Auf einen Blick
Die Englische Bulldogge wird 8 bis 10 Jahre alt, wiegt zwischen 18 und 25 kg (Rüden 23–25 kg, Hündinnen 18–23 kg) und erreicht eine Widerristhöhe von 31 bis 40 cm. Ihr Charakter lässt sich mit vier Worten gut beschreiben: sanftmütig, eigenwillig, freundlich, gesellig. Sie stammt aus Großbritannien, ist heute ein reiner Familienhund und braucht nur 30 bis 40 Minuten Bewegung täglich. Ihre größte Herausforderung ist das brachyzephale Atemwegssyndrom (BOAS), das Hitze und intensive Belastung zur echten Gefahr macht. In Deutschland kostet ein Welpe vom seriösen Züchter zwischen 1.800 und 3.500 EUR. Dieser Artikel behandelt Charakter, Gesundheit, Ernährung, Pflege, Anschaffungspreis und den Vergleich mit Französischer Bulldogge und Olde English Bulldogge.
Merkmale
Die Englische Bulldogge ist eine kompakte, muskulöse Hunderasse mit einem kräftigen Körperbau und einer tiefen Brust. Ihr markanter Kopf ist breit und massiv, mit einer kurzen, faltigen Schnauze und einem ausgeprägten Vorbiss. Die Haut am Gesicht bildet charakteristische Falten, die ihr ein unverwechselbares Aussehen verleihen. Die Ohren sind eher klein und meist nach vorne geklappt. Ihr Fell ist kurz, glatt und dicht anliegend, es kann in verschiedenen Farben und Kombinationen auftreten. Trotz ihres kräftigen Erscheinungsbildes wirkt die Englische Bulldogge oft freundlich und gelassen, was ihren besonderen Charme unterstreicht.
Zubehör
Die Englische Bulldogge benötigt aufgrund ihres besonderen Körperbaus und ihrer spezifischen Bedürfnisse sorgfältig ausgewähltes Zubehör. Ein gut gepolstertes Hundebett ist essenziell, da die Rasse zu Gelenkproblemen neigt und eine weiche Liegefläche den Druck auf die Knochen reduziert. Beim Geschirr sollte auf eine ergonomische Passform geachtet werden, da ein Halsband aufgrund der kurzen Atemwege nicht ideal ist. Auch der Futternapf sollte an die spezielle Kopfform angepasst sein, leicht erhöhte Modelle erleichtern die Nahrungsaufnahme. Da die Englische Bulldogge eher gemütlich unterwegs ist, sind robuste, aber nicht zu schwere Spielzeuge eine gute Wahl, um sie sanft zur Bewegung zu motivieren.
Geschichte und Herkunft
Die Englische Bulldogge gehört zu den ältesten britischen Rassen, deren Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Frühe englische Texte aus dem Jahr 1500 erwähnen den „Bolddogge", doch die Wurzeln der Rasse liegen bei den Mastiff-artigen Hunden, die im mittelalterlichen England gehalten wurden.
Das Bullenbeißen war ein weit verbreiteter Zuschauersport und bis zum 17. Jahrhundert fester Bestandteil englischer Jahrmärkte. Ein Hund wurde auf einen angebundenen Stier losgelassen, mit dem Ziel, den Stier an der Nase zu packen und festzuhalten. Hunde wurden gezielt für diese Aufgabe gezüchtet: ein tiefer, breiter Körper machte sie schwer zu greifen, kräftige Kiefer ermöglichten einen festen Biss, und die verkürzte Schnauze erlaubte das Atmen beim Zubeißen. Der Sport war nicht nur Unterhaltung. Manche Städte schrieben per Gesetz vor, dass Stiere vor der Schlachtung gehetzt werden mussten.
Das Grausamkeitsgesetz von 1835 verbot das Bullenbeißen in England, und die ursprüngliche Aufgabe der Rasse verschwand damit fast über Nacht. Manche Züchter befürchteten das Ende der Rasse. Stattdessen begann eine bewusste Umzüchtung: Aggression wurde herausselektiert, Ausgeglichenheit und Sozialkompetenz hineinselektiert. Das markante Erscheinungsbild blieb erhalten. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich die Englische Bulldogge zum beliebten Begleithund gewandelt.
Der American Kennel Club (AKC) anerkannte die Rasse 1886 offiziell, als einer der ersten Vertreter überhaupt. Heute gehört die Englische Bulldogge in den USA und Großbritannien zu den beliebtesten Rassen, was in Anbetracht ihrer beinahe vergessenen Vergangenheit bemerkenswert ist.
Die Falten, die Stupsnase und der watschelnde Gang, die die Rasse heute prägen, sind zum Teil ein Erbe der Arbeitsvergangenheit und zum Teil das Ergebnis von Zuchtwahlen der letzten 150 Jahre. Aus diesem Grund ist das Thema Atemgesundheit bei Tierärztinnen und Tierärzten eines der wichtigsten Gesprächsthemen bei bulldoggenbesitzenden Familien.
Gesundheit und häufige Krankheiten
Die Englische Bulldogge braucht mehr tierärztliche Begleitung als die meisten anderen Rassen. Das ist kein Grund, die Rasse zu meiden, aber es ist etwas, das jede Person vor der Anschaffung klar verstehen sollte.
Brachyzephales Obstruktives Atemwegssyndrom (BOAS)
Das wichtigste Gesundheitsproblem bei Englischen Bulldoggen ist BOAS, verursacht durch die Kombination aus einem verkürzten Schädel, engen Nasenlöchern (stenotische Nares), einem verlängerten weichen Gaumen und einer engen Luftröhre. Diese anatomischen Merkmale schränken den Luftstrom ein und zwingen den Hund zu erhöhter Atemanstrengung. In milden Fällen zeigt sich das durch Schnarchen oder Schnaufen. Bei mittleren bis schweren Fällen kann der Hund bei Belastung sichtbar kämpfen, schläft in ungewöhnlichen Positionen, um die Atemwege offen zu halten, oder würgt häufig.
Tierärzte raten Besitzerinnen und Besitzern, auf folgende Zeichen zu achten: Atemnot in Ruhe, geringe Belastungstoleranz, häufiges Würgen oder Erbrechen sowie blasse oder bläuliche Schleimhäute bei Bewegung. Letzteres ist ein Notfall. Eine chirurgische Korrektur verengter Nasenlöcher und eines verlängerten Gaumensegels ist möglich und verbessert die Lebensqualität bei betroffenen Hunden erheblich. Wenn dein Welpe vor dem sechsten Lebensmonat Anzeichen von Atemstörungen zeigt, solltest du die Möglichkeit einer Korrektur-OP frühzeitig mit deinem Tierarzt besprechen.
BOAS bedeutet außerdem: Englische Bulldoggen dürfen nie in einem heißen Auto bleiben, bei Temperaturen über 20°C ohne häufige Pausen bewegt werden oder als Frachttier in Flugzeugfrachträumen transportiert werden. Die Rasse zählt zu den am häufigsten von Transporthitzestress betroffenen Hunden.
Hüftdysplasie und Ellbogendysplasie
Hüftdysplasie, eine Fehlbildung des Hüftgelenks, ist bei Englischen Bulldoggen weit verbreitet. Die kompakte, breite Körperform bei kurzen Beinen belastet die Hüften unverhältnismäßig stark. Symptome reichen von gelegentlicher Steifheit nach dem Ruhen bis hin zu chronischer Lahmheit. Gewichtsmanagement ist die wirksamste nicht-chirurgische Maßnahme: Jedes zusätzliche Kilogramm erhöht die Gelenkbelastung messbar.
Ellbogendysplasie, eine Gruppe von Entwicklungsstörungen des Ellbogengelenks, tritt bei Bulldoggen häufig parallel zur Hüftdysplasie auf. Beide Erkrankungen lassen sich per Röntgen feststellen und sollten bei Zuchttieren untersucht werden. Beim Kauf eines Welpen sollte nachgefragt werden, ob die Elterntiere auf Hüfte und Ellbogen untersucht wurden.
Hautfaltendermatitis
Die tiefen Gesichtsfalten und die Rutentasche (die Hautfalte am Rutenansatz, die viele Englische Bulldoggen haben) sind warme, feuchte Umgebungen, in denen sich Bakterien und Pilze schnell vermehren. Ohne regelmäßige Reinigung entsteht eine Faltendermatitis: rote, wunde, entzündete Haut, die sich zu schmerzhaften Infektionen ausweiten kann. Tierärzte sehen dieses Problem häufig bei Bulldoggen, deren Besitzerinnen und Besitzer nicht über die notwendige Faltenpflege informiert wurden. Tägliches Reinigen aller Falten mit einem feuchten Tuch oder speziellen Pflegetüchern, gefolgt von gründlichem Trocknen, verhindert die meisten Fälle.
Die Rutentasche wird besonders leicht vergessen. Bei Bulldoggen mit eng eingedrehter Rute kann die Tasche tief sein und sich nur schwer reinigen lassen. Anhaltende Infektionen in der Rutentasche erfordern manchmal eine chirurgische Korrektur.
Augenprobleme
Cherry Eye (Vorfall der Drüse des dritten Augenlids) tritt bei Englischen Bulldoggen häufiger auf als bei den meisten anderen Rassen. Die Drüse fällt hinter dem dritten Augenlid hervor und erscheint als rötliche, gerundete Masse im Augenwinkel. Es sieht beunruhigend aus, ist aber kein Notfall. Eine zeitnahe tierärztliche Behandlung durch chirurgische Reposition der Drüse wird empfohlen, da die Drüse einen wesentlichen Teil des Tränenfilms produziert.
Entropium, ein Einrollen des Augenlids, sodass Wimpern die Hornhaut reiben, kommt bei Bulldoggen ebenfalls überdurchschnittlich häufig vor. Eine chirurgische Korrektur ist unkompliziert und wirksam.
Wärmeempfindlichkeit
Aufgrund von BOAS können Englische Bulldoggen nicht so effizient hecheln wie andere Rassen. Das bedeutet: Sie überhitzen schneller und erholen sich langsamer. An warmen Tagen sollten Spaziergänge in den frühen Morgenstunden oder nach Einbruch der Dunkelheit stattfinden. Wasser sollte immer mitgeführt werden. Jedes Zeichen von extremem Hecheln, übermäßigem Sabbern, Desorientierung oder Kollaps bei Wärme ist ein möglicher Hitzschlag-Notfall: Hund in eine kühle Umgebung bringen, Pfoten und Bauch mit zimmerwarmem Wasser befeuchten und sofort den Tierarzt kontaktieren.
Allgemeine Gesundheitsempfehlung
Tierärztinnen und Tierärzte empfehlen für Englische Bulldoggen halbjährliche Kontrollen statt jährlicher, da viele Erkrankungen von einer frühen Erkennung profitieren. Eine gute Krankenversicherung, die angeborene und rassetypische Erkrankungen abdeckt, sollte vor dem Auftreten erster Symptome abgeschlossen werden, nicht danach. Die durchschnittlichen Tierarztkosten bei Englischen Bulldoggen liegen dauerhaft über dem Rassen-Durchschnitt.
Haltung und Beschäftigung
Bewegung
Englische Bulldoggen brauchen Bewegung, aber Menge und Art müssen auf die Grenzen der Rasse abgestimmt sein. Dreißig bis 40 Minuten Spaziergang pro Tag, aufgeteilt auf zwei Einheiten, sind für einen gesunden erwachsenen Hund ein realistischer Richtwert. Kurze, häufige Spaziergänge funktionieren besser als ein langer Ausflug.
Die Intensität ist genauso wichtig wie die Dauer. Beim Fahrrad mitlaufen, intensives Apportierspiel oder Bewegung in der Mittagshitze sind Situationen, die Bulldoggen gefährden. Wenn dein Hund nach einer Einheit schnell atmet und mehrere Minuten braucht, um sich zu normalisieren, war die Belastung zu hoch.
Schwimmen wird für Englische Bulldoggen nicht empfohlen. Ihre kopflastige Anatomie macht das Schwimmen zu einer echten Anstrengung, und die Kombination aus körperlicher Erschöpfung und Stress im Wasser kann zu einer Atemkrise führen. Ein flaches Planschbecken an einem warmen Tag ist unproblematisch, tiefer Freiwasserbereich ohne Rettungsweste und ständige Aufsicht nicht.
Welpen unter zwölf Monaten sollten in der Bewegung begrenzt werden. Kurze Spieleinheiten von fünf bis zehn Minuten, mehrmals täglich, schützen die sich entwickelnden Gelenke.
Training
Englische Bulldoggen lernen gut, wenn das Training konsequent auf positiver Verstärkung aufgebaut ist. Sie sind keine Arbeitshunde, die durch Aufgaben und Wettbewerb motiviert werden. Sie sind Begleithunde, die durch Futter, Spiel und die Reaktion ihrer Bezugspersonen motiviert werden. Kurze Einheiten von fünf bis zehn Minuten, hochwertige Leckerlis unmittelbar bei der gewünschten Verhaltensweise, und Abschluss mit einem Erfolg funktionieren gut.
Die oft beschriebene Sturheit der Rasse zeigt sich meist dann, wenn das Training zu viel auf einmal verlangt, die Einheiten zu lang sind oder der Anreiz nicht stimmt. Eine Bulldogge, die desinteressiert wirkt, signalisiert meistens, dass die Trainingsstruktur angepasst werden muss.
Crate-Training lohnt sich von Anfang an. Bulldoggen können Trennungsangst entwickeln, und eine früh eingeführte Transportbox als ruhiger, sicherer Ort gibt dem Hund eine verlässliche Rückzugsmöglichkeit. Sozialisierung bis zur 16. Lebenswoche ist besonders wichtig: Kontakt mit verschiedenen Menschen, Untergründen, Geräuschen und anderen Tieren während des sensiblen Entwicklungsfensters prägt eine entspannte Bulldogge statt einer reaktiven.
Fell- und Körperpflege
Das wöchentliche Programm: Fell mit einer weichen Bürste oder Gummimassagebürste durchbürsten, um losen Haarflor zu entfernen. Ohren auf Rötung, Geruch oder Ausfluss prüfen. Zähne mindestens dreimal pro Woche mit hundespezifischer Zahncreme bürsten. Krallen alle drei bis vier Wochen kürzen, je nach Bewegungsumfang auf harten Böden.
Das tägliche Muss: alle Hautfalten reinigen. Mit einem feuchten Tuch oder speziellen Pflegetüchern Schmutz und Feuchtigkeit aus jeder Falte entfernen, dann gründlich trocknen. Das gilt für Gesichtsfalten, Halsfalten, eventuelle Körperfalten und die Rutentasche. Fünf Minuten täglich verhindert die meisten Dermatitisprobleme, die Tierärzte bei dieser Rasse sehen.
Ernährung im Detail
Englische Bulldoggen stehen vor spezifischen Ernährungsherausforderungen, die sie von den meisten anderen Rassen unterscheiden.
Die Kopfform schafft praktische Schwierigkeiten beim Fressen. Ein flacher oder tiefer Napf zwingt den Hund, den Hals in einem unangenehmen Winkel zu strecken, was das Fressen verlangsamt und mehr Luft schlucken lässt. Ein spezieller Napf für brachyzephale Rassen oder ein leicht erhöhtes Modell macht die Mahlzeiten angenehmer und reduziert die geschluckte Luftmenge.
Gewichtsmanagement steht im Mittelpunkt der Bulldoggen-Ernährung. Die niedrigen Energiebedürfnisse der Rasse kombiniert mit einem starken Appetit machen Übergewicht zu einem dauerhaften Risiko. Ein übergewichtiger Hund ist nicht nur ein kosmetisches Problem: Übergewicht beschleunigt den Gelenkabbau, verschlimmert BOAS-Symptome durch Druck auf die Atemwegsstrukturen und verkürzt das Leben des Hundes. Futtermengen abwiegen statt schätzen. Dein Tierarzt sollte bei jedem Termin eine Body-Condition-Score-Beurteilung durchführen.
Futterunverträglichkeiten und Allergien sind bei Englischen Bulldoggen häufiger als bei vielen anderen Rassen. Hautreizungen, Juckreiz, wiederkehrende Ohrenentzündungen oder Verdauungsprobleme, die sich mit Basispflege nicht bessern, können Hinweise sein. Eine Eliminationsdiät mit einem einzelnen, neuen Proteinträger ist oft der erste Schritt. Bitte nicht ohne tierärztliche Begleitung durchführen, da die Diagnose ein striktes Protokoll erfordert.
In der Welpenphase (etwa bis zum 12. Lebensmonat) brauchen Bulldoggen ein Futter, das für mittelgroße oder große Welpen formuliert ist, kein Standard-Welpenfutter. Standard-Welpenfutter hat höhere Calcium- und Phosphorwerte, die bei Bulldoggen zu Skelettentwicklungsstörungen beitragen können. Ab dem 12. Monat ist ein vollwertiges Erwachsenenfutter geeignet.
Glucosamin- und Chondroitinpräparate werden für Bulldoggen häufig als präventive Maßnahme empfohlen, da die Rasse zur Gelenkproblematik neigt. Die Datenlage für Nahrungsergänzungsmittel ist gemischt, aber einige tierärztlich formulierte Gelenkpräparate zeigen Nutzen, wenn sie vor dem Auftreten klinischer Zeichen begonnen werden. Zeitpunkt und Dosierung am besten mit dem Tierarzt besprechen.
Englische Bulldogge, Französische Bulldogge und Olde English Bulldogge im Vergleich
Diese drei Rassen werden von Interessierten häufig verglichen. Die Unterschiede sind relevant.
| Merkmal | Englische Bulldogge | Französische Bulldogge | Olde English Bulldogge |
|---|---|---|---|
| Gewicht (adult) | 18–25 kg | 8–14 kg | 27–45 kg |
| Größe | 31–40 cm | 27–35 cm | 43–51 cm |
| Lebenserwartung | 8–10 Jahre | 10–12 Jahre | 9–14 Jahre |
| BOAS-Risiko | Hoch | Hoch | Deutlich geringer |
| Energielevel | Niedrig | Mittel | Mittel bis hoch |
| Wohnungsgeeignet | Ja | Ja | Weniger geeignet |
| Anschaffungspreis (ca.) | 1.500–3.000 EUR | 2.000–4.000 EUR | 1.500–2.500 EUR |
| Kinderverträglichkeit | Hoch | Hoch | Hoch |
Die Französische Bulldogge ist kleiner und etwas lebhafter, teilt aber die brachyzephalen Atemprobleme der Englischen Bulldogge, manchmal in noch stärkerem Ausmaß. Interessierte sollten die Anforderungen an Gesundheitstests bei Züchterinnen und Züchtern für beide Rassen gleich ernst nehmen.
Die Olde English Bulldogge ist eine bewusst neu gezüchtete Rasse aus den 1970er Jahren, entwickelt vom amerikanischen Züchter David Leavitt durch Kreuzungen mit Amerikanischer Bulldogge, Bullmastiff und American Pit Bull Terrier. Ziel war ein gesünderer, athletischerer Hund, der das Erscheinungsbild der vorviktorianer Bulldogge behielt. Das BOAS-Risiko ist geringer als bei der Englischen Bulldogge, aber nicht null. Die Rasse ist weder vom AKC noch vom Kennel Club (UK) anerkannt.
Kosten im Überblick
Der Kaufpreis für eine Englische Bulldogge von einer seriösen Züchterin oder einem seriösen Züchter mit dokumentierten Gesundheitstests liegt in Deutschland typischerweise zwischen 1.800 und 3.500 EUR. In Österreich sind es 1.500 bis 3.000 EUR, in der Schweiz 2.000 bis 3.500 CHF. Die Unterschiede erklären sich durch regionale Marktgröße, Importkosten und Züchterdichte, nicht durch unterschiedliche Qualitätsstandards. Preise deutlich darunter von Züchterinnen ohne Gesundheitszertifikate der Elterntiere sollten als Warnsignal verstanden werden: Geringere Anschaffungskosten spiegeln oft eine geringere Gesundheitstestinvestition wider, was erfahrungsgemäß zu höheren Tierarztkosten führt.
Laufende Kosten für einen erwachsenen Hund: Futter etwa 60–100 EUR pro Monat je nach Qualität, dazu Pflegemittel und routinemäßige Parasitenvorbeugung. Eine monatliche Tierarzt-Rücklage von mindestens 80–120 EUR ist bei der rassetypischen Gesundheitsbelastung ein realistischer Richtwert.
Eingriffe, die rassetypisch auftreten, kommen dazu: Eine BOAS-Korrektur kostet je nach Umfang und Region typischerweise zwischen 1.500 und 3.500 EUR. Hüft- oder Ellbogenoperationen liegen in ähnlichen Bereichen. Eine Krankenversicherung, die angeborene und rassebedingte Erkrankungen abdeckt, kann diese Kosten erheblich abfedern. Die Ausschlussklauseln der Policen für Rassen mit bekannter Prädisposition sollten vor Abschluss sorgfältig gelesen werden.
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