Häufiges Urinieren, Blut im Urin, Schmerzen beim Pinkeln: das können Anzeichen sein. Was bei Blasenentzündung wirklich hilft.

Häufiger Harndrang, Schmerzen beim Urinieren, blutiger Urin: das sind die typischen Zeichen einer Blasenentzündung beim Hund. Weibliche Hunde sind häufiger betroffen. Unbehandelt kann sich die Entzündung auf die Nieren ausbreiten.
Bei der Blasenentzündung handelt es sich um eine Infektion der Harnblase. Im Allgemeinen sind Bakterien, seltener Viren oder Pilze dafür verantwortlich. Die Keime gelangen meistens aus dem Genitalbereich über die Harnröhre in die Blase und führen dort zu einer Entzündung der Blasenwand.
Blasenentzündungen (Zystitis) treten vorwiegend in der nasskalten Winterzeit auf. Bei langen Spaziergängen und feuchtem Fell haben Bakterien gute Chancen, eine Blaseninfektion zu verursachen. Im Sommer kann zu langes Schwimmen in kühlen Seen oder im Meer ebenfalls eine Blasenentzündung auslösen.
Der häufigste Auslöser sind Escherichia-coli-Bakterien. Sie kommen natürlicherweise im Darm vor und sind dort ungefährlich. Weitere Erreger sind Proteus mirabilis, Staphylokokken, Streptokokken, Klebsiellen oder Pilze wie Candida albicans. In seltenen Fällen können Viren oder Parasiten für die Reizung der Blase verantwortlich sein.
Tritt eine Blasenentzündung mehr als zweimal in sechs Monaten oder mehr als dreimal im Jahr auf, ist sie chronisch. Bei chronischer Entzündung werden Urinproben mikroskopisch und chemisch im Labor untersucht sowie eine Urinkultur angelegt, um den Erreger genauer zu bestimmen.
Weitere Ursachen, die zu einer Blasenentzündung führen können:
Wer schon einmal eine Blasenentzündung hatte, kennt den brennenden Schmerz beim Wasserlassen. Die Symptome beim Hund sind ähnlich. Die ersten Anzeichen sind ein verstärkter Harndrang: obwohl das Urinieren lange dauert, kommen dabei nur einige Tropfen heraus. Manche Hunde machen dabei einen leichten Buckel und geben Schmerzlaute von sich.
Geruch, Farbe und Konsistenz des Urins verändern sich. Der Urin enthält teilweise Blut, ist getrübt und/oder schaumig und riecht strenger als gewohnt. In dieser Phase kann es vorkommen, dass der Hund nicht mehr stubenrein ist, weil er keine Kontrolle mehr über seinen Harndrang hat.
Wenn man mit der Hand über den Bauch tastet, kann das Schmerzen auslösen. Bei stärkerer Blasenentzündung können die Nieren in Mitleidenschaft gezogen werden: dann kommen Fieber, Müdigkeit und Leistungsschwäche hinzu.
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Bei Verdacht auf eine Blasenentzündung sofort den Tierarzt aufsuchen. Hinter einer Blasenentzündung können ernsthafte Erkrankungen stecken: frühzeitige Behandlung verhindert Komplikationen.
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