Winken gehört zu den Tricks, die bei Besuchern sofort Eindruck machen. Dein Hund hebt die Pfote und bewegt sie in der Luft, als würde er zum Abschied winken. Der Trick baut direkt auf Pfötchen geben auf und ist in wenigen Trainingseinheiten erlernbar.
- Voraussetzung: Hund kann Pfötchen geben
- Prinzip: Hand wegziehen, bevor die Pfote sie berührt
- Der Hund kratzt mit der Pfote in der Luft (= Winkbewegung)
- Sofort markern, wenn die Pfote sich in der Luft bewegt
- Erst zur nächsten Stufe, wenn die aktuelle zuverlässig klappt
- Kurze Einheiten von 3 bis 5 Minuten, 2 bis 3 Mal täglich
In der Hundeo App heißt der Trick „Winken". Das Prinzip ist einfach: Beim Pfötchen geben berührt dein Hund deine Hand mit der Pfote. Beim Winken ziehst du die Hand im letzten Moment weg. Die Pfote greift ins Leere und macht eine kratzende Bewegung in der Luft. Genau das ist das Winken.
Training in 3 Schritten
Schritt 1: Hand wegziehen. Lass deinen Hund Sitz machen. Gib das Pfötchen-Signal und halte deine Hand hin wie gewohnt. Aber zieh sie knapp vor der Berührung weg. Dein Hund streckt die Pfote aus und kratzt in die Luft, weil das gewohnte Ziel fehlt. In genau diesem Moment markern und belohnen. 10 bis 15 Wiederholungen pro Einheit. Wenn dein Hund einen Clicker kennt, hilft der hier besonders: Das Timing beim Markern entscheidet, ob er die Pfotenbewegung in der Luft versteht oder die Berührung deiner Hand sucht.
Schritt 2: Winkbewegung verstärken. Dein Hund versteht jetzt, dass das Pfoten-Heben in der Luft sich lohnt. Jetzt wird die Bewegung verfeinert. Belohne nur noch deutliche Pfotenbewegungen, nicht mehr kurzes Antippen. Wenn er die Pfote hebt und einmal in der Luft kratzt, bestätigen. Dann auf 2 bis 3 Winkbewegungen steigern, bevor die Belohnung kommt. Die Hand dabei schrittweise weiter weg halten, sodass er die Bewegung ohne deine Hand als Orientierung macht.
Schritt 3: Kommando und Distanz. Wenn die Winkbewegung ohne deine Hand als Hilfe zuverlässig kommt, das Signalwort einführen: "Winken", "Wink" oder "Tschüss". Immer dasselbe Wort. Die Distanz schrittweise vergrößern: erst einen Schritt Abstand, dann zwei, dann drei. An verschiedenen Orten üben. Was im Wohnzimmer funktioniert, muss im Garten und beim Spaziergang neu gefestigt werden.
Dein Trainingsplan
0/6Typische Fehler
Zu spät markern. Wenn du zu spät bestätigst, belohnst du das Absenken der Pfote statt die Winkbewegung. Das Markerwort muss kommen, während die Pfote in der Luft ist. Clicker oder ein kurzes "Yes" helfen beim Timing.
Hand nicht schnell genug wegziehen. Wenn dein Hund deine Hand berührt, ist es Pfötchen geben statt Winken. Die Hand muss weg sein, bevor die Pfote ankommt. Lieber einmal zu früh wegziehen als zu spät.
Zu schnell steigern. Wenn dein Hund noch unsicher ist, nicht gleich auf Distanz oder mehrere Winkbewegungen gehen. Jede Stufe muss zuverlässig sitzen, bevor du die nächste anfängst.
Aufbau-Tricks
Wenn Winken sicher sitzt, kannst du darauf aufbauen. Winken auf Distanz: Dein Hund winkt dir von der anderen Seite des Raums zu. Winken mit beiden Pfoten abwechselnd, wie bei einer königlichen Parade. Oder Winken in Kombination mit anderen Hundetricks als Trickfolge.
Hast du aufgepasst?
Frage 1 von 3Was ist der Unterschied zwischen Pfötchen und Winken?
In unserer Hundetricks-Übersicht findest du alle Tricks sortiert nach Schwierigkeit.
Die Übungen in diesem Artikel sind ein Auszug aus dem Hundeo-Kurs „Tricks". Bei Hundeo Pro findest du alle Tricks als Videoanleitung mit Schritt-für-Schritt-Aufbau, dazu Trainings-Tracking und bei Problemen persönliche Hilfe von echten Trainern.





