hunde alter

5 Fakten zu: Wie alt werden Hunde?

Du möchtest wissen, wie alt Hunde werden?

Die Antwort auf diese Fragen und ein paar spannende Fakten zu diesem Thema habe ich dir in diesem Ratgeber verfasst. Also viel Spaß beim Lesen.

Lebenserwartung von Hunden

Wie alte werden Hunde?

Eigentlich ist es unmöglich, diese Frage pauschal zu beantworten. Denn die Lebenserwartung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie:

  • Rasse, Genetik, Rassengröße
  • Lebensumstände
  • Ernährung
  • Pflege
  • Umfeld
  • Aktivität
Bei der Berechnung der durchschnittlichen Lebenserwartung von Hunden wird die Rasse als Ansatz genommen. Dabei wird die Rasse in kleine, mittlere und große Hunderassen eingeteilt.
 
  • Kleine Rassen: bis zu 15 kg Körpergewicht
  • Mittlere Rassen: 15 bis 45 kg Körpergewicht
  • Große Rassen: mehr als 45 kg Körpergewicht
Faustformel: Je kleiner die Rasse ist, desto höher ist die Lebenserwartung.
 
Normalerweise ist es im Tierreich so, dass größere Tierarten länger leben. So gehören zum Beispiel Elefanten und Wale zu den größten und langlebigsten Tieren der Erde.
 
Die Wissenschaft hat lange darüber nachgedacht, warum es bei den Hunden nicht genauso funktioniert. Nach einer Studie von Dr. Cornelia Kraus (Universität Göttingen) haben größere Hunderassen eine kleinere Lebenserwartung, weil sie schneller altern. 
 
Denn die Entwicklungsphase eines Welpen der großen Rasse geht schneller voran als die der kleinen Rassen. Somit könnte die beschleunigte Wachstumsrate dafür verantwortlich sein, dass das Zellwachstum anormal vorangeht und die Krebsrate bei großen Rassen höher sein kann.
 
Merke dir: Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt:
 
  • Kleine Rassen: 10 bis 15 Jahre.
    Einige können sogar bis zu 18 Jahre leben.
  • Mittlere Rassen: 10 bis 13 Jahre.
    Einige der Rassen können auch länger leben.
  • Große Rassen: 8 bis 12 Jahre
  • Riesenrassen: 8 bis 10 Jahre
 

Durchschnittliche Lebenserwartung einzelner Rassen

Nach Angaben der American Kennel Club (Dachverband der Rassehundezüchter USA) hat die Bordeauxdogge mit einem Durchschnitt von 5 bis 8 Jahren die kürzeste Lebenserwartung

Mit einem Durchschnitt von 15 bis 19 Jahren hat der Coton de Tuléar (Baumwollhund) die höchste Lebenserwartung.

Hier findest Du eine Tabelle der verschiedenen Rassen und deren Lebenserwartung nach alphabetischer Reihenfolge:

Leben Mischlinge länger?

Im Allgemeinen leben Mischlinge wirklich länger. 

Züchter von reinrassigen Hunden nehmen bei der Züchtung die Größe der Hunde als Ansatz. Laut Angaben von Dr. Kraus wäre es möglich die Lebenserwartung zu erhöhen, wenn anstatt der Größe die Lebenserwartung in Betracht gezogen werden würde.

So empfiehlt die Forscherin: „Wer möglichst lange mit seinem Hund leben möchte hat die besten Chancen, wenn er sich einen Mischling aussucht, und zwar einen eher kleinen.“

„Hundejahre“ vs. „Menschenjahre“

Die alte Regel, dass 1 Hundejahr 7 Menschenjahren entspricht, ist schon längst Vergangenheit.

Bei der Umrechnung wird inzwischen die Größe bzw. das Gewicht des Hundes auch mit einbezogen. Bitte beachte, dass die folgende Tabelle nur Schätzungswerte sind:

Wie kann ich bei meinem Hund für ein langes & erfülltes Leben sorgen?

Im Guiness-Buch der Rekorde ist als ältester Hund „Bluey“ eingetragen. Bluey war ein Australischer Jagdhund. 

Er lebte in Australien / Rochester als Arbeiterhund zwischen Rinder und Schafen. Stolze 29 Jahre und 5 Monate wurde er alt. Er wurde 1910 als Welpe gekauft und am 14. November 1939 eingeschläfert.

Natürlich hängt die Lebenserwartung eines Hundes nicht nur von seiner Rasse oder seines Gewichtes ab. Die Gestaltung seines Lebens ist auch ausschlaggebend. Je gesünder und aktiver er lebt, desto höher kann die Lebenserwartung sein.

Genauso wie beim Menschen, sind

  • Ausgewogene Ernährung
  • Viel Bewegung
  • Körperliche Pflege und seelische Fürsorge
  • Regelmäßige vorsorgende Arztbesuche
auch bei unseren lieben Vierbeinern das Einmaleins für eine hohe Lebenserwartung und ein ausgefülltes Leben.

Häufigste Ursachen für frühen Tod

Natürlich wäre es wunderbar, wenn unsere Hunde die durchschnittliche Lebenserwartung erreichen könnten oder uns gar nicht verlassen würden.

Leider gibt es Krankheiten oder Umstände, bei denen unsere Liebsten es leider nicht packen und uns unerwartet verlassen müssen. Die Häufigsten Ursachen dafür sind:

1. Krebs

Krebs ist die häufigste Todesursache bei großen Hunderassen. Warum die Krebsrate bei größeren Hunden im Vergleich zu kleineren Rassen höher ist, konnte noch nicht ganz erschlossen werden. 

Die Wissenschaft geht allerdings davon aus, dass es an der schnelleren Wachstumsrate im Welpenalter liegt. Somit neigen die Zellen eher dazu, sich anormal zu entwickeln, was das Krebsrisiko erhöht.

Die Symptome von Krebs sind:

  • Knoten
  • Schlecht oder nicht heilende Wunden
  • Gewichtsverlust
  • Vergrößerte Lymphknoten
  • Aufgeblähter Bauch
  • Anormale Blutungen
  • Schwäche
  • Schwellungen

2. Verletzungen

Das Spektrum von Verletzungen, die für Hunde tödlich enden können, ist vielfältig. Das kann ein Autounfall sein oder auch Nachfolgen eines Bisses des Artgenossen.

Die Häufigkeit dieser Todesfälle ist bei Welpen und kleinen Hunderassen höher. Auch Arbeitshunde sind eher betroffen.

Du kannst leichte Maßnahmen treffen, damit Dein Hund nicht von vermeidbaren Verletzungen betroffen wird:

  • Niemals ohne Leine Gassi gehen. 
  • Halte immer ein fürsorgliches Auge auf Deinen besten Freund – auch, wenn ihr zu Hause seid. 
  • Beseitige die Gefahrenquellen in Deiner Wohnung. Sie sollte hundesicher sein (Deko-Gegenstände, Balkon, Treppen, Steckdose, herumliegende Kabel, giftige Pflanzen usw.)

3. Erbkrankheiten

Erbkrankheiten sind nicht immer nachweisbar oder vorhersehbar. Hier ist es sehr wichtig, dass Du Deinen Hund von einem Züchter erwirbst, der auch mit Zuchtmethoden verantwortungsvoll umgeht. 

So kannst Du das Risiko auf das Minimum verringern. Es gibt viele Züchter, die auch Lebenserwartung und Gesundheit bei ihrer Zucht zu Herzen nehmen. Sie lassen ihre Zuchthünndinnen und -Rüden vor dem Einsatz medizinisch auf Erbkrankheiten untersuchen. 

4. Infektionen

Seitdem es vorbeugenden Impfungen gibt, sind Infektionen nicht mehr so ein großes Risiko wie früher. Dennoch werden jedes Jahr zahlreiche Hunde krank oder sogar Todesopfer durch Infektionen. 

Du kannst dieses Risiko vermindern: Lass Deinen Hund regelmäßig impfen und bringe ihn zu seinen regelmäßigen Untersuchungen bei seinem Tierarzt.

5. Übergewicht

Als gutes Beispiel dafür ist die USA. Etwa 34% der Hunde in den USA sind übergewichtig oder fettleibig. Das ist ein triftiger Grund, sich Sorgen zu machen. 

Denn Forscher haben belegt, dass die Lebenserwartung von Hunden mit Übergewicht oder Adipositas im Vergleich zu Hunden mit einem normalen Körpergewicht im Durchschnitt zwei Jahre kürzer ist.

Übergewicht belastet den Bewegungsapparat Deines Hundes – Folgen können Arthrose und Bandscheibenerkrankungen sein.  Zudem ist das Risiko, an Diabetes oder Pankreatitis zu erkranken, sehr hoch. Auch Herz- und Kreislaufstörungen sowie Atembeschwerden sind unwillkommene Gäste.

Deswegen solltest Du Deinen Hund ausgewogen ernähren und dafür sorgen, dass er viel Bewegung hat. Vergiss bitte nicht, dass Hunde seit ihrem Ursprung aktive Lebewesen sind. 

Sie brauchen diese Aktivität nicht nur für ihre körperliche sondern auch für ihre seelische Gesundheit und Ausgeglichenheit.

Mein Fazit

Natürlich möchten wir alle, dass unsere Liebsten uns ein Leben lang begleiten.

Damit unsere lieben Freunde ihre durchschnittliche Lebenserwartung auch er-leben können, reichen Statistiken allerdings nicht aus.

Allein die Tatsache, dass die Lebenserwartung lange ist, kann weder Dich noch Deinen Hund ausreichend genug glücklich machen.

Ziel sollte nicht nur sein, lange zu leben. Ziel sollte sein, den Weg Schritt für Schritt ausgeglichen und glücklich zu gestalten.

Der springende Punkt ist nicht nur die Quantität sondern eher die Qualität der Zeit, die miteinander und füreinander verbracht wird. Eine Faustregel nicht nur für unsere lieben Vierbeiner sondern für das Leben selbst. 

Dann ist die Erwartung von einem ausgiebigen Miteinander auch jeden Augenblick da, wo es sein sollte: 

Lebe nicht in der Zukunft, sondern in der Gegenwart – aktiv, voll und ganz mit uns zusammen.

In diesem Sinne sind unsere lieben Freunde wahrhaft geübte Meister! 

Von ihnen können wir wirklich noch vieles lernen 😉

Gefällt dir dieser Inhalt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.