Kratzen und Hundeflöhe

Hundeflöhe (15 wertvolle Tipps und Hausmittel die dir heute noch helfen)

Es ist eine enorme Last. Nicht nur für uns sondern auch für unsere liebsten Vierbeiner:

Hundeflöhe & Co!

Dein Hund kratzt sich? Öfter als gewohnt? Am meisten hinter seinen Ohren? Wohlmöglich knabbert und beißt er an sich herum? Überwiegend an der Schwanzwurzel?

Als mein Hund von diesen unerwünschten Schmarotzern Besuch“ bekam, war es sehr unangenehm für ihn. Wenn ich ihm beim Jucken zuschaute, spürte ich durch seine Blicke sofort, wie gut ihm das tat. 

Das waren auch die Momente, an denen ich sozusagen eine telepathische Verbindung mit ihm aufbaute und er mich hilflos dazu aufrief, mit zu kratzen:

„Hey, ich schaff‘ das nicht alleine! Kratz doch mal mit, anstatt nur zuzuschauen!“

Dieses Gefühl kennst Du bestimmt auch: Eine miese Stelle an Deinem Rücken fängt an, wie wild zu jucken. Du kommst da aber nicht ran. Suchst wie wild einen Gegenstand, der Deine Hand „verlängert“. Egal was. Ist es dann soweit und die Hand ist lang genug, dann wird heftig gekratzt, sogar fast gehobelt. Was für eine Erleichterung!

So geht es unseren Lieben auch. Sie sind erleichtert, wenn sie sich kratzen. Leider ist das nur augenscheinlich so, denn es ist kein gewöhnlicher Juckreiz:

Der Floh ist am Werk!

Also eine vorübergehende Entlastung des akuten Zustands, die eigentlich zu einem Domino-Effekt führt – mit enormen Nachwirkungen!

Das Jucken will einfach nicht aufhören. Wie ein Teufelskreis, je mehr gekratzt wird, desto mehr juckt’s.

Sollte Dein Kopfkino, das sich gerade abspielt, Dich bestätigen, dann ist es Zeit, sich über diese gemeinen Gäste zu erkundigen. Denn sie sind eben keine gutwilligen Gäste. Sie wollen nicht nur einen kleinen, ermunternden Besuch abstatten, weil sie Deinen Liebsten so nett finden und gute Zeit mit-einander verbringen wollen. 

Nein, sie wollen sein Blut. Nicht nur das! Sie belagern dafür auch Deine Wohnung – und zwar in kurzer Zeit mit Ei und Larven, sodass auch für ihre nächsten Generationen vorgesorgt ist.

Kampf ist angesagt! 

Der beste Weg, einen sich als gutmütigen Gast vortäuschenden Feind all für alle Mal aus dem Weg zu schaffen ist, ihn gut kennen zu lernen. Seine Vorlieben kennen wir ja. Jetzt ist es Zeit, zu erfahren was er nicht „riechen“ kann. 

Diese Recherche habe ich für Dich übernommen. Somit hast Du einen weiteren Vorsprung als ich damals und kannst Dich zügiger „Bewaffnen“, sogar Vorkehrungen treffen, damit es nicht soweit kommt. 

Die Zeit ist gekommen, Deinen Freund und Dein belagertes Daheim zu retten!

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Was genau ist der Hundefloh?

Floh

Der Hundefloh (Ctenocephalides canis) ist ein schmarotzendes Insekt. Sein Hauptwirt sind Hundearten. Er ist zwischen zwei bis vier Millimeter lang, hat eine rötlich-braune Farbe und keine Flügel. Sein Körper ist seitlich platt.

Flöhe können bis zu 50 cm weit und 25 cm hoch springen. Der seitlich flache Körper und ihr Chitin-Panzer ermöglicht es ihnen, sich durch die Haare eines Hundefells leicht fortzubewegen.

Das Flohweibchen kann an einem Tag bis zu 20 Eier legen. In ihrer Lebenszeit sind das etwa 2000 Eier. Der Floh hat eine Lebensdauer von etwa drei Wochen.

Er braucht für seinen Entwicklungszyklus eine Raumtemperatur von 25 °C. Dazu eine Luftfeuchtigkeit von etwa 80% ist ideal. Das Ei selbst braucht etwa 30 Wochen, bis er sich zu einem Floh entwickelt.

Ein Flohweibchen, das zum ersten Mal beim Wirt Blut saugt, legt nach 24 bis 48 Stunden ihre ersten Eier. Viele der Eier fallen vom Fell auf den Boden. Das ist kein Nachteil für die Eier. Sie können sich auch dort weiter entwickeln. 

Nach ungefähr eins bis zehn Tagen schlüpfen die ersten Larven aus den Eiern. Sie ernähren sich von Kot und organischen Resten. Sie verstecken sich auch gerne unter Textil- und Teppichfasern oder Ritzen

Die Larven gehen einige Stadien durch, bis sie sich zuletzt als erwachsener Floh entpuppen.

Flöhe saugen etwa 30 Minuten am Tag Blut. Vor ihrem ersten Blut saugen können sie zwei bis acht Wochen ohne einen Wirt überleben. 

Nach ihrer ersten Nahrungsaufnahme müssen sie allerdings mindestens einmal am Tag Blut saugen. Hundeflöhe wechseln nicht gerne auf einen Zwischenwirt, denn sie können sich bei den Zwischenwirten nicht vermehren.

Sie treten überwiegend in ländlichen Regionen auf. Der Stadthund wird eher von Katzen- oder Menschenflöhen heimgesucht. 

Wie wird ein Floh übertragen?

Sollte Dein Hund von Flöhen befallen sein, so hat das nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Auch heißt das nicht, dass Dein Hund nicht gründlich genug gepflegt ist. 

Der Floh wird meistens über die Umgebung übertragen. Dein Hund kann nach dem Gassi gehen einen Floh mit nach Hause bringen. Das ist eine ideale Umgebung für den Floh, seine Eier zu legen. So kann er sich in der Wohnung, insbesondere in der Nähe des Schlafplatzes Deines Hundes vermehren.

Die Floheier entwickeln sich in einigen Tagen zu Larven und verstecken sich an dunklen Stellen in der Wohnung. Davon kann auch Dein Auto betroffen sein. Am Ende ihres Entwicklungsstadiums schlüpfen sie aus ihrem Kokon aus und suchen sich einen idealen Wirt.

Ein Kontakt mit schon befallenen Artgenossen kann auch eines der Übertragungswege sein.

Mögliche Folgen von Flohbefall

Juckreiz

Der Floh sondert nach einem Einstich in die Haut Antikoagulantien ab. Dabei handelt es sich um Wirkstoffe, die die Blutgerinnung hemmen. Die Substanzen verursachen allergische Reaktionen und Entzündungen auf der Haut aus.

Diese Flohspeichel-Allergie kann zu heftigem Juckreiz führen (insbesondere hinter den Ohren, Rücken, Schwanzwurzel und Bauch). Der betroffene Hund kratzt sich heftig an den betroffenen Stellen. Da, wo er mit seinem Maul herankommt, fängt er sogar an zu knabbern oder zu beißen. Das heftige Kratzen und Beißen kann zu Gewebeschäden führen.

An den Einstichstellen kommt es überwiegend zu Rötungen. Meistens erscheinen an diesen Stellen auch Schwellungen und Quaddeln. Es kann auch zu Haarausfall kommen.

Flöhe können auch Bandwürmer übertragen, denn sie ernähren sich auch von Eipaketen der Bandwürmer. Sollte einer dieser Flöhe versehentlich von einem Hund verschluckt werden, kann er sich dadurch infizieren. Der Bandwurm bevölkert dabei den Dünndarm und klebt an der Darmschleimhaut. Dies kann zu Appetitsschwankungen und Durchfall führen.

Wir erkenne ich, ob mein Hund Flöhe hat?

Partikel

Der Partikel Test

Ob Dein Hund Flöhe hat oder nicht ist relativ leicht zu erkennen. Falls Dein Hund sich regelmäßig und heftig  kratzt ist es sehr wahrscheinlich, dass er Flöhe hat.

Die andere Möglichkeit wäre, wenn er eine Futtermittel Allergie hat. Dann empfehle ich dir den Artikel zur Allergie bei Hunden und dem Thema Hypoallergenes Hundefutter.

Nimm Deinen Hund am besten in die Badewanne. Gehe mit einem Flohkamm durch das Fell Deines Hundes. Sollten kleine dunkelfarbige Parasiten am Kamm hängen, dann sind das vermutlich Flöhe. Wenn Du keinen Flohkamm hast, reicht es aus, wenn Du ein paar Mal mit Deiner Hand durch seinen Fell hindurch streichst.

Beim Durchkämmen Deines Hundes werden Partikel auf den Boden fallen. Nimm ein feuchtes Küchenpapier oder ein feuchtes weißes Tuch und lege sie auf die Partikel. Drücke ganz leicht darauf, sodass die Partikel am Tuch festhalten. 

Bei diesen Partikeln könnte es sich um Flohkot handeln. Sollten sich die Teilchen auf dem Tuch rötlich färben, dann ist es Flohkot.

Denn Flohkot enthält Blut und sie färben sich in einer feuchten Unterlage rötlich. Sollte das nicht der Fall sein, dann handelt es sich bei den schwarzen Krümeln um Schmutzpartikel. Du kannst beruhigt sein.

Wie werden wir die Flöhe los?

Baden
Staubsaugen

Nur Deinen Hund von den Flöhen zu befreien, ist die Hälfte der Arbeit. 

Solltest Du festgestellt haben, dass Dein Hund von Flöhen befallen ist, dann sind es sicherlich Deine Wohnung und Dein Auto auch. Zudem ist Deine Wohnung nicht nur von ausgewachsenen Flöhen befallen sondern auch von deren Eiern und Larven. Intensiver Großputz ist angesagt!

Am besten ist es, wenn Du diese Aktion parallel durchführst. Du musst also Deinen Hund behandeln UND Deine Wohnung und ähnliche Räumlichkeiten von diesen Parasiten befreien.

Wie befreie ich meine Zimmer davon?

Am meisten sind die Stellen betroffen, an denen sich Dein Hund oft oder regelmäßig aufhält. 

Also die unmittelbare Umgebung seines Schlafplatzes, Hundebett, -decke und -kissen. Polster und Teppiche, Ritzen oder Spalten. Überall da, wo es angenehm feucht, warm und dunkel ist, ist Floh & Co. Alarm angesagt!

Beachte, dass Flöhe oder ihre Eier mehrere Monate überleben können. Deswegen ist es ratsam, wenn Du Deine Putzaktion regelmäßig wiederholst. Empfohlen werden drei Wochen lang, alle zwei bis drei Tage.

1. Staubsaugen & Dampfreinigen

Staubsauger

Du kannst den Staubbeutel Deines Saugers vorher mit Flohpuder behandeln. Somit werden die Flöhe sofort mit dem ersten Kontakt abgetötet.

Für die Großputzaktion wäre ein Dampfreiniger auch sehr gut.

Wo soll ich staubsaugen? Überall:

  • Insbesondere in Ritzen und Spalte von Polstermöbeln
  • Teppiche (Ober- und unterfläche)
  • Ecken und Kanten der Räume
  • Alle Möbelstücke auch hinten und oben

Entsorge nach dem Saugen den Staubbeutel außerhalb Deiner Wohnung in der Mülltonne.

Gut wäre es, wenn Du nach der Entsorgung des Staubbeutels den Staubsauger mit einem Tuch abwischst, den Du davor mit einem desinfizierenden Hausmittel behandelt hast. 

2. Textilien waschen

Waschmaschine

Alle Textilien mit mindestens 60 °C waschen

Sollten die Textilien für eine 60 °C-Wäsche nicht geeignet sein, kannst Du sie für etwa eine Woche in die Tiefkühltruhe stellen.

3. Feucht Abwischen

Wischen

Boden, Wände, Ecken und Kanten feucht Wischen. Benutze dabei einen desinfizierenden Haushaltsreiniger. Es wäre gut, wenn Du ab und an das Wischwasser erneuerst.

4. Gegenstände entsorgen

Entsorgen

Auch wenn es Dir schwer fällt, ist es besser, wenn Du die Gegenstände entsorgst, die sich nicht reinigen lassen. 

Dazu gehören auch alle Textilien, die sich zum Beispiel nicht bei 60 °C waschen lassen oder nicht in die Kühltruhe passen. 

Eventuell könntest Du Dich auch bei einer fachkundigen Wäscherei beraten lassen, ob sie eine Möglichkeit haben, die Textilien wirkungsvoll zu behandeln.

5. Umgebungsspray oder Fogger anwenden

Spraydose

Verwende für die Räume in Deiner Wohnung einen Umgebungsspray oder einen Fogger gegen Flöhe. 

Diese Mittel enthalten synthetische Wirkstoffe, die sowohl die Flöhe und Eier vernichten. 

Bitte beachte bei der Anwendung die Hinweise des Herstellers! 

Bei der Anwendung sollte Dein Hund sich nicht in den Räumlichkeiten aufhalten, auch Kinder nicht. 

Verwende vorsichtshalber bei der Behandlung der Räumlichkeiten eine Maske. Auch kannst Du einen fachkundigen Kammerjäger dafür beauftragen.

6. Auto, Ferienhaus, Garage nicht vergessen

Der Befall von Flöhen gilt für alle Räumlichkeiten, in denen sich Dein Hund aufhält. Das können Dein Auto, Ferienhaus, die Garage, Hobbykeller und weiteres sein. 

Beachte also alle Räumlichkeiten, damit alles rein von Flöhen ist und auch bleibt.

4 Mittel gegen Flohbefall

Bei einem ziemlich heftigen akuten Befall, empfehle ich Dir, mit Deinem Tierarzt Kontakt aufzunehmen. Denn es wäre eine weitere Last für Deinen Hund, wenn Du auf ihm erfolglos experimentieren würdest.

Für einen nicht so heftigen Befall, gibt es folgende Präparate, die Du verwenden kannst:

1. Spot-On-Hund Präparate

Die Wirkstoffe im Spot-On sorgen dafür, dass Flöhe und Eier abgetötet werden. 

Die Lösung des Präparats verteilt sich auf der Haut. Die Inhaltsstoffe werden in den Talgdrüsen gespeichert und regelmäßig an die Oberfläche abgesondert. 

Je nach Anweisung des Herstellers musst Du den Inhalt der Packung auf den Nacken Deines Hundes auftragen. Der Nacken ist eine Stelle, die Dein Hund nicht ablecken kann. 

Teile das Fell am Nacken auf. Die Haut sollte so gut wie möglich zu sehen sein. Trage die Flüssigkeit direkt auf die Haut auf. 

Du darfst Deinen Hund nach der Behandlung 48 Stunden nicht baden. Das Präparat wirkt etwa drei bis vier Wochen und sollte regelmäßig erneuert werden. Ansonsten verliert es seine vorbeugende Wirkung.

2. Flohpuder

Flohpuder enthält Kieselerde. Die Kieselerde entzieht beim Kontakt mit Flöhen ihre Körperflüssigkeit. Somit trocknen sie aus und sterben. 

Du solltest den Puder in das Fell Deines Hundes sorgfältig einreiben. Der Puder ist sehr feinstaubig. Achte deswegen bitte darauf, dass Maul und Augen Deines Hundes nicht unnötig damit in Kontakt kommen:

Du kannst das am besten vermeiden, indem Du ihm zum Beispiel ein leicht feuchtes Tuch auf sein Gesicht legst. Ein Mundschutz für Dich wäre auch ganz gut. 

Solange der Hersteller keine anderen Anweisungen vorgibt, solltest Du Deinen Hund täglich damit behandeln. Du kannst auch die Umgebung Deines Hundes, sein Schlafplatz oder ähnliches damit bestreuen. 

Hier solltest Du darauf achten, dass manche Hunde den ziemlich feinen Staub nicht vertragen. Deswegen gehe zu Anfang in Maßen damit um und beobachte Deinen Hund genau, ob er den Puder verträgt.

3. Flohshampoo

Flohshampoos enthalten chemische Wirkstoffe, die dafür sorgen, dass sowohl Flöhe als auch Larven oder Eier absterben. 

Zur Anwendung solltest Du die Packungsbeilage des Herstellers durchstudieren.

4. Entwurmungs-Kur

Wie schon erwähnt ernähren sich Flöhe auch von Eipaketen der Bandwürmer. Dies kann dazu führen, dass Dein Hund zusätzlich mit Bandwürmern befallen wird.

Dein Hund muss nicht unbedingt Bandwürmer bekommen, weil er Flöhe hat. Dennoch empfehle ich Dir, dass Du in binnen eins bis zwei Wochen Deinem Hund vorsorglich eine Wurmkur verabreichst. 

 

Wie kann ich vorbeugen?

Vorbeugen

Außer dem Spot-On gibt es auch folgende Präparate, die du als vorkehrende Maßnahme anwenden kannst. Diese Produkte sind nicht geeignet für einen akuten Befall und dienen eher als Vorkehrung:

1. Flohtabletten

Flohtabletten sind die orale Lösung für Deinen Hund. Am besten ist es, wenn Dein Hund sie mit seinem Futter zusammen einnimmt. 

Die Tabletten enthalten Wirkstoffe, die die Flöhe durch einen Biss über das Blut aufnehmen und danach sterben.

2. Flohhalsband

Auch das Flohhalsband ist eher vorsorgend. 

Die Bänder haben eine Wirkungsdauer von drei bis fünf Monaten. Gute Halsbänder gewähren zusätzlichen Schutz vor Zecken und manchen Mückenarten. 

Es empfiehlt sich, das Band abzulegen, wenn Du Deinen Hund wäschst.

3. Flohkamm

Ein Flohkamm alleine reicht nicht aus, um die Parasiten zu bekämpfen oder sie vorzubeugen. 

Du kannst es allerdings dafür verwenden, um herauszufinden, ob die Mittel zur akuten Bekämpfung zu einem Erfolg führen. Auch ist es sehr nützlich, um regelmäßig Strichproben zu machen. 

Es gibt auch Flohkämme oder Bürsten, die Du direkt an Deinen Staubsauger stecken kannst. Somit werden Partikel oder auch Parasiten direkt im Staubsauger landen. 

Bedenke allerdings, dass manche Hunde vor dem Geräusch eines Staubsaugers enorme Angst haben und die Investition für so einen Kamm dann umsonst wäre.

2 Hausmittel gegen Flöhe

Bei einem heftigen Befall, raten wir Dir, Dich bei Deinem Tierarzt oder Hundeheilpraktiker beraten zu lassen. 

Auch wenn es im Internet zahlreiche Hausmittel gibt, die gegen Flöhe hilfreich sein sollen, ist hier Vorsicht angesagt! 

Warum? 

Meistens werden für die Bekämpfung der Flöhe ätherische Öle vorgeschlagen. Zu starke oder intensiv riechende ätherische Öle können die Nasenschleimhaut und somit den Geruchssinn Deines Hundes irritieren.

Bitte vergiss nicht, dass Dein Hund einen viel empfindlicheren Geruchssinn hat als der Mensch selbst. Die Düfte der Öle wirken somit viel intensiver als bei uns. 

Deswegen solltest Du die Hausmittel-Rezepte sehr behutsam anwenden und Dich gut beraten lassen, auch wenn sie aus der Natur kommen sollten. Nicht alle Mittel, die Menschen helfen, helfen auch unseren Vierbeinern! 

Hausmittel, bei denen nicht belegt ist, dass sie unschädlich für unsere Liebsten sind, sollten wir lieber die Finger fern halten!

1. Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmel

Schwarzkümmelöl enthält Thymoquinon.

Dieser Wirkstoff steuert dazu, dass Flöhe sich vom Körper Deines Hundes fern halten. Er ist auch wirksam gegen Zecken. 

Du kannst als Vorkehrung ein paar Tropfen Schwarzkümmelöl in das Futter oder das Trinkwasser Deines Freundes beimischen.

Für die äußerliche Anwendung gibst Du vier bis fünf Tropfen auf den Nacken Deines Hundes. Das Öl hilft auch zur Pflege seiner Haut.

Näheres über Schwarzkümmelöl kannst Du auf unserer Seite „11 Fakten zum Schwarzkümmelöl für Hunde“ finden.

2. Kokosnussöl

Kokosnussöl

Kokosnussöl enthält Laurinsäure. Flöhe, Zecken und Milben können diesen Stoff „nicht riechen“. Sobald sie den Geruch bemerken, ergreifen sie die Flucht.

Du kannst Deinen Hund unmittelbar vor jedem Spaziergang mit Kokosnussöl einreiben (Kopf, Beine, Hals und Ohren). Somit kannst Du ihn vor diesen lästigen „Gästen“ gut schützen. 

Hierzu reicht je nach Größe Deines Hundes maximal eine walnussgroße Menge aus. Du kannst das Kokosöl auch mit Hilfe einer Sprühflasche auf den Körper Deines Hundes gleichmäßig verteilen und danach einreiben.

Näheres über Kokosnussöl kannst Du auf unserer Seite „9 wichtige Fakten zum Kokosöl für Hunde“ finden.

Mein Fazit

Auch wenn Dein Hund einen Flohhalsband trägt oder Du ihn regelmäßig mit anderen Präparaten vor diesen skrupellosen Blutjägern beschützt: Dennoch kann es passieren, dass er von ein und dem anderen Floh heimgesucht wird!

Erst solltest Du die Ruhe bewahren. Es gibt inzwischen so viele Möglichkeiten, diese Invasion bis auf den letzten Floh zu bekämpfen.

Ja, es ist sehr mühselig und nerven beraubend. Aber es lohnt sich.

Insbesondere für Deinen Liebling. Er wird einer der ersten sein, der bemerken wird, dass für ihn die Bude auf den Kopf gestellt wird. Er wird auch der erste sein, der sich wieder wohl und behütet fühlen wird.

Und er wird der erste sein, der sich bei Dir höchstpersönlich bedanken wird.

Wie?

Er wird zu Dir kommen, sich einfach und gelassen an Dich anschmiegen oder sich auf Deinen Schoß legen. Und er würde dir am liebsten sagen:

„Gut, dass es Dich gibt. Alleine hätte ich das nie geschafft! Du hast was gut bei mir!“

Und darauf kannst Du Dich verlassen. Er wird sein Wort halten und Dein bester Freund bleiben. Der Domino-Effekt, den die Blutsauger verursacht haben, wird sich zum Guten wenden.

Die Stube ist rein für echte Gäste und echte Freundschaften. Intensiver als zuvor 🙂

Weiterführende Quellen:
Wikipedia
Focus
Dr. Dr. Helmut Pabel

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