- Bedingt, Hunde dürfen Kirschen essen
- Nur das Fruchtfleisch: Kerne enthalten Blausäure
- Kerne, Stiel und Blätter immer entfernen
Ja, aber nur das Fruchtfleisch. Kirschen enthalten gesunde Nährstoffe, doch Kerne, Stiele und Blätter sind giftig für Hunde. Nur entsteinte, reife Kirschen in kleinen Mengen: am besten als seltene Leckerei.
Was Kirschen enthalten
Kirschen liefern Vitamine A und C, Antioxidantien, Ballaststoffe sowie Kalium und Magnesium. Das Fruchtfleisch selbst ist für Hunde nicht giftig und kann in Maßen gefüttert werden.
Warum sind Kirschkerne, Stiele und Blätter gefährlich?
Kirschkerne, Stiele und Blätter enthalten Amygdalin, das im Verdauungstrakt zu Blausäure (Cyanid) umgewandelt wird. Blausäure verhindert, dass Zellen Sauerstoff aufnehmen können: das führt zu Erstickung auf Zellebene. Besonders gefährdet sind kleine Hunderassen und Welpen.
Symptome einer Blausäurevergiftung
- Erweiterte Pupillen
- Atemprobleme oder schnelle Atmung
- Gerötete Schleimhäute
- Erbrechen und Durchfall
- Zittern oder Krämpfe
- In schweren Fällen: Bewusstlosigkeit
Symptome treten innerhalb von 15 Minuten bis wenigen Stunden auf. Bei Verdacht sofort Tierarzt kontaktieren.
Nährwerte und Dosierung
100 g Süßkirschen (Fruchtfleisch ohne Kern) enthalten ca. 63 kcal, 0,8 g Eiweiß, 12,8 g Kohlenhydrate, 1,6 g Ballaststoffe und 15 mg Vitamin C. Der Fruchtzuckergehalt liegt bei rund 8 g pro 100 g.
Richtwerte nach Körpergewicht (entsteinte Süßkirschen):
- Kleiner Hund (bis 10 kg): 1 bis 2 Kirschen
- Mittlerer Hund (10 bis 25 kg): 3 bis 5 Kirschen
- Großer Hund (über 25 kg): 5 bis 8 Kirschen
Kirschen gründlich waschen, Kern, Stiel und Blätter vollständig entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. Nur als gelegentlicher Snack geeignet, nicht täglich füttern.
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Frage 1 von 3Was passiert mit Amygdalin aus Kirschkernen im Hundekörper?
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