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Beißkraft bei Hunden: Die 10 stärksten Rassen im Vergleich

Der Kangal hat mit 700 bis 750 PSI die stärkste Beißkraft aller Hunderassen. Das entspricht grob 49 bis 53 kg/cm². Zum Vergleich: Ein Mensch beißt mit ca. 120 bis 150 PSI, ein Wolf mit ca. 400 PSI. Die Werte variieren je nach Studie und Messmethode. Eine hohe Beißkraft sagt nichts über Aggressivität aus, Erziehung und Sozialisierung bestimmen das Verhalten.

Weißer Hund mit kräftigen Zähnen und türkisfarbenem Bandana: Illustration zur Beißkraft-Rangliste der 10 stärksten Hunderassen im Vergleich.
Das Wichtigste in Kürze
  • Kangal: 700-750 PSI (stärkste Beißkraft aller Hunderassen)
  • Cane Corso: 670-700 PSI
  • Dogo Argentino: bis 600 PSI
  • Zum Vergleich: Mensch ca. 120-150 PSI, Wolf ca. 400 PSI
  • Beißkraft korreliert nicht mit Aggressivität
  • Erziehung und Sozialisierung sind entscheidend für das Verhalten

Kangal Beißkraft: kurze Antwort

Der Kangal hat mit 700 bis 750 PSI die stärkste Beißkraft unter den hier verglichenen Hunderassen. Umgerechnet sind das ungefähr 49 bis 53 kg/cm². Diese Werte sind Näherungswerte, weil Messmethode, Hund und Situation stark variieren. Mehr zur Rasse findest du im Profil zum Kangal-Hirtenhund.

Beißkraft Hunde Tabelle: Top 10 in PSI und kg/cm²

Die kg/cm²-Werte sind gerundete Umrechnungen aus PSI. Sie helfen beim Vergleich, ersetzen aber keine einheitliche wissenschaftliche Messung.

PlatzRasseBeißkraft (PSI)ca. kg/cm²UrsprungUrsprünglicher Einsatz
1Kangal700-75049-53TürkeiHerdenschutzhund
2Cane Corso670-70047-49ItalienWach- und Schutzhund
3Dogo Argentinobis 600bis 42ArgentinienJagdhund (Wildschwein)
4Tosa Inubis 556bis 39JapanBegleithund (ehem. Kampfhund)
5Englische Mastiff55639EnglandWachhund
6Dogue de Bordeaux55639FrankreichWach- und Schutzhund
7Dogo Canario54038Kanarische InselnWach- und Treibhund
8Akita40028JapanJagd- und Wachhund
9Leonberger39928DeutschlandBegleit- und Wachhund
10Rottweiler32823DeutschlandWach- und Polizeihund

Die Rassen im Detail

1. Kangal (700-750 PSI)

Ein großer, hellbrauner Hirtenhund mit schwarzer Schnauze liegt auf einer trockenen, grasbewachsenen Wiese. Sanfte, grasbewachsene Hügel unter einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Türkischer Hirtenhund mit der stärksten Beißkraft aller Hunderassen. Sein Kiefer schützt Schafherden gegen Wölfe, Schakale und Bären. Trotz seiner Kraft ist der Kangal bei guter Sozialisierung ruhig und sanft gegenüber seiner Familie. Kein Anfängerhund: braucht viel Platz, konsequente Erziehung und eine Aufgabe.

2. Cane Corso (670-700 PSI)

Zwei große schwarze Cane Corso-Hunde sitzen und liegen auf einem mit trockenen Blättern bedeckten Waldboden. Verschwommene Bäume und eine Waldkulisse im Hintergrund.

Italienischer Molosser, ursprünglich zur Bewachung von Bauernhöfen eingesetzt. Bei richtiger Erziehung ein anhänglicher Familienhund. Braucht einen erfahrenen Halter, der seine Kraft verantwortungsvoll führt.

3. Dogo Argentino (bis 600 PSI)

Ein großer, weißer Dogo Argentino liegt auf einem Feldweg, entspannt mit sanftem Ausdruck. Sonnige, bewaldete Gegend im Hintergrund.

Weißer, muskulöser Jagdhund aus Argentinien. Wurde für die Wildschweinjagd gezüchtet. In Deutschland noch wenig verbreitet. Bei guter Erziehung ein loyaler Begleiter, aber kein Anfängerhund.

4. Tosa Inu (bis 556 PSI)

Tosa Inu

Japanische Rasse, ursprünglich als Kampfhund gezüchtet (bei japanischen Hundekämpfen wird auf mentale Stärke gewertet, nicht auf Verletzung). Heute ein ruhiger, geduldiger Begleithund, der eine enge Bindung zu seiner Familie aufbaut. Erfordert erfahrene Halter.

5. Englische Mastiff (556 PSI)

Mastiff

Eine der größten Hunderassen. Der Name bedeutet „Beschützer". Trotz einschüchternder Masse ein ruhiger Hund mit schneller Reaktionszeit bei Gefahr.

6. Dogue de Bordeaux (556 PSI)

Zwei braune Bordeauxdoggen mit Halsbändern sitzen und liegen auf einem Teppich aus gefallenen Blättern in einem Wald.

Französische Dogge mit massivem Kopf und kurzem, rotbraunem Fell. Ruhig und treu, verbringt gerne Zeit mit der Familie. Braucht viel Platz und Auslauf, nicht für jeden Halter geeignet.

7. Dogo Canario (540 PSI)

Ein großer, gestromter Hund steht auf einem Ziegelweg und zeigt seinen muskulösen Körperbau. Kiefern und Grasfläche im Hintergrund.

Auch Presa Canario genannt, stammt von den Kanarischen Inseln. Ursprünglich Wachhund und Viehtreiber. Ruhig und ausgeglichen, kann aber bei falscher Erziehung aggressiv werden. In einigen deutschen Bundesländern als Listenhund eingestuft.

8. Akita (400 PSI)

Ein flauschiger Akita-Hund mit braun-weißem Fell steht auf dem Gras, die Zunge herausstreckend. Üppige grüne Bäume unter einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Japanische Rasse, bekannt für Treue, Wachsamkeit und Beschützerinstinkt. In Japan Symbol für Loyalität. Intelligent und selbstbewusst, braucht frühe Sozialisierung und konsequente Erziehung. Optisch eine der wolfsähnlichsten Rassen.

9. Leonberger (399 PSI)

Leonberger

Große deutsche Rasse mit freundlichem, ausgeglichenem Wesen. Intelligent und gutmütig, verbellt aber unerwünschte Besucher lautstark. Braucht ländliche Umgebung mit viel Platz und täglichen Auslauf.

10. Rottweiler (328 PSI)

Ein Rottweiler liegt mit glänzendem Fell im grünen Gras und hechelt unter einem klaren, sonnigen Himmel.

Ursprünglich als Wachhund gezüchtet, stark genug, um einen Wagen zu ziehen. Selbstbewusst, leistungsfähig und ausdauernd. Kommt häufig bei der Polizei zum Einsatz.

Hast du aufgepasst?

Frage 1 von 3

Welcher Hund hat die stärkste Beißkraft?

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Häufig gestellte Fragen

Welcher Hund hat die stärkste Beißkraft?

Der Kangal mit bis zu 750 PSI. Auf Platz 2 folgt der Cane Corso mit 670-700 PSI, dahinter der Dogo Argentino mit bis zu 600 PSI.

Was bedeutet PSI bei der Beißkraft?

PSI steht für Pounds per Square Inch und misst den Druck pro Quadratzoll. Zum Vergleich: Ein Mensch hat eine Beißkraft von etwa 120-150 PSI, ein Wolf ca. 400 PSI.

Sind Hunde mit starker Beißkraft gefährlicher?

Nicht zwangsläufig. Die Beißkraft allein sagt nichts über das Verhalten eines Hundes aus. Erziehung, Sozialisierung und der verantwortungsvolle Umgang des Halters sind entscheidend. Viele Hunde mit hoher Beißkraft sind bei guter Erziehung ruhige Familienhunde.

Wie wird die Beißkraft bei Hunden gemessen?

Mit speziellen Messgeräten (Gnathodynamometer), die den Druck beim Zubeißen messen. Die Werte variieren je nach Studie und Messmethode, deshalb sind Ranglisten immer Näherungswerte.

Claudia Weise

Geschrieben von

Claudia Weise

Chefredakteurin, zertifizierte Ernährungsberaterin & Tierschutz-Praxis

Chefredakteurin bei HundeoZertifizierte Ernährungsberaterin für HundeTäglich im Tierschutz und mit Hunden aktiv

Claudia begleitet Hundeo seit der Anfangszeit eng an Enricos Seite. Sie ist zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, arbeitet täglich mit Tierschutzthemen und Hunden und bringt diese Praxis als Chefredakteurin in Gesundheits-, Pflege-, Rassen- und Zubehörinhalte ein.

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