Dein Hund hat Schokolade gefressen? Hier erfährst du alles über die Gefahren von Theobromin, die Symptome einer Vergiftung und was du im Notfall tun musst.

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Wie soll ich vorgehen, wenn mein Hund Schokolade gefressen hat? Was sind die Symptome und warum genau darf ich meinen Liebling keine Schokolade geben? Wenn du dich das fragst, dann bist du hier richtig. Die Antworten und Tipps dazu verrate ich dir in diesen hilfreichen Ratgeber.
Ja, Schokolade ist giftig für Hunde wegen Theobromin. Deinem Vierbeiner fehlt das Enzym in der Leber, um es spalten und abbauen zu können. Am meisten Theobromin enthalten die Sorten Bitter-Schokolade, Zartbitterschokolade und Kochschokolade. Erste Symptome tauchen etwa 2 bis 4 Stunden nach dem Verzehr auf.
Der Theobromin-Gehalt in Schokolade hängt davon ab, wie viel Kakao darin enthalten ist. Es wirkt auf unseren Körper mild, anregend und zum Teil steigert er unsere Stimmung. Der Theobromin Gehalt in der Schokolade ist im Gegensatz zu uns für Hunde, Katzen und Pferde gefährlich.
Das, was uns gut tut, kann für unsere Liebsten tödlich sein!
Theobromin wird im Körper eines Schützlings wesentlich langsamer abgebaut. Durch regelmäßigen Konsum von Schokolade kann dieser Stoff nicht abgebaut werden und reichert sich schnell an. Hunden fehlt nämlich ein Enzym in der Leber, das dafür zuständig ist, diesen Stoff zu spalten und abzubauen. Die Halbwertszeit von Theobromin liegt beim Hund etwa bei 17,5 Stunden. Das heißt: Die Hälfte dieses giftigen Stoffes ist nach 17,5 Stunden noch im Körper deines Lieblings. Nach weiteren 17,5 Stunden, also 35 Stunden sinkt der Anteil auf nur 25 %.
Für kleine Fellnasen wie den Yorkshire-Terrier kann bereits eine Tafel Schokolade eine tödliche Dosis enthalten. Diese liegt bei etwa100 mg Theobromin pro kg Körpergewicht. Die ersten Symptome beginnen jedoch bei weitaus geringeren Dosen. Sie kann jedoch je nach Empfindlichkeit, Rasse und dem allgemeinen Gesundheitszustand deines Schützlings variieren.
Wie viel Theobromin in Schokolade oder kakaohaltigen Produkten enthalten ist, hängt von der Menge des Kakaos ab. Die Werte in der unten aufgeführten Tabelle dienen nur als Ansatz und können je nach Produkt und Hersteller unterschiedlich sein:
Theobromin ist strukturverwandt mit Koffein und hat eine anregende Wirkung auf das Nervensystem. Es kommt unter anderem im Kakaobaum, Kolabäumen und Teepflanzen vor. Die Hundeschokolade ähnelt der Schokolade, die wir verzehren. Sie unterscheidet sich lediglich in der Zusammensetzung.
Deswegen hat Hundeschokolade einen sehr geringen Kakao- und Zuckeranteil, sodass sie keine toxische Wirkung hat. Meistens werden noch Vitamine hinzugefügt. Der wesentliche Bestandteil von Hundeschokolade sind Milch, Molkerei-Erzeugnisse, Fette bzw. Öle, Zucker, Kakao und pflanzliche Nebenerzeugnisse. Auch wenn Hundeschokolade auf die Bedürfnisse eines Hundes abgestimmt ist und als Leckerli dient, solltest du sehr vorsichtig damit umgehen. Bitte beachte, dass viele Fachleute eher davon abraten. Denn abgesehen von Kakao ist auch Zucker schädlich für deinen Liebling.
Wenn überhaupt, solltest du deine Fellnase nur in seltenen Fällen damit belohnen. Denn sollte dein Schützling sich daran gewöhnen, kann er schnell mal eine unbeaufsichtigte Tafel Schokolade stibitzen. Denn er kann beide Arten nicht voneinander unterscheiden.
Die ersten Symptome einer Schokoladenvergiftung tauchen etwa 2 bis 4 Stunden nach dem Verzehr der Schokolade auf. Nach etwa 12 bis 36 Stunden treten alle Symptome im vollen Umfang auf. Sie können sich bis zu 72 Stunden hinziehen. Der Verlauf der Erscheinungen ist:
ACHTUNG: Ältere Vierbeiner mit einem Problem im Herz- / Kreislaufsystem haben ein größeres Risiko, an einer Schokoladenvergiftung zu sterben!
Falls du festgestellt haben solltest, dass dein Liebling Schokolade verzehrt hat, warte nicht auf die ersten Begleiterscheinungen. Schau nach, wie viel Schokolade und welche Sorte er gefressen hat. Danach rufe sofort deinen Tierarzt an!
Halte zu Hause immer Kohletabletten bereit – auch Tierkohle, Aktivkohle, medizinische Kohle genannt. Du kannst Kohletabletten bei deinem Tierarzt oder aus der Apotheke beschaffen. Bereite für alle Fälle immer eine Notfall-Ration vor. Wie viel du dosieren solltest, hängt individuell von deinem Vierbeiner ab. Hier kann dich dein Tierarzt beraten oder du liest dir die Herstellerangaben durch.
Kohletabletten sind die erste Hilfe für zu Hause bei Vergiftungen! Grundsätzlich solltest du kein Erbrechen auslösen. Es besteht die Gefahr, dass dein Schützling schon stark geschwächt ist. Dadurch könnte das Erbrochene in seine Lunge geraten und ihn ersticken.
Nach Absprache mit deinem Tierarzt solltest du deine Fellnase sofort in die Klinik bringen. Nimm die Schokoladenpackung mit, die gefressen wurde. Somit kann dein Tierarzt schneller feststellen, wie viel Theobromin sich im Kreislauf befindet. Falls dein treuer Gefährte die Packung oder andere Fremdkörper mitgegessen hat, solltest du deinen Tierarzt darüber informieren. Kannst du deinen Vierbeiner nicht auf eigene Faust zu deinem Tierarzt zu bringen, wäre ein Notruf bei der Feuerwehr eine Lösung.
Sobald Ihr bei deinem Tierarzt eingetroffen seid, wird dein Arzt mit pharmazeutischen Mitteln dafür sorgen, dass dein Hund erbricht. Auch wird er weitere Maßnahmen gegen die bereits eingesetzten Begleiterscheinungen treffen.
Lagere alle Produkte, die Kakao enthalten an einem Platz, den dein Liebling nicht erreichen kann. Das kann eine verschlossene Speisekammer sein, ein hohes Regal, ein Küchenschrank oder eine große Plastik-Box sein, die du verschließen kannst.
Bei Festtagen ist es besser, wenn du Deko-Schokolade und ähnliches dementsprechend hochstellst, sodass dein Liebling sie nicht erreichen kann.
Insbesondere Kleinkinder sind dazu geneigt, zu teilen. Das ist für sie wie ein Spiel. Kläre Kinder darüber auf, was für schädliche Folgen eine Fütterung mit sich bringen könnte. Hierzu gehören auch erwachsene Personen, die keine Erfahrung mit Hundehaltung haben. Auch solltest du darauf achten, Kindern in Gegenwart von einem Hund keine Schokolade und kakaohaltige Produkte zum Naschen zu geben. Dein Schützling könnte die mit Schokolade oder Nutella verschmierte Mundpartie des Kindes oder die Finger ablecken.
Manche Erwachsene, können sehr empfindlich, sogar schroff reagieren, wenn du ihnen etwas empfiehlst oder von ihnen wünschst. Da spielt es keine Rolle, ob du es gut gemeint hast oder nicht. Du kannst deine Bitte diplomatisch angehen, indem du sie einfach auf jemanden anders reflektierst oder sogar auf dich selbst. Hauptsache, es funktioniert.
Hier ein Beispiel:
„Letztens hatte ich eine Packung Schoko-Kekse auf dem Tisch vergessen. Zum Glück hat Daisy es nicht bemerkt. Es war unüberlegt von mir, die Kekse einfach so dazulassen. Ich hätte es mir niemals verzeihen können, wenn sie sich wegen des Kakao da drin tödlich vergiftet hätte. Da reichen schon ein paar Milligramm aus. Da hatte ich wirklich noch Glück!“
Es werden gute Bücher und Workshops angeboten, in denen du deinem Liebling beibringen kannst, dass er nichts vom Boden oder Tisch zum Essen schnappen darf. Oder auch von fremden Personen gefüttert werden darf, bevor du es nicht erlaubst. Dieses Training kann dich auch sehr dabei unterstützen, wenn ihr Gassi geht. So ist das Risiko sehr gering, dass dein Hund vom Boden etwas schnappt – sei es Schokolade oder ein anderes Gift.
Die tödliche Dosis liegt bei etwa 300 mg Theobromin pro kg Körpergewicht. Für einen 10 kg schweren Hund können schon 50 g Zartbitterschokolade gefährlich werden.
Schokolade enthält den Wirkstoff Theobromin. Hunden fehlt das Enzym in der Leber, um Theobromin abzubauen. Es reichert sich im Körper an und wirkt toxisch.
Weiße Schokolade enthält deutlich weniger Kakao und damit weniger Theobromin. Sie ist weniger gefährlich, sollte aber trotzdem nicht verfüttert werden.
Sofort Aktivkohle verabreichen, die Schokoladensorte feststellen und den Tierarzt kontaktieren. Schokoladenpackung mitnehmen. KEIN Erbrechen erzwingen!
Erbrechen, Durchfall, Unruhe, erhöhtes Urinieren, Zittern, Herzrhythmusstörungen. In schweren Fällen Krämpfe, Bewusstlosigkeit und Tod.
Schokolade ist für deinen Liebling nicht nur eine Versuchung wie bei uns, sondern ein Todesurteil! Deswegen lieber die Finger davon lassen. Denn der „süße“ Spaß von Theobromin hat „bittere“ Nachfolgen, die meistens zum Grab führen.
Ich persönlich vermeide es, meinen Hund mit Hundeschokolade und ähnlichem zu beglücken. Meiner ist auch mit anderem zufrieden, Hauptsache es ist ein Leckerli 😉 Und wenn ich Zeit habe, backe ich ihm etwas. Für gute Rezepte kannst du gerne auf meiner Seite „15 Rezepte für Leckerlis & Co" herumstöbern. Du wirst dort bestimmt fündig.
Und nicht vergessen:
Zu Hause, beim Picknick, auf Reisen immer Kohletabletten bereithalten!
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