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Weihnachten mit Hund: 5 Gefahren und wie du sie vermeidest

Weihnachten ist die unfallreichste Zeit für Hunde. Die fünf häufigsten Gefahren: giftige Pflanzen (Weihnachtsstern, Mistel, Christrose), Schokolade (100 g Bitterschokolade können für einen 10-kg-Hund tödlich sein), offene Kerzen, verschluckbare Deko wie Lametta und gewürzte Essensreste. Alle Risiken lassen sich mit einfachen Maßnahmen entschärfen.

Ein entspannter Hund auf einem Bett, umgeben von festlicher Weihnachtsdekoration und sanftem Licht.
Das Wichtigste in Kürze
  • Giftige Pflanzen: Weihnachtsstern, Mistel, Christrose (außer Reichweite stellen)
  • Schokolade: Theobromin ist für Hunde giftig, Bitterschokolade am gefährlichsten
  • Kerzen: LED-Kerzen verwenden, offene Flammen nie unbeaufsichtigt
  • Weihnachtsbaum: Kein Lametta, Kugeln hoch hängen, Baumständerwasser abdecken
  • Essensreste: Kein Festtagsbraten, keine Knochen, keine gewürzten Reste
  • Rückzugsort: Ruhiger Platz abseits vom Trubel für den Hund

Stress reduzieren

Weihnachten bringt den Alltag des Hundes durcheinander: Besuch, Lärm, ungewohnte Gerüche, veränderte Routinen. Biete einen ruhigen Rückzugsort an (Hundebox oder Hundebett in einem ruhigen Zimmer). Spaziergänge beibehalten, am besten morgens oder abends, wenn es ruhig ist. Hund nicht zum Weihnachtsshopping oder auf Weihnachtsmärkte mitnehmen (Menschenmassen, Lärm, Essensreste auf dem Boden).

1. Giftige Pflanzen

Ein leuchtend roter Weihnachtsstern steht in einem Topf, umgeben von Tannenzapfen, grünem Laub und brennenden Kerzen.

Weihnachtsstern: Gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Blätter und Zweige enthalten giftigen Milchsaft. Symptome: Erbrechen, starker Speichelfluss, Durchfall, Krämpfe, Zittern. Im schlimmsten Fall Lungenödem. Bei Verdacht sofort zum Tierarzt.

Mistel und Christrose: Ebenfalls giftig. Symptome ähnlich wie beim Weihnachtsstern.

Lösung: Pflanzen außerhalb der Reichweite aufstellen oder ganz darauf verzichten. Mehr über giftige Pflanzen: Giftige Pflanzen für Hunde

2. Kerzen und Brandgefahr

Leuchtende Glühbirnen, umgeben von roten Blumen und Grünpflanzen, schaffen eine warme Atmosphäre.

Offene Kerzen auf dem Couchtisch oder Adventskranz: Der Hund kann sie umstoßen, sich das Fell versengen oder Wachs verschlucken (Verstopfungsgefahr). LED-Kerzen sind die sicherste Alternative. Wenn echte Kerzen: außer Reichweite aufstellen, nie unbeaufsichtigt brennen lassen.

Erste Hilfe bei Verbrennungen: Mit lauwarmem Wasser kühlen (kein Eis, kein eiskaltes Wasser). Keine Brandsalben oder Wundpuder. Sofort zum Tierarzt, das Ausmaß zeigt sich oft erst später.

3. Kein Festessen für den Hund

Weihnachtsgans, Truthahn und Soße sind zu stark gewürzt. Mögliche Folge: Erbrechen, Durchfall, Bauchspeicheldrüsenentzündung. Besonders gefährlich: gekochte Knochen. Sie splittern und können Speiseröhre, Magen oder Darm verletzen.

Alternative: Getrocknete Rinder- oder Kaninchenohren, rohe fleischige Knochen (roh splittern sie nicht). Oder ein eigenes Hundemenü aus gekochtem Hühnchen ohne Gewürze.

4. Schokolade und Süßigkeiten

Ein kleiner Hund ruht mit dem Kopf auf einem Esstisch und blickt auf einen Teller mit Keksen und Macarons. Geschmückter Weihnachtsbaum im Hintergrund.

Schokolade enthält Theobromin, das Hunde nur langsam abbauen. Je dunkler die Schokolade, desto mehr Theobromin. Bitterschokolade und Kochschokolade sind am gefährlichsten. Auch Weihnachtskekse enthalten problematische Zutaten: Zucker, Zimt, Bittermandeln, Rosinen, Xylit.

Symptome einer Schokoladenvergiftung: Hyperaktivität, vermehrter Durst, Durchfall, Erbrechen, schneller Herzschlag, Zittern, Krämpfe, Atemnot.

Erste Hilfe: Tierarzt oder Notdienst sofort anrufen. Schokoladenreste oder Verpackung mitnehmen (Tierarzt schätzt die Theobrominmenge ein). Kohletabletten nur nach Anweisung geben.

Prävention: Adventsteller, Plätzchendosen und Schokolade nie offen stehen lassen.

5. Weihnachtsbaum absichern

Eine Person mit Weihnachtsmannmütze sitzt mit zwei Hunden auf dem Boden. Ein geschmückter Weihnachtsbaum und verpackte Geschenke daneben.

Standfestigkeit: Der Baum muss so stabil stehen, dass er nicht umkippt, wenn der Hund daran schnüffelt oder dagegen stößt.

Dekoration: Kugeln und Schmuck hoch hängen. Holzschmuck ist ungefährlicher als Plastik oder Metall (kann giftige Stoffe enthalten). Kein Lametta und keine Geschenkbänder (Verschluckungsgefahr, Darmverschluss). Zerbrochene Glaskugeln sofort aufsammeln (Schnittverletzungen an Pfoten und Maul).

Baumständerwasser: Kann Dünger, Harz oder Konservierungsmittel enthalten. Abdecken oder den Hund nicht in die Nähe lassen.

Geschenke: Hund nicht unbeaufsichtigt mit verpackten Geschenken lassen (Verpackungsmaterial, Schleifen, Kleinteile).

Hast du aufgepasst?

Frage 1 von 3

Was tun, wenn der Hund Schokolade gefressen hat?

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Häufig gestellte Fragen

Was tun, wenn mein Hund Schokolade gefressen hat?

Tierarzt oder Notdienst sofort anrufen. Nenne Gewicht, Schokoladensorte, Menge und Zeitpunkt. Schokoladenreste oder Verpackung einpacken. Kohletabletten nur nach Anweisung geben. Entscheidend ist die Menge und der Kakaoanteil: 100g Bitterschokolade können für einen 10-kg-Hund tödlich sein.

Welche Weihnachtspflanzen sind giftig für Hunde?

Weihnachtsstern, Mistel und Christrose. Der Weihnachtsstern enthält giftigen Milchsaft in Blättern und Zweigen. Symptome: Erbrechen, Speichelfluss, Durchfall, Krämpfe. Bei Verdacht sofort zum Tierarzt.

Darf mein Hund Weihnachtskekse fressen?

Nein. Menschliche Kekse enthalten Zucker, Zimt, Bittermandeln und oft Rosinen oder Schokolade: alles problematisch für Hunde. Stattdessen: spezielle Hundekekse backen oder kaufen.

Wie reduziere ich den Weihnachtsstress für meinen Hund?

Ruhigen Rückzugsort einrichten, Spaziergänge beibehalten, Hund nicht zum Weihnachtsshopping mitnehmen. Bei Besuch: den Hund nicht zum Kontakt zwingen, Rückzug zulassen.

Claudia Weise

Geschrieben von

Claudia Weise

Chefredakteurin, zertifizierte Ernährungsberaterin & Tierschutz-Praxis

Chefredakteurin bei HundeoZertifizierte Ernährungsberaterin für HundeTäglich im Tierschutz und mit Hunden aktiv

Claudia begleitet Hundeo seit der Anfangszeit eng an Enricos Seite. Sie ist zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, arbeitet täglich mit Tierschutzthemen und Hunden und bringt diese Praxis als Chefredakteurin in Gesundheits-, Pflege-, Rassen- und Zubehörinhalte ein.

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