Möchtest du wissen, ob Hunde Kartoffeln essen dürfen? Entdecke alles zur Kartoffelfütterung und erhalte wertvolle Tipps zur Hundeernährung.
Aktualisiert: 22. Januar 2026

Kurz & Knapp
Die gute Nachricht zuerst: Ja, Hunde dürfen grundsätzlich Kartoffeln essen – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Der wichtigste Grundsatz lautet: Nur gekochte und geschälte Kartoffeln sind für deinen Hund geeignet. Rohe, grüne oder keimende Kartoffeln haben im Hundenapf nichts zu suchen, da sie den giftigen Stoff Solanin enthalten, der für deinen Vierbeiner gefährlich werden kann.
Das Wichtigste auf einen Blick:
✅ Gekochte und geschälte Kartoffeln sind unbedenklich ✅ Mäßige Mengen als Teil einer ausgewogenen Ernährung ✅ Besonders gut geeignet als Schonkost bei Magenproblemen ❌ Keine rohen oder grünen Kartoffeln ❌ Keine Kartoffelschalen oder -keime ❌ Keine gewürzten Kartoffelgerichte (Pommes, Bratkartoffeln etc.)
Kartoffeln sind nicht nur lecker, sondern auch nahrhaft – sowohl für Menschen als auch für Hunde. Sie enthalten wichtige Nährstoffe, die zur Gesundheit deines Vierbeiners beitragen können.
| Nährstoff | Menge pro 100g gekochter Kartoffel | Nutzen für den Hund |
|---|---|---|
| Kalium | ca. 330 mg | Unterstützt die Herz- und Muskelfunktion |
| Vitamin C | ca. 10 mg | Stärkt das Immunsystem |
| Vitamin B6 | ca. 0,3 mg | Wichtig für Nerven- und Zellfunktionen |
| Ballaststoffe | ca. 2 g | Fördert eine gesunde Verdauung |
| Magnesium | ca. 20 mg | Unterstützt Muskeln und Nerven |
| Eisen | ca. 0,7 mg | Wichtig für die Blutbildung |
Leicht verdauliche Energie: Kartoffeln liefern komplexe Kohlenhydrate, die deinem Hund langanhaltende Energie geben. Unterstützung der Herzgesundheit: Dank ihres Kalium-, Eisen- und Magnesiumgehalts können Kartoffeln die Herzfunktion deines Hundes positiv beeinflussen. Förderung gesunder Muskeln und Nerven: Die enthaltenen B-Vitamine unterstützen die Muskelgesundheit und Nervenfunktion deines Vierbeiners. Antioxidantien: Kartoffeln enthalten Carotinoide und Flavonoide, die entzündungshemmende Eigenschaften haben können.
Bei Magen-Darm-Problemen: Gekochte Kartoffeln gelten als ideale Schonkost, wenn dein Hund an Durchfall oder Erbrechen leidet. Sie sind leicht verdaulich und beruhigen den Magen. Ein bewährtes Schonkostrezept ist die Kombination aus Hüttenkäse und Kartoffelstampf.
Bei Getreideunverträglichkeiten: Für Hunde mit Allergien oder Unverträglichkeiten gegen Getreide können Kartoffeln eine gute Alternative als Kohlenhydratquelle darstellen. Sie sind glutenfrei und werden von vielen Hunden gut vertragen.
Bei Diäten zur Gewichtsreduktion: Kartoffeln haben vergleichsweise wenig Kalorien und können daher auch bei übergewichtigen Hunden in moderaten Mengen eingesetzt werden, um das Sättigungsgefühl zu fördern. Kennst du das auch? Dein Hund hat mal wieder einen empfindlichen Magen und verweigert sein normales Futter? In solchen Fällen kann eine einfache gekochte Kartoffel mit etwas Hüttenkäse wahre Wunder wirken!
Der Hauptgrund, warum du deinem Hund niemals rohe Kartoffeln füttern solltest, ist das Solanin. Dieser natürliche Giftstoff kommt hauptsächlich in der Schale, in grünen Stellen und in den Keimen von Kartoffeln vor. Er dient der Pflanze als natürlicher Schutzmechanismus gegen Fraßfeinde. Wichtig zu wissen: Solanin wird durch normales Kochen nicht vollständig zerstört. Daher müssen vor allem grüne Stellen und Keime unbedingt großzügig entfernt werden, bevor du Kartoffeln für deinen Hund zubereitest. Zudem können Hunde die rohe Stärke in unverarbeiteten Kartoffeln nicht richtig verdauen, was zu Verdauungsproblemen führen kann – ein weiterer Grund, warum Kartoffeln immer gekocht serviert werden sollten.
Wenn dein Hund versehentlich rohe, grüne oder keimende Kartoffeln gefressen hat, solltest du auf folgende Vergiftungssymptome achten:
Solltest du den Verdacht haben, dass dein Hund rohe oder grüne Kartoffeln gefressen hat, handle sofort: Tierarzt kontaktieren: Rufe umgehend bei deinem Tierarzt oder der nächsten Tierklinik an. Beschreibe die Situation und die beobachteten Symptome. Nicht zum Erbrechen bringen: Im Gegensatz zu manchen anderen Vergiftungen solltest du deinen Hund nicht selbstständig zum Erbrechen bringen, da dies die Symptome verschlimmern kann. Aufnahmemenge dokumentieren: Versuche einzuschätzen, wie viel dein Hund gefressen hat und wann es geschehen ist. Ruhe bewahren: Transportiere deinen Hund ruhig zum Tierarzt. Stress kann die Symptome verschlimmern. Eine schnelle Reaktion ist entscheidend – je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Erfolgsaussichten!
Die richtige Menge an Kartoffeln hängt stark von der Größe, dem Alter und der Aktivität deines Hundes ab. Als Faustregel gilt: Kartoffeln sollten nicht mehr als etwa 10% der täglichen Nahrungsmenge ausmachen. Hier einige Richtwerte: HundegrößeGewichtEmpfohlene Kartoffelmenge (gekocht)Kleinbis 10 kg1-2 EsslöffelMittel10-25 kg2-4 EsslöffelGroßüber 25 kg4-8 Esslöffel Beginne immer mit kleinen Mengen und beobachte, wie dein Hund darauf reagiert. Manche Hunde vertragen Kartoffeln besser als andere. Wenn Verdauungsprobleme auftreten, reduziere die Menge oder verzichte ganz darauf.
Bei Magen-Darm-Beschwerden können Kartoffeln als Teil einer Schonkost-Diät eingesetzt werden. In diesem Fall kann der Anteil vorübergehend höher sein: Tag 1-2: Fastentag (nur Wasser) oder sehr kleine Portionen Kartoffelpüree (1-2 TL für kleine Hunde, 1-2 EL für größere Hunde) Tag 3-4: Kartoffelpüree mit etwas Hüttenkäse oder magerem, gekochtem Hühnerfleisch in mehreren kleinen Portionen über den Tag verteilt Ab Tag 5: Langsame Umstellung auf das gewohnte Futter durch schrittweises Mischen mit der Schonkost Wichtig: Schonkost sollte nicht länger als eine Woche gefüttert werden. Bei anhaltenden Beschwerden immer einen Tierarzt konsultieren!
Zutaten:
Zubereitung:
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Ja, Süßkartoffeln sind sogar oftmals besser verträglich als normale Kartoffeln. Sie enthalten mehr Vitamine, insbesondere Beta-Carotin, und weniger Stärke. Wie gewöhnliche Kartoffeln müssen auch Süßkartoffeln immer gekocht und ohne Schale serviert werden.
Wenn dein Hund Kartoffeln nicht verträgt oder du Abwechslung bieten möchtest, eignen sich folgende Alternativen:
Ja, Kartoffelflocken ohne Zusatzstoffe können eine praktische Alternative zu frischen Kartoffeln sein. Sie eignen sich besonders gut als Schonkost bei Magenproblemen. Achte darauf, dass keine Salze, Gewürze oder andere Zusätze enthalten sind. Immer mit ausreichend Wasser anrühren und abkühlen lassen, bevor du sie deinem Hund gibst.
Ja, obwohl selten, können Hunde tatsächlich allergisch auf Kartoffeln reagieren. Typische Anzeichen sind Juckreiz, Hautprobleme oder Verdauungsbeschwerden. Wenn du nach der Fütterung von Kartoffeln ungewöhnliche Symptome bei deinem Hund bemerkst, solltest du einen Tierarzt konsultieren und Kartoffeln vorübergehend vom Speiseplan streichen.
Kartoffeln können eine wertvolle Ergänzung in der Ernährung deines Hundes sein – vorausgesetzt, sie werden richtig zubereitet. Gekochte und geschälte Kartoffeln in angemessenen Mengen bieten viele gesundheitliche Vorteile und können besonders bei Magen-Darm-Problemen oder Getreideunverträglichkeiten hilfreich sein. Die wichtigste Regel lautet: Niemals rohe, grüne oder keimende Kartoffeln füttern, da das enthaltene Solanin für deinen Hund giftig sein kann. Im Zweifelsfall immer einen Tierarzt konsultieren, bevor du neue Lebensmittel in den Speiseplan deines Hundes aufnimmst. Mit den richtigen Zubereitungsmethoden und Mengen kannst du deinem vierbeinigen Freund eine schmackhafte Abwechslung bieten, die gleichzeitig gesundheitliche Vorteile bringt. Probiere doch eines unserer Rezepte aus – vielleicht wird die Kartoffel ja zum neuen Lieblingsessen deines Hundes!