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Wie lange schlafen Hunde? (Alle Schlafphasen erklärt)

Ausgewachsene Hunde schlafen 12 bis 14 Stunden pro Tag, Welpen 18 bis 22 Stunden, ältere und kranke Hunde 16 bis 20 Stunden. Die Erholung teilt sich in REM-Phase (Tiefschlaf mit Traumverarbeitung) und Ruhephase (leichter Schlaf, Dösen). Schlafmangel führt zuerst zu Überreiztheit, dann zu Reizbarkeit und erhöhter Krankheitsanfälligkeit.

7 Min. Lesezeit
Ein weißer Hund mit spitzen Ohren und einem türkisfarbenen Halstuch schläft friedlich in einem weichen Bett.
Das Wichtigste in Kürze
  • Welpen: 18–22 Stunden Schlaf pro Tag
  • Ausgewachsene Hunde: 12–14 Stunden (Nachtschlaf + Nickerchen)
  • Ältere/kranke Hunde: 16–20 Stunden
  • REM-Phase: Tiefschlaf mit Traumverarbeitung
  • Ruhephase: leichter Schlaf, Dösen, Ausruhen
  • Schlafmangel führt zu Reizbarkeit, Krankheitsanfälligkeit und Aggression
Alter/ZustandSchlafbedarf pro TagBesonderheit
Welpen18–22 StundenWachstumshormone werden im Schlaf ausgeschüttet
Ausgewachsene Hunde12–14 Stunden7–9 Stunden nachts + Nickerchen tagsüber
Große Rassen14–18 StundenHöherer Energieverbrauch
Ältere Hunde16–20 StundenAllgemeine Verlangsamung und Regenerationsbedarf
Kranke Hunde16–20 StundenImmunsystem arbeitet verstärkt

Der Schlafbedarf von Hunden

Ausgewachsene Hunde benötigen 12 bis 14 Stunden Schlaf pro 24 Stunden: 7 bis 9 Stunden Nachtschlaf plus über den Tag verteilte Nickerchen. Die genaue Dauer variiert je nach Aktivität und individuellen Bedürfnissen.

Welpen brauchen am meisten Schlaf. Mit 18 bis 22 Stunden schlafen sie fast den ganzen Tag. Während des Schlafs werden Wachstumshormone freigesetzt, die für Knochenwachstum, Muskelentwicklung und körperliche Reifung wichtig sind. Das Gehirn verarbeitet im Schlaf die Erfahrungen und Eindrücke des Tages: entscheidend für Lernen und Gedächtnisbildung. Die hohe Aktivität in den kurzen Wachphasen verbraucht viel Energie, die nur durch ausreichend Schlaf wieder aufgefüllt wird.

Große, ältere Hunde oder kranke Hunde brauchen 16 bis 20 Stunden Schlaf. Mit zunehmendem Alter gehen häufig gesundheitliche Probleme und eine allgemeine Verlangsamung einher.

Die zwei Schlafphasen

Hunde durchlaufen dieselben zwei Schlafphasen wie Menschen: Tiefschlaf (REM) und leichten Schlaf. Ein Schlafzyklus beim Hund dauert nur etwa 20 Minuten: deshalb schlafen Hunde oft, aber jeweils kurz.

1. Die REM-Phase (Tiefschlaf)

Eine Nahaufnahme eines schlafenden Huskys, dessen Kopf auf dem Boden ruht.

Die REM-Phase (Rapid Eye Movement) dient der Verarbeitung der Tagesereignisse. Hunde träumen in dieser Phase. Erkennbar am Zucken der Pfoten, Bewegen der Augenlider, leisem Winseln oder sogar Bellen im Schlaf. Je aufregender der Tag war, desto unruhiger wird der Schlaf.

Diese Zuckungen und Geräusche sind normal. Durch die Verarbeitungszeit kann sich der Hund erholen und regenerieren. Bei jungen oder älteren Hunden ist die Traumphase besonders deutlich zu beobachten. Den Hund in der Tiefschlafphase nicht wecken: auch ruhige Hunde können in diesem Zustand erschreckt reagieren.

2. Die Ruhephase (leichter Schlaf)

Die Ruhephase lässt sich in Ausruhen und Dösen unterteilen. Beim Ausruhen müssen die Augen nicht geschlossen sein: der Hund liegt entspannt da oder kuschelt sich an. Beim Dösen liegen die Augen geschlossen, aber Gehör und Geruchssinn bleiben aktiv. Der Hund kann jederzeit aufstehen. Beide Zustände sind wichtig und sollten nicht gestört werden.

Schlafqualität

Entscheidend ist die Dauer und die Qualität. Tiefschlaf wird nur erreicht, wenn der Hund völlig entspannt ist. Bei kurzen Nickerchen in der leichten Schlafphase schläft er meist auf dem Bauch oder zusammengerollt: Muskeln angespannt, kein Tiefschlaf. Seiten- oder Rückenlage zeigt Entspannung. Ausreichend Bewegung und Auslastung tagsüber fördern einen tiefen, erholsamen Schlaf.

Schlafmangel und seine Folgen

Ein brauner Hund mit schwarzer Schnauze und orangefarbenem Halsband liegt auf einem Betonboden unter einer Bank und gähnt.

Schlafmangel hat auch bei Hunden schwerwiegende Folgen. Diese fünf Stadien können nacheinander auftreten:

  1. Überreiztheit und Unruhe
  2. Nachlassende Konzentration und Motorik
  3. Zunehmende Reizbarkeit und Nervosität
  4. Krankheitsanfälligkeit und wachsende Aggression
  5. Schwere und chronische Erkrankungen

Hunde mit kurzer Schnauze (Bulldoggen, Möpse) sind besonders anfällig für Schlafprobleme. Diese sogenannte Schlafapnoe ist eine anatomisch bedingte Ursache. Auch zu viel Lärm oder Ablenkung am Schlafplatz können den Schlaf stören.

Mein Hund schläft zu viel

Wenn ein Hund nur noch schläft, kann das auf Unterforderung oder Depressionen hindeuten. Ein Mangel an geistiger und körperlicher Anregung führt oft zu vermehrtem Schlaf als Zeitvertreib. Auch Wetterveränderungen, insbesondere kalte oder regnerische Tage, können das Schlafverhalten beeinflussen.

Ältere Hunde brauchen generell mehr Ruhe. Bei plötzlichen Veränderungen im Schlafverhalten in Kombination mit Appetitlosigkeit, Lethargie oder Verhaltensänderungen den Tierarzt aufsuchen. Auch unausgewogene Ernährung oder neue Medikamente können die Ursache sein.

So findet dein Hund zur Ruhe

Ein hellbrauner Hund ruht in einem blauen Hundebett mit weißem Hundemuster.

Zwischen Aktivitäten braucht ein Hund ausreichend Ruhephasen. Dauerbeschäftigung schadet. Nicht jeder Hund kommt von allein zur Ruhe: die Angst, etwas zu verpassen, hält ihn wach. Am besten schon im Welpenalter beibringen, dass Ruhezeiten dazugehören: sich mit dem Hund hinlegen und ihn zum Schlafen animieren.

Ein geregelter Tagesablauf mit festen Zeiten zum Fressen und Spielen wirkt sich positiv auf den Schlafrhythmus aus. Ein ausgiebiger Spaziergang oder eine Spielstunde am Abend baut überschüssige Energie ab. Eine regelmäßige Abendroutine (Füttern, kurzer Spaziergang, ruhige Zeit) signalisiert, dass es Zeit zum Schlafen ist.

Schlafplatz

Der Schlafplatz sollte diese Kriterien erfüllen:

  • Keine Zugluft
  • Keine direkte Sonne oder starke Lichteinstrahlung
  • Ruhig gelegen
  • In deiner Nähe
  • Ausreichend Platz
  • Nicht direkt an der Heizung
  • Wand im Rücken (Sicherheitsgefühl)

Hunde schlafen am liebsten in der Nähe ihrer Menschen. Wenn du tagsüber im Arbeitszimmer oder in der Küche bist, sollte dort ein Körbchen stehen.

Schlafpositionen und ihre Bedeutung

Die Schlafposition eines Hundes verrät etwas über sein Wohlbefinden und sein Vertrauen in die Umgebung.

Seitenlage: Der Hund fühlt sich sicher und entspannt. Ermöglicht tiefen Schlaf und zeigt Vertrauen in die Umgebung.

Zusammengerollt (Donut): Natürliche Schutzposition aus der Wildnis. Speichert Wärme und schützt die Organe. Häufig in ungewohnter Umgebung.

Rückenlage, Pfoten in der Luft: Zeigt völliges Vertrauen. Die verwundbarste Stelle (Bauch) wird freigelegt. Hilft beim Abkühlen, da die unbedeckte Bauchseite Wärme abgibt.

Bauchlage: Ermöglicht schnelles Aufstehen. Bevorzugt von aktiven Hunden oder Welpen, die sofort zum Spielen bereit sein wollen. Kein tiefer Schlaf.

Superman (Bauchlage, alle vier Beine gestreckt): Besonders bei Welpen beliebt. Nickerchen mit Startbereitschaft. Gute Position zum Abkühlen.

Schnarchen beim Hund

Einige Rassen mit kurzer Schnauze (Mops, Bulldogge, Shih Tzu) neigen zum Schnarchen. Die sogenannten brachyzephalen Rassen haben kürzere Köpfe mit engeren Atemwegen. Auch die Schlafposition kann Schnarchen auslösen: in Rückenlage entspannt sich das Gaumengewebe und blockiert teilweise die Atemwege.

Übergewicht verstärkt das Problem durch Fettansammlungen am Hals. Allergien, Erkältungen oder Atemwegsinfektionen können ebenfalls Schnarchen verursachen. Tierarztbesuch bei: plötzlich einsetzendem oder deutlich lauter werdendem Schnarchen, Begleitsymptomen wie Atemnot oder Appetitlosigkeit, Verdacht auf Übergewicht oder Atemwegserkrankung.

Zucken im Schlaf

Zucken im Schlaf ist normal und ein Zeichen für aktive Traumverarbeitung in der REM-Phase. Hunde träumen nachweislich: das Gehirn ist in dieser Phase sehr aktiv. Die Zuckungen sind körperliche Reaktionen auf Träume (Laufen, Spielen, Jagen). Bei Welpen können Zuckungen auch zum Wachstumsprozess gehören, da sich das Nervensystem entwickelt.

Den Hund bei Zuckungen nicht wecken: er könnte verwirrt oder desorientiert reagieren. Tierarzt aufsuchen bei: sehr heftigen oder anhaltenden Zuckungen, Anzeichen von Schmerz, oder wenn der Hund sich nach dem Aufwachen nur schwer beruhigt.

Hast du aufgepasst?

Frage 1 von 3

Wie viele Stunden schläft ein ausgewachsener Hund pro Tag?

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Häufig gestellte Fragen

Claudia Weise

Geschrieben von

Claudia Weise

Chefredakteurin & Hundeexpertin

Chefredakteurin bei HundeoAktiv im TierschutzHundebesitzerin seit Kindheit

Claudia ist seit Kindheit Hundebesitzerin und im Tierschutz sehr aktiv. Als Chefredakteurin bei Hundeo ist es ihre Mission, die Bindung zwischen Mensch und Hund zu stärken.

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