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Wann ist ein Hund ausgewachsen? (Alle Wachstumsphasen)

Kleine Rassen sind mit 6 bis 10 Monaten ausgewachsen, mittelgroße mit 12 Monaten, große mit 18 Monaten und sehr große Rassen wie Deutsche Dogge oder Bernhardiner erst mit 24 Monaten. Die schnellste Wachstumsphase liegt zwischen dem 3. und 7. Lebensmonat. Überfütterung in dieser Phase kann zu Skeletterkrankungen führen, die Endgröße bleibt aber gleich.

5 Min. Lesezeit
Hund mit türkisfarbener Bandana in flachem Illustrationsstil: wann ist ein Hund ausgewachsen und wie lange dauern die Wachstumsphasen?
Das Wichtigste in Kürze
  • Kleine Rassen: 6–10 Monate bis ausgewachsen
  • Mittelgroße Rassen: bis 12 Monate
  • Große Rassen: bis 18 Monate
  • Sehr große Rassen: bis 24 Monate oder länger
  • Hauptwachstumsphase: 3.–7. Lebensmonat
  • Endgröße genetisch festgelegt, nicht durch Fütterung beeinflussbar
GrößenklasseBeispielrassenAusgewachsen mitGewichtszunahme
KleinChihuahua, Yorkshire Terrier6–10 Monateca. 25-fach
MittelgroßBeagle, Cocker Spanielbis 12 Monateca. 50-fach
GroßLabrador, Dt. Schäferhundbis 18 Monateca. 70-fach
Sehr großDeutsche Dogge, Bernhardinerbis 24 Monatebis 100-fach

Wachstumsgeschwindigkeit

Eine Reihe von Hunden verschiedener Größen sitzt nebeneinander.

Kleine Rassen werden im Verhältnis zu ihrem Endgewicht deutlich schwerer geboren als große Rassen. Während kleine Hunde ihr Geburtsgewicht um das 25-fache steigern, kann es bei großen Rassen bis zum 100-fachen betragen. Die schnellste Gewichtszunahme findet zwischen dem 3. Und 6. Lebensmonat statt.

Nach einem halben Jahr sind bei kleinen Rassen etwa 70% des Endgewichts erreicht, bei sehr großen Rassen etwas weniger. Obwohl die meisten Hunde ihre maximale Größe mit 1–2 Jahren erreichen, können sich Körperproportionen und Muskelmasse noch bis zum Alter von 3 Jahren verändern.

Die 7 Entwicklungsphasen

Fünf lockige Welpen auf weißem Hintergrund, von Neugeborenem bis zum reiferen Alter.

Woche 1–2: Neonatale Phase

Augen und Gehörgänge sind noch verschlossen. Der Geruchssinn ist bereits entwickelt. Der Welpe schläft fast den ganzen Tag und trinkt Muttermilch. Er kann seine Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren.

Woche 3: Übergangsphase

Augen und Ohren öffnen sich. Der Welpe beginnt sich zu bewegen, seine Umgebung und Geschwister wahrzunehmen. Die ersten Zähne brechen durch.

Woche 4–7: Prägungsphase

Zunehmende Neugier und Interesse an der Umgebung. Das spätere Temperament wird erkennbar. Kontakt zu Menschen und Wurfgeschwistern ist jetzt besonders wichtig.

Woche 8–12: Sozialisierungsphase

Diese Phase prägt das spätere Sozialverhalten. Der Welpe sollte seine Umwelt kennenlernen, ohne überfordert zu werden. Der Umgang mit Unbekanntem fördert das Selbstvertrauen.

Monat 3–6: Rangordnungsphase

Der Welpe muss sich in die Familie einfügen. Klare, verständliche Regeln helfen ihm, seinen Platz zu finden. Welpenerziehung sollte liebevoll, aber konsequent sein.

Monat 7–12: Pubertätsphase

Die „Trotzphase": Hündinnen werden zum ersten Mal läufig, Rüden verspüren den Fortpflanzungsdrang. Der Hund testet Grenzen aus und scheint Gelerntes zu vergessen. Geduld und Konsequenz sind gefragt.

Monat 12–30: Reifephase

Übergang vom Welpen zum erwachsenen Hund. Das körperliche Wachstum ist abgeschlossen, aber der Hund lernt weiter. Eine enge Bindung und ausreichend Beschäftigung (körperlich und geistig) sind in dieser Phase wichtig.

Ernährung in der Wachstumsphase

Ein Bulldoggenwelpe steht auf seinen Hinterbeinen an einer Betonstufe.

Die richtige Ernährung ist der wichtigste Faktor für gesundes Wachstum. Drei Regeln:

  1. Futtermenge abwiegen. Die Empfehlungen auf der Packung sind Richtwerte. Die tatsächlich benötigte Menge variiert. Lieber etwas weniger füttern, um zu schnelles Wachstum zu vermeiden. Leckerlis in die tägliche Ration einrechnen.

  2. Über- und Unterversorgung vermeiden. Spezielles Welpenfutter enthält bereits die richtige Nährstoffzusammensetzung. Bei Barf eine Fachperson zu Inhaltsstoffen und Rationsgrößen konsultieren. Die zwei häufigsten Fehler: Überfütterung und zu hohe Kalziumzufuhr.

  3. Kalziumzufuhr kontrollieren. Zu viel Kalzium führt zu Störungen des Knochen- und Knorpelumbaus (Osteochondrose). Der Körper reguliert die Kalziumaufnahme durch Vitamin D erst ab dem 5. Lebensmonat. Vor diesem Zeitpunkt wird Kalzium unbegrenzt aufgenommen.

Zu schnelles Wachstum zwischen dem 3. Und 6. Lebensmonat verursacht wachstumsbedingte Skeletterkrankungen. Kreislauf und Muskulatur können mit der Skelettentwicklung nicht Schritt halten. Fehlstellungen der Vorderbeine, Lahmheiten und Gelenkeinschränkungen treten in den Folgemonaten auf.

Wie groß wird mein Hund?

Die Rasse ist der deutlichste Hinweis auf die Endgröße. Bei Mischlingen helfen die Größe der Elterntiere, die Pfotengröße des Welpen und bei Bedarf ein DNA-Test. Große Pfoten deuten auf eine beträchtliche Endgröße hin.

GrößenklasseEndgewicht
Klein (Chihuahua, Dackel)5–10 kg
Mittelgroß (Beagle, Border Collie)10–25 kg
Groß (Labrador, Dt. Schäferhund)25–40 kg
Sehr groß (Bernhardiner, Mastiff)40–70+ kg

Der ausgewachsene Hund

Den Wachstumsfortschritt am besten wöchentlich durch Messen und Wiegen überwachen. Sobald sich die Größe kaum noch ändert, ist das Wachstum abgeschlossen. Je nach Rasse ab dem 10. Monat.

Auch beim ausgewachsenen Hund das Gewicht kontrollieren. Bis 18 Monate sollte das Gewicht an der unteren Grenze liegen. Die Rippen sollten immer gut fühlbar sein. Regelmäßig wiegen, auch im Erwachsenenalter.

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Wann ist ein kleiner Hund ausgewachsen?

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Häufig gestellte Fragen

Claudia Weise

Geschrieben von

Claudia Weise

Chefredakteurin & Hundeexpertin

Chefredakteurin bei HundeoAktiv im TierschutzHundebesitzerin seit Kindheit

Claudia ist seit Kindheit Hundebesitzerin und im Tierschutz sehr aktiv. Als Chefredakteurin bei Hundeo ist es ihre Mission, die Bindung zwischen Mensch und Hund zu stärken.

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