Beim Verbeugen senkt dein Hund den Vorderkörper ab, während das Hinterteil oben bleibt. Die Position sieht aus wie eine Spielaufforderung und ist ein beliebter Trick, der bei Zuschauern gut ankommt. Voraussetzung: Dein Hund kennt Platz und Steh.
- Vorderkörper senkt sich, Hinterteil bleibt oben (Spielaufforderungs-Position)
- Leckerli von der Nase langsam zwischen die Vorderbeine nach unten führen
- Voraussetzung: Platz und Steh müssen sitzen
- Häufigster Fehler: Leckerli zu tief führen, Hund legt sich ganz hin
- Trick-Name in der Hundeo App: „Verbeugen (Diener)"
Die Verbeugung ist ein Trick mittlerer Schwierigkeit. Hunde zeigen die Bewegung auch in der natürlichen Kommunikation: Die Spielaufforderung (Play Bow) sieht genau so aus. Manche Hunde bieten sie von sich aus an, bei anderen musst du sie gezielt aufbauen.
Die 3 Schritte
Schritt 1: Lockhilfe unter der Brust. Dein Hund steht. Halte einen Happen vor die Nase und führe ihn langsam zwischen die Vorderbeine nach unten, Richtung Brust. Dein Hund folgt dem Happen mit der Nase und senkt den Vorderkörper. Das Hinterteil bleibt oben, weil du nicht bis zum Boden gehst. In dem Moment, in dem die Ellbogen den Boden berühren, markern und den Snack geben.
Wenn dein Hund sich komplett hinlegt, hast du den Happen zu tief oder zu weit nach hinten geführt. Halte ihn knapp unter der Brust. Alternativ kannst du deinen Arm sanft unter dem Bauch halten, damit das Hinterteil oben bleibt. Diese Hilfe nach 5 bis 10 Durchgängen schrittweise weglassen.
Schritt 2: Handzeichen einführen. Nach einigen erfolgreichen Durchgängen führst du dieselbe Bewegung mit leerer Hand aus. Handfläche nach unten, Bewegung Richtung Boden. Der Hund kennt das Muster und macht die Verbeugung. Belohnung kommt aus der anderen Hand. Wenn die Übung 9 von 10 Mal klappt, führe das Hörzeichen ein: „Verbeugen" oder „Diener" sagen, Geste zeigen, markern, belohnen.
Schritt 3: Dauer und Ablenkung steigern. Am Anfang reicht ein kurzes Absenken. Jetzt verlängerst du die Position schrittweise: 1 Sekunde halten, dann 2, dann 3. Markere immer, solange dein Hund noch in der Verbeugung ist, nicht erst wenn er aufsteht. So lernt er: Verweilen lohnt sich. Wenn die Verbeugung zu Hause stabil klappt, übe an verschiedenen Orten.
Natürliche Spielaufforderung nutzen
Manche Hunde verbeugen sich regelmäßig, wenn sie zum Spielen auffordern. Wenn dein Hund das von sich aus zeigt, kannst du diesen Moment gezielt einfangen: Sobald er in die Verbeugung geht, markern und belohnen. Nach ein paar Wiederholungen versteht er, dass die Bewegung sich lohnt, und bietet sie häufiger an. Dann das Hörzeichen einführen.
Diese Methode (Capturing) funktioniert bei Hunden, die den Play Bow regelmäßig zeigen. Bei Hunden, die es selten tun, ist die Lockhilfe der schnellere Weg.
Häufige Fehler
Leckerli zu tief führen. Der klassische Fehler: Du führst den Happen bis zum Boden und der Hund legt sich hin statt sich zu verbeugen. Das Leckerli bleibt knapp unter der Brust. Geh lieber zu wenig als zu weit nach unten.
Zu schnell das Halten verlangen. Am Anfang reicht ein kurzes Absenken. Wenn du sofort 5 Sekunden verlangst, wird dein Hund unsicher und bricht die Position ab. Die Dauer in 1-Sekunden-Schritten steigern.
Ohne Voraussetzungen starten. Dein Hund muss sicher stehen können, ohne sich hinzusetzen. Wenn Steh noch nicht sitzt, wird die Verbeugung schwierig, weil der Hund aus dem Stand direkt ins Platz geht. Erst die Grundkommandos festigen.
Dein Trainingsplan
0/7Tricks und Kommandos
Hast du aufgepasst?
Frage 1 von 3Wohin führst du das Leckerli, damit dein Hund sich verbeugt?
In unserer Hundetricks-Übersicht findest du alle Tricks sortiert nach Schwierigkeit.
Die Verbeugung ist Teil des Hundeo-Kurses „Tricks für Fortgeschrittene". Bei Hundeo Pro findest du den Trick als Videoanleitung mit Trainings-Tracking und bei Problemen persönliche Hilfe von echten Trainern.





