Urlaub mit Hund

Urlaub mit Hund geplant? (Das solltest du unbedingt beachten)

Die Sonne lockt, die Ferne ruft. Der Sommerurlaub steht an. Wer ihn noch nicht geplant hat, sollte sich jetzt beeilen. Doch als Hundebesitzer stellt sich dir nicht nur die Frage, wohin es gehen soll, sondern mehr, ob dich dein Vierbeiner begleiten wird.

Kein Hund ist gerne von seinem Menschen getrennt. Auch andersherum ist es nicht gerade leicht ohne seinen treuen Begleiter unterwegs zu sein. 

Noch bevor du dich für ein Urlaubsziel entscheidest, stellt sich dir eine ganz wichtige Frage: Wird es ein Urlaub mit oder ohne Hund? Und wenn ja, was genau musst du beachten? Das und mehr verrate ich dir in diesem großen Ratgeber.

4 Alternativen zum Urlaub mit Hund

Hundeo Gruppe

Natürlich ist nicht jeder Urlaub für deinen treuen Gefährten ideal. Ein Städtetrip mit hohem Tempo eignet sich kaum für einen Hund. Vor allem sind die heißen Sommermonate besonders gefährlich. Auch solltest du es vermeiden, deinen Hund mit auf einen längeren Flug zu nehmen. Wenn du also Größeres wie eine Rucksacktour durch Thailand oder Südamerika vorhast, sollte dein Vierbeiner daheim bleiben.

Doch wohin mit deinem Hund? Ideal wäre es natürlich, wenn sich Familienmitglieder oder Freunde um ihn kümmern könnten. So kommt dein Hund bei vertrauten Personen unter und die Eingewöhnung fällt ihm nicht allzu schwer. 

Dach leider ergibt sich so eine Gelegenheit nicht immer. Gut, dass es noch andere Alternativen gibt.

1. Der Hundesitter

Wie der Name schon sagt, hast du hier eine Person, die deinen Hund sittet – also sich um ihn kümmert. 

Für den Ablauf gibt es zwei grundlegende Möglichkeiten: Entweder dein Liebling bleibt alleine in eurem Zuhause und der Hundesitter holt ihn zum Spazieren ab oder er wohnt während deines Urlaubs bei dem Hundesitter. Bei der ersten Möglichkeit hast du zwei Nachteile. Erstens ist dein Vierbeiner unter Tags über einen längeren Zeitraum und die ganze Nacht alleine.

Zweitens musst du einem Fremden freien Zugang in dein privates Heim gewähren. Allerdings verlässt dein Liebling seine gewohnte Umgebung nicht. Er kann sich wie gewohnt nach Lust und Laune in seiner vertrauten Umgebung bewegen. Solltest du die andere Möglichkeit bevorzugen, hat dein Hund immer Gesellschaft und bleibt so kaum alleine. Allerdings gibt es auch hier einen Nachteil. Eine komplett fremde Umgebung bedeutet natürlich großen Stress für deinen Liebling.

Du musst außerdem bedenken, dass sich jede beliebige Person als Hundesitter anbieten darf. Das bedeutet, dass ihre Ausbildung und Kenntnisse nicht überprüft werden. Es wäre natürlich praktisch, wenn dir jemand einen Hundesitter auf Grund von guten Erfahrungen empfehlen kann. Ansonsten kannst du einen Hundesitter über Portale wie „Perfekte Tiersitter“, „gudog“ oder „Hundesitter“ finden. „betreut.de“ bietet beispielsweise professionelle Hundesitter an. Der Tagessatz beläuft sich in der Regel auf 10-15 Euro.

2. Eine Hundepension

Hunde werden in einer Hundepension in größeren Gruppen gehalten. Sie werden meist in einem großen Zwinger untergebracht. In der Regel haben sie auch einen umzäunten Auslaufbereich.

Eine professionelle Hundepension nimmt nur vollständig geimpfte Hunde auf und überprüft dies anhand des Impfpasses. Der Vorteil einer Pension ist, dass sich Tag und Nacht um deinen Liebling gekümmert wird.

Du solltest dir auf jeden Fall mehrere Pensionen ansehen, bevor du dich entscheidest. Wenn es dir zeitlich möglich ist, solltest du einen Probetermin vereinbaren, um zu sehen wie dein Hund reagiert. Denn die fremde Umgebung und die ungewohnte Gesellschaft anderer Vierbeiner können wiederum Stress auf ihn ausüben. Der Preis für die Hundepension ist abhängig von der Größe deines Hundes und von der Aufenthaltsdauer. In der Regel sind es 15-20 Euro pro Tag.

3. Das Hundehotel

Der grundlegende Unterschied zur Hundepension ist, dass es nur wenige Plätze für die Hotelgäste gibt. So erhält dein Liebling viel mehr Aufmerksamkeit.

 Hinzukommen besser ausgestattete Zimmer bzw. Aufenthaltsräume und Auslaufflächen. Hundefriseure und Hundeschulen sind nicht selten in diesen Hundehotels. Dein Vierbeiner kann also hier einen kleinen Wellnessurlaub machen. Das Ganze hat natürlich auch seinen Preis, circa 60 Euro pro Tag kostet dich der Ausflug deines Lieblings mindestens.

4. „Nimmst du mein Tier, nehm‘ ich dein Tier“

Diese kostenlose Alternative für Urlauber ist eine Initiative des Deutschen Tierschutzbundes mit Unterstützung von Pedigree und Whiskas. Mit Hilfe der Mitglieder des Deutschen Tierschutzbundes wird ein Platz für dein Haustier gefunden.

Im Gegenzug musst du dann das Haustier eines anderen Mitgliedes beherbergen. Grundvoraussetzung sind auch hier die Gewährleistung des Impfschutzes und die Versorgung mit ausreichend Futter. Du kannst dich im Tierheim deines Vertrauens über diese Aktion informieren und daran teilnehmen. Allerdings solltest du bedenken, dass auch hier wie bei dem Hundesitter jeder beliebige bei der Aktion mitmachen kann.

Egal für welche Möglichkeit du dich entscheidest, ist es wichtig sich möglichst frühzeitig zu kümmern. Vor allem gute Hundepensionen sind sehr schnell ausgebucht.

Alles zum Urlaub mit Hund

Hundeurlaub Tipps

Für die meisten Hundeliebhaber kommt jedoch ein Urlaub ohne ihre Gefährten erst gar nicht in Frage. Genau deshalb kommen jetzt die besten Tipps zum Urlaub mit Hund.

Wichtig: Auswahl des Reiseortes

Bei der Auswahl deines Reiseortes solltest du gerade im Sommer überprüfen, ob es offizielle Hundestrände gibt. Auf einigen Seiten wie kannst du je nach Urlaubsziel nach Hundestränden oder Seen suchen.

Hier kannst du dich auch über hundefreundliche Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Hotels informieren. Dass Hunde in Hotels erlaubt sind, heißt nicht gleich, dass sie auch erwünscht sind. Informiere dich am besten im Voraus im Detail, bevor du eine Unterkunft buchst. Schließlich soll dein Liebling ja nicht zu kurz kommen.

Sobald du dir ein hundetaugliches Reiseziel herausgesucht hast, stellt sich natürlich die Frage, wie Mensch und Hund am besten dorthin kommen. Hier eine kleine Übersicht zu den möglichen Verkehrsmitteln:

Hund im Auto

Am einfachsten und bequemsten reist dein Hund im Auto. Meist ist er das Auto ja auch schon gewohnt und wird die Reise nicht zu befremdlich finden. Außerdem hast du die Möglichkeit öfter anzuhalten und deinem Liebling zwischendurch den nötigen Auslauf zu gönnen. Empfehlenswert ist es die Lieblingsdecke deines Vierbeiners in das Auto zu legen.

Das wichtigste vorweg: Lass deinen Hund niemals alleine im Auto zurück! Im Sommer heizt das geschlossene Auto sich in wenigen Minuten auf und kann so eine wahre Todesfalle für Mensch und Tier werden.

Wenn du das Auto als Verkehrsmittel wählst, solltest du dich für eine der folgenden Möglichkeiten zur Sicherung deines Hundes entscheiden. Bei kleineren Hunden reicht es, sie mit ihrem Geschirr durch einen speziellen Sicherheitsgurt auf der Rückbank zu sichern.

Bei größeren Hunden empfiehlt es sich, entweder den Kofferraum mit einem Trenngitter oder Netz zu sichern oder sich eine Transportbox anzuschaffen. Durch das Trenngitter kann sich dein Hund bewegen und nach Belieben aufstehen. Bei einer Transportbox ist auf die richtige Größe und ein hochwertiges Material zu achten.

Du solltest auf eine ausreichende Sicherung Acht geben um eine Gefährdung des Tierwohls zu vermeiden. Zudem gibt es hohe Strafen bei nicht ausreichender Sicherung von Hunden. Bis zu 75 Euro und einem Punkt in Flensburg kann es hier schon einmal kommen.

Hund im Wohnmobil

Für das Wohnmobil gelten die gleichen Regelungen wie für das Auto. Bei einer Anmietung eines Wohnmobils solltest du klären, ob Hunde erlaubt sind. Es gibt spezielle Vermietungsportale, die Wohnmobile mit bereits eingebauten Boxen und mit Gittern abgetrennten Bereichen für Hundebesitzer zur Verfügung stellen. Du kannst diese beispielsweise auf „Waumobil“ oder „Camper Dogs“ finden.

Hund im Zug

Prinzipiell ist der Zug ebenfalls ein angenehmes Beförderungsmittel für deinen Vierbeiner. Vor allem, wenn ihr schon öfter mit der U-Bahn oder S-Bahn auf kürzeren Strecken Erfahrung gesammelt habt. Die Deutsche Bahn schreibt Hunden eine Maulkorb- und Leinenpflicht vor. Zudem bist du verpflichtet deinem Liebling ein Ticket zu kaufen.

Dies kostet bis auf wenige Ausnahmen den halben Preis deines Tickets. Kleinere Hunde, die höchstens hauskatzengroß sind, dürfen kostenlos in einer Transportbox mitgeführt werden. Du solltest dich auf eine Zugfahrt gut vorbereiten. Es ist wichtig, nicht nur Leckerlis zur Entspannung, sondern auch Kotbeutel und Tücher für den Notfall bereitzuhalten. Falls du eine Reise ins Ausland planst, solltest du dich unbedingt über die dort geltenden Regelungen für Zugfahrten informieren.

Hund im Flugzeug

Bei weiter entfernten Zielen lässt sich eine Reise mit dem Flugzeug leider nicht vermeiden. Dein Hund wird nicht sehr begeistert hiervon sein. Deshalb solltest du es dir gut überlegen, ob du ihm einen Flug zumuten willst. Bevor du deine Flugtickets buchst, solltest du zwei Punkte überprüfen.

Erstens: Eignet sich deine Hunderasse für einen Flug? Nicht alle Rassen dürfen fliegen. 

Zweitens: Erlaubt die Airline den Transport von Hunden und wenn ja, welche Regelungen gibt es. 

Jede Airline hat andere Regelungen zum Transport von Haustieren. Kleinere Hunde bis zu einem gewissen Gewicht dürfen in der Kabine in einer geeigneten Tragetasche mitfliegen.

Größere Hunde landen gezwungenermaßen in einer Box im Frachtraum. Achte darauf, dass die Box groß genug ist und dein Liebling auch ab und an aufstehen kann. Zudem solltest du ihm Trockenfutter und Wasser zur Verfügung stellen. Der Frachtraum kann sehr kühl werden. Verkleide die Box am besten gut, so dass er nicht im Schlaf friert.

Wichtig ist es, die Fluggesellschaft möglichst frühzeitig über die Mitnahme deines Vierbeiners zu informieren. Jedes Flugzeug hat nur begrenzte Kapazitäten für Haustiere in Kabine und Frachtraum. Informiere dich vorab auf jeden Fall über die Ein- und Ausfuhr- sowie Tierschutzbestimmungen deines Reiseziels, damit dir am Flughafen keine böse Überraschung droht. Kosten für eine Flugreise können je nach Größe des Hundes und Flugzone zwischen 35 und 350 Euro variieren.

Hast du daran gedacht?

Wichtig vor dem Urlaub mit deinen Hund sollte ein EU Heimtierausweis, eine gute Reiseapotheke und Packliste sein. Hier das wichtigste auf den Punkt gebracht:

EU-Heimtierausweis

Wenn die Reise ins europäische Ausland geht, braucht dein Hund unbedingt einen EU-Heimtierausweis. Diesen kann dein Tierarzt ausstellen. Die Kosten belaufen sich auf circa 10-15 Euro. Der Ausweis dient zur Identifikation deines Lieblings und zur Dokumentation seiner Impfungen. Am wichtigsten ist hier die Tollwutimpfung. Achte unbedingt auf eine gültige Impfung gegen Tollwut. Die Gültigkeitsdauer der Impfungen sollte gut lesbar eingetragen sein.

Hunde-Reiseapotheke

Auch dein treuer Gefährte braucht seine eigene Reiseapotheke. Vor Reiseantritt solltest du unbedingt deinen Tierarzt um Rat fragen. Er kann dir je nach Region die wichtigsten Informationen mitteilen. Außerdem kann er dir eine Auswahl an nötigen Medikamenten mitgeben. Ansonsten solltest du unabhängig von der Reiseregion ein Erste-Hilfe-Set, eine Zeckenzange und ein Präparat zur Mücken- und Zeckenabwehr einpacken.

Packliste

Jetzt heißt es natürlich noch Packen und zwar nicht nur für dich, sondern auch für deinen Gefährten. Um dir das Packen für deinen Hund zu erleichtern, kannst du dich an diese Liste halten. Neben der Reiseapotheke und dem EU-Heimtierausweis sollten auf jeden Fall folgende Dinge nicht im „Hundekoffer“ fehlen:

  • Fress- und Trinknäpfe
  • Decke
  • Korb
  • Futter
  • Leine
  • Geschirr
  • Bürste
  • Shampoo
  • Kotbeutel
  • Hundespielzeug
  • ggf. Maulkorb

Fazit & Empfehlung

Nach diesem Ratgeber sollten alle deine Fragen beantwortet sein. Du kennst die Alternativen zum Urlaub mit dem Hund und weißt welche Reiseorte und Transportmöglichkeiten es gibt.

Wichtig ist dann noch das richtige Zubehör und der Ausweis und schon sollte euren Urlaub nichts mehr im Wege stehen. Hast du noch Fragen? Dann schreibe es gerne in die Kommentare.

Verfasst von Claudia Weise
Verfasst von Claudia Weise

Ich bin die Chefredakteurin von Hundeo. Meine Mission ist es, die besten Hunde Ratgeber im Netz zu veröffentlichen. Hast du Feedback oder Anregungen zum Artikel, dann freue ich mich von dir zu hören.

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