Bringt die Weihnachtszeit den Alltag deines Hundes durcheinander? Wir zeigen dir, welche Gefahren das schönste Fest des Jahres für deinen Hund birgt. Außerdem geben wir dir 5 Tipps, wie dein Hund Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage stressfrei übersteht. Für die menschlichen Familienmitglieder ist Weihnachten eine aufregende Zeit: Das Haus wird festlich geschmückt. Die ganze Familie kommt zusammen, es gibt Geschenke und ein besonderes Festmahl. Die Organisation nimmt viel Zeit in Anspruch.

Das Wichtigste in Kürze
Doch die Vorbereitungen bedeuten nicht nur für dich Stress, sondern auch für deinen Vierbeiner. Schließlich bringen die Vorbereitungen und die Feiertage selbst seinen ganzen Alltag durcheinander.
An Feiertagen kann es laut und hektisch zugehen. Achte darauf, dass dein Hund einen ruhigen Platz hat, an den er sich jederzeit zurückziehen kann. Ein kuscheliges Hundebett in einem ruhigen Zimmer abseits vom Festtrubel bietet ihm die Möglichkeit, sich zu entspannen und dem Stress zu entfliehen.
Gönn deinem Hund lange Spaziergänge. Ausgedehnte Spaziergänge sind nicht nur eine gute Möglichkeit, dem Hund Bewegung zu verschaffen, sondern auch, ihm eine Pause vom hektischen Alltag zu Hause zu gönnen. Nutze die ruhigen Morgen- oder Abendstunden für ausgedehnte Spaziergänge, bei denen er nach Herzenslust schnüffeln und die Umgebung erkunden kann. Kein Weihnachtsshopping mit dem Hund! So verlockend es auch sein mag, deinen Hund mit zum Weihnachtsshopping zu nehmen, die lauten Geräusche, die Menschenmassen und die hektische Umgebung können für ihn sehr stressig sein. Lass deinen Hund lieber zu Hause, wo er sich in gewohnter und ruhiger Umgebung aufhalten kann.
Weihnachtsmärkte sind für Hunde tabu! Weihnachtsmärkte sind genau wie Weihnachtseinkäufe kein geeigneter Ort für Hunde. Die vielen Menschen, die laute Musik und die Gerüche können den Hund schnell überfordern. Außerdem besteht die Gefahr, dass er sich an herunterfallenden Speisen oder Scherben verletzt. Besser sind Spaziergänge in ruhigeren Gegenden.
Stress ist nicht das einzige Problem. Das Weihnachtsfest birgt auch Gefahren. Wir zeigen dir, worauf du achten solltest, damit du mit deinem Vierbeiner nicht in der Notaufnahme landest.
Pflanzen wie Misteln, Christrosen und Weihnachtssterne sind für Hunde giftig. Hier findest du noch weitere Pflanzen, die für Hunde giftig sind. In der Weihnachtszeit ist der Weihnachtsstern besonders beliebt. Die dekorative Zimmerpflanze gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Ihre Blätter und Zweige enthalten einen giftigen Milchsaft. Knabbert dein Hund an der Pflanze, kann das zu einer Vergiftung führen.
Symptome einer Vergiftung
Wenn du nicht auf Weihnachtssterne, Misteln und Christrosen verzichten möchtest, solltest du die Pflanzen außerhalb der Reichweite deines Hundes platzieren. Mehr über Vergiftungen beim Hund (Arten, Tipps und Symptome) findest du übrigens hier.
Bienenwachskerzen strahlen eine besondere Gemütlichkeit aus. Deshalb setzen viele Familien bei Weihnachtsbaum und Adventskranz auf echte Kerzen. Doch mit einem Hund im Haus sind offene Flammen ein hohes Sicherheitsrisiko. Du willst auf den Duft nicht verzichten? Dann achte darauf, dass du die Kerzen außerhalb der Reichweite deines Hundes aufstellst. Lass deine Fellnase mit brennenden Kerzen nicht unbeaufsichtigt.
Der Couchtisch ist kein geeigneter Platz für einen Adventskranz: Wenn der Hund herumtollt, kann er den Kranz vom Tisch schubsen. Wedelt er mit dem Schwanz über die Kerzen, kann er sich selbst oder die Tischdecke in Brand setzen. Knabbert er an der Kerze, kann das verschluckte Wachs zu Verstopfungen führen. Wer diese Gefahren vermeiden will, sollte LED-Kerzen verwenden. Inzwischen gibt es Modelle, die ziemlich realistisch aussehen. Das ist auf jeden Fall sicherer für deine Fellnase.
Maßnahmen bei Verbrennungen
Weihnachtsgans, Truthahn und Ente schmecken zwar den menschlichen Familienmitgliedern. Im Hundenapf haben diese Gerichte aber nichts zu suchen. Denn Fleisch und Sauce sind zu scharf für deine Fellnase. Dein Hund könnte nach dem Verzehr erbrechen oder Durchfall bekommen.
Gib ihm keine Reste von eurem Festmahl. Wenn die Fleischreste Knochen enthalten, kann dein Hund sie verschlucken. Knochen können splittern. Die scharfkantigen Teile könnten die Luft- und Speiseröhre deiner Fellnase verletzen oder zu Darmverletzungen führen. Mach deinem Liebling lieber mit getrockneten Rinder- oder Kaninchenohren eine Freude. Oder besorge ihm einen rohen, fleischigen Knochen.
Schokolade ist für Hunde giftig und kann tödlich sein. Sie enthält Theobromin. Hunde bauen diesen Inhaltsstoff aus der Kakaobohne nur langsam ab. Besonders gefährlich sind Schokoladensorten, die viel Theobromin enthalten. Dazu gehören Bitterschokolade und Kochschokolade.
Wenn dein Hund eine größere Menge Schokolade gefressen hat, solltest du sofort handeln:
Symptome einer Schokoladenvergiftung
Der liebevoll geschmückte Weihnachtsbaum kann auch für deinen Vierbeiner gefährlich werden: Steht die Edeltanne sicher? Oder fällt sie vielleicht um, wenn dein begeisterter Vierbeiner daran schnuppert oder sie mit der Rute streift? Dekoteile aus Plastik und Metall können giftige Stoffe enthalten. Wenn dein Hund sie verschluckt, nimmt er diese Stoffe auf. Es besteht die Gefahr eines Magen- oder Darmverschlusses.
Zerbrochene Glaskugeln verursachen im schlimmsten Fall Verletzungen im Maul oder an den Pfoten. Schlabbert die Fellnase Wasser aus dem Christbaumständer, kann sie damit gefährliche Stoffe aufnehmen. Ein weiteres Risiko sind Lametta und Geschenkbänder: Verschluckt dein Vierbeiner einzelne Fäden, kann das zu einem Darmverschluss führen. Vor allem junge, verspielte Hunde fressen gerne daran.
Sorge für Sicherheit beim Weihnachtsbaum
Weihnachten birgt ein gewisses Risiko für deinen Hund. Denke bei der Planung des Familienfestes und der Dekoration der Wohnung daran, dass bestimmte Pflanzen, Kerzen und Dekorationsartikel für deinen Vierbeiner gefährlich sein können. Um den Weihnachtsbaum, den Adventskranz und die übrige Dekoration so sicher wie möglich zu machen, solltest du auf natürliche, ungefährliche Materialien setzen und LED-Kerzen verwenden.
Lass deinen Hund am besten nicht mit dem Weihnachtsbaum allein und räume Adventsteller, süße Leckereien und Essensreste weg. So wird verhindert, dass sich deine Fellnase selbst bedient und durch den Verzehr womöglich direkt in die Tierklinik muss. In Verbindung zu Weihnachten könnte dich unser Beitrag Tipps für einen entspannten Silvester mit deinem Hund interessieren. Viel Spaß beim Lesen und Umsetzen unserer Tipps.
Claudia Weise ist die Chefredakteurin bei Hundeo.