CBD Öl für Hunde (Unsere Erfahrungen und welche Wirkungen es verspricht)

Schon als Welpe hatte unser Liebling Nacho Angst vor Gewitter, Feuerwerk und anderen lauten Geräuschen. Er zitterte, winselte und war sichtlich gestresst. 

Jeder Hundehalter kann es nachempfinden: Wir wollen unsere Fellnasen nicht weiter so leiden sehen.

Aus diesem Grund probierten wir CBD-Öl aus und waren schnell begeistert:

  • Es hilft nicht nur gegen die Aufregung.
  • Auch das Allgemeinbefinden unseres Kleinen hat sich verbessert.

Wir möchten unsere Erfahrungen mit diesem vielseitigen Produkt gerne teilen. Schließlich kann es unterstützend bei fast allen Beschwerden wirken: Unruhe, Verdauungsschwierigkeiten, Fellprobleme, Schmerzen …

Außerdem haben wir uns für diesen Artikel Beratung vom Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic eingeholt. Also seid gespannt.

Was ist CBD-Öl?

cbd öl

CBD ist eine Abkürzung für CannabidiolDieser Wirkstoff wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Aber Moment: Hanf, Cannabis, … ist das nicht gefährlich?

Von den meisten Menschen wird die Hanfpflanze mit ihrer berauschenden Wirkung verbunden. 

Der Rauschzustand wird jedoch nicht von Cannabidiol, sondern von Tetrahydrocannabinol (THC) ausgelöst. Das ist auch der Wirkstoff, der süchtig machen kann.

Ganz im Gegensatz dazu macht CBD weder süchtig, noch kommt es zu Halluzinationen oder sonstigem. 

Studien zu CBD Öl

In der Humanmedizin wird CBD bereits häufig eingesetzt, da auch wissenschaftlich die positive Wirkung von CBD nachgewiesen wurde. Bei unseren Vierbeinern ist die Studienlage noch nicht soweit, aber zahlreiche Erfahrungsberichte zeigen, dass CBD einige positive Wirkungen auf die Gesundheit unserer Hunde hat.

Studien werden dies bestimmt in den nächsten Jahren auch bestätigen. CBD-Öl wird aus der Hanfpflanze extrahiert. Um Cannabidiol (CBD) aus Cannabis zu gewinnen, gibt es verschiedene Extraktionsverfahren.

Die Hersteller von CBD-Ölen dürfen ausschließlich eingetragene EU-Nutzhanfsorten mit geringem THC Gehalt (<0,2%) verwenden, um dafür zu sorgen, dass letztendlich kein (bzw. maximal 0,2%) THC im Öl sich befindet. THC ist für Hunde und besonders für Katzen giftig.

Wirkung vom CBD

Im Nervensystem von allen Säugetieren gibt es ein Endocannabinoid-System. Es unterstützt wichtige Funktionen im Körper, wie zum Beispiel die Immunabwehr und die Wahrnehmung.

Die Wirkstoffe im CBD-Öl aktivieren die Rezeptoren CB1 und CB2 in diesem System. Sie tragen somit zu diesen Prozessen bei. 

Die Bestandteile wie Cannabidiol werden auch vom Körper selbst gebildet. Sie sind daher keine fremden Stoffe.

Eine Aufnahme der Wirkstoffe zum Beispiel durch CBD-Öl sorgt dafür, dass sie in größeren Mengen im Körper zur Verfügung stehen. Dadurch können wichtige Körperfunktionen noch besser ausgeführt werden.

Das Endocannabinoid-System ist breit gefächert. Es wirkt an vielen Prozessen, die im Körper stattfinden, mit.

Deswegen kann CBD auch ein großes Spektrum an großartigen Wirkungen erzielen: Es unterstützt an der Stelle, wo es gebraucht wird.

Trotz der vielen Nutzungsmöglichkeiten sollte CBD-Öl nicht als Medikament gesehen werden. Sondern vielmehr als Nahrungsergänzungsmittel verstanden werden.

Unterschiede zu Hanföl und THC

Aus der Hanfpflanze lässt sich eine Vielzahl verschiedener Öle herstellen. Kein Wunder also, dass wir so schnell durcheinander kommen.

Hier findest du einen kleinen Überblick über die verschiedenen Öle und ihren Wirkstoffen.

1. CBD-Öl

Wird aus Cannabispflanze  hergestellt. Es enthält den Wirkstoff Cannabidiol, der unter anderem beruhigend und Schmerzen lindernd wirken kann . Der berauschende Bestandteil THC wird entfernt. Umgangssprachlich wird es auch Cannabis-Öl genannt.

2. Hanföl

Wird aus den Samen des Faserhanfs gewonnen. Es enthält keinerlei Wirkstoffe wie Cannabidiol, dafür viele ungesättigte Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. 

Diese sind sehr gesund und sollten bei einer ausgewogenen Ernährung nicht fehlen. 

Hanföl kann als Zusatz zum normalen Futter gegeben werden. Oft ist es auch Bestandteil des CBD-Öls, um die Wirkung der anderen Bestandteile zu verbessern.

3. THC-Öl

Wird aus der Cannabispflanze hergestellt. Der Hauptbestandteil dieses Öls ist THC, das Rauchzustände auslöst. Es ist in Deutschland verboten und darf nur zu medizinischen Zwecken genutzt werden.

4. Haschischöl

Wird ebenfalls aus der Cannabispflanze gewonnen und besteht fast ausschließlich aus THC. 

Es kann mit dem THC-Öl verglichen werden und wird lediglich anders hergestellt. Auch dieses Öl ist in Deutschland verboten.

CBD-Öl: Der Alleskönner?

CBD Öl

Cannabidiol und viele weitere Wirkstoffe der Hanfpflanze können sehr viele positive Wirkungen im Körper entwickeln. Man sollte lieber fragen, bei welchen Beschwerden es nicht helfen kann.

Trotzdem muss betont werden, dass CBD-Öl keine Krankheiten heilen kann. Es lindert lediglich Symptome und Beschwerden. 

Wie bereits oben erwähnt, kann Cannabidiol zur Beruhigung beitragen. Es kann also sowohl bei Angststörungen, Stress oder Hyperaktivität gegeben werden.

Reagiert dein Hund in bestimmten Situationen ängstlich? Das Hundetraining gelingt nicht, weil er sich von allem ablenken lässt? Dann kann ich dir CBD-Öl nur empfehlen.

Cannabidiol hilft bei Beschwerden des Verdauungssystems. Außerdem regt es den Appetit an. Leidet dein Liebling in letzter Zeit an Appetitlosigkeit, solltest du CBD-Öl ausprobieren.

Auch bei…

Haut- und Fellproblemen, Entzündungen, Zerrungen, Verstauchungen und Knochenbrüchen wirkt das Öl unterstützend. Bei regelmäßiger Einnahme können Alterserscheinungen wie Arthrose und Arthritis gelindert werden. 

Laut diverser Erfahrungsberichte kann CBD-Öl auch Epilepsieanfälle lindern bzw. die Anzahl der Anfälle reduzieren. Aber auch ohne Beschwerden oder Krankheit kann das Öl eingenommen werden. Es trägt zu einem funktionierenden Immunsystem bei und sorgt so für ein besseres Wohlbefinden deines Hundes.

Zusammenfassend kann man sagen, dass CBD das Endocannabinoid-System stimuliert und viele positive Wirkungen hat. Es ist jedoch kein „Wundermittel“ und man kann auch nicht erwarten, dass man mit CBD alle Probleme löst. Was man jedoch sagen kann ist, dass du bei folgenden Problemen CBD-Öl einmal testet kannst und beobachten in wie fern es deinem Hund hilft:

  • Alterserscheinungen wie Arthrose, Arthritis
  • Angststörungen
  • Immunschwäche
  • Beschwerden des Verdauungssystems
  • Appetitlosigkeit
  • Krebserkrankungen
  • Epilepsie
  • Haut- und Fellprobleme

Mögliche Nebenwirkungen

Normalerweise hat der Wirkstoff CBD kaum bis keine Nebenwirkungen oder Nachteile. Es könnte lediglich zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen.

Durch Cannabidiol kann es passieren, dassandere Wirkstoffe nicht so schnell abgebaut werden. Sie wirken somit länger. Im ersten Moment klingt das nicht wie ein Problem. 

Doch sobald das Medikament erneut zugeführt wird, kann es zu einer Überdosis kommen. Schließlich befindet sich der Wirkstoff zu großen Teilen noch im Körper.

Deswegen sollte die Einnahme von CBD-Öl vorher mit einem Tierarzt abgesprochen werden. Dieser kann dir auch Tipps für die Dosierung geben. 

In seltenen Fällen kann Cannabidiol zu Nebenwirkungen wie MüdigkeitErbrechen oder Hyperaktivität führen. Treten diese Symptome nach der Einnahme von CBD-Öl ein? Dann solltest du es deinem Hund nicht mehr geben.

Lasse deinen Liebling am besten von einem Tierarzt untersuchen. So kannst du andere Krankheiten auszuschließen.

Die richtige Dosierung für deinen Hund

Cbd Öl Dosierung

CBD-Öl kann sowohl beim Menschen als auch bei Hunden toll Wirkung. Du solltest aber aufpassen, dass du deiner Fellnase keine zu hohe Dosis gibst. 

Fange mit wenigen Tropfen an und erhöhe die Menge nur langsam. So kann sich der Körper deines Hundes richtig auf den Wirkstoff einstellen.

Eine feste Dosierung gibt es nicht, denn es kommt auf die Größe des Hundes und den Grund der Einnahme an. Deswegen solltest du deinen Tierarzt fragen, welche Dosierung die richtige für deinen Hund ist.

Dort kann auch gleich überprüft werden, ob es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen könnte.

Die Einnahme sollte regelmäßig sein. Es dauert einige Tage, bis sich die ersten positiven Veränderungen zeigen.

Die beste Wirkung wird erzielt, wenn das CBD-Öl möglichst lange im Mundraum bleibt. Gib es also nicht auf das Futter, sondern mit der Pipette direkt in das Maul deines Lieblings.

Anfangs sträubt sich dein Hund sicherlich noch dagegen, aber er wird sich schon bald daran gewöhnen. Vielleicht schaffst du es sogar, ihm einen Befehl beizubringen. Bei dem du ihm das Öl ganz einfach ins Maul träufeln kannst.

Unsere Erfahrungen

Hundeo Logo Frau mit Hund

Wir haben uns umfassend über das Öl und den Wirkstoff informiert. Danach gaben wir unserem Nacho täglich wenige Tropfen gegen die Unruhe und Ängstlichkeit.

Schon nach einigen Tagen gab es Fortschritte: Beim Hundetraining war unser Liebling viel konzentrierter. Er ließ sich nicht mehr von anderen Einflüssen ablenken.

Auch insgesamt wirkt Nacho nun viel ruhiger und entspannter. Das ist besonders vorteilhaft, wenn es aufregende Situationen gibt. Er neue Menschen und Hunde kennenlernt oder eine längere Autofahrt ansteht.

Nicht einmal von einem Gewitter lässt er sich aus der Ruhe bringen. So viel Angst er auch früher hatte, nun scheint es ihm nichts mehr auszumachen.

Nacho profitiert nicht nur von der beruhigenden Wirkung. Auch sein Immunsystem wurde gestärkt. Er ist viel seltener krank als früher und wirkt einfach fitter.

Und auch uns als stolze Hundehalter macht das glücklich: Wir wissen, dass er ein gesundes Nahrungsergänzungsmittel zu sich nimmt und mögliche Krankheiten dadurch vorgebeugt werden

Empfehlung vom Tierarzt

CBD kann zahlreiche verschiedene positive Wirkungen auf deinen Liebling haben. Ob es nun bei deinen Hund hilft und Linderung zeigt, dass kann man nur durch probieren sehen. Die ersten Studien zu Menschen sind auf jeden Fall sehr vielversprechend.

Geprüft vom Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic
Geprüft vom Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic

Ich bin Tierarzt und Autor für Tiergesundheitsthemen. Tiere sind meine Leidenschaft und es ist mir ein persönliches Anliegen, medizinisch akkurate Artikel und Videos zu erstellen, um Tierbesitzer so gut es geht zu informieren.

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