Eine Futterumstellung wird nötig bei Lebensphasenwechsel (Welpe → Erwachsener → Senior), gesundheitlichen Problemen, Allergien oder zur Verbesserung der Futterqualität. Die schrittweise Umstellung über 7-10 Tage verursacht die wenigsten Verdauungsprobleme. Durchfall in den ersten Tagen ist normal und klingt meist innerhalb von 3-5 Tagen ab.

| Grund | Beispiel | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Lebensphasenwechsel | Welpe → Erwachsenenfutter | Nach Abschluss des Wachstums (je nach Rasse) |
| Gesundheitliche Probleme | Magen-Darm, Diabetes, Leishmaniose | Nach Rücksprache mit Tierarzt |
| Allergien/Unverträglichkeiten | Juckreiz, chronischer Durchfall | Eliminationsdiät mit Tierarzt planen |
| Qualitätsverbesserung | Von Discountfutter auf hochwertiges Futter | Jederzeit möglich |
Die schrittweise Umstellung ist die schonendste Methode. Ein abrupter Wechsel (direkte Umstellung) ist einfacher, führt aber häufiger zu Verdauungsproblemen.
Tag 1-3: 75% altes Futter, 25% neues Futter.
Tag 4-6: 50% altes Futter, 50% neues Futter.
Tag 7-9: 25% altes Futter, 75% neues Futter.
Ab Tag 10: 100% neues Futter.
Bei sensiblen Hunden oder Verdauungsproblemen die Umstellungsphase auf bis zu 6 Wochen ausdehnen. Immer frisches Wasser bereitstellen. Stuhlkonsistenz, Verhalten und Wohlbefinden beobachten.
Auch bei schrittweiser Umstellung können auftreten: Appetitlosigkeit, weicher Kot oder Durchfall, Verstopfung, veränderte Stuhlkonsistenz. Diese Symptome sollten innerhalb von 3-5 Tagen abklingen.
Bei Durchfall: Ausreichend Wasser bereitstellen (Durchfall entzieht dem Körper Flüssigkeit). Vorübergehend Schonkost (gekochtes Huhn mit Reis) kann helfen. Hält der Durchfall länger als 48 Stunden an, ist Blut im Stuhl sichtbar oder tritt Erbrechen auf: sofort zum Tierarzt.
Verschwinden die Symptome nicht: ein anderes Futter versuchen. Möglicherweise verträgt der Hund einen Inhaltsstoff nicht.
Die Verdauung von Trockenfutter dauert länger als die von Nassfutter. Schrittweise nach dem Schema oben umstellen. Wenn der Hund nur das Trockenfutter frisst und das Nassfutter ignoriert: Trockenfutter in lauwarmem Wasser einweichen und gut mit dem Nassfutter vermischen.
Bei Umstellung auf Trockenfutter: auf ausreichende Wasserzufuhr achten, da Trockenfutter weniger Feuchtigkeit enthält.
Die Umstellung auf Barf (Biologisch Artgerechtes Rohfutter) dauert länger: 2-4 Wochen. Vorher fachkundige Beratung einholen (auf Barf spezialisierter Tierarzt oder Ernährungsberater).
Mit leicht verdaulichem Fleisch beginnen (Huhn oder Pute), ca. 10-20% der Tagesration. Langsam steigern, nach und nach verschiedene Fleischsorten, Knochen und Innereien hinzufügen. Auf ausgewogenes Verhältnis von Fleisch, Knochen, Organen und pflanzlichen Bestandteilen achten.
Welpenfutter enthält mehr Proteine, Kalorien und Nährstoffe für das Wachstum. Zeitpunkt der Umstellung variiert je nach Rasse (wenn die körperliche Reife erreicht ist). Empfehlungen auf der Futterverpackung beachten oder Tierarzt fragen. Nach dem Schema oben schrittweise umstellen.
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