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Die 10 seltensten Hunderassen der Welt

Der Otterhund zählt mit geschätzt nur noch 350 Exemplaren weltweit zu den seltensten Hunderassen. In Deutschland gab es vom Bergamasker 2019 nur einen einzigen Wurf. Die meisten seltenen Rassen waren Arbeits-, Hof- oder Hütehunde. Seit weniger Menschen auf Höfen leben und Vieh halten, werden sie kaum noch gezüchtet.

6 Min. Lesezeit
Hund mit türkisfarbenem Halstuch in flachem Illustrationsstil: Symbolbild für die 10 seltensten Hunderassen der Welt.
Top 10 im Überblick
  1. Bergamasker: Herdenschutzhund, 2019 nur ein Wurf in Deutschland
  2. Altdeutscher Schäferhund: Kuhhund aus dem Westerwald
  3. Deutscher Pinscher: ehemaliger Stall- und Hofhund
  4. Österreichischer Pinscher: stämmiger Familienwächter
  5. Mittelspitz: älteste deutsche Hunderasse, vom Aussterben bedroht
  6. Großspitz: so selten, dass Kreuzungen diskutiert werden
  7. Mittelschnauzer: Allrounder mit Markenzeichen im Gesicht
  8. Germanischer Bärenhund: nicht FCI-anerkannt, Abstammung unklar
  9. Bouvier des Ardennes: regional begrenzter Arbeitshund
  10. Otterhund: geschätzt noch ca. 350 Exemplare weltweit
PlatzRasseGrößeUrsprungBesonderheit
1BergamaskerMittelgroßItalien2019 nur ein Wurf
2Altdeutscher SchäferhundMittelgroßDeutschlandKuhhund aus dem Westerwald
3Deutscher PinscherMittelgroßDeutschlandEhemaliger Stall-/Hofhund
4Österreichischer PinscherMittelgroßÖsterreichSchwacher Jagdinstinkt
5MittelspitzMittelgroßDeutschlandÄlteste deutsche Rasse
6GroßspitzGroßDeutschlandNur in Schwarz und Weiß
7MittelschnauzerMittelgroßDeutschlandIm Ausland verbreiteter als in DE
8Germanischer BärenhundGroßDeutschlandNicht FCI-anerkannt
9Bouvier des ArdennesMittelgroßBelgienRegional begrenzt
10OtterhundGroßEnglandCa. 350 Exemplare weltweit

1. Bergamasker

Ein zotteliger Bergamasker Hirtenhund mit langem, verfilztem Fell steht auf grünem Gras.

Herdenschutzhund mit dickem, zotteligem Fell, das ihn auch in kalten Nächten beim Bewachen von Schafen schützt. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges kaum noch im Einsatz. Treu, mutig, aufmerksam und haart kaum (für Allergiker interessant). Intelligent, robust und ausgeglichen. 2019 gab es in Deutschland nur einen einzigen Wurf. Zum Rasseportrait.

2. Altdeutscher Schäferhund

Ein Deutscher Schäferhund mit braunem und schwarzem Fell steht wachsam auf einem Feld mit Löwenzahn.

Auch bekannt als „Westwälder Kuhhund". Robust, mit eng gerolltem Haar und Kipp- oder Stehohren. Scheut sich nicht vor Bullen und Mutterkühen und treibt auch großes Vieh zielsicher zusammen. Keine andere einheimische Rasse kann mit Vieh dieser Größe so gut umgehen. Steht auf der Liste der gefährdeten Hundearten, da er kaum noch gebraucht wird.

3. Deutscher Pinscher

Ein schwarz-brauner Deutscher Pinscher mit spitzen Ohren liegt auf grünem Gras.

Mittelgroß, kurzhaarig und pflegeleicht. Agil, intelligent und mit hoher Lebenserwartung, da er kaum krankheitsanfällig ist. Früher als Stall- und Hofhund eingesetzt, heute eher Familienhund. Kein Kläffer, schlägt aber bei Bedrohung an. Jagt gerne Mäuse und Ratten. Braucht konsequente Erziehung und ist daher nicht für jeden Haushalt geeignet. Zum Rasseportrait.

4. Österreichischer Pinscher

Ein braun-weißer Österreichischer Pinscher hält ein buntes Seilspielzeug im Maul.

Optisch deutlich anders als der Deutsche Pinscher: längeres Fell und stämmiger Körperbau. Aufmerksam, spielfreudig und anhänglich. Schwach ausgeprägter Jagdinstinkt, daher gut als Familienhund geeignet. Schlägt bei Fremden an und wacht über Familie und Grundstück. Relativ neue, aber dennoch seltene Rasse.

5. Mittelspitz

Mittelspitz

Die wohl älteste deutsche Hunderasse, mittlerweile vom Aussterben bedroht. Mittelgroß mit dichtem Fell in zahlreichen Farbvarianten (schwarz, weiß, braun, orange, graugewolkt). Munter, bellfreudig und geduldig mit Kindern. Früher als Hofhund eingesetzt, da er Gefahren sofort erschnüffert und meldet.

6. Großspitz

Großspitz

Größer als der Mittelspitz (12 cm mehr Widerristhöhe), aber weniger farbvielfältig: nur in Schwarz und Weiß. Der weiße Großspitz war in den feinen Kreisen Norddeutschlands zu Hause, der schwarze auf Weinbergen in Süddeutschland. Die Anzahl ist so gering, dass Kreuzungen verschiedener Spitzarten diskutiert werden, um den Bestand zu sichern.

7. Mittelschnauzer

Ein grauer Mittelschnauzer steht in einem seichten Bach und blickt aufmerksam in die Ferne.

Unverkennbar durch seinen Bart und die buschigen Augenbrauen. Raues, robustes Fell, pflegeintensiv. Ursprünglich Hof- und Stallhund in Süddeutschland, im Ausland verbreiteter als in Deutschland. Ein Allrounder: Familienhund, Sporthund, Wanderbegleiter, Rettungshund. Keine seiner ursprünglichen Eigenschaften ist verloren gegangen.

8. Germanischer Bärenhund

Kreuzung aus Bernhardiner und einem nicht mehr bekannten Hirtenhund. Groß, flauschig und ausgeglichen. Vereint die Charaktereigenschaften eines Hirtenhundes mit der Gelassenheit eines Bernhardiners. Treu, aufmerksam, bei ausreichend Zuwendung verspielt. Nicht von der FCI anerkannt, da die genaue Abstammung unklar ist. Braucht ein Grundstück.

9. Bouvier des Ardennes

Ein struppiger Bouvier des Ardennes mit grauem und schwarzem Fell sitzt auf einer Wiese.

Mittelgroß, kräftig und widerstandsfähig. Betreut und beschützt das ganze Jahr über Schafherden in den Ardennen. Regional begrenzt, kommt über sein Heimatgebiet kaum hinaus. Bewacht Vieh, Haus und Hof und wird zur Wildschweinjagd eingesetzt. Wendig, mutig, braucht einen hundeerfahrenen Halter.

10. Otterhund

Otterhund

Lässt sich bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen. Groß, mit langem, krausem Fell in schwarzhellbraunem Muster. Das dichte, wasserabweisende Haar schützt ihn vor kaltem Wasser, für das er gezüchtet wurde (Otterjagd). Trotz seines massigen Aussehens wendig und flink. Eigensinnig, selbstständig und braucht konsequente Führung. Geschätzt noch ca. 350 Exemplare weltweit, da die Otterjagd verboten wurde. Zum Rasseportrait.

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Häufig gestellte Fragen

Claudia Weise

Geschrieben von

Claudia Weise

Chefredakteurin & Hundeexpertin

Chefredakteurin bei HundeoAktiv im TierschutzHundebesitzerin seit Kindheit

Claudia ist seit Kindheit Hundebesitzerin und im Tierschutz sehr aktiv. Als Chefredakteurin bei Hundeo ist es ihre Mission, die Bindung zwischen Mensch und Hund zu stärken.

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