Hunde warten auf Leckerlie

15 Rezepte für Leckerlies & Co.
(zum selber backen)

Geschrieben von:

Enrico
Enrico
Aktualisiert: 13. Oktober 2018

Welcher Hundebesitzer kennt das nicht? Kaum spielst Du mit den Gedanken, Deinem liebsten und treusten Freund einen Leckerlie zu geben. Schon steht er neben Dir, bevor Du ihn rufst oder das Leckerlie aus dem Schrank holst. So ruck-zuck geht das bei ihnen.

Am liebsten würde ich ihm viel mehr davon geben. Doch dann schwirren Fragen in meinem Kopf. Die kennst Du bestimmt auch: „Ist das denn überhaupt gesund? Wer weiß, was da alles drin steckt?Fragen, die uns alle in Unbehagen stürzen.

Natürlich gibt es qualitätsreiche Leckerlies im Markt, bei denen ich ohne Bedenken zugreifen würde. Mit der Zeit wird das allerdings sehr kostspielig.

Gibt es denn gar keine Alternativen? Doch es gibt sie: Du kannst die Leckerlies zu Hause selbst backen.

Dein treuer Freund wird Dir beim Backen zwar nicht mithelfen können. Aber von einem kannst Du sicher sein: Er wird Dich von Anfang an beim Backen begleiten. Er weiß genau, dass Du ihm gerade mit viel Liebe etwas zubereitest.

Seine Freude und Dankbarkeit wird Dich anstecken und Deine Lebensenergie auffrischen. Das garantiere ich Dir!

 

Nach einigen Ratschlägen von fachkundigen Beratern und Recherchen im Internet habe ich Dir 15 Rezepte zusammengestellt.

Bevor wir zu den Rezepten gehen, möchte ich Dir zusätzlich einige wertvolle Tipps zur Erinnerung weitergeben, wann, wo und wie Du die Leckerlies einsetzten solltest.

Leckerlies – Wann, wo und wie?

Leckerlie

Dass Hunde nur dann Leckerlies bekommen sollten, weil sie einen Befehl richtig befolgt haben, gehört der Vergangenheit an. 

Du solltest Deinen Hund ab und zu mal mit Kekse beglücken, zum Beispiel wenn ihr gerade gemütlich im Wohnzimmer kuschelt oder Du gerade nach Hause gekommen bist. 

Achte allerdings darauf, dass er es nicht komplett als ein Training versteht. Vermeide es zum Beispiel, ihn regelmäßig mit Leckerlies zu beglücken, wenn Du gerade am Esstisch sitzt. Denn er wird jedes Mal, wenn Du am Esstisch sitzen wirst, Dich um Leckerlies anbetteln. 

Warum? Er hat in der Zwischenzeit eine falsche Verbindung zwischen Esstisch und der Leckerlie aufgebaut. Das kann unangenehm für Euch beide werden.

Auch sollte Dein treuster Freund es lernen, dass er diese Kostbarkeiten nicht nur bekommt, wenn er eine „Prüfung besteht“ oder Deine Befehle „artig befolgt“. Beglücke ihn zwischendurch grundlos mit einem Leckerlie. 

So kann er erkennen, dass Du absolut glücklich mit seinem Dasein bist und nicht nur, wenn er „brav“ war.

Du solltest allerdings darauf achten, dass diese Bindung sich nicht zu einem Bettelverhalten entwickelt. Gib ihm auf keinen Fall Leckerlies, wenn er Dich dafür anbettelt, zu Dir hoch springt oder Dich deswegen anbellt. Zwinge ihn auch nicht, Dich anbetteln zu müssen und zögere das Füttern des Leckerlie nicht hinaus.

 

Vorteile von selbst gemachten Leckerlies

  • Die in handelsüblichen Leckerlies vorhandenen Zucker, Farb-, Lock- und Konservierungsstoffe sind bei hausgemachten nicht enthalten.

  • Die Zutaten können variiert werden. Somit haben Hunde mit chronischen Krankheiten wie Allergie, Diabetes usw. ohne Bedenken ihr Zwischendurch-Snack.

  • Du kannst die Zutaten nach dem Geschmack Deines Hundes zusammenstellen.

  • Du kannst die Größe der Snacks maulgerecht anpassen.

Welche Zutaten darf ich verwenden, welche nicht?

Mögliche Zutaten sind: Fisch, Fleisch, Gemüse, Obst, Milchprodukte, Nüsse sowie Eier und Getreide bzw. Mehl als Bindemittel. Bitte achte bei der Auswahl der Zutaten darauf, dass Dein Hund keine allergischen Reaktionen auf diese hat.

Sollte Dein Hund gluten-unverträglich sein, dann entscheide Dich zum Beispiel für Maismehl oder Buchweizenmehl.

Generell solltest Du auf die unten aufgeführten Lebensmittel verzichten, da sie auf Hunde toxisch wirken:

  • Zucker
  • Schokolade
  • Kakaopulver
  • Rosinen
  • Backpulver
  • Gewürze
  • Avocado (manche Sorten enthalten Persin. Nicht gut für den Herzmuskel)
  • Knoblauch
  • Zwiebel
  • rohe Kartoffeln (nur gekocht und ohne Schale geben)
  • Auberginen
  • Tomaten
  • Rohe Hülsenfrüchte
  • Rosinen, Weintrauben
Symptome einer Vergiftung:
Erbrechen, Durchfall, Schleimhautentzündung
 

Auf was muss ich bei Haltbarkeit und Aufbewahrung achten?

Vollkornkekse bzw. Leckerlies ohne Fleisch sind in einer Blech-Keksdose oder Pappkarton zwei bis drei Wochen kühl haltbar. Bitte nicht luftdicht aufbewahren, da Schimmelgefahr besteht. 

Falls in den Snacks Fleisch enthalten ist, sind sie nur ein paar Tage haltbar und sollten frisch verfüttert werden. Du kannst sie die Tage durch im Kühlschrank aufbewahren.

Solltest Du die Leckerlies in größeren Mengen backen, kannst Du sie portionsweise im Kühlschrank einfrieren und je nach Bedarf auftauen lassen.

 

15 Rezepte für Leckerlies & Co.

Backen

Viel Spass beim Backen! Dein Hund wird sich bei Dir bedanken. Gut auch zu wissen, dass er nicht so anspruchsvoll ist, wenn es beim ersten Mal nicht so toll aussehen sollte. Hauptsache die Inhalte stimmen und schmecken…

1. Leckerlies mit Leberwurst

Leberwurst

Zutaten:

  • 200 g grobe Haferflocken
  • 200 g feine Haferflocken
  • 300 g Hüttenkäse
  • 200 g Leberwurst
  • 12 EL Olivenöl
  • 1 Ei
  • Backpapier

Zubereitung:

  1. Die Zutaten in einer Schüssel geben und zu einem festen Teig verkneten (Falls die Konsistenz des Teigs zu zäh sein sollte, ein wenig Wasser beimischen).
  2. Den Teig ausrollen und mit einer Plätzchenform ausstechen.
  3. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Leckerlis darauf legen.
  4. Das Backblech in den kalten Ofen schieben. Temperatur auf 180°C (Umluft) einstellen und ca. 30 Minuten backen.
  5. Backblech herausholen und Kekse kühlen lassen.
 

2. Leckerlies mit Thunfisch und Karotten

Thunfisch
Karotten

Zutaten:

  • 100 g Mehl
  • 1 Dose Thunfisch mit eigenem Saft
  • 2 Karotten
  • 1 Ei
  • Backpapier

Zubereitung:

  1. Backofen auf 180°C vorheizen
  2. Möhren raspeln.
  3. Nach der Reihe Ei, Thunfisch mit Saft und Mehl beimischen.
  4. Gut durchkneten, sodass eine wenig klebrige Masse entsteht.
  5. Ein Teil von der Masse ungefähr die Größe einer Walnuss entnehmen und sie zu einer Kugel rollen. Danach die Kugel ein wenig flach drücken und auf das Backpapier legen.
  6. Vorgang wiederholen bis Teigmasse fertig verarbeitet ist.
  7. Bei 180°C vorgeheiztem Backofen ca. 20 Minuten backen.
  8. Nach 20 Minuten Backblech rausholen und die Kekse wenden.
  9. Nochmals für etwa 10 Minuten backen.
  10. Backblech herausholen und Kekse kühlen lassen.
 

3. Leckerlies mit Rinderhack und Quark

Rinderhack
Quark

Zutaten:

  • 150 g Quark
  • 6 EL Milch
  • 6 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Eigelb
  • 200 g Vollkornmehl
  • 100 g bis 200 g Rinderhack
  • Backpapier

Zubereitung:

  1. Backofen auf 200°C vorheizen.
  2. Alle Zutaten miteinander vermengen.
  3. Teig ausrollen und mit einer Plätzchenform ausstechen.
  4. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Plätzchen drauflegen.
  5. 30 Minuten im Ofen backen.
  6. Backblech herausholen und Kekse kühlen lassen.

4. Leckerlies mit Rindertartar und Roggenmehl (für Hunde mit Weizenallergie)

Rinderhack
Mehl

Zutaten:

  • 100 g Rindertartar
  • 200 g Roggenmehl
  • 50 g Haferflocken fein
  • 1 Ei
  • 50 ml Bio-Fleischbrühe (ohne Zusätze wie Glutamat und Hefe)
  • Backpapier

Zubereitung:

  1. Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. 
  2. Bis auf die Fleischbrühe alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Mixer gut vermengen.
  3. Fleischbrühe langsam dazu geben und weiterrühren bis eine einheitliche Masse entsteht.
  4. Der Teig muss eine Konsistenz haben, sodass er mit den Händen geknetet werden kann und sich ausrollen lässt.
  5. Ausgerollten Teig mit Plätzchenform ausstechen und auf Backpapier legen.
  6. 15 bis 20 Minuten im Ofen backen lassen.
  7. Backblech herausholen und Kekse kühlen lassen.
 

5. Leckerlies mit Leberwurst bzw. Rind (glutenfrei)

Zutaten:

  • 100 g Maismehl
  • 200 g Leberwurst oder Thunfisch
  • 1 Ei
  • Backpapier

Zubereitung:

  1. Backofen auf 160°C vorheizen.
  2. Alle Zutaten miteinander vermengen.
  3. Den Teig zu Bällchen formen und auf Backpapier auf ein Backblech legen.
  4. 30 Minuten im Ofen backen.
  5. Backblech herausholen und Bällchen gut kühlen lassen.
 

6. Muffins mit Möhren und Äpfel

Apfel
Karotten

Zutaten:

  • 3 Tassen Mehl
  • 125 g weiche Butter
  • 1 Tasse Buttermilch
  • 2 Eier
  • 1 Tasse geriebene Möhren
  • 1 Tasse geriebene Äpfel
  • Muffin-Förmchen
  • Muffin-Backform

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180° vorheizen.
  2. Mehl, Butter, Buttermilch und Eier mit einem Rührgerät verrühren.
  3. Möhren und Äpfel hinzugeben und verrühren.
  4. Den Teig in die Muffin-Förmchen füllen.
  5. Förmchen in die Backform stellen und für ca. 20 Minuten im Backofen backen.
  6. Muffins danach gut kühlen lassen.
 

7. Röllchen mit Magerquark

Quark

Zutaten:

  • 200 g Haferflocken
  • 150 g Magerquark oder körniger Frischkäse
  • 1 Eigelb
  • 3 EL Milch
  • 3 EL Oliven- oder Sonnenblumenöl
  • Backpapier

Zubereitung:

  1. Backofen auf 150°C heizen
  2. Alle Zutaten mit dem Knethaken gut durchkneten. 
  3. Aus dem Teig fingerlange Röllchen formen und auf Backpapier legen.
  4. Die Röllchen 20-25 Minuten backen und gut auskühlen lassen.
 

8. Leckerlies mit Trockenfutter und Käse

Trockenfutter
Käse

Zutaten:

  • 1 Wasserglas Trockenfutter
  • 1 Wasserglas geriebener Käse
  • 3 EL Milch
  • 2 Eier
  • Backpapier

Zubereitung:

  1. Trockenfutter in der Küchenmaschine zerkleinern.
  2. Restliche Zutaten beimengen und gut durchrühren bis ein homogener Teig aus der Masse entsteht.
  3. Entweder mit der Hand Teilchen formen oder die Portionen einfach mit Hilfe eines Lesslöffels auf das Bachpapier legen. Natürlich kannst Du den Teig auch in eine Silikonform füllen.
  4. Bei 180°C für ungefähr 20 Minuten backen und auskühlen lassen.

9. Leckerlies mit Nassfutter

Zutaten:

  • 1 Dose Nassfutter (je nach belieben)
  • Backpapier

Zubereitung:

  1. Zuerst das Nassfutter mit einer Gabel oder einem Mixer ganz fein pürieren
  2. Jeweils einen halben Teelöffel von der Masse nehmen und auf das Backpapier geben.
  3. Die Teilchen auf dem Backpapier z.B. mit einer Gabel oder mit dem Teelöffel flach streichen.
  4. Backblech bei  150°C Ober- und Unterhitze auf die mittlere Schiene des Backofens schieben.
  5. 20 bis 30 Minuten backen.
  6. Leckerlies danach gut kühlen lassen.
 

(Leckerlies mit Bio-Babynahrung)

10. Leckerlies mit Lachs-Babynahrung

Lachs

Zutaten:

  • 125 g Bio-Babynahrung Lachs
  • 50 ml Wasser
  • 200 g Buchweizenmehl
  • 1-2 Petersilienröschen
  • Backpapier

Zubereitung:

  1. Zutaten vermengen und mit dem Mixer gut rühren.
  2. Der Teig sollte nicht klebrig sein und mit dem Nudelholz gut zu bearbeiten sein.
  3. Teig ausrollen und mit Plätzchenform ausstechen.
  4. Plätzchen auf Backpapier legen.
  5. Bei 180°C für ca. 20 Minuten backen.
  6. Über Nacht trocknen lassen.
 

11. Leckerlies mit Karotten-Babynahrung (glutenfrei)

Karotten

Zutaten:

  • 125 g Bio-Babynahrung Karotte
  • 1 Ei
  • 150 g Polenta (Maismehl)
  • 50 g Buchweizenmehl
  • Backpapier

Zubereitung:

  1. Zutaten vermengen und mit dem Mixer gut rühren.
  2. Der Teig sollte nicht klebrig sein und mit dem Nudelholz gut zu bearbeiten sein.
  3. Teig ausrollen und mit Plätzchenform ausstechen.
  4. Plätzchen auf Backpapier legen.
  5. Bei 180°C für ca. 20 Minuten backen.
  6. Über Nacht trocknen lassen.
 

12. Leckerlies mit Erdnussbutter und Kürbis (ohne Backen)

Erdnüsse
Kürbispüree

Zutaten:

  • 1 Tasse Kürbis-Püree
  • 1/4 Tasse Erdnussbutter (sicher stellen, dass es kein Xylitol enthält! Xylitol ist für Hunde giftig!)
  • 1/4 Tasse Milch
  • 3 Tassen Haferflocken

Zubereitung:

  1. Kürbis-Püree, Erdnussbutter und Milch mit dem Rührgerät auf mittlerer bzw. hoher Stufe 1 bis 2 Minuten gut durchrühren. 
  2. Auf niedrigste Stufe umschalten und langsam 2,5 Tassen Haferflocken beimengen bis ein homogener Teig entstanden ist.
  3. Ein Stück vom Teig nehmen und mit der Hand zu einer Kugel rollen. Hierfür kann auch ein Eisportionierer verwendet werden.
  4. Die Kugeln in den restlichen halbe Tasse Haferflocken gut wenden.
  5. Die Kugeln ca. 1 Stunde im Kühlschrank aufbewahren, bis sie fest geworden sind.
  6. Die Kugeln können in einem luftdichten Gefäß bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahrt werden.

13. Hundepralinen aus Früchten und Hundeschokolade

Früchte
Schokolade

Zutaten:

  • 1 Tafel Hundeschokolade
  • Gefriergetrocknete Früchte nach Wahl (darauf achten, ob sie hundegeeignet sind. Achtung! Keine Rosinen)
  • Nach Wunsch Haferflocken
  • Pralinenform
  • Schmelzschale

Zubereitung:

  1. Schokolade in kleine Stückchen brechen und in eine Schale geben.
  2. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die gefriergetrockneten Früchte grob-fein hacken und der Schokolade vermengen.
  4. Pralinenform mit der geschmolzenen Schokolade auffüllen
  5. Pralinenform in den Kühlschrank legen, bis die Schokolade fest geworden ist (ca. 1 Stunde)

14. Gummibärchen

Gummibärchen

Zutaten:

  • ½ Rote Beete
  • 1 Teelöffel Wasser
  • 1 Pckg gemahlene Gelatine
  • 125 ml Fleischbrühe
  • Pralinen- bzw. Gummibärchenform

Zubereitung:

  1. Rote Beete mit dem Stabmixer pürieren
  2. Püree durch Sieb gehen lassen
  3. Saft mit Gelatine vermengen
  4. Fleischbrühe aufkochen
  5. Gelatinemischung beimengen und gründlich durchrühren
  6. In (Gummibär-)Förmchen gießen
  7. Ungefähr 1 Stunde auskühlen lassen
 

15. Joghurt-Erdnuss Eisplätzchen (für heiße Tage als Erfrischung)

Eis

Zutaten:

  • 900 g Joghurt
  • 3 TL Erdnussbutter (sicher stellen, dass es kein Xylitol enthält! Xylitol ist für Hunde giftig!)
  • 1 große Banane, reif
  • 1 TL Honig (optional)
  • Silikonförmchen

Zubereitung:

  1. Banane in Scheiben schneiden
  2. Alle Zutaten im Blender gut durchrühren, bis die Masse cremig wird.
  3. Creme in Silikonförmchen füllen
  4. Für mind. 2 Stunden einfrieren
  5. Die Eisplätzchen können in einem luftdichten Behälter im Gefrierfach aufbewahrt werden.

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