70 Pflanzen, die für Hunde giftig oder sogar tödlich sein können: von Tulpen bis Oleander. Was du wirklich im Garten beachten musst.

Viele Haus- und Gartenpflanzen sind für Hunde giftig: auch weit verbreitete wie Buchsbaum oder Tulpen. Welpen erkunden alles mit dem Maul und sind besonders gefährdet. Die folgenden Listen helfen zu erkennen, welche Pflanzen entfernt oder außer Reichweite gestellt werden sollten.
Diese Pflanzen findest du in Gärten oder in der Wildnis. Selbst wenn du sie nicht im eigenen Garten hast, wachsen viele an Wegrändern oder auf Wiesen.
Beim Spaziergang nicht aus den Augen lassen: Hunde können Pflanzen nicht sicher als giftig erkennen. Der Instinkt, der Wölfen half, ist bei Haushunden durch Domestizierung und die vielen importierten Fremdpflanzen nicht mehr zuverlässig.
Diese Pflanzen sollten außer Reichweite oder ganz aus der Wohnung entfernt werden.
Die Liste ist nicht vollständig. Bei Unsicherheit gilt: Was nicht eindeutig ungefährlich ist, muss weg oder außer Reichweite.
Der Kirschlorbeer wurde 2013 zur Giftpflanze des Jahres ernannt: er ist als Heckenpflanze weit verbreitet und besonders giftig. Der Buchsbaum enthält viele verschiedene Gifte: Blätter, Rinde, Blüten und Früchte sind allesamt giftig.
Beim Bärenklau kommt es auf die Art an: Der kleine Wiesen-Bärenklau ist harmlos. Der Riesen-Bärenklau (ab 1,50 m Höhe) ist hochgiftig: schon Hautkontakt reicht aus. Auch jüngere Exemplare können heranwachsende Riesen-Bärenklau-Pflanzen sein.
Pilze sollten generell gemieden werden: Es ist noch nicht ausreichend erforscht, welche Pilzarten für Hunde sicher sind.
Die häufigste Aufnahmeart ist über das Maul: durch Abknabbern von Blättern, Blüten oder Wurzeln. Manche Gifte übertragen sich auch über Hautkontakt (z.B. Bärenklau). In seltenen Fällen kann auch Einatmen zu Symptomen führen.
Sobald das Gift in den Magen gelangt, verbreitet es sich schnell im Körper. Auf Symptome warten ist falsch: beim Verdacht sofort handeln.
Bei einer Vergiftung kann es zu vielseitigen Symptomen kommen, da jedes Gift anders wirkt:
Mögliche Symptome einer Vergiftung
Hektik schadet: ruhig bleiben, überlegen was als Nächstes zu tun ist. Das beruhigt auch den Hund.
Ist der Hund bewusstlos, stabile Seitenlage herstellen und regelmäßig Puls und Atmung prüfen. Im Notfall auf Wiederbelebungsmaßnahmen vorbereitet sein.
Kohletabletten (Aktivkohle) binden das Gift im Magen-Darm und werden mit dem Kot ausgeschieden: aber nur, solange das Gift noch nicht ins Blut gelangt ist. Jeder Hundehalter sollte Aktivkohle vorrätig haben; Dosierung vorher mit dem Tierarzt absprechen. Erbrechen selbst auslösen ist verboten: Erstickungsgefahr.
Den Tierarzt vorher telefonisch informieren, damit er sich vorbereiten kann. Wenn möglich, die Pflanze mitbringen und alle Symptome sowie die vermutete aufgenommene Menge beschreiben. Je schneller die Behandlung, desto besser die Überlebenschance.
Für manche Gifte gibt es Gegenmittel, für viele nicht. In schweren Fällen ist eine mehrtägige Infusionsbehandlung notwendig.
Alle Zimmer- und Gartenpflanzen auf Giftigkeit prüfen. Was nicht eindeutig sicher ist, muss entfernt, verschenkt oder außer Reichweite gestellt werden.
Beim Floristen oder im Gartencenter nachfragen, ob eine neue Pflanze für Hunde unbedenklich ist.
Giftige Pflanzen wachsen auch an Wegrändern und Wiesen. Blumen und Sträucher im Blick behalten, keinen Kontakt zu unbekannten Pflanzen zulassen.
Dem Hund von Anfang an beibringen, keine unbekannten Pflanzen anzuknabbern. Hat er das gelernt, reduziert sich das Vergiftungsrisiko beim Spaziergang erheblich.
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