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Schokolade beim Hund

Schokolade ist für Hunde giftig, weil sie Theobromin enthält. Je dunkler die Schokolade, desto höher der Theobromin-Gehalt und desto gefährlicher. Eine Tafel Zartbitterschokolade kann für einen 20 kg schweren Hund tödlich sein. Bei Verdacht sofort den Tierarzt anrufen, den Hund nicht selbst zum Erbrechen bringen.

Ein besorgter Hund mit Schokoladensymptomen, umgeben von einem Tierarzt und Schokoladentafeln im Hintergrund.

Ist Schokolade giftig für Hunde?

Ja. Schokolade ist giftig für Hunde wegen Theobromin. Hunden fehlt das Leberenzym, um es abzubauen. Am meisten Theobromin enthalten Bitterschokolade, Zartbitterschokolade und Kochschokolade. Erste Symptome treten etwa 2–4 Stunden nach dem Verzehr auf.

Der Wirkstoff Theobromin

Tabelle mit dem Titel „Toxische Mengen von Theobromin" zeigt Theobrominmengen und toxische Dosen, wenn ein Hund Schokolade gefressen hat. Enthält ungesüßten Kakao, dunkle Schokolade, halbsüße Schokolade und Milchschokolade mit unterschiedlichen mg-Mengen und toxischen Dosen für 10 kg und 20 kg schwere Hunde.

Theobromin wird im Hundekörper wesentlich langsamer abgebaut als beim Menschen. Die Halbwertszeit liegt bei etwa 17,5 Stunden: nach gut 17 Stunden sind also noch 50 % des Gifts im Körper. Bei regelmäßigem Konsum reichert sich der Stoff an.

Die tödliche Dosis liegt bei ca. 100 mg Theobromin pro kg Körpergewicht. Für kleine Rassen wie Yorkshire Terrier kann bereits eine Tafel dunkle Schokolade diese Menge enthalten. Erste Symptome zeigen sich aber schon bei deutlich niedrigeren Dosen.

Der Theobromingehalt hängt direkt vom Kakaoanteil ab: je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher.

Was ist mit Hundeschokolade?

Hundeschokolade hat einen sehr geringen Kakao- und Zuckeranteil und ist in der Regel nicht toxisch. Sie enthält hauptsächlich Milch, Molkereiprodukte, Fette, Zucker und pflanzliche Nebenerzeugnisse. Da Hunde den Unterschied nicht erkennen können, empfehlen viele Tierärzte trotzdem, auf Hundeschokolade zu verzichten: sie könnte das Interesse an echter Schokolade wecken.

Symptome einer Schokoladenvergiftung

Ein angebissenes Stück Schokolade liegt auf einer dunklen Holzoberfläche. Ein Text warnt vor den Auswirkungen: Selbst geringe Mengen Theobromin können bei Hunden zu Unruhe und Erbrechen führen. Die ersten Symptome treten bereits bei 20 mg/kg auf.

Die ersten Symptome tauchen etwa 2–4 Stunden nach dem Verzehr auf. Im vollen Umfang treten sie nach 12–36 Stunden auf und können sich bis zu 72 Stunden hinziehen.

Bei geringer Dosis:

  • Unruhe
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Aufgeblähter Bauch
  • Verstärkter Durst

Bei starker Dosis:

  • Krämpfe
  • Anormale Atmung, Atembeschwerden
  • Zittern bis Anfälle
  • Bewusstseinsstörungen
  • Herzrhythmusstörungen, Herzversagen, Tod

Ältere Hunde mit Herzproblemen tragen ein besonders hohes Risiko.

Was tun bei einer Schokoladenvergiftung?

Warte nicht auf die ersten Symptome. Sobald du feststellst, dass dein Hund Schokolade gefressen hat:

  1. Sofort Tierarzt oder Notdienst anrufen: nenne Gewicht deines Hundes, Sorte und Menge der Schokolade und den ungefähren Zeitpunkt.
  2. Aktivkohle nur nach Anweisung geben: sie kann Theobromin im Verdauungstrakt binden, ist aber kein Ersatz für die Behandlung.
  3. Schokoladenpackung mitnehmen: der Tierarzt kann damit schneller die aufgenommene Theobromindosis berechnen.
  4. Kein Erbrechen erzwingen: der Hund könnte geschwächt sein und sich dabei verschlucken.

Im Notfall, wenn kein Transport möglich ist, Feuerwehr-Notruf unter 112.

Beim Tierarzt angekommen, wird gezieltes Erbrechen oder Aktivkohle eingesetzt: je nach Zeitpunkt nach dem Verzehr.

Vorbeugung

Schokolade sicher aufbewahren

Alle kakaohaltigen Produkte an unerreichbaren Stellen lagern: verschlossene Speisekammer, hohes Regal oder verriegelter Schrank. Bei Festtagen Deko-Schokolade entsprechend hochstellen.

Kinder und Gäste aufklären

Kleinkinder teilen gerne: auch mit dem Hund. Alle Personen im Haushalt und Besuch sollten wissen, dass Schokolade für Hunde lebensgefährlich ist. Kinder nicht mit Schokolade naschen lassen, wenn der Hund dabei ist.

Training

Mit gezieltem Anti-Giftköder-Training lässt sich beibringen, nichts vom Boden oder vom Tisch zu schnappen und nur Futter anzunehmen, das ausdrücklich erlaubt wird. Das schützt auch vor anderen Giftstoffen beim Spaziergang.

Hast du aufgepasst?

Frage 1 von 3

Warum ist Schokolade für Hunde giftig, aber für Menschen nicht?

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel Schokolade ist für meinen Hund giftig?

Die tödliche Dosis liegt bei ca. 100 mg Theobromin pro kg Körpergewicht. Für einen 10 kg schweren Hund können schon 50 g Zartbitterschokolade gefährlich werden. Symptome zeigen sich aber schon bei deutlich geringeren Mengen.

Warum ist Schokolade für Hunde giftig?

Schokolade enthält Theobromin: einen Stoff, den Hunde nicht abbauen können. Es reichert sich im Körper an und wirkt toxisch auf Herz, Nieren und Nervensystem.

Ist weiße Schokolade auch giftig?

Weiße Schokolade enthält deutlich weniger Kakao und damit weniger Theobromin. Sie ist weniger gefährlich als dunkle Schokolade, sollte aber trotzdem nicht verfüttert werden.

Was tun, wenn mein Hund Schokolade gefressen hat?

Ruf sofort Tierarzt oder Notdienst an. Nenne Schokoladensorte, Menge, Zeitpunkt und Gewicht deines Hundes. Aktivkohle nur nach tierärztlicher Anweisung geben. Schokoladenpackung mitnehmen. Kein Erbrechen erzwingen!

Was sind die Symptome einer Schokoladenvergiftung?

Erbrechen, Durchfall, Unruhe, erhöhtes Urinieren, Zittern, Herzrhythmusstörungen. In schweren Fällen Krämpfe, Bewusstlosigkeit und Tod. Symptome treten 2–4 Stunden nach dem Verzehr auf.

Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic

Geschrieben von

Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic

Tierarzt & Fachautor

Mag.med.vet. (Tiermedizin)Praktizierender TierarztCo-Autor der Hunde Gesundheits Bibel

Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic erstellt medizinisch fundierte Artikel und Videos zu Tiergesundheitsthemen. Er ist Co-Autor der Hunde Gesundheits Bibel und sorgt mit seiner Expertise für fachlich korrekte Inhalte bei Hundeo.

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