Erfahre alles Wichtige über Ohrenentzündungen beim Hund: Ursache und Behandlung. Schütze deinen Hund vor Schmerzen und Komplikationen.

Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
Eine Ohrenentzündung beim Hund kann gefährlich und schmerzhaft sein. Du solltest zumindest die Anzeichen und mögliche Ursachen davon kennen. Ich zeige dir in diesem Artikel alles, was du unbedingt wissen solltest. Außerdem haben wir uns für diesen Artikel Beratung vom Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic eingeholt.
Ohrenentzündungen sind bei Hunden weitverbreitet. Das kann für deinen Liebling sehr schmerzhaft sein. Außerdem kann sie sehr gefährlich werden, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Entzündungen können in verschiedenen Bereichen des Ohres auftreten und sich in unterschiedlichen Ausprägungen zeigen. In der Regel gibt es für ihr Auftreten nicht nur eine einzige Ursache. Hier sind meistens mehrere Faktoren mit im Spiel.
Sollte dein Vierbeiner seinen Kopf schief halten, sich häufig am Ohr kratzen oder die Ohrmuschel innen gerötet sein, solltest du ihn genauer beobachten. Das kann ein Anzeichen für eine Ohrenentzündung im Anfangsstadium sein. Wenn du schnell darauf reagierst und die richtigen Maßnahmen ergreifst, kannst du deinem Schützling viele Schmerzen und unangenehme Komplikationen ersparen.
Das Ohr deiner Fellnase besteht aus dem äußeren Ohr, dem Trommelfell, dem Mittelohr und dem Innenohr. Entzündungen betreffen meistens das äußere Ohr oder das Mittelohr. In schweren Fällen kann auch das Innenohr entzündet sein. Das Ohr eines Hundes hat einen Ohrkanal, der je nach Rasse zwischen 5 und 10 cm lang ist. Damit ist er viel länger als der des Menschen. Der Kanal geht zuerst nahezu senkrecht nach unten, um dann L-förmig in der Waagerechten weiter zum Trommelfell zu führen. Dahinter befinden sich das Mittelohr und das Innenohr, auch das Gleichgewichtsorgan sitzt hier. Der Ohrkanal wird von Knorpeln eingefasst. Auf der knorpeligen Haut sitzen viele Drüsen, die für die Produktion von Ohrenschmalz zuständig sind.
Bei manchen Vierbeinern wachsen Haare auch innerhalb der Ohrmuschel. Dadurch kann sich die Anfälligkeit für Entzündungen verstärken.
Bei einer Entzündung des Ohres spielen meistens mehrere Faktoren eine Rolle.
Durch Allergien, Verletzungen, eine andere Grunderkrankung oder Pilzinfektionen können sich Bakterien im Ohrkanal ausbreiten. Dort verursachen sie dann eine Entzündung. Sollte bei deinem Schützling eine Ohrentzündung auftreten, ist sie für ihn sehr schmerzhaft und unangenehm, vor allem wenn sie zusätzlich auch noch mit Juckreiz einhergeht.
Manche Pelzträger sind öfter von Entzündungen im Ohr betroffen. Das sind vor allem Hunde mit Schlappohren, die viel ins Wasser gehen oder die Allergien haben.
Je tiefer die Entzündungen im Ohr fortschreitet, desto gefährlicher kann sie werden. Das Innenohr liegt sehr nahe am Gehirn und am Gesichtsnerv. Dabei besteht die Gefahr, dass Bakterien in diese Bereiche vordringen. Dieser Zustand kann für deinen treuen Gefährten lebensbedrohlich sein. Er kann als Nachfolge unter anderem an einer Hirnhautentzündung leiden. Auch wenn es sich „nur“ um eine Entzündung des äußeren Ohres oder des Mittelohres handelt, ist der Leidensdruck sehr groß. Außerdem besteht die Gefahr von dauerhaften Schäden wie Trommelfellverletzungen, Schwerhörigkeit und Verletzung des Gleichgewichtsorgans.
Für die Ohrenentzündung bei deinem Hund gibt es meist mehrere Ursachen, die das Entstehen einer Entzündung überhaupt begünstigen.
Die Entzündung im Ohr wird, wie alle anderen Entzündungen, von Bakterien verursacht. Doch meistens sind noch weitere bestimmte Voraussetzungen notwendig, damit sich Bakterien bzw. Pilze einnisten und ausweiten können. Eine häufig auftretende Ursache für die Ohrenentzündung beim Hund sind Allergien. Der Grund dafür ist, dass Hunde über die Ohren entgiften. Immer dann, wenn die Entgiftungsorgane wie Niere und Leber geschwächt sind und eine allergische Reaktion oder eine Unverträglichkeit anhaltend auftritt, kann dies über die Ohren erfolgen.
So gehen chronische Ohrenentzündungen oft Hand in Hand mit Nieren- oder Leberschwäche, Erkrankungen des Verdauungsapparates oder Stoffwechselstörungen. Der Organismus ist dann einfach insgesamt geschwächt. Auslöser für eine Allergie können Inhaltsstoffe des Futters, Hausstaub, Pollen oder andere Allergene sein, die nicht immer leicht zu identifizieren sind.
Auch bestimmte systemische Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen können mit einer Ohrenentzündung einhergehen. Die Schwächung des Organismus macht sich dann durch die chronische Entzündung des Ohres bemerkbar.
Sehr viele Ohrenentzündungen weisen zusätzlich zum Auftreten mit Bakterien eine Besiedelung des Ohres mit Milben oder Hefepilzen auf. Hier bedingen sich dann der Befall und die Entzündung gegenseitig.
Erschwerend für den Hund tritt durch die Milben oder Hefepilze häufig ein lästiger und schmerzhafter Juckreiz auf. Durch das Kratzen können bei deinem Liebling zusätzlich kleine Wunden in der Ohrmuschel entstehen, die die Entzündung verstärken. Außerdem ist es möglich, dass sich Milben und Hefepilzen auch an andere Stellen des Körpers, wie an den Pfoten und der Schnauze verbreiten und dort für unangenehmen Juckreiz sorgen.
Eine seltener auftretende Ursache für eine Ohrenentzündung kann auch eine Bissverletzung sein. Wenn dein Schützling ins Ohr gebissen wurde, kann sich in der Folge die Wunde am oder im Ohr entzünden.
Treten häufiger Ohrenentzündungen auf, spielt die Form des Ohres ebenfalls eine Rolle: Schau dir einmal die Ohrform deines Lieblings an. Vierbeiner mit Schlappohren, in denen auch noch viele Haare im Innenbereich des Ohres wachsen, sind naturgemäß viel anfälliger für Ohrenentzündungen. Die Ohren werden einfach nicht so gut belüftet wie Stehohren, und dementsprechend haben Bakterien, Pilze und Milben dort leichteres Spiel.
Gerade bei Rassen mit vielen Haaren an und in den Ohren besteht auch die Gefahr, dass sich beim Spaziergang in der Wiese Pollen an die Haare heften und ins Ohr eindringen. Hier können sie sich dann regelrecht in die Haut einnisten und möglicherweise Entzündungen verursachen. Wenn dein Liebling oft schwimmen geht, kann es auch durch das Eindringen von Wasser ins Ohr zu einer Entzündung kommen.
Ohrenentzündung beim Hund sind für dich als aufmerksamer Hundehalter relativ leicht zu erkennen. Durch die auftretenden Schmerzen wird dein Hund in der Regel auf sich aufmerksam machen. Unabhängig von der Ursache der Entzündung sind folgende Hauptsymptome zu sehen:
Wenn das Äußere des Ohres bzw. der Ohrmuschel betroffen ist, erkennst du dies an der geröteten und eventuell auch geschwollenen Knorpelhaut im Inneren. Je stärker der Ohrkanal und das Mittel- oder Innenohr betroffen sind, desto größer wird der Leidensdruck für deine Fellnase. Eine Mittelohrentzün...
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Unbehandelt kann eine Ohrenentzündung beim Hund zu Gehörschäden und sogar zur Hirnhautentzündung führen. Dies kann tödlich enden. Falls du eine Ohrenentzündung feststellst, solltest du mit deinem Hund unbedingt zum Tierarzt gehen.
Bakterien und Viren sind die Hauptauslöser für Ohrenentzündungen beim Hund. Aber auch Allergien und chronische Nieren und Stoffwechselerkrankungen können auf die Ohren schlagen. Milben und Pilze können auch eine Rolle bei der Entzündung spielen.
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Sollte es nicht helfen, ist der Tierarzt weiterhin immer die erste Wahl und kann keinen Ratgeber im Netz ersetzen. Eine Ohrenentzündung, die nicht oder unsachgemäß behandelt wird, kann sehr schwere Folgen für deinen Hund haben. Dein Schützling kann unter anderem an Hörverlust, Hirnhautentzündung oder an einer Gesichtslähmung leiden.