Die Nacht war kurz, der Tag ist lang. Du fühlst dich „hundemüde“? Als Mensch achtest du normalerweise auf deinen Schlafrhythmus. Das solltest du auch für deinen Hund tun. Hier erfährst du, wie viel Schlaf Hunde wirklich brauchen, was einen guten Schlaf ausmacht und wie du deinen Hund dabei unterstützen kannst. > Hunde brauchen viel mehr Schlaf als wir Menschen. Um sich zu erholen und neue Kraft zu tanken, braucht dein Liebling ausreichend Schlaf.

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Das Wichtigste in Kürze
Wenn du einen Hund zu Hause hast, hast du dich vielleicht schon einmal gefragt, wie viel Schlaf er braucht. Die Schlafdauer kann je nach Alter, Rasse und Aktivitätsniveau variieren.
Der durchschnittliche Schlafbedarf eines Hundes liegt bei 14 bis 20 Stunden pro Tag. Alter und Größe des Hundes spielen dabei eine wichtige Rolle.
Ausgewachsene Hunde benötigen durchschnittlich 12 bis 14 Stunden Schlaf pro 24 Stunden. Dazu gehören der Nachtschlaf und über den Tag verteilte Nickerchen. Die genaue Dauer kann je nach Aktivität und individuellen Bedürfnissen variieren. Nachts schlafen erwachsene Hunde in der Regel zwischen 7 und 9 Stunden. Welpen brauchen am meisten Schlaf. Mit 18-22 Stunden schlafen sie fast den ganzen Tag. Doch warum schlafen Welpen so viel? In dieser Lebensphase wachsen und entwickeln sie sich sehr schnell. Schlaf unterstützt das Wachstum und die Entwicklung des Körpers und des Immunsystems.
Während des Schlafs werden im Körper des Welpen Wachstumshormone freigesetzt. Diese Hormone sind wichtig für das Knochenwachstum, die Muskelentwicklung und die allgemeine körperliche Reifung. Schlaf unterstützt nicht nur das körperliche Wachstum, sondern ist auch für die Entwicklung des Gehirns von entscheidender Bedeutung. Während Welpen schlafen, verarbeitet ihr Gehirn die Erfahrungen und Eindrücke des Tages, was für das Lernen und die Gedächtnisbildung wichtig ist.
Während der Wachphasen sind Welpen sehr aktiv und erkunden neugierig ihre Umgebung. Diese hohe Aktivität verbraucht viel Energie, die durch ausreichenden Schlaf wieder aufgefüllt wird. Der Schlaf hilft den Welpen, sich von den körperlichen und geistigen Anstrengungen ihrer Erkundungstouren zu erholen. Auch große, ältere oder kranke Hunde brauchen 16-20 Stunden Schlaf. Mit zunehmendem Alter gehen häufig gesundheitliche Probleme und eine allgemeine Verlangsamung einher, die zu einem erhöhten Schlafbedürfnis führen.
Der Schlafbedarf umfasst auch verschiedene Schlafphasen. Hunde haben die gleichen zwei Schlafphasen wie Menschen: Eine Tiefschlafphase und eine Phase mit leichtem Schlaf..
Die Tiefschlafphase (auch Rapid Eye Movement oder REM-Schlaf genannt) dient der Verarbeitung der Tagesereignisse. Hunde träumen in dieser Phase. Während dein Hund träumt, kannst du ihn genau beobachten.
Er erlebt die Ereignisse des Tages noch einmal. Auch Gefühle werden noch einmal durchlebt. Das zeigt sich durch das Zucken der Pfoten oder das Bewegen der Augenlider. Auch ein leises Winseln oder sogar ein lautes Bellen im Schlaf sind möglich. Diese Zuckungen und Geräusche sind ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung. Im Gegenteil, es ist sehr unterhaltsam, deinen Hund beim Schlafen zu beobachten. Je aufregender der Tag für deinen Hund war, desto unruhiger und lauter wird er schlafen.
Nur durch diese Verarbeitungszeit kann sich dein Vierbeiner erholen und regenerieren. Vor allem bei jungen oder älteren Hunden kannst du die Traumphase sehr genau beobachten. Achte aber darauf, dass du deinen Liebling in seiner Tiefschlafphase nicht störst. Auch der liebste Hund kann in dieser Situation aggressiv werden.
Der Schlafzyklus des Hundes unterscheidet sich von dem des Menschen. Der Schlafzyklus des Hundes dauert nur 20 Minuten. Deshalb schlafen Hunde oft, aber nur für kurze Zeit.
Nach einem Spaziergang ist ein kurzes Nickerchen genau das Richtige für deinen Hund, um den Ausflug zu verarbeiten. Nach weniger als einer halben Stunde Schlaf ist dein Vierbeiner wieder fit. Die zweite Ruhephase des Hundes, in der er nur leicht schläft, lässt sich in „Ausruhen“ und „Dösen“ unterteilen. Beim Ausruhen müssen die Augen deines Hundes nicht geschlossen sein. Meistens liegt er entspannt da oder kuschelt sich an dich. In diesem Zustand ist es wichtig, ihn nicht zu stören. Auch das Dösen ist ein wichtiger Teil des Ruhens.
Dösen ist ein Dämmerzustand, in dem dein Vierbeiner mit geschlossenen Augen ruhig daliegt. Aber täusche dich nicht: Auch wenn es nicht so aussieht, nimmt er in diesem Zustand alles wahr. Sein Gehör und sein Geruchssinn sorgen dafür, dass ihm nichts entgeht. Er kann jederzeit aufstehen und dich begleiten, wenn seine Neugier geweckt ist.
Entscheidend ist nicht nur, wie lange oder wie oft dein Hund schläft, sondern auch, wie gut er schläft. Dabei kommt es auf die Schlafqualität an. Die Tiefschlafphase wird nur erreicht, wenn dein Vierbeiner völlig entspannt ist.
Bei einem kurzen Nickerchen in der leichten Schlafphase schläft der Hund meist auf dem Bauch oder zusammengerollt. Da er wachsam bleibt und seine Muskeln angespannt sind, fällt er nicht in den Tiefschlaf. Eine entspannte Schlafposition ist die Seiten- oder Rückenlage. Wenn dein Hund auf dem Rücken liegt, ist er völlig entspannt und unbeschwert. Am leichtesten und besten schläft dein Vierbeiner, wenn du ihn ausreichend ausgelastet und gefordert hast. Ausreichend Bewegung und Zuwendung sind wichtig für einen guten Schlaf.
Schlafmangel hat auch bei Hunden schwerwiegende Folgen. Diese 5 Folgen können nacheinander auftreten. Die Dauer der einzelnen Phasen kann variieren. Bevor es aber so weit kommt, solltest du den Tierarzt deines Vertrauens aufsuchen.
Es kann sein, dass dein Hund aufgrund seiner Rasse Schlafprobleme hat. Besonders Hunde mit kurzer Schnauze, wie Bulldoggen oder Möpse, haben dieses Problem. Diese sogenannte Schlafapnoe ist eine körperliche Ursache. Andere Ursachen können zu viel Lärm oder Ablenkung sein. Achte immer auf die Schlafphasen deines Hundes, damit du bei Veränderungen sofort reagieren kannst.
Dein Hund schläft zu viel? Auch das ist möglich. Wenn dein Hund nur noch schläft, solltest du ihn genauer beobachten. Er könnte unterfordert sein oder an Depressionen leiden.
Ein Mangel an geistiger und körperlicher Anregung kann zu mehr Schlaf führen. Wenn Hunde unterfordert sind, sehen sie im Schlafen oft eine Möglichkeit, sich die Zeit zu vertreiben.
Auch Wetterveränderungen, insbesondere an kalten oder regnerischen Tagen, können einen Einfluss haben, da Hunde dann mehr Zeit im Haus und damit in Ruhe verbringen.
Das Schlafverhalten von Hunden ändert sich oft mit zunehmendem Alter. Ältere Hunde brauchen mehr Ruhe, genau wie ältere Menschen. Wenn dein Hund älter wird, kann es einfach sein, dass er mehr Schlaf braucht. Verschiedene gesundheitliche Probleme können zu einem erhöhten Schlafbedürfnis führen. Wenn du eine plötzliche Veränderung im Schlafverhalten deines Hundes feststellst, die mit anderen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Lethargie oder Verhaltensänderungen einhergeht, solltest du einen Tierarzt aufsuchen.
Auch die Ernährung kann den Energiehaushalt deines Hundes beeinflussen. Eine unausgewogene Ernährung, die nicht alle notwendigen Nährstoffe enthält, kann zu vermehrtem Schlaf führen. Wenn dein Hund kürzlich mit neuen Medikamenten behandelt wurde, kann dies ebenfalls eine Ursache für sein erhöhtes Schlafbedürfnis sein. Manche Medikamente haben als Nebenwirkung Müdigkeit. Wenn dein Hund ungewöhnlich viel schläft, solltest du deinen Tierarzt aufsuchen. So kann abgeklärt werden, ob die Schlaflosigkeit seelische oder körperliche Ursachen hat.
Achte darauf, dass dein Hund zwischen den Aktivitäten immer genügend Ruhephasen hat. Dauerbeschäftigung schadet deinem Hund nur. Nur so kannst du ihn langfristig geistig und körperlich fit halten.
Nicht jeder Hund ist gleich und kommt von selbst zur Ruhe. Die Angst, etwas Wichtiges zu verpassen, hält ihn vom Schlafen ab. Wenn dein Hund nicht gelernt hat, sich seine Ruhezeiten zu nehmen, wird er es auch nicht tun. Auch wenn sein Körper ihm klare Signale sendet, kann es passieren, dass er sie ignoriert. Du kannst also davon ausgehen, dass du deinem Hund beim Schlafen helfen musst. Am besten bringst du ihm schon als Welpen bei, dass er zur Ruhe kommen muss. Du kannst dich mit ihm hinlegen und ihn so zum Schlafen animieren.
Ein ruhiger und bequemer Schlafplatz ist wichtig. Ein Hundebett oder eine Decke an einem warmen, zugfreien Ort kann Wunder wirken. Mit der Zeit wird dein Hund bestimmte Schlafplätze bevorzugen. Wenn er sich dorthin zurückzieht, solltest du ihn nicht stören. Vermeide Lärm und Spiele. Ein geregelter Tagesablauf hilft sehr. Wenn es gleichbleibende Zeiten zum Fressen und Spielen gibt, wirkt sich das auch positiv auf das Schlafverhalten aus. So entsteht ein regelmäßiger Schlafrhythmus, der dem Hund Sicherheit gibt. Regelmäßige körperliche und geistige Aktivität während des Tages fördert einen erholsamen Schlaf.
Ein ausgiebiger Spaziergang oder eine Spielstunde am Abend können helfen, überschüssige Energie abzubauen und deinen Hund auf eine ruhige Nacht vorzubereiten. Eine regelmäßige Abendroutine signalisiert deinem Hund, dass es Zeit ist, zur Ruhe zu kommen. Dazu kann das Füttern, ein kurzer Spaziergang und eine entspannte Zeit vor dem Schlafengehen gehören.
Auch mit einem gut ausgewählten und vorbereiteten Schlafplatz kann man seinem Liebling helfen. Natürlich schlafen Hunde am liebsten auf dem Sofa und im Bett ihrer Menschen. Die Frage ist, ob dir das Recht ist? Wenn ja, dann tust du deinem Vierbeiner einen großen Gefallen.
Da Hunde immer die Nähe ihrer menschlichen Rudelmitglieder suchen, ist die Wahl des Schlafplatzes wichtig. Wenn du den ganzen Tag im Arbeitszimmer sitzt oder in der Küche stehst, sollte dort auch ein Körbchen für deinen Liebling stehen. So kannst auch du die Gesellschaft deines Hundes genießen.
Achte immer darauf, dass der Schlafplatz folgende Kriterien erfüllt:
Hast du dich schon einmal gefragt, warum dein Hund in bestimmten Positionen schläft und was das über ihn verraten könnte? Die Schlafposition eines Hundes kann etwas über sein Wohlbefinden, seine Persönlichkeit und sogar seine Körpertemperatur aussagen.
Auf der Seite liegend Diese Position ist bei Hunden sehr beliebt und zeigt, dass sie sich in ihrer Umgebung sicher und entspannt fühlen. Hunde, die auf der Seite schlafen, sind oft sehr zufrieden und wohl mit ihrer Familie. Diese Position ermöglicht eine tiefe Entspannung und ist ein Zeichen für ein hohes Maß an Vertrauen.
Der Donut Wenn ein Hund sich zusammenrollt und die Beine und den Schwanz eng am Körper hält, ähnelt dies seiner natürlichen Schlafposition in der Wildnis. Diese Position dient der Wärmespeicherung und dem Schutz der lebenswichtigen Organe, wenn er sich in einer unsicheren Umgebung befindet.
Auf Rücken liegend, Pfoten in der Luft Diese lustige und bezaubernde Position signalisiert völliges Vertrauen und Unterwerfung, da der Hund seine verwundbarsten Stellen zeigt. Sie ist auch eine gute Möglichkeit für den Hund, sich abzukühlen, da die unbedeckte Bauchseite leicht Wärme abgeben kann. Hunde, die in dieser Position schlafen, sind in der Regel sehr selbstbewusst und entspannt.
Bauchlage Das Schlafen auf dem Bauch mit ausgestreckten Pfoten ermöglicht es dem Hund, schnell aufzustehen. Diese Position wird oft von aktiveren Hunden oder Welpen bevorzugt, die sofort zum Spielen oder Erkunden bereit sind. Sie zeigt an, dass der Hund ausgeruht ist, aber möglicherweise nicht in einen tiefen Schlaf gefallen ist.
Der Superman In dieser Position liegt der Hund auf dem Bauch und streckt alle vier Beine von sich, was an Superman im Flug erinnert. Diese Position ist besonders bei Welpen beliebt und deutet darauf hin, dass der Hund ein Nickerchen macht, aber jederzeit zum Spielen bereit ist. Es ist auch eine gute Position, um sich abzukühlen. Hunde können, genau wie Menschen, ihre Schlafposition ändern, um sich wohler zu fühlen. Die Schlafpositionen deines Hundes zu beobachten, kann nicht nur zu schönen Fotomomenten führen, sondern auch einen tieferen Einblick in sein Wohlbefinden und seine Persönlichkeit geben. Wenn du die Vorlieben und Verhaltensweisen deines Hundes während des Schlafs verstehst, kannst du ihm helfen, die bestmögliche Ruhe und Sicherheit zu finden.
Wenn dein Hund schnarcht, während er schläft, kann das sowohl niedlich als auch ein wenig besorgniserregend sein. Schnarchen bei Hunden ist nicht ungewöhnlich und kann verschiedene Ursachen haben.
Einige Hunde, vor allem solche mit kurzer Schnauze wie Mops, Bulldogge oder Shih Tzu, neigen eher zum Schnarchen. Diese so genannten brachyzephalen Rassen haben einen kürzeren Kopf, was zu engeren Atemwegen führt. Dies kann zu lauten Atemgeräuschen während des Schlafs führen. Auch die Schlafposition deines Hundes kann eine Rolle spielen. Wenn dein Hund auf dem Rücken schläft, kann sich sein Gaumengewebe entspannen und die Atemwege teilweise blockieren. Ein Wechsel der Schlafposition kann helfen, das Schnarchen zu verringern.
Wie beim Menschen kann auch beim Hund Übergewicht Schnarchen verursachen. Zusätzliches Gewicht führt zu Fettansammlungen um den Hals, die die Atemwege verengen können. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung können nicht nur das Schnarchen verringern, sondern auch die allgemeine Gesundheit des Hundes verbessern. Allergien, Erkältungen oder Infektionen der Atemwege können zu verstopften Nasengängen oder Entzündungen führen, die das Schnarchen verstärken. Wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund aus diesen Gründen schnarcht, insbesondere wenn das Schnarchen plötzlich einsetzt oder von anderen Symptomen begleitet wird, solltest du einen Tierarzt aufsuchen.
Manchmal kann ein Fremdkörper in den Nasengängen oder im Rachen deines Hundes stecken bleiben und Schnarchen verursachen. Wenn du Grund zu der Annahme hast, dass dies der Fall sein könnte, solltest du sofort einen Tierarzt aufsuchen.
Obwohl Schnarchen bei Hunden oft harmlos ist, gibt es Situationen, in denen es ratsam ist, einen Tierarzt aufzusuchen:
Hast du schon einmal beobachtet, wie dein Hund im Schlaf zuckt, mit den Pfoten scharrt oder leise Geräusche von sich gibt? Dieses Verhalten kann niedlich sein, aber du fragst dich vielleicht, was dahinter steckt. Tatsächlich ist es ein ganz normales Phänomen und in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Hier erfährst du, warum Hunde im Schlaf zucken und was das bedeutet.
Ja, Hunde träumen genauso wie Menschen. Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Hunde im REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) träumen, einer Schlafphase, in der das Gehirn sehr aktiv ist. In dieser Phase können Hunde träumen, dass sie laufen, spielen oder andere typische Aktivitäten ausführen. Die Zuckungen, die man sieht, sind körperliche Reaktionen auf ihre Träume.
Obwohl Zuckungen während des Schlafs in der Regel normal sind, gibt es Situationen, in denen es ratsam ist, einen Tierarzt aufzusuchen:
Am Ende ist eines klar. Hunde sind echte Langschläfer. Ausreichender und guter Schlaf ist wichtig für das Wohlbefinden deines Hundes. So bleibt er körperlich und geistig fit. Mit festen Schlafgewohnheiten und ausgewählten Schlafplätzen kannst du deinen Vierbeiner am besten unterstützen.
Dann bleibt nur noch eins – deinem Liebling süße Träume zu wünschen!
Der Schlafbedarf von Hunden
Schlafmangel und seine Folgen..
Besser schlafen - So findet dein Hund zur Ruhe
Schlafpositionen von Hunden
Fazit