Aujeszkysche Krankheit: für Hunde immer tödlich. Übertragung durch rohes Schweinefleisch und Wildschweine, keine Behandlung möglich.

Dein Hund barft mit rohem Schweinefleisch? Oder läuft im Wald ohne Leine durch Wildschweingebiete? Dann solltest du die Aujeszkysche Krankheit kennen. Für Hunde verläuft sie immer tödlich, der Tod tritt meist innerhalb von 48 Stunden ein. Eine Behandlung gibt es nicht. Der einzige Schutz ist Vorbeugung.
Der ungarische Veterinär Aladár Aujeszky beschrieb das Virus erstmals 1902. In den 1930er-Jahren erkannten Forscher das Schwein als natürlichen Wirt und Überträger. Die Krankheit ist weltweit verbreitet und bei Hausschweinen anzeigepflichtig: bei Wildschweinen weder anzeige- noch meldepflichtig.
Das Virus befällt das Zentralnervensystem und die Organe von Säugetieren wie Hund, Katze, Rind, Schaf und Kaninchen. Bei diesen Endwirten endet die Infektion immer tödlich. Schweine erholen sich nach der Infektion, bleiben aber dauerhaft ansteckend. Ferkel unter vier Wochen überleben die Erkrankung in der Regel ebenfalls nicht.
Hunde infizieren sich vor allem durch:
Deutschland ist seit 2003 offiziell SuHV-1-frei: aber nur für Hausschweine. Bei Wildschweinen besteht weiterhin Infektionsgefahr. 2011 wurden in Niedersachsen erstmals positive Diagnosen bei Wildschweinen bestätigt.
Die Symptome ähneln stark der Tollwut, weshalb die Krankheit auch Pseudowut heißt. Im Unterschied zur echten Tollwut zeigen betroffene Hunde keine Aggressivität und sind nicht wasserscheu. Stattdessen:
Da es keine Behandlung gibt, ist Vorbeugung entscheidend:
Deutschland ist bei Hausschweinen seit 2003 SuHV-1-frei: das Risiko durch Wildschweine bleibt. Zwei Verhaltensregeln reichen als Schutz: kein rohes Schweinefleisch, Leine im Wald. Da die Krankheit nicht behandelbar ist, zählt nur Vorbeugung.
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