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Weihnachten mit Hund: 5 Gefahren und wie du sie vermeidest

Weihnachten ist die unfallreichste Zeit für Hunde. Die fünf häufigsten Gefahren: giftige Pflanzen (Weihnachtsstern, Mistel, Christrose), Schokolade (100 g Bitterschokolade können für einen 10-kg-Hund tödlich sein), offene Kerzen, verschluckbare Deko wie Lametta und gewürzte Essensreste. Alle Risiken lassen sich mit einfachen Maßnahmen entschärfen.

4 Min. Lesezeit
Ein entspannter Hund auf einem Bett, umgeben von festlicher Weihnachtsdekoration und sanftem Licht.
Das Wichtigste in Kürze
  • Giftige Pflanzen: Weihnachtsstern, Mistel, Christrose (außer Reichweite stellen)
  • Schokolade: Theobromin ist für Hunde giftig, Bitterschokolade am gefährlichsten
  • Kerzen: LED-Kerzen verwenden, offene Flammen nie unbeaufsichtigt
  • Weihnachtsbaum: Kein Lametta, Kugeln hoch hängen, Baumständerwasser abdecken
  • Essensreste: Kein Festtagsbraten, keine Knochen, keine gewürzten Reste
  • Rückzugsort: Ruhiger Platz abseits vom Trubel für den Hund

Stress reduzieren

Weihnachten bringt den Alltag des Hundes durcheinander: Besuch, Lärm, ungewohnte Gerüche, veränderte Routinen. Biete einen ruhigen Rückzugsort an (Hundebox oder Hundebett in einem ruhigen Zimmer). Spaziergänge beibehalten, am besten morgens oder abends, wenn es ruhig ist. Hund nicht zum Weihnachtsshopping oder auf Weihnachtsmärkte mitnehmen (Menschenmassen, Lärm, Essensreste auf dem Boden).

1. Giftige Pflanzen

Ein leuchtend roter Weihnachtsstern steht in einem Topf, umgeben von Tannenzapfen, grünem Laub und brennenden Kerzen.

Weihnachtsstern: Gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Blätter und Zweige enthalten giftigen Milchsaft. Symptome: Erbrechen, starker Speichelfluss, Durchfall, Krämpfe, Zittern. Im schlimmsten Fall Lungenödem. Bei Verdacht sofort zum Tierarzt.

Mistel und Christrose: Ebenfalls giftig. Symptome ähnlich wie beim Weihnachtsstern.

Lösung: Pflanzen außerhalb der Reichweite aufstellen oder ganz darauf verzichten. Mehr über giftige Pflanzen: Giftige Pflanzen für Hunde

2. Kerzen und Brandgefahr

Leuchtende Glühbirnen, umgeben von roten Blumen und Grünpflanzen, schaffen eine warme Atmosphäre.

Offene Kerzen auf dem Couchtisch oder Adventskranz: Der Hund kann sie umstoßen, sich das Fell versengen oder Wachs verschlucken (Verstopfungsgefahr). LED-Kerzen sind die sicherste Alternative. Wenn echte Kerzen: außer Reichweite aufstellen, nie unbeaufsichtigt brennen lassen.

Erste Hilfe bei Verbrennungen: Mit lauwarmem Wasser kühlen (kein Eis, kein eiskaltes Wasser). Keine Brandsalben oder Wundpuder. Sofort zum Tierarzt, das Ausmaß zeigt sich oft erst später.

3. Kein Festessen für den Hund

Weihnachtsgans, Truthahn und Soße sind zu stark gewürzt. Mögliche Folge: Erbrechen, Durchfall, Bauchspeicheldrüsenentzündung. Besonders gefährlich: gekochte Knochen. Sie splittern und können Speiseröhre, Magen oder Darm verletzen.

Alternative: Getrocknete Rinder- oder Kaninchenohren, rohe fleischige Knochen (roh splittern sie nicht). Oder ein eigenes Hundemenü aus gekochtem Hühnchen ohne Gewürze.

4. Schokolade und Süßigkeiten

Ein kleiner Hund ruht mit dem Kopf auf einem Esstisch und blickt auf einen Teller mit Keksen und Macarons. Geschmückter Weihnachtsbaum im Hintergrund.

Schokolade enthält Theobromin, das Hunde nur langsam abbauen. Je dunkler die Schokolade, desto mehr Theobromin. Bitterschokolade und Kochschokolade sind am gefährlichsten. Auch Weihnachtskekse enthalten problematische Zutaten: Zucker, Zimt, Bittermandeln, Rosinen, Xylit.

Symptome einer Schokoladenvergiftung: Hyperaktivität, vermehrter Durst, Durchfall, Erbrechen, schneller Herzschlag, Zittern, Krämpfe, Atemnot.

Erste Hilfe: Kohletabletten geben (bindet Giftstoffe). Schokoladenreste oder Verpackung mitnehmen (Tierarzt schätzt die Theobrominmenge ein). Sofort zum Tierarzt.

Prävention: Adventsteller, Plätzchendosen und Schokolade nie offen stehen lassen.

5. Weihnachtsbaum absichern

Eine Person mit Weihnachtsmannmütze sitzt mit zwei Hunden auf dem Boden. Ein geschmückter Weihnachtsbaum und verpackte Geschenke daneben.

Standfestigkeit: Der Baum muss so stabil stehen, dass er nicht umkippt, wenn der Hund daran schnüffelt oder dagegen stößt.

Dekoration: Kugeln und Schmuck hoch hängen. Holzschmuck ist ungefährlicher als Plastik oder Metall (kann giftige Stoffe enthalten). Kein Lametta und keine Geschenkbänder (Verschluckungsgefahr, Darmverschluss). Zerbrochene Glaskugeln sofort aufsammeln (Schnittverletzungen an Pfoten und Maul).

Baumständerwasser: Kann Dünger, Harz oder Konservierungsmittel enthalten. Abdecken oder den Hund nicht in die Nähe lassen.

Geschenke: Hund nicht unbeaufsichtigt mit verpackten Geschenken lassen (Verpackungsmaterial, Schleifen, Kleinteile).

Hast du aufgepasst?

Frage 1 von 3

Was tun, wenn der Hund Schokolade gefressen hat?

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Häufig gestellte Fragen

Claudia Weise

Geschrieben von

Claudia Weise

Chefredakteurin & Hundeexpertin

Chefredakteurin bei HundeoAktiv im TierschutzHundebesitzerin seit Kindheit

Claudia ist seit Kindheit Hundebesitzerin und im Tierschutz sehr aktiv. Als Chefredakteurin bei Hundeo ist es ihre Mission, die Bindung zwischen Mensch und Hund zu stärken.

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