Die 10 seltensten Hunderassen der Welt

Seit der Mensch den Hund domestiziert hat, wird er immer wieder weitergezüchtet, an neue Lebensweisen angepasst und mit uns weiterentwickelt. Eigentlich ein ganz natürlicher Prozess… Das sorgt aber leider dafür, dass ältere Rassen aussterben oder zumindest viel seltener werden. Hier findest du eine sehr interessante  Übersicht der zehn seltensten Hunderassen der Welt.

Artikel Übersicht

Bergamasker

Bergamasker Hirtenhund 1

Die Aufgaben des Bergamasker sind das Beschützen und Überwachen von Schafen. Sein dickes, zotteliges Fell ist ideal dafür geeignet, auch in kalten Nächten Wache zu halten und auf das Vieh achtzugeben. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges findet er kaum noch Verwendung.
Der Bergamasker ist mittelgroß, treu, mutig und aufmerksam. Zudem haart er kaum, was ihn für Allergiker besonders attraktiv machen sollte.
Er ist intelligent, robust, ausdauerfähig und ausgeglichen. Er liebt und sucht die Nähe zu Menschen und ist der perfekte Familienhund. Schade, dass es 2019 lediglich einen Wurf des Bergamasker gab, was zeigt, wie stark diese Rasse gefährdet ist.

Altdeutscher Schäferhund

Deutscher Schäferhund 2

Der Altdeutsche Schäferhund ist auch unter dem Namen „Westwälder Kuhhund“ bekannt. Er ist robust, rot bis braun, mit eng gerolltem Haar und Kipp- oder Stehohren. Ein widerstandsfähiger kleiner Bursche, der selbst vor Bullen und Mutterkühen nicht zurückschreckt. Zielsicher kneift er in die Fersen, um auch großes Vieh zusammenzutreiben. Keine andere einheimische Rasse kommt mit Vieh dieser Größe so gut zurecht.
Leider wird er kaum noch gebraucht und steht deswegen auf der Liste der gefährdeten Hundearten.

Deutscher Pinscher

Deutscher Pinscher liegt

Der Deutsche Pinscher ist mittelgroß, schwarz und rotbraun kurzhaarig und pflegeleicht. Er ist ein agiles Tier, intelligent und hat eine hohe Lebenserwartung, da er nicht sonderlich anfällig für Krankheiten ist. Früher wurde er als Stallhund genutzt oder als Hofhund, um auf Gestüt und Hof aufzupassen. Er ist kein Kläffer, aber schlägt dennoch an, wenn er eine Bedrohung wahrnimmt. Zudem jagt er gerne Mäuse und Ratten. Mittlerweile ist er eher ein Familienhund und wird zu Hause gehalten.
Der Deutsche Pinscher braucht Konsequenz und Liebe, ist daher nicht für jeden Haushalt geeignet und deshalb nicht mehr so häufig vertreten.

Österreichischer Pinscher

Österreichischer Pinscher

Wenn wir schon beim Pinscher sind, darf man den Österreichischen Pinscher nicht vergessen. Auch er ist mittelgroß, doch unterscheidet sich sonst optisch sehr von dem deutschen Verwandten. Er hat längeres Fell und einen völlig anderen Körperbau. Er ist auch mittelgroß, aber stämmig.
Sein Wesen ist aufmerksam, spielfreudig und anhänglich. Sein Jagdinstinkt ist nur schwach ausgeprägt, weshalb er sich hervorragend als Familienhund eignet. Bei Fremden schlägt er an. Er wacht über seine Familie und sein Grundstück.
Die Hunderasse ist im Vergleich zu den anderen aufgelisteten noch recht neu, aber dennoch sehr selten.

Mittelspitz

Finnischer Spitz

Der Mittelspitz ist ein mittelgroßer, schwarzer, weißer, brauner, orangefarbener, graugewolkter oder neufarbener Flauschfellball. Er hat unzählige Farbvariationen. So abwechslungsreich wie die Farben kommt auch der Mittelspitz daher. Er ist munter, bellfreudig, geduldig mit Kindern und witterungsempfindlich. Damals war er oft auf Hören zu finden, weil er Gefahren unverzüglich erschnüffelt und verkündet hat.
Heute tobt er lieber mit dem Menschennachwuchs im Garten.
Der Spitz ist die wohl älteste deutsche Hunderasse. Dennoch ist er mittlerweile vom Aussterben bedroht.

Großspitz

Der Großspitz unterscheidet sich vom Mittelspitz vorrangig natürlich durch die Größe. Die Widerristhöhe hat 12 cm Unterschied.
Zudem ist er nicht ganz so farbvielfältig. Es gibt ihn in schwarz und weiß.
Der weiße Großspitz war in den feinen Kreisen Norddeutschlands zu Hause, der schwarze auf Weinbergen in Süddeutschland.
Die Anzahl der Spitze ist so gering, dass man überlegt, verschiedene Arten zu kreuzen, um den Erhalt irgendwie zu gewährleisten.

Mittelschnauzer

Mittelschnauzer im Wasser

Kaum ein Hund ist so unverkennbar wie der Mittelschnauzer. Der mittelgroße, raue, robuste Schnauzer, trägt sein Markenzeichen ja schon im Gesicht.
Ursprünglich ist der pflegeintensive Hund für Hof und Stall in Süddeutschland angedacht gewesen, wird allerdings nicht mehr so häufig benötigt. Im Ausland ist er verbreiteter als bei uns.
Der Mittelschnauzer ist ein Allrounder. Er kann Familie, kann aber auch Sport, Wandern, Stall, Hof, Reiten und Rettungsbegleitung. Keine seiner ursprünglichen Eigenschaften ist verloren gegangen, was ihn äußerst wertvoll macht.

Germanischer Bärenhund

Der Germanische Bärenhund ist ein kuscheliges Ungetüm. Er ist groß, flauschig und durch die Kreuzung zwischen Bernhardiner und Hirtenhund entstanden. Welcher Hirtehund das war, ist heute nicht mehr bekannt. Die Charaktereigenschaften eines typischen Hirtehundes und die Ausgeglichenheit eines Bernhardiners hat er auf jeden Fall und eignet sich ideal für Familien mit Grundstück.
Er ist treu, aufmerksam, trotz der Größe kann er quirlig und verspielt werden, wenn man ihm ausreichend Liebe und Aufmerksamkeit schenkt.
Eine liebevolle und besondere Hunderasse. Er ist allerdings nicht von der FCI anerkannt, da die Abstammung nicht klar ist.

Bouvier des Ardennes

Bouvier Des Ardennes schwarz

Der Bouvier des Ardennes ist widerstandsfähig, mittelgroß und kräftig. Das muss das zerzauste, beigefarbene Spitzohr mit dem Rauhaar auch sein, denn er betreut und beschützt das ganze Jahr über Schafherden in den Ardennen.
Der Ardenner ist eigentlich lokal begrenzt und geht über seine Ardennen kaum hinaus.
Hauptsächlich ist er ein Arbeitstier; er bewacht Vieh, Haus und Hof und wird zur Wildschweinjagd eingesetzt. Er ist wendig, mutig und nicht ganz leichtführig, weshalb er unbedingt einen hundeerfahrenen Besitzer benötigt.

Otterhund

Otterhund 1

Der Otterhund lässt sich bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen.
Die Rasse ist groß, hat langes, krauses Fell und ein schwarzhellbraunes Muster. Das Haar ist dicht, undurchlässig und schützt den Otterhund vor dem kalten Wasser, für das er gezüchtet wurde. Ursprünglich wurde er nämlich mit auf Otterjagd genommen.
Obwohl er im ersten Moment klotzig und tollpatschig aussieht, ist die Rasse wendig und flink.
Er ist eigensinnig und ein waschechter Vollblutjagdhund. Der Charakter ist stark und ausgeprägt und braucht eine konsequente Führung. Auch nach guter Erziehung, ist er noch sehr selbständig und setzt gerne seinen eigenen Kopf durch.
Es gibt geschätzt noch circa 350 dieser Exemplare, da die Otterjagd verboten wurde.

Fazit

Wie Du siehst, gibt es so einige Rassen, die sehr alt oder auch ganz neu und schon vom Aussterben bedroht sind. Die meisten sehr seltenen und sogar gefährdeten Hunderassen zählen zu den Arbeitern unter ihrer Art. Und da der Mensch immer seltener auf Höfen wohnt, auf Jagd geht oder Nutzvieh hält, sterben die eigens dafür gezüchteten Tiere aus.

Die ganzen anderen hervorragenden Eigenschaften, die sie zum perfekten Familienhund machen, können leider kaum mithalten.
Es muss einiges geschehen, um sie zu erhalten…

Verfasst von Claudia Weise
Verfasst von Claudia Weise

Ich bin die Chefredakteurin von Hundeo. Meine Mission ist es, die besten Hunde Ratgeber im Netz zu veröffentlichen. Hast du Feedback oder Anregungen zum Artikel, dann freue ich mich von dir zu hören.

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