Viele Hunde fressen Gras: aber wirklich warum? Ob es gefährlich ist, was dahintersteckt und wann du zum Tierarzt solltest.

90 % aller Hunde fressen gelegentlich Gras. Das ist seit der Domestizierung des Hundes so: auch Wölfe zeigen dieses Verhalten. Dass sie dabei gezielt erbrechen wollen, lässt sich wissenschaftlich nicht belegen: Eine Studie der Universität New England (Australien) erfasste bei 1.399 beobachteten Gras-Fressaktionen nur 6 Erbrechen.
Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Gras enthält Vitamine, Folsäure, Ballaststoffe und Magnesium. Steigt die Grasaufnahme nicht bedenklich an und kommen keine weiteren Symptome dazu, besteht in der Regel kein Anlass zur Sorge.
Magnesium im Gras dämpft die Magensäureproduktion: daher greifen Hunde mit Magen-Schleimhaut-Entzündung instinktiv dazu. Überprüfe bei häufigem Grasfressen die Ernährung. Verbessert sich die Grasaufnahme nach einer Futteranpassung, lag es möglicherweise an Mangelernährung.
Ein verschluckter Fremdkörper ist lebensbedrohlich. Grasfressen kann ein Versuch sein, ihn herauszuwürgen. Sofort zum Tierarzt bei:
In den meisten Fällen nicht. Es gibt jedoch Risiken.
Frisch gedüngte oder gespritzte Rasenflächen sind gefährlich. Im Frühling werden diese Mittel besonders häufig eingesetzt: dann besonders auf ausgewiesene Hundegebiete achten.
Grannen, Maiglöckchen, Osterglöckchen, Bärenklau, Efeu, Buchsbaum, Kirschlorbeer, Narzissen, Eiben und Tulpen sind giftig. Vollständige Liste: Giftige Pflanzen für Hunde.
In Hundeparks werden immer wieder Köder verteilt: mit Gift, Rasierklingen oder scharfen Metallstücken. Bei Verdacht auf Vergiftung (Erbrechen, Durchfall, Zittern, Kreislaufprobleme, Krampfanfälle) sofort zum Tierarzt.
Grasbüschel befinden sich häufig in der Nähe von Exkrementen. Kot enthält gefährliche Bakterien, Parasiten und Krankheitserreger: beim Spaziergang genau beobachten, was aufgenommen wird.
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