Selbstgebackene Hundekekse haben einen klaren Vorteil gegenüber Fertigprodukten: Du kontrollierst die Zutaten und kannst Allergien, Unverträglichkeiten und den Geschmack deines Hundes berücksichtigen. Kein Zucker, keine Farb- oder Konservierungsstoffe. 15 Rezepte von Leberwurst-Plätzchen über Thunfisch-Kekse bis Joghurt-Erdnuss-Eis.
Leckerlis eignen sich als Belohnung beim Training, aber auch als Aufmerksamkeit zwischendurch. Achte darauf, keine falschen Verknüpfungen zu schaffen: Gibst du regelmäßig Leckerlis am Esstisch, wird dein Hund dort betteln. Gib Leckerlis nie, wenn dein Hund bettelt, an dir hochspringt oder dich anbellt.
Belohne deinen Hund auch mal grundlos, damit er lernt, dass Leckerlis nicht nur an „brav sein" gekoppelt sind. Zwinge ihn aber nicht, dich darum zu bitten, und zögere nicht beim Geben.
Vorteile selbstgemachter Leckerlis
Kein Zucker, keine Farb-, Lock- und Konservierungsstoffe
Zutaten variierbar für Hunde mit Allergien, Diabetes oder anderen Erkrankungen
Geschmack und Größe der Snacks individuell anpassbar
Erlaubte und verbotene Zutaten
Geeignete Zutaten: Fisch, Fleisch, Gemüse, Obst, Milchprodukte, Eier und Getreide oder Mehl als Bindemittel. Bei Glutenunverträglichkeit: Mais-, Buchweizen- oder Kokosmehl verwenden. Erdnussbutter nur ohne Xylit (für Hunde giftig). Fleischbrühe ohne Zwiebeln und Knoblauch.
Bei Vergiftungssymptomen (Erbrechen, Durchfall, Schleimhautentzündung) sofort zum Tierarzt.
Grundausstattung
Rührschüsseln und Handmixer oder Küchenmaschine
Nudelholz und Keksausstecher (Knochen, Herzen, Tiere)
Backblech mit Backpapier
Kühlgestell zum Abkühlen
Lagerung
Kekse ohne Fleisch halten in einem luftdichten Behälter (Glas oder Metall) 2–3 Wochen. Kekse mit Fleisch nur wenige Tage, am besten im Kühlschrank. Vor dem Einlagern vollständig abkühlen lassen, da Kondenswasser Schimmelbildung fördert. Hart gebackene Kekse halten länger als weiche. Größere Mengen portionsweise einfrieren und bei Bedarf auftauen (mehrere Monate haltbar). Kühl und dunkel lagern, nicht neben dem Ofen. Regelmäßig auf Schimmel oder Geruchsveränderungen kontrollieren.
Tipps
Leckerlis sollten maximal 10% des täglichen Kalorienbedarfs ausmachen. Längere Backzeit ergibt härtere Kekse (gut für die Zähne), weiche Leckerlis eignen sich für ältere Hunde oder Hunde mit Zahnproblemen. Bei neuen Rezepten auf Reaktionen achten: Juckreiz, Verdauungsprobleme oder Lethargie können auf eine Unverträglichkeit hinweisen.
15 Rezepte
1. Leberwurst-Plätzchen
Zutaten:
200 g grobe Haferflocken
200 g feine Haferflocken
300 g Hüttenkäse
200 g Leberwurst (nur hundegeeignete Leberwurst verwenden)
1–2 EL Olivenöl
1 Ei
Zubereitung:
Alle Zutaten zu einem festen Teig verkneten. Bei zu zäher Konsistenz etwas Wasser beimischen.
Teig ausrollen und mit Plätzchenform ausstechen.
Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
In den kalten Ofen schieben, auf 180 °C (Umluft) stellen und ca. 30 Minuten backen.
Abkühlen lassen.
2. Thunfisch-Karotten-Leckerlis
Zutaten:
100 g Mehl
1 Dose Thunfisch mit eigenem Saft
2 Karotten
1 Ei
Zubereitung:
Backofen auf 180 °C vorheizen.
Karotten raspeln. Ei, Thunfisch mit Saft und Mehl beimischen.
Gut durchkneten, bis eine wenig klebrige Masse entsteht.
Walnussgroße Stücke zu Kugeln rollen, leicht flach drücken und auf Backpapier legen.
In Förmchen gießen und ca. 1 Stunde auskühlen lassen.
15. Joghurt-Erdnuss-Eisplätzchen
Zutaten:
900 g Joghurt
3 TL Erdnussbutter (kein Xylit)
1 große reife Banane
1 TL Honig (optional)
Silikonförmchen
Zubereitung:
Banane in Scheiben schneiden.
Alle Zutaten im Blender cremig rühren.
In Silikonförmchen füllen und mindestens 2 Stunden einfrieren.
In luftdichtem Behälter im Gefrierfach aufbewahren.
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