- Bergamasker: Herdenschutzhund, 2019 nur ein Wurf in Deutschland
- Altdeutscher Schäferhund: Kuhhund aus dem Westerwald
- Deutscher Pinscher: ehemaliger Stall- und Hofhund
- Österreichischer Pinscher: stämmiger Familienwächter
- Mittelspitz: älteste deutsche Hunderasse, vom Aussterben bedroht
- Großspitz: so selten, dass Kreuzungen diskutiert werden
- Mittelschnauzer: Allrounder mit Markenzeichen im Gesicht
- Germanischer Bärenhund: nicht FCI-anerkannt, Abstammung unklar
- Bouvier des Ardennes: regional begrenzter Arbeitshund
- Otterhund: geschätzt noch ca. 350 Exemplare weltweit
| Platz | Rasse | Größe | Ursprung | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Bergamasker | Mittelgroß | Italien | 2019 nur ein Wurf |
| 2 | Altdeutscher Schäferhund | Mittelgroß | Deutschland | Kuhhund aus dem Westerwald |
| 3 | Deutscher Pinscher | Mittelgroß | Deutschland | Ehemaliger Stall-/Hofhund |
| 4 | Österreichischer Pinscher | Mittelgroß | Österreich | Schwacher Jagdinstinkt |
| 5 | Mittelspitz | Mittelgroß | Deutschland | Älteste deutsche Rasse |
| 6 | Großspitz | Groß | Deutschland | Nur in Schwarz und Weiß |
| 7 | Mittelschnauzer | Mittelgroß | Deutschland | Im Ausland verbreiteter als in DE |
| 8 | Germanischer Bärenhund | Groß | Deutschland | Nicht FCI-anerkannt |
| 9 | Bouvier des Ardennes | Mittelgroß | Belgien | Regional begrenzt |
| 10 | Otterhund | Groß | England | Ca. 350 Exemplare weltweit |
1. Bergamasker
Herdenschutzhund mit dickem, zotteligem Fell, das ihn auch in kalten Nächten beim Bewachen von Schafen schützt. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges kaum noch im Einsatz. Treu, mutig, aufmerksam und haart kaum (für Allergiker interessant). Intelligent, robust und ausgeglichen. 2019 gab es in Deutschland nur einen einzigen Wurf.
2. Altdeutscher Schäferhund
Auch bekannt als „Westwälder Kuhhund". Robust, mit eng gerolltem Haar und Kipp- oder Stehohren. Scheut sich nicht vor Bullen und Mutterkühen und treibt auch großes Vieh zielsicher zusammen. Keine andere einheimische Rasse kann mit Vieh dieser Größe so gut umgehen. Steht auf der Liste der gefährdeten Hundearten, da er kaum noch gebraucht wird.
3. Deutscher Pinscher
Mittelgroß, kurzhaarig und pflegeleicht. Agil, intelligent und mit hoher Lebenserwartung, da er kaum krankheitsanfällig ist. Früher als Stall- und Hofhund eingesetzt, heute eher Familienhund. Kein Kläffer, schlägt aber bei Bedrohung an. Jagt gerne Mäuse und Ratten. Braucht konsequente Erziehung und ist daher nicht für jeden Haushalt geeignet.
4. Österreichischer Pinscher
Optisch deutlich anders als der Deutsche Pinscher: längeres Fell und stämmiger Körperbau. Aufmerksam, spielfreudig und anhänglich. Schwach ausgeprägter Jagdinstinkt, daher gut als Familienhund geeignet. Schlägt bei Fremden an und wacht über Familie und Grundstück. Relativ neue, aber dennoch seltene Rasse.
5. Mittelspitz
Die wohl älteste deutsche Hunderasse, mittlerweile vom Aussterben bedroht. Mittelgroß mit dichtem Fell in zahlreichen Farbvarianten (schwarz, weiß, braun, orange, graugewolkt). Munter, bellfreudig und geduldig mit Kindern. Früher als Hofhund eingesetzt, da er Gefahren sofort erschnüffert und meldet.
6. Großspitz
Größer als der Mittelspitz (12 cm mehr Widerristhöhe), aber weniger farbvielfältig: nur in Schwarz und Weiß. Der weiße Großspitz war in den feinen Kreisen Norddeutschlands zu Hause, der schwarze auf Weinbergen in Süddeutschland. Die Anzahl ist so gering, dass Kreuzungen verschiedener Spitzarten diskutiert werden, um den Bestand zu sichern.
7. Mittelschnauzer
Unverkennbar durch seinen Bart und die buschigen Augenbrauen. Raues, robustes Fell, pflegeintensiv. Ursprünglich Hof- und Stallhund in Süddeutschland, im Ausland verbreiteter als in Deutschland. Ein Allrounder: Familienhund, Sporthund, Wanderbegleiter, Rettungshund. Keine seiner ursprünglichen Eigenschaften ist verloren gegangen.
8. Germanischer Bärenhund
Kreuzung aus Bernhardiner und einem nicht mehr bekannten Hirtenhund. Groß, flauschig und ausgeglichen. Vereint die Charaktereigenschaften eines Hirtenhundes mit der Gelassenheit eines Bernhardiners. Treu, aufmerksam, bei ausreichend Zuwendung verspielt. Nicht von der FCI anerkannt, da die genaue Abstammung unklar ist. Braucht ein Grundstück.
9. Bouvier des Ardennes
Mittelgroß, kräftig und widerstandsfähig. Betreut und beschützt das ganze Jahr über Schafherden in den Ardennen. Regional begrenzt, kommt über sein Heimatgebiet kaum hinaus. Bewacht Vieh, Haus und Hof und wird zur Wildschweinjagd eingesetzt. Wendig, mutig, braucht einen hundeerfahrenen Halter.
10. Otterhund
Lässt sich bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen. Groß, mit langem, krausem Fell in schwarzhellbraunem Muster. Das dichte, wasserabweisende Haar schützt ihn vor kaltem Wasser, für das er gezüchtet wurde (Otterjagd). Trotz seines massigen Aussehens wendig und flink. Eigensinnig, selbstständig und braucht konsequente Führung. Geschätzt noch ca. 350 Exemplare weltweit, da die Otterjagd verboten wurde.
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