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Das Wichtigste in Kürze
Du willst alles zur Aujeszkyschen Krankheit wissen? In diesem Ratgeber erkläre ich dir alle Fakten und was du zum Aujeszkyschen Virus unbedingt wissen solltest. Außerdem haben wir uns für diesen Artikel Beratung vom Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic eingeholt.
Ich gehe liebend gerne mit meinem Hund im Wald spazieren, wenn wir auf dem Land sind. Das sind Zeiten, an denen wir beide am Wochenende richtig abschalten können. Da kann sie sich ordentlich austoben, ihre Ur-Instinkte ausleben und sich an ihre Ahnen erinnern. Vereinzelt wird viel geschnuppert.
Dort gibt es Gerüche und Empfindungen, die unsere lieben Hunde so sehr vermissen, genauso wie der Mensch auch. Wir haben vieles im Zeitalter der Großstädte und des technischen Komforts verlernt. Diese Momente im Wald und im Schoß von Mutter Natur sind sowohl für meine Fellnase als auch für mich eine Reise in das ursprüngliche Dasein.
Bis ich auf meinem Spaziergang einen Jäger traf. Er machte mich darauf aufmerksam, dass es besser für meine Kleine wäre, wenn ich sie an der Leine halte. Als ich ihn nach dem Grund fragte, erzählte er mir über die Pseudowut und, wie sie übertragen wird.
„Ihr Stadtmenschen wisst zwar, dass Ihr Eure Hunde nicht mit rohem Schweinefleisch füttern sollt... Ja, wisst Ihr eigentlich auch, dass Eure Hunde mit dem eigentlichen Krankheitserreger direkt konfrontiert sind, wenn sie unkontrolliert im Wald mal hier, mal da schnuppern? Mein lieber Mann, das geht ruck zuck! ... Mit der Natur ist nicht zu spaßen! ... Vorsicht ist besser als Nachsicht!“ Da habe ich erst begriffen, wie unbewusst wir als „bewusste Stadtmenschen“ manchmal handeln und denken. Auch wenn ich nicht abergläubisch bin: Der Jäger war zugleich Geschenk und Warnung für mich – wie ein voraus warnender Schutzengel..
Denn kaum hatte ich meinen Liebling an ihre Leine gebunden und bin ein Stück mit ihr weitergelaufen, da fing sie an zu zerren: Ungefähr zwei Meter rechts entfernt sah ich ein Aas von einem Waldtier...! Gleich am selben Abend habe ich angefangen, über die Pseudowut zu recherchieren. Was ich alles darüber erfahren habe, möchte ich gerne mit dir teilen. In den Wald gehen wir beide immer noch sehr gerne. Aber diesmal begleitet uns auch die Vor-Sicht 😉
Die Aujeszky-Krankheit (auch bekannt als Morbus Aujeszky; Pseudowut; Pseudorabies; infektiöse Bulbärparalyse; Juckseuche; mad itch) wird durch den Herpesvirus Suid Herpesvirus 1, SuHV-1 verursacht.
Der ungarische Veterinär Aladár Aujeszky beschrieb erstmals das SuHV-1 im Jahre 1902. Erst in den 1930er-Jahren erkannten Forscher darin den Auslöser der Pseudowut und das Schwein als dessen natürlicher Wirt und Überträger. Die Aujeszky ist eine weltweit verbreitete Tierseuche. Ein Verdacht auf Aujeszky bei Hausschweinen und anderen Haustieren ist anzeigepflichtig.
Die Feststellung der Aujeszky bei Wildschweinen ist jedoch weder anzeige- noch meldepflichtig. Dennoch stellt das Vorkommen dieser Krankheit bei Wildschweinen Gefahr für unsere Haustiere und Hausschweine dar. So wurden zum Beispiel 2011 bei einer Untersuchung in Niedersachsen die ersten positiven Diagnosen berichtet.
Das Virus infiziert das Zentralnervensystem und Organe, etwa die Atemwege von Säugetieren wie Hund, Katze, Rind, Schaf oder Kaninchen. Bei diesen sogenannten Endwirten geht die Infektion immer tödlich aus. Ausgenommen davon sind Menschen und höhere Primaten. Der Hauptwirt – das Schwein – erholt sich nach der Infektion, kann aber immer noch andere Tiere damit anstecken. Ausgenommen davon sind Ferkel im Alter bis zu vier Wochen, sie überleben die Erkrankung meist nicht.
Folglich sind Haus- und Wildschweine die einzige Spezies, die eine Infektion durch dieses Virus überlebt. Deswegen dienen sie auch als Hauptwirt und Überträger. Haus- sowie Wildschweine entwickeln bei einer Infektion in erster Linie vorübergehend Symptome in den Atemwegen. Allerdings kann der Virus bei trächtigen Säuen die Plazenta durchqueren, die Föten infizieren und töten.
Deutschland startete 1989 ein Ausrottungsprogramm, welches dazu führte, dass unser Land seit 2003 offiziell SuHV-1 frei ist. Dies gilt allerdings nur für Hausschweine und nicht für Wildschweine. Demnach besteht immer noch das Risiko, dass andere Säugetiere durch Wildschweine infiziert werden könn...
Die Aujeszkysche Krankheit ist ein tödlicher viraler Infekt, der durch Wildschweine und Hausschweine als Hauptwirt übertragen wird. Sie ist nicht ansteckend für Menschen, dafür aber für die meisten Säugetiere wie zum Beispiel auch Hunde und Katzen.
Die Aujeszykysche Krankheit wird hauptsächlich von Schweinen jeder Art übertragen. Dein Hund kann sich durch den Verzehr von rohem Schweinefleisch oder dem Kontakt zu infizierten Schweinen anstecken. Auch Wildschwein Kadaver im Wald können Überträger sein.
Leider ist die Aujeszkysche Krankheit nicht heilbar. Der Tierarzt kann nur noch das Leiden deines Hundes beenden. Deswegen musst du gut darauf achten, dass dein Hund sich gar nicht erst ansteckt.
Die Symptome der Infektion ähneln stark der Tollwut. Deswegen wird diese Krankheit auch Pseudowut oder Pseudotollwut genannt. Im Vergleich zur Tollwut, entwickeln Hunde, die an Tollwut erkranken, ein aggressives Verhalten, haben keinen Durst und sind Wasserschau, welches bei Aujeszky erkrankten ...
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Unsere Gebiete und einige EU-Länder sind amtlich von der Aujeszky-Krankheit befreit. Wir dürfen nicht übersehen, dass es sich dabei nur um Hausschweine handelt. Das Risiko besteht weiterhin bei Wildschweinen.
Hier möchte ich die Zitate meines Schutzengels in Jägergestalt noch einmal wiederholen:
„Vor-sicht ist besser als Nach-sicht!“ Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Vierbeiner insbesondere in Gebieten mit Wildschweinen mit diesem Risiko konfrontiert sind.
Deswegen:
Lieber kontrolliert spazieren gehen und mit Leine!
Schweinefleisch – egal ob Wild oder Stallzucht – gut abkochen!
Zwei winzige Verhaltensänderungen können das Leben anhaltend erfreulicher gestalten!
Ich hoffe, dir mit meinen Tipps geholfen zu haben. Wenn du noch auf der Suche nach dem geeigneten Futter für deinen Liebling bist, empfehle ich dir in unserem ausführlichen Hundefutter Test zu lesen. Wenn du lieber selbst kochen willst, dann empfehle ich dir hier unsere 15 Tipps für Barf-Anfänger.