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Maulkorb für Hunde im Test

Listenhunde (American Staffordshire Terrier, Pitbull, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, Rottweiler, Tosa Inu) brauchen auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Maulkorb. Korbmaulkörbe aus Leder oder Kunststoff erlauben Hecheln und Trinken und sind für längere Nutzung geeignet. Schnutenmaulkörbe aus Stoff schränken das Hecheln ein und sind nur für kurze Einsätze vertretbar. Der Hund darf mit Maulkorb nie unbeaufsichtigt gelassen werden.

4 Min. Lesezeit
Ein braun-weißer Hund mit schwarzem Maulkorb und Kettenhalsband steht neben einer Person in dunkler Jacke. Der Hund an der Leine mit gespitzten Ohren bildet einen Kontrast zum grasbewachsenen Feldhintergrund.
Das Wichtigste in Kürze
  • Listenhunde brauchen einen Maulkorb: auch ängstliche Hunde beim Tierarzt oder nach Operationen
  • Listenhunde in Deutschland: American Staffordshire Terrier, Pitbull, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, Rottweiler, Tosa Inu
  • Maulkorb muss Hecheln und Trinken erlauben: Korbmaulkorb ist besser als Schnutenmaulkorb aus Stoff
  • Gewöhnung dauert ca. Vier Wochen: erst schnuppern, dann lecken, dann kurze Tragezeiten

Kaufratgeber

Wann ein Maulkorb sinnvoll ist

Jeder Hund kann in bestimmten Situationen beißen: Listenhunde. Angst, Schmerzen und extreme Stresssituationen lösen bei Hunden Schutzreflexe aus, die auch freundliche Tiere zu einem Biss verleiten können. Typische Situationen: Tierarztbesuch, Verbandswechsel nach Operationen, laute öffentliche Plätze, Begegnungen mit fremden Hunden.

Ein Maulkorb schützt in diesen Momenten den Tierarzt, andere Hunde und unbeteiligte Personen: ohne den Hund zu bestrafen. Richtig eingesetzt ist er ein Sicherheitsmittel, kein Zeichen von Gefährlichkeit.

Zusätzlich schützt ein Maulkorb vor Giftködern beim Spaziergang. Hunde, die beim Gehen alles aufnehmen, können durch einen Korbmaulkorb nicht mehr unkontrolliert fressen.

Maulkorbpflicht: Listenhunde und Bundesländer

In Deutschland besteht für Listenhunde auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln Maulkorbpflicht. Als Listenhunde gelten bundesweit: American Staffordshire Terrier, American Pitbull Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, Rottweiler und Tosa Inu.

Einzelne Bundesländer haben strengere Regelungen. In Brandenburg muss jeder Hund auf öffentlichen Plätzen einen Maulkorb tragen: unabhängig von Rasse oder Größe. In Bayern variieren die Vorschriften je nach Gemeinde. In Nordrhein-Westfalen kann die Maulkorbpflicht für Listenhunde entfallen, wenn der Besitzer die Ungefährlichkeit des Hundes nachweisen kann. Für genaue Regelungen beim zuständigen Rathaus oder der Gemeindeverwaltung nachfragen.

Maulkorb auswählen und Hund gewöhnen

Korbmaulkörbe aus Leder oder Kunststoff (Baskerville-Typ) sind besser als Schnutenmaulkörbe aus Stoff, die die Schnauze zusammendrücken und das Hecheln einschränken. Der Maulkorb muss Hecheln und Trinken erlauben: beides ist für die Gesundheit unverzichtbar. Passform prüfen: Der Korb darf die Schnauze nicht einquetschen.

Gewöhnung läuft schrittweise ab: Maulkorb auf den Boden legen und den Hund schnuppern lassen. Dann Leckerli in den Korb legen: der Hund lernt, die Schnauze reinzustecken. Wenn er das ohne Zögern tut, den Verschluss kurz schließen (5 Minuten) und mit Leckerli belohnen. Die Tragezeit täglich um einige Minuten verlängern. Nach etwa vier Wochen akzeptieren die meisten Hunde den Maulkorb ohne Stress.

Vorteile
Schützt Tierarzt, andere Hunde und Menschen
Verhindert Aufnahme von Giftködern
Korbmaulkorb erlaubt Hecheln und Trinken
Nachteile
Gewöhnung dauert ca. 4 Wochen
Schnutenmaulkörbe schränken Hecheln ein

Hast du aufgepasst?

Frage 1 von 3

Warum ist ein Korbmaulkorb besser als ein Schnutenmaulkorb aus Stoff?

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Häufig gestellte Fragen

Claudia Weise

Geschrieben von

Claudia Weise

Chefredakteurin & Hundeexpertin

Chefredakteurin bei HundeoAktiv im TierschutzHundebesitzerin seit Kindheit

Claudia ist seit Kindheit Hundebesitzerin und im Tierschutz sehr aktiv. Als Chefredakteurin bei Hundeo ist es ihre Mission, die Bindung zwischen Mensch und Hund zu stärken.

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