch einmal, ob das Brustgeschirr deines Hundes richtig sitzt. Kontrolliere, ob die Leine zwischen dem Geschirr und deinem Bauchgurt sicher befestigt ist. Fülle deine Wasserflasche. Vergiss nicht den Erste-Hilfe-Kasten, Taschentücher und dein Handy.

4. Kurze, einfache Strecken wählen

Halte die Strecken am Anfang kurz. Zehn Minuten sind eine gute Zeit für Anfänger. Wähle möglichst breite Wege und einfache Routen, damit ihr nebeneinander laufen könnt. Vielleicht möchte dein Hund zwischendurch anhalten und schnüffeln. Das kennt er von euren Spaziergängen. Geh einfach zwischendurch ein paar Minuten, laufe auf der Stelle oder nutze die Zeit für Dehnübungen.

5. An das Fitness-Level des Hundes anpassen

Wie schnell und weit dein Hund läuft, hängt von seiner Kondition und seiner „Trab-Geschwindigkeit“ ab. Am besten stellst du dich darauf ein. Ist dein Hund schlank und lauffreudig, aber untrainiert? Dann steigere die gemeinsame Strecke langsam.

6. Bei Fehlern geduldig reagieren

Es ist wichtig, deinen Hund nicht zu überfordern. Es dauert eine Weile, bis ihr euch aufeinander eingestellt habt. Lob deinen Hund, wenn er etwas gut macht. Fehler sind nicht so wichtig. Je mehr Spaß er hat, desto besser wird das gemeinsame Laufen. Sei geduldig mit deinem Begleiter und geniesse die gemeinsame Zeit.

7. Pausen machen

Vergiss die Pausen nicht. Gerade im Sommer solltest du Trinkpausen an schattigen Plätzen einplanen und deiner Fellnase zwischendurch eine Pause gönnen. Frische Wasserquellen sind ideal, um die Flasche gleich wieder aufzufüllen.

8. Pfötchenpflege nicht vergessen

Asphalt und Schotterwege mit spitzen Kieselsteinen sind für Hunde kein optimaler Untergrund. In der Sommerhitze besteht die Gefahr, dass sich dein Hund auf der Straße die Pfoten verbrennt. Überprüfe nach dem Laufen die Pfoten deines Hundes.

Wenn sie wund sind, solltest du sie mit einer Pflegecreme oder Hirschtalgsalbe einreiben. Du kannst sie vor, während und nach dem Training einmassieren.

Wenn du mit deinem Hund im Winter durch Streusalz läufst, ist die anschließende Pfotenpflege ebenfalls ein Muss: Wasche die Pfoten in lauwarmem Wasser. Vergiss dabei nicht, auch die Bereiche zwischen den Zehen zu waschen. Trockne sie danach gründlich ab!

Das Tempo

Das richtige Tempo beim Joggen mit deinem Hund hängt von verschiedenen Faktoren wie Rasse, Alter, Größe, Kondition und allgemeiner Gesundheitszustand deines Hundes ab. Es gibt kein allgemeingültiges Tempo, das für alle Hunde geeignet ist, daher ist es wichtig, auf die individuellen Bedürfnisse und Signale deines Hundes zu achten. 

Kleinere Hunde haben kürzere Beine und müssen sich schneller bewegen, um Schritt zu halten, d.h. ein langsames Tempo kann für sie immer noch schnell sein. Größeren Hunden fällt es oft leichter, ein schnelleres Tempo beizubehalten, aber das bedeutet nicht, dass sie immer schneller laufen sollten. Große Rassen können anfälliger für Gelenkprobleme sein, daher ist es wichtig, sie nicht zu überanstrengen.

Übermäßiges Hecheln, Verlangsamung, Anhalten oder der Versuch, sich hinzusetzen, sind deutliche Anzeichen dafür, dass dein Hund eine Pause braucht oder das Tempo zu hoch ist.

Das ideale Tempo ist das, bei dem dein Hund bequem neben dir herlaufen kann, ohne zu hetzen oder zu stark zu ziehen. Manche Hunde traben am liebsten, andere fühlen sich bei langsamerem Joggen wohler.

Jüngere und energischere Hunde können oft ein schnelleres Tempo und längere Strecken laufen, vorausgesetzt, sie sind gesund und gut trainiert. Ältere Hunde oder Hunde mit gesundheitlichen Problemen benötigen möglicherweise ein langsameres Tempo und kürzere Strecken. Ihre Ausdauer und Beweglichkeit kann eingeschränkt sein.

Besonders wenn du und dein Hund zum ersten Mal zusammen joggen, solltest du mit einem langsamen Tempo und kurzen Strecken beginnen. Sobald ihr beide fitter seid, könnt ihr euch steigern.

Beachte die Außentemperaturen: Hunde können ihre Körperwärme nicht so gut regulieren wie wir Menschen. An heißen Tagen solltest du das Tempo drosseln und auf kühlere Tageszeiten ausweichen. Das richtige Tempo kann sich von Tag zu Tag ändern, abhängig von vielen Faktoren wie dem Wetter, der Tageszeit und der allgemeinen Energie und Gesundheit deines Hundes.

Muskelkater beim Hund?

Ja, Hunde können genau wie Menschen Muskelkater vom Joggen bekommen, besonders wenn sie eine Aktivität ausführen, die intensiver oder länger als gewöhnlich ist. Muskelkater entsteht durch eine Überanstrengung der Muskeln, die zu Mikrorissen in den Muskelzellen führt. Dies ist ein normaler Teil des Muskelwachstums und der Muskelstärkung, kann aber vorübergehende Schmerzen und Steifheit verursachen.

Anzeichen für Muskelkater beim Hund

  • Steifheit oder Langsamkeit beim Aufstehen
  • Sichtbares Zögern beim Treppensteigen oder Springen
  • Verändertes Gangbild oder sichtbares Unwohlsein beim Gehen
  • Nachlassende Begeisterung für körperliche Aktivitäten, die sie normalerweise genießen.

Vorbeugung und Behandlung

  • Langsamer Einstieg: Beginne mit kürzeren, weniger intensiven Joggingrunden und steigere allmählich Dauer und Intensität, um Ausdauer und Muskelkraft aufzubauen.
  • Aufwärmen: Ein kurzes Aufwärmen durch Spazierengehen oder sanftes Spielen kann die Muskeln deines Hundes auf die bevorstehende Aktivität vorbereiten und das Risiko von Muskelkater verringern.
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Achte darauf, dass dein Hund vor und nach dem Joggen ausreichend Wasser trinkt, damit seine Muskeln hydriert und funktionstüchtig bleiben.
  • Angemessene Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung, die reich an essentiellen Nährstoffen ist, unterstützt die Regeneration und Stärkung der Muskeln.
  • Ruhe und Erholung: Gib deinem Hund nach intensiven Laufeinheiten genügend Zeit zur Erholung, damit sich die Muskeln regenerieren können.

Wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund Muskelkater hat, ist es wichtig, ihm eine Pause von intensiven Aktivitäten zu geben, bis er sich vollständig erholt hat. Wenn die Steifheit oder das Unwohlsein deines Hundes anhält oder sich verschlimmert, ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen, um andere mögliche Ursachen auszuschließen.

Insgesamt ist es wichtig, auf die Signale deines Hundes zu achten und die körperliche Aktivität entsprechend anzupassen, um Überanstrengung und Muskelkater zu vermeiden. Indem du die Belastung langsam steigerst, hilfst du deinem Hund, seine Fitness auf sichere Weise zu verbessern.

Mein Fazit

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Mehr Informationen

Laufen mit Hund macht viel Spaß, wenn man es langsam angehen lässt. Die Freude an der Bewegung sollte im Vordergrund stehen.

Gehst du selbst gerne mit deinem Hund joggen oder hast du vor, es zu tun? Dann sind wir an deinen Erfahrungen und deiner Meinung interessiert. Schreibe sie einfach unten in die Kommentare.

Verfasst von Claudia Weise
Verfasst von Claudia Weise

Ich bin Chefredakteurin bei Hundeo und wenn es um Hunde geht, schlägt mein Herz höher. Mein Ziel ist es, die besten Hunde-Ratgeber im Netz zu veröffentlichen. In jedem Artikel steckt viel Leidenschaft und ich freue mich über jedes Feedback, um unsere Inhalte stetig zu verbessern.

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