Hunde hecheln aus verschiedenen Gründen. Im Ratgeber geben wir dir einen Überblick darüber und was dahinterstecken kann – Geprüft vom Tierarzt.

Das Wichtigste in Kürze
Wann kann Hecheln ein Anzeichen für Schmerzen sein? Was kannst du als Hundebesitzer dagegen tun? Genau das erfährst du hier! Außerdem haben wir uns für diesen Artikel Beratung vom Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic eingeholt. Also sei gespannt!
Wenn wir an Hunde denken, denken wir vielleicht auch an das berühmte Hecheln unserer Lieblinge. Jeder von uns hat es sicher schon einmal beobachtet. Manchmal ist dieses Hecheln für den Hund fast schon gefährlich. Wenn dann noch ein lautes Schnaufen dazu kommt, bekommen viele Hundebesitzer Angst.
Im Grunde gehört das Hecheln zur normalen Atmung des Hundes. Genauso wie uns manchmal die Puste ausgeht, kann das auch unserem vierbeinigen Liebling passieren.
Die Regulierung der Körpertemperatur erfolgt beim Hund weitgehend über die oberen Atemwege. Zu den oberen Atemwegen gehören der Rachen, die Nasenhöhle, der Kehlkopf und die Luftröhre.
Im Gegensatz zum Menschen haben unsere Hunde nur wenige Schweißdrüsen am Körper. Die wenigen Schweißdrüsen befinden sich an den Ballen der Pfoten und am Nasenspiegel. Durch das Hecheln holt sich das Tier frische Luft in den Körper und kühlt sich so von innen heraus. Im Prinzip ähnelt diese Methode unserem Schwitzen. Sie ist aber nicht so effektiv wie bei uns Menschen. Auf jeden Fall solltest du darauf achten, dass dein Schützling frisches Wasser und einen schattigen Platz hat. So kann er sich nach anstrengenden Aktivitäten schneller erholen.
Im Hochsommer solltest du Spaziergänge und wilde Spielabenteuer nicht in der Mittagszeit unternehmen, sondern lieber auf die kühleren Abendstunden warten. Hunde wissen zwar selbst, wann sie genug vom Spielen haben, aber die pralle Sonne tut ihnen nicht gut. Wer dennoch einen Spaziergang in der prallen Sonne unternehmen möchte, sollte darauf achten, dass sich sein Liebling nicht überanstrengt.
Nach dem Spaziergang muss ausreichend Wasser und Schatten zur Verfügung stehen. Außerdem solltest du einige kurze Pausen einlegen, damit sich dein Vierbeiner nicht überanstrengt.
Im „Totraum“, der sich vom Maul bis einschließlich der Luftröhre erstreckt, zirkuliert durch den Hechelmechanismus wesentlich mehr Luft. Diese Luft gelangt jedoch nicht in die Lunge. Es geht bei diesem Vorgang also nicht darum, dem Hund kalte Luft zuzuführen, sondern Flüssigkeit durch diesen ständigen Luftstrom verdunsten zu lassen.
Dabei wird Verdunstungswärme entzogen, ähnlich wie beim menschlichen Schwitzen. Dadurch sinkt die Körpertemperatur des Tieres. Bei normaler Temperatur kann der Hund bis zu 30 oder sogar 40 Atemzüge pro Minute machen. Strengt er sich an oder ist großer Hitze ausgesetzt, erreicht er 300 bis 400 Atemzüge. Das bedeutet, dass dein Schützling seine Atemfrequenz verzehnfacht. Die Evolution hat mit diesem Vorgang ein besonders effizientes System geschaffen! Was aber macht diese Frequenz möglich?
Dafür gibt es zwei Gründe: Die Speichelproduktion ist auf das sogenannte „Sabbern“ ausgelegt, das wir von Hunden nur allzu gut kennen. Seine Zunge trocknet nicht aus, wie es bei uns Menschen der Fall ist. Außerdem atmet der Hund viel flacher als der Mensch. Bei Hunden gibt es also keine Hyperventilation beim Hecheln. Ein Mensch wäre nicht in der Lage, so viele Atemzüge pro Minute zu machen.
Interessanterweise unterscheidet sich das Hecheln von Hund zu Hund und vor allem von Rasse zu Rasse. Kleine Hunde hecheln weniger, sie haben ein geringeres Körpervolumen. Dadurch kann die Temperatur schneller kontrolliert werden.
Große Hunde müssen viel mehr hecheln, um nicht zu überhitzen. Das Sabbern und Hecheln ist daher viel stärker als bei ihren kleinen Artgenossen. Problematisch kann das Hecheln bei kurznasigen Hunderassen werden. Dazu gehören etwa die Möpse. Durch die Zucht wurden die Atemwege verkürzt, sodass das Tier nicht mehr gut hecheln kann.
Bei großer Hitze oder intensivem Spielen musst du bei dieser Hunderasse besonders auf das Hecheln achten. Auch bei langen Spaziergängen solltest du deinen Mops genauer beobachten.
Hunde können nicht nur hecheln, um sich abzukühlen, sondern auch aus Angst und Nervosität. Manche Hunde haben große Angst vor Gewittern oder können den Lärm von Feuerwerkskörpern nicht ertragen. Die Tiere können regelrecht in Panik geraten, was man an den weit aufgerissenen Augen erkennen kann. Kurzatmiges Hecheln kommt dann meist hinzu.
Das Hecheln selbst ist in den meisten Fällen kein Grund zur Beunruhigung, dennoch sollte man darauf achten, warum das Tier hechelt. Handelt es sich um Angst, solltest du ihn sanft beruhigen, um ihm die Angst ein wenig zu nehmen. Nicht nur Angst, sondern auch Schmerzen können ein Grund für das Hecheln sein, vor allem bei älteren Hunden.
Ständiges Hecheln ohne erkennbaren Grund kann also ein Anzeichen für Schmerzen sein. Die Körpersprache deines Hundes ist entscheidend, um zu erkennen, ob es sich um echte Schmerzen, Angst oder etwas anderes handelt.
Bei exzessivem Hecheln solltest du auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen und das Problem abklären lassen!
Hecheln ist bei Hunden ein normales Mittel zur Wärmeregulierung. Wenn dein Hund jedoch in Ruhe und ohne ersichtlichen Grund hechelt, kann dies verschiedene Ursachen haben:
Es ist immer besser, bei unerklärlichem Verhalten auf Nummer sicher zu gehen und professionellen Rat einzuholen.
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Hunde besitzen sehr wenige Schweißdrüsen, durch die sie wie Menschen ihre Temperatur regulieren könnten. Deswegen müssen Hunde ihre Temperatur durch das Hecheln regulieren.
Wenn dein Hund durch heißes Wetter oder viel Bewegung überhitzt ist, ist es ganz normal, dass er viel hechelt. Wenn es keinen offensichtlichen Auslöser für das Hecheln gibt, solltest du deinen Hund beobachten und eventuell zum Tierarzt bringen.
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Du kennst sicher das Hecheln von Hunden, das meist mit starkem Speichelfluss einhergeht. Hecheln ist bei Vierbeinern völlig normal und kein Grund zur Sorge. Mit diesem Vorgang kühlt das Tier seine Körpertemperatur ab.
Nach langen Spaziergängen, anstrengenden Aktivitäten, wildem Spielen oder bei großer Hitze ist es also völlig normal, dass dein Hund zu hecheln beginnt. Wichtig ist, ihn im Auge zu behalten und für ausreichend Schatten und Flüssigkeit zu sorgen.
Auch Angst und Nervosität können dazu führen, dass ein Hund heftig zu hecheln beginnt. Das kann man bei manchen Hunden zum Beispiel an Silvester oder bei einem Gewitter beobachten. In solchen Momenten ist es wichtig, das Tier zu beruhigen. Gefährlich kann das Hecheln bei kleinen Hunderassen werden oder wenn es ohne erkennbaren Grund auftritt.
Dann kann es ein Anzeichen für Schmerzen sein und man sollte auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen!