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Unabhängige Tests seit 2018Aktualisiert am 30. Juni 2026

Hundefutter Test 2026: Testsieger & 93 Marken

Finde den aktuellen Testsieger und vergleiche 93 Marken und 129 Produkte nach Fleischqualität, Zusammensetzung und Deklaration, nicht nach Markenversprechen, Preis oder Verpackung.

Enrico BachmannDr. Emin Jasarevic
Erstellt von Enrico Bachmann · zert. Ernährungsberater
Fachlich geprüft von Dr. Emin Jasarevic · Tierarzt
Top-Empfehlungen

Unsere Top-Empfehlungen für jede Futterart.

Die Empfehlungen stammen aus unseren redaktionellen Testberichten. Methodik: Bewertungsrichtlinien

Welches Hundefutter ist das beste?

In unserem Hundefutter Test 2026 liegt aktuell Anifit Gockels Duett vorn: ein Nassfutter mit 93 % Fleischanteil und sehr transparenter Deklaration. Wenn du nicht nur den Testsieger suchst, sondern die passende Kategorie für deinen Hund, starte direkt mit Nassfutter, Trockenfutter, Welpenfutter oder den Spezialseiten unten.

Die Bewertung basiert auf festen Testkriterien: Fleischqualität, Zusammensetzung und Deklaration. Preis, Verpackung und Markenbekanntheit entscheiden nicht über den Hundeo Futter-Score.

Hundefutter nach Futterart

Hundefutter bei gesundheitlichen Bedürfnissen

Hundefutter nach Rezeptur-Vorlieben

Hundefutter nach Alter & Größe

Stöbere auch in der Markenübersicht oder nutze den Direktvergleich zwischen zwei Marken.


So entsteht der Hundeo Futter-Score

Jedes Hundefutter durchläuft den gleichen Prozess. Wir bewerten Fleischqualität, Zusammensetzung und Deklaration von 1,0 bis 5,0 und zeigen daraus den Hundeo Futter-Score mit bis zu 100 Punkten. Die Gewichtung ist bei jeder Futterart identisch: 45 % Fleischqualität, 30 % Zusammensetzung und 25 % Deklaration, damit Nass-, Trocken- und Spezialfutter direkt vergleichbar bleiben.

So gewichten wir den Hundeo Futter-Score
Fleischqualität45 %
Zusammensetzung30 %
Deklaration & Reinheit25 %

Fleischqualität (45 % des Scores). Wir prüfen: Welche tierischen Bestandteile werden verwendet? Sind es benannte Muskelstücke oder vage „Nebenerzeugnisse"? Wie hoch ist der tatsächliche Fleischanteil in Prozent? Wird frisches Fleisch oder Fleischmehl eingesetzt?

Produkte mit über 80 % benanntem Frischfleisch erhalten 4,5 Sterne oder mehr. Produkte mit „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ohne Prozentangabe fallen auf 2 Sterne oder darunter. Als externe Nährstoff-Referenz ziehen wir die FEDIAF Nutritional Guidelines 2021 heran (Mindest-Rohprotein 18 % in der Trockensubstanz für ausgewachsene Hunde). Unsere Top-Marken liegen in Zusammensetzung und Fleischqualität deutlich über dem FEDIAF-Minimum.

Zusammensetzung (30 % des Scores). Hier geht es um das Gesamtbild der Rezeptur: Stimmt das Verhältnis von Protein, Fett und Kohlenhydraten? Werden unnötige Füllstoffe (Mais, Weizen, Rübenschnitzel) eingesetzt? Sind die analytischen Bestandteile im optimalen Bereich? Enthält das Futter sinnvolle Zusätze (Omega-3, Zink) oder überflüssige (Farbstoffe, Zucker)?

Deklaration und Reinheit (25 % des Scores). Offene Deklaration mit Einzelzutaten und Prozentangaben ist die Grundvoraussetzung für eine hohe Bewertung. Wir prüfen: Werden Sammelbegriffe wie „pflanzliche Nebenerzeugnisse" verwendet? Gibt es versteckte Zucker (Rübentrockenschnitzel, Karamell)? Stimmen die beworbenen Angaben mit der tatsächlichen Zutatenliste überein?

Die Praxiserfahrungen (Akzeptanz, Verträglichkeit, Kotqualität) fließen als Einordnung in den Testbericht ein, beeinflussen den Hundeo Futter-Score aber nicht. So bleibt der Score reproduzierbar und von subjektiven Faktoren getrennt.

Die vollständige Methodik findest du unter So testen wir, die Punktevergabe im Detail unter Testkriterien.


Warum unser Hundefutter-Test anders bewertet

Unser Test ist kein Labor-Ranking nach Mindestnährwerten. Wir prüfen, ob ein Futter im Alltag transparent und hochwertig genug ist: Welche tierischen Bestandteile werden verwendet? Sind Fleischquellen und Prozentanteile nachvollziehbar deklariert? Passt die Zusammensetzung zur Futterart?

Der Unterschied ist wichtig, weil ein Futter rechnerisch bedarfsdeckend sein kann und trotzdem überwiegend aus unklaren Proteinquellen, Stärke oder Sammelbegriffen bestehen kann. Der Hundeo Futter-Score gewichtet deshalb Fleischqualität, Zusammensetzung und Deklaration für alle Futterarten nach derselben Methodik. So vergleichst du Nassfutter, Trockenfutter, Welpenfutter und Spezialfutter auf einer einheitlichen Skala.


Woran erkenne ich gutes Hundefutter?

Die Qualität von Hundefutter lässt sich an fünf entscheidenden Merkmalen erkennen. Wer diese Punkte prüft, kann minderwertige Produkte schnell aussortieren.

  1. Hoher Fleischanteil: Mindestens 60 % tierische Bestandteile mit klarer Deklaration, idealerweise aufgeschlüsselt (z. B. „70 % Huhn, davon 40 % Muskelfleisch"). Vage Formulierungen wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" deuten auf minderwertige Qualität hin. Bei Nassfutter sollten es mindestens 60 %, besser über 80 % sein.

  2. Keine Füllstoffe: Mais, Weizen, Soja und Rübenschnitzel bieten kaum Nährwert und erhöhen das Allergierisiko. Sie dienen primär als günstige Sattmacher, können Verdauungsprobleme verursachen und haben in hochwertigem Futter nichts verloren. Bessere Kohlenhydratquellen sind Süßkartoffel oder Quinoa.

  3. Transparente Deklaration: Alle Zutaten einzeln und mit Prozentangaben aufgeführt. Begriffe wie „Fleischmehl", „Tiermehl" oder „pflanzliche Nebenerzeugnisse" sind Warnsignale. Mehr dazu im Abschnitt unten.

  4. Herkunft nachvollziehbar: Seriöse Hersteller geben Herkunft der Zutaten und Produktionsstandort an. „Made in Germany" oder Schweden ist ein Plus. Das schafft Vertrauen und ermöglicht eine fundierte Kaufentscheidung. Frage im Zweifel beim Hersteller nach.

  5. Sinnvolle Zusätze: Vitamine, Mineralien, Omega-3-reiche Öle, Zink und Glucosamin erfüllen einen echten Zweck. Künstliche Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe haben in gutem Hundefutter nichts verloren.

Schnell-Check für gutes Hundefutter

Drehe die Dose um und lies die Zutatenliste: Steht Fleisch mit Prozentangabe an erster Stelle? Fehlen Begriffe wie „tierische Nebenerzeugnisse" oder „Fleischmehl"? Dann bist du auf dem richtigen Weg. In unserer Beratungspraxis berichten Hundehalter nach einer Umstellung auf hochwertiges Nassfutter häufig von Verbesserungen bei Fell, Verdauung und Energielevel. Diese Beobachtungen decken sich mit Studien zur Bioverfügbarkeit tierischer Proteine (vgl. FEDIAF Nutritional Guidelines 2021).

Deklaration richtig lesen

Die Zutatenliste ist der wichtigste Indikator für die Qualität eines Hundefutters. Drei Punkte helfen bei der Einordnung:

Reihenfolge = Gewichtsanteil. Die Zutat mit dem größten Anteil steht vorne. Steht „Getreide" oder „Reis" vor „Fleisch", enthält das Futter mehr pflanzliche als tierische Bestandteile. Bei gutem Futter steht eine konkrete Fleischsorte mit Prozentangabe an erster Stelle.

Sammelbegriffe sind Warnsignale. „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" kann alles bedeuten: von hochwertigem Muskelfleisch bis zu Schlachtabfällen. Seriöse Hersteller listen jede Zutat einzeln auf, z. B. „Hühnermuskelfleisch (40 %), Hühnerleber (15 %), Hühnerherzen (10 %)".

Analytische Bestandteile verstehen. Vier Werte findest du auf jeder Verpackung, jeweils mit den optimalen Bereichen für Nass- und Trockenfutter:

  • Rohprotein
    Nass8-12 %Trocken22-28 %

    Maß für den Eiweißgehalt, sagt aber nichts über die Proteinquelle.

  • Rohfett
    Nass5-8 %Trocken10-16 %

    Energielieferant, bei übergewichtigen Hunden auf den unteren Bereich achten.

  • Rohasche
    Nassunter 2,5 %Trockenunter 8 %

    Mineralstoffgehalt nach Verbrennung. Hohe Werte deuten auf Knochenmehl oder minderwertige Zutaten.

  • Rohfaser
    Nass0,3-1 %Trocken2-4 %

    Ballaststoffe für die Verdauung.

Mehr zu den analytischen Bestandteilen: Rohprotein erklärt, Rohasche erklärt, Rohfaser erklärt.

4 Tricks, die schlechtes Hundefutter besser aussehen lassen

Manche Hersteller nutzen legale Formulierungen, die auf den ersten Blick hochwertig wirken. Wer sie kennt, kann Zutatenlisten deutlich besser einordnen.

  • Zutatenaufspaltung

    Die Zutatenliste ist nach Gewicht sortiert. Wenn ein Hersteller statt „30 % Getreide" lieber „10 % Mais, 10 % Maisgluten, 10 % Maismehl" schreibt, rutscht jede Einzelposition nach hinten, obwohl der Getreideanteil identisch bleibt. Die Folge: Fleisch steht vorne, obwohl Getreide den Großteil ausmacht. Gegencheck: Addiere alle Getreideformen (Mais, Reis, Weizen, Gerste in allen Varianten) und vergleiche die Summe mit dem Fleischanteil.

  • Frischfleisch-Trick bei Trockenfutter

    „60 % frisches Hühnerfleisch" klingt nach viel Fleisch im Trockenfutter. Frisches Fleisch enthält aber ca. 70 % Wasser. Nach dem Trocknungsprozess bleiben von 60 % Frischfleisch nur noch ca. 18 % übrig. Ein Trockenfutter mit „30 % Geflügelprotein (getrocknet)" enthält in der Praxis mehr tierisches Protein als eines mit „60 % frischem Hühnerfleisch". Seriöse Hersteller geben den Fleischanteil in der Trockenmasse an.

  • Tierische Nebenerzeugnisse

    Der Begriff ist rechtlich erlaubt und kann alles von Leber und Herz (hochwertig) bis zu Federn und Hufen (minderwertig) umfassen. Das Problem ist nicht der Begriff an sich, sondern dass er nichts über die tatsächliche Qualität verrät. Gute Hersteller listen die Nebenerzeugnisse einzeln auf: „Hühnerleber (10 %), Hühnerherzen (8 %)". Wer nur „tierische Nebenerzeugnisse" schreibt, versteckt etwas.

  • Analytische Bestandteile ohne Kontext

    „Rohprotein 25 %" klingt nach einem proteinreichen Futter. Aber Rohprotein misst den Gesamtstickstoffgehalt, nicht die Proteinqualität. Pflanzliches Protein aus Maisgluten zählt genauso wie Protein aus Muskelfleisch. Ein Futter mit 20 % Rohprotein aus benanntem Fleisch ist hochwertiger als eines mit 28 % Rohprotein aus unklaren Quellen.


Ist Trockenfutter gesund für Hunde?

Eine Sammlung verschiedener Hundefutter-Trockenfutter-Beutel mehrerer Marken

Trockenfutter ist in Deutschland eine der wichtigsten Futterarten: Laut Branchendaten des Industrieverbands Heimtierbedarf 2025 erzielte das Hundefutter-Segment im klassischen Fach- und Lebensmitteleinzelhandel rund 1,8 Milliarden Euro Umsatz, davon 403 Millionen Euro auf Trockenfutter (-2,7 % gegenüber Vorjahr) — vor allem wegen einfacher Handhabung und langer Haltbarkeit. Bei der Zutatenliste zeigen sich allerdings große Qualitätsunterschiede zwischen den Marken.

Typisches Beispiel: Ein bekanntes Trockenfutter listet „Getreide" als erste Zutat, gefolgt von „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (4 %)". Der Fleischanteil liegt also unter 5 %. Viele Besitzer wählen Trockenfutter aus Gewohnheit, oft weil der Züchter beim Abholen einen Beutel mitgegeben hat. „Das hat er immer bekommen." Weil der Hund klaglos frisst, stellt niemand die Frage nach den Zutaten.

In unserem Praxistest über mehrere Wochen mit echten Hunden in realen Familien konnten nur wenige Trockenfutter überzeugen. Ein Grund: Viele verwenden „Fleischmehl", ein bei hohen Temperaturen getrocknetes und pulverisiertes Produkt mit geringerer Nährstoffqualität als frisches Fleisch.

Vorteile von Trockenfutter: Lange Haltbarkeit, einfache Lagerung und Portionierung.

Wann Trockenfutter überdenken?

Hunde mit sensiblen Mägen, chronischen Hautproblemen, Verdauungsstörungen oder Gelenkproblemen profitieren häufig von der Umstellung auf hochwertiges Nassfutter oder Frischfütterung. Tierärzte weisen darauf hin, dass eine dauerhaft niedrige Flüssigkeitsaufnahme die Nierenfunktion beeinträchtigen kann (vgl. WSAVA Global Nutrition Guidelines). Trockenfutter enthält nur ca. 10 % Feuchtigkeit, weshalb Hunde, die wenig trinken, bei reiner Trockenfütterung besonders auf ausreichende Wasserzufuhr achten sollten.


Welche Vorteile hat Nassfutter gegenüber Trockenfutter?

Gestapelte Dosen mit verschiedenen Hunde-Nassfuttersorten

Nassfutter besteht zu ca. 80 % aus Wasser und unterstützt damit die Nieren- und Blasenfunktion. Es enthält in der Regel mehr Fleisch und weniger Füllstoffe als Trockenfutter. Die höhere Verdaulichkeit bedeutet: Dein Hund kann die Nährstoffe besser aufnehmen, und es bleibt weniger unverdauter Rest im Darm. Das zeigt sich oft an festerer Kotqualität und weniger Blähungen.

Hochwertiges Nassfutter verzichtet auf Zucker und künstliche Geschmacksverstärker. Es lässt sich problemlos lagern und direkt füttern, ohne dass du wie beim BARF eine Mahlzeit zusammenstellen musst.

Aber: Nicht jedes Nassfutter ist automatisch gut. Auch hier gibt es große Qualitätsunterschiede. Worauf du achten solltest: Transparente Fleischquellen (statt „tierische Nebenerzeugnisse"), keine versteckten Nebenprodukte und eine offene Deklaration mit Prozentangaben.

Nassfutter vs. Trockenfutter im Vergleich

Vorteile Nassfutter
  • ~80 % Wassergehalt: unterstützt Nieren und Blase
  • Höherer Fleischanteil und bessere Verdaulichkeit
  • Weniger Füllstoffe und keine künstlichen Konservierungsstoffe
  • Hundehalter berichten nach Umstellung oft von besserem Fell und mehr Energie
  • Höherer Anteil tierischer Bestandteile als bei den meisten Trockenfuttern
Nachteile Trockenfutter
  • Hoher Stärke- und Getreideanteil als Hauptzutat
  • Nährstoffverluste durch industrielle Verarbeitung bei hohen Temperaturen
  • Fehlende Feuchtigkeit kann die Nieren langfristig belasten
  • Minderwertige Proteinquellen oft hinter vagen Deklarationen
  • Hohe Energiedichte kann zu Übergewicht führen

Welche Futterart ist wirklich sinnvoll?

BARF: Aufwendig, aber lohnenswert

Die biologisch artgerechte Rohfütterung (BARF) erfordert Fachwissen bei der Zusammenstellung und strikte Küchenhygiene. Dafür bietet sie absolute Transparenz: Du weißt genau, was im Napf deines Hundes landet, und kannst die Mahlzeiten individuell an seine Bedürfnisse anpassen.

Die größte Herausforderung sind Fehler bei der Zusammensetzung. Gerade beim Calcium-Phosphor-Verhältnis oder bei Spurenelementen können sie langfristige gesundheitliche Folgen haben. Wer barfen möchte, sollte sich vorher gründlich einlesen oder einen Ernährungsberater konsultieren.

Trotz der Komplexität profitieren gerade sensible oder allergische Hunde oft deutlich von der Rohfütterung, weil sie genau auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden kann. Frisch zubereitete Mahlzeiten unter fachkundiger Anleitung können eine echte Alternative sein.

Warum Mischfütterung nicht die beste Option ist

Rund 70 % der Hundebesitzer kombinieren Trocken- und Nassfutter, oft aus Bequemlichkeit oder dem Gedanken, „das Beste aus beiden Welten" zu bekommen. Doch die unterschiedlichen Verdauungszeiten beider Futterarten können zu Problemen führen.

Trockenfutter braucht deutlich länger im Magen als Nassfutter. Werden beide gleichzeitig gefüttert, kann das zu Gärung, Blähungen oder Durchfall führen. Wenn du mischen möchtest, dann am besten zeitlich getrennt: morgens Nassfutter, abends Trockenfutter.

Ein weiteres Problem: Mischfütterung führt häufig dazu, dass der Nassfutter-Anteil reduziert wird. Und damit gehen auch die Qualitätsvorteile verloren. Noch besser: Entscheide dich konsequent für eine Futterart und wähle dort die bestmögliche Qualität. Das ist für die Verdauung deines Hundes am schonendsten.


Futterumstellung: So wechselst du richtig

Ein Futterwechsel sollte schrittweise über 7 bis 10 Tage erfolgen. Der Verdauungstrakt des Hundes braucht Zeit, um sich an neue Proteinquellen und Nährstoffprofile anzupassen. Ein abrupter Wechsel führt häufig zu Durchfall, Blähungen oder Futterverweigerung.

Bewährtes Schema für die Umstellung:

  • Tag 1-3: 75 % altes Futter, 25 % neues Futter
  • Tag 4-6: 50 % altes Futter, 50 % neues Futter
  • Tag 7-9: 25 % altes Futter, 75 % neues Futter
  • Ab Tag 10: 100 % neues Futter

Bei sensiblen Hunden oder einem Wechsel zwischen Futterarten (z. B. Trockenfutter auf Nassfutter) kann die Umstellung 14 Tage dauern. Beobachte während der Umstellung die Kotkonsistenz: Weicher Kot in den ersten Tagen ist normal, anhaltender Durchfall über 3 Tage ist ein Signal, langsamer vorzugehen oder den Tierarzt zu konsultieren.

Ein häufiger Fehler: Viele Hundehalter wechseln beim ersten Anzeichen von weichem Kot zurück zum alten Futter. Damit verhindern sie die Umstellung, bevor der Verdauungstrakt sich anpassen konnte. Gib dem Prozess mindestens eine Woche, bevor du urteilst.

Mehr dazu: Futterumstellung beim Hund


Ratgeber rund um die Fütterung

Für alles, was neben der Markenwahl zählt: Menge, Uhrzeiten, Nährwerte, Umstellung. Diese Ratgeber ergänzen die Marken-Empfehlungen.


Häufig gestellte Fragen

Welches Hundefutter ist das beste?

Aktuell führt Anifit Gockels Duett unseren Test an: Nassfutter mit rund 93 % Fleischanteil aus Huhn in schwedischer Lebensmittelqualität, kaltabgefüllt. Grundsätzlich empfehlen wir hochwertiges Nassfutter vor Trockenfutter. Die konkrete Auswahl hängt von Alter, Größe und Gesundheit deines Hundes ab.

Ist Rinti ein gutes Hundefutter?

Rinti gehört zu den bekanntesten Marken in Deutschland. Die Qualität variiert je nach Produktlinie: die Kennerfleisch-Reihe enthält 70 % Fleisch und schneidet deutlich besser ab als die günstigeren Varianten. In unserem Test liegt Rinti im soliden Mittelfeld.

Ist Royal Canin ein gutes Hundefutter?

Royal Canin setzt auf wissenschaftlich formulierte Rezepturen, hat aber oft einen hohen Getreideanteil und verwendet Nebenerzeugnisse. Die Veterinary-Linie hat ihren Platz bei spezifischen Erkrankungen, als Standardfutter gibt es bessere Alternativen mit höherem Fleischanteil.

Wie oft sollte ich meinen Hund füttern?

Erwachsene Hunde werden idealerweise 2x täglich gefüttert. Welpen unter 3 Monaten brauchen 4-6 Mahlzeiten, ab 3 Monaten 3-4, ab 6 Monaten 2-3. Große Rassen sollten nach dem Fressen mindestens 1 Stunde ruhen, um das Risiko einer [Magendrehung](/gesundheit/magendrehung) zu reduzieren.

Ist Nassfutter oder Trockenfutter besser?

Für die meisten Hunde ist hochwertiges Nassfutter die bessere Wahl. Der höhere Wassergehalt unterstützt die Nierenfunktion, der Fleischanteil ist in der Regel deutlich höher und die Verarbeitung schonender. Trockenfutter punktet bei Haltbarkeit und einfacher Handhabung.

Welches Hundefutter ist Testsieger 2026?

In unserem Test von 93 Marken führt derzeit Anifit Gockels Duett (Nassfutter, rund 93 % Fleisch in Lebensmittelqualität, kaltabgefüllt). Das Siegel „Hundeo Testsieger" vergeben wir ab 4,7 Sternen im Hundeo- Qualitätsindex, die „Hundeo Empfehlung" ab 4,0. Entscheidend sind Fleischqualität, Zusammensetzung und Deklaration statt Markenbekanntheit oder Verpackung.

Welches Trockenfutter für Hunde ist das beste?

Trockenfutter ist aus unserer Sicht grundsätzlich Convenience-Produkt für den Halter: Extrudiert bei 150–200 °C, typischerweise mit hohem Stärke- und Getreideanteil. Wir empfehlen stattdessen hochwertiges Nassfutter. Wenn es aus praktischen Gründen Trockenfutter sein muss, achte auf mindestens 50 % tierische Bestandteile in der Trockenmasse, offene Deklaration mit Prozentangaben und den Verzicht auf Zucker und Farbstoffe. Welche Marken aus unserem Test in Frage kommen, findest du auf der Seite [Trockenfutter im Test](/hundefutter/trockenfutter).

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