- Die Lebenserwartung hängt stark von Rasse und Größe ab
- Kleine Hunde leben im Schnitt 12–16 Jahre, große 8–10 Jahre
- Gute Ernährung, Bewegung und Vorsorge verlängern das Hundeleben
Die Lebenserwartung eines Hundes hängt von Rasse, Genetik, Ernährung, Pflege und Lebensumständen ab. Als allgemeine Faustregel gilt: je kleiner die Rasse, desto höher die Lebenserwartung.
Lebenserwartung von Hunden
Bei der Berechnung der durchschnittlichen Lebenserwartung wird die Rassengröße als Ausgangspunkt genommen:
- Kleine Rassen: bis zu 15 kg Körpergewicht
- Mittlere Rassen: 15 bis 45 kg Körpergewicht
- Große Rassen: mehr als 45 kg Körpergewicht
Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt:
- Kleine Rassen: 10 bis 15 Jahre (einige bis zu 18 Jahre)
- Mittlere Rassen: 10 bis 13 Jahre
- Große Rassen: 8 bis 12 Jahre
- Riesenrassen: 8 bis 10 Jahre
Im Tierreich gilt normalerweise: größere Arten leben länger. Bei Hunden ist es umgekehrt. Nach einer Studie von Dr. Cornelia Kraus (Universität Göttingen) altern größere Hunderassen schneller, weil ihre Entwicklungsphase als Welpe rascher verläuft. Die beschleunigte Wachstumsrate könnte dafür verantwortlich sein, dass Zellwachstum anormal vorangeht und die Krebsrate bei großen Rassen höher ist.
Rasse mit höchster und kürzester Lebenserwartung
Nach Angaben des American Kennel Club hat die Bordeauxdogge mit durchschnittlich 5–8 Jahren die kürzeste Lebenserwartung. Mit 15–19 Jahren hat der Coton de Tuléar die höchste.
Tabelle in Listenform
Lebenserwartung der verschiedenen Rassen in alphabetischer Reihenfolge:
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Leben Mischlinge länger?
Im Allgemeinen ja. Züchter reinrassiger Hunde nehmen bei der Züchtung Größe oder besondere Rassenmerkmale als Ausgangspunkt. Dr. Kraus empfiehlt: Wer möglichst lange mit seinem Hund leben möchte, hat die besten Chancen mit einem kleinen Mischling.
Hundejahre vs. Menschenjahre
Die alte Regel, dass 1 Hundejahr 7 Menschenjahren entspricht, gilt als überholt. Bei der modernen Umrechnung wird auch die Größe und das Gewicht des Hundes einbezogen:
Wie kann ein Hund lange leben?
Der älteste jemals dokumentierte Hund war "Bluey": ein australischer Jagdhund, der 29 Jahre und 5 Monate alt wurde (1910–1939). Hängt die Lebenserwartung von Rasse oder Gewicht ab. Wie beim Menschen sind auch bei Hunden ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, körperliche Pflege und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen entscheidend für ein langes Leben.
Krankheiten, die die Lebenszeit verkürzen können
Krebs
Krebs ist eine häufige Todesursache bei großen Hunderassen. Warum die Krebsrate bei größeren Hunden höher ist, konnte noch nicht vollständig erklärt werden: die Wissenschaft geht davon aus, dass es an der schnelleren Wachstumsrate im Welpenalter liegt.
Symptome:
- Knoten
- Schlecht oder nicht heilende Wunden
- Gewichtsverlust
- Vergrößerte Lymphknoten
- Aufgeblähter Bauch
- Anormale Blutungen
- Schwäche
- Schwellungen
Verletzungen
Das Spektrum von Verletzungen, die tödlich enden können, ist vielfältig: von Autounfällen bis zu Folgen eines Bisses. Die Häufigkeit ist bei Welpen und kleinen Hunderassen höher. Das Risiko lässt sich durch Leinenpflicht im Straßenverkehr und vorsichtiges Einführen beim Kontakt mit anderen Hunden deutlich minimieren.
Erbkrankheiten
Erbkrankheiten sind nicht immer nachweisbar oder vorhersehbar. Ein verantwortungsvoller Züchter, der Gesundheitstests durchführt, reduziert das Risiko erheblich und sorgt für einen guten Start ins Leben.
Infektionserkrankungen
Seitdem es vorbeugende Impfungen gibt, sind viele gefährliche Infektionserkrankungen stark zurückgegangen. Dennoch werden jedes Jahr Hunde krank. Regelmäßige Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt vermindern dieses Risiko deutlich.
Übergewicht
Etwa 34 % der Hunde in den USA sind übergewichtig oder fettleibig. Forscher haben belegt, dass übergewichtige Hunde eine deutlich kürzere Lebenserwartung haben als Hunde mit normalem Körpergewicht. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung sind daher entscheidend.
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