Giardien befallen den Dünndarm und verursachen Durchfall und Erbrechen. Was dahinter steckt, wie die Behandlung funktioniert und wie du vorbeugst.

Dein Hund hat immer wieder Durchfall, obwohl das Futter stimmt? Schleimiger oder blutiger Kot, Bauchkrämpfe, Gewichtsabnahme? Dann könnten Giardien dahinterstecken. Besonders Welpen sind betroffen. Die Behandlung dauert nur wenige Tage, aber ohne strenge Hygiene kommen die Parasiten zurück.
Giardien halten sich mit Saugnäpfen an der Darmwand fest und ernähren sich von den Nährstoffen, die der Hund eigentlich aufnehmen sollte. Sie vermehren sich schnell und scheiden Zysten aus, die im Kot überleben: auch monatelang ohne Wirt.
Giardien können auf Menschen übertragen werden (Zoonose), besonders auf Kinder und immungeschwächte Personen.
Die Parasiten werden übertragen durch:
Viele Hunde tragen Giardien ohne Beschwerden. Bei geschwächten Tieren: Welpen, ältere oder kranke Hunde: zeigen sich:
Da die Giardien Nährstoffe abfangen, nimmt der Hund ab, obwohl er genauso viel frisst wie vorher. Bei Welpen während des Wachstums kann es zu Wachstumsstörungen kommen.
Eine eindeutige Diagnose ist nur durch Labortest möglich: der Kot wird unter dem Mikroskop untersucht. Kotproben von mindestens 3 aufeinanderfolgenden Tagen mitbringen, da Zysten nicht in jeder Probe ausgeschieden werden.
Bei Blut im Durchfall oder Gewichtsverlust sofort zum Tierarzt.
Der Tierarzt verschreibt Antiparasitika: mögliche Wirkstoffe sind Metronidazol, Fenbendazol, Febantel oder Albendazol. Die Behandlung dauert 3–5 Tage je nach Wirkstoff. Bei hoher Erregeranzahl kann eine Wiederholungsbehandlung erforderlich sein.
Die Medikamente allein reichen nicht: gleichzeitig muss konsequente Hygiene eingehalten werden.
Giardienzysten können monatelang überleben und die gesamte Wohnung kontaminieren.
Reinigung:
Kotentsorgung:
Hygiene beim Hund:
Kohlenhydrate verschlimmern die Beschwerden nachweislich. Kohlenhydratarme Nahrung mit mehr Proteinen füttern. Blähungen auslösendes Futter meiden.
Eine Morosche Möhrensuppe kann die Genesung unterstützen. Nach der Infektion ist das Verdauungssystem gereizt: Schonkost hilft, Magen und Darm wieder zu stabilisieren.
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